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Insemination

Unter Insemination oder künstlicher Befruchtung versteht man allgemein die künstliche Übertragung von Samen vor den Muttermund oder in den Gebärmutterhals. Bei Zeugungsstörung des Mannes (z. B. Impotenz, vorzeitiger Samenerguß, zu wenig Samenzellen, zu wenig Samenflüssigkeit oder auch mangelnde Beweglichkeit der Spermien) oder bei Vorliegen einer Unverträglichkeit von Zervixschleim der Frau und männlichem Samen kann die künstliche Befruchtung das Problem der ungewollten Kinderlosigkeit häufig lösen.

Man unterscheidet die homologe Insemination (künstliche Befruchtung mit dem Samen des Ehemannes) und die heterologe Insemination (mit dem Samen eines unbekannten Spenders).

Am Tag des Eisprungs (ermittelbar durch mehrmonatiges Messen der Basaltemperatur) spritzt der Gynäkologe mit einem Spezialgerät vorsichtig die Samenfäden vor den Muttermund. Nach der künstlichen Samenübertragung sollte die Frau einige Stunden liegen bleiben, damit sich die Spermien leichter die Eileiter hinauf bewegen können, um zum Befruchtungsort im oberen Teil des Eileiters zu kommen.

Neben der Insemination gibt es auch die extrakorporale Befruchtung. Sie kann Frauen zu einer Schwangerschaft verhelfen, deren Eileiter verklebt und damit für Samenfäden sowie für die Eizelle undurchdringbar sind. Bei diesem Verfahren werden dem Eierstock (mehrere) reife Eizellen entnommen und in einer speziellen Nährlösung mit den Samenzellen des Ehemannes zusammengegeben. Wird nun eine Eizelle von einem Samenfaden befruchtet, teilt sie sich innerhalb sehr kurzer Zeit einige Male. Dieser „Zellhaufen" wird dann in die Gebärmutterschleimhaut der Frau eingepflanzt. Kommt eine feste Eieinnistung zustande, kann die Schwangerschaft normal ausgetragen werden.