Europäischer Endometriose Kongress,
Siena, Italien, 29. November – 1. Dezember 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.endometriosis-league.eu
Mit der Akupunktur (lateinisch: acus = scharf; punctus = Stich) lassen sich Schmerzzustände therapieren sowie Zyklus- und Blutungsstörungen effektiv behandeln.
Bei der Akupunktur werden spezielle Nadeln in genau festgelegte Akupunkturpunkte gestochen. Durch die Nadel wird eine kleine Verletzung verursacht, deren Reiz über Nervenfasern weitergeleitet wird.
Bei der Endometriose kann die Opioidproduktion und -ausschüttung des Körpers stimuliert werden. Durch Beeinflussung der Endorphinspiegels (Endorphin = körpereigener Eiweißstoff mit schmerzstillender Wirkung) kommt es zu Veränderungen in der hormonellen Steuerung des Eierstockes.
In der klassischen Akupunktur werden silberne und goldene Nadeln verwandt. Für jedes Organ sind drei Punkte von Bedeutung:
1. ein Punkt zur Kräftigung des Organs
2. ein Punkt zu seiner Beruhigung
3. ein Punkt, um die Funktion anzuregen und zu regulieren
Die silberne Nadel dient der Beruhigung, die goldene der Stärkung.
Folgendes Schaubild zeigt einige Möglichkeiten von Akupunkturpunkten zur Behandlung der Endometriose:
| MP 12 | am Symphysenrand, 5 QF lateral der Medianlinie |
| KG 4 | 2 Daumenbreiten cranial der Symphysenmitte |
| KG 7 | Daumenbreite unterhalb des Nabels |
| LG 4 | zwischen Dornfortsätzen der 2. und 3. LWK |
| Di 4 | höchste Erhebung des M. adductor pollicis bei an den Zeigefinger angelegten Daumen |
| BI 31 | im 1. Foramen sacrale |
| BI 32 | im 2. Foramen sacrale |
| BI 33 | im 3. Foramen sacrale. |