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Krebsvorsorge

Seit 1971 gibt es die gesetzlich geregelte jährliche Vorsorgeuntersuchung zur Krebsfrüherkennung, die für Frauen ab 20 Jahren von den Krankenkassen bezahlt wird. Die Krebsvorsorgeuntersuchungen haben das Ziel, maligne (bösartige) Erkrankungen bereits im Vorstadium zu erfassen und zu therapieren.

Gebärmutterhalskrebs ist z.B. durch die Vorsorgeuntersuchungen bereits im Frühstadium relativ leicht feststellbar und hat eine Heilungsquote von über 98%, wenn er rasch einer effizienten Behandlung zugeführt wird.

Zur Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen gehören:

  • Blutdruck und Urinkontrolle
  • Untersuchung von Schamlippen, Scheideneingang, Scheide und Muttermund mit Abstrich
  • Tastuntersuchung von Gebärmutter und Eierstöcken
  • Abtasten der Brust nach verdächtigen Veränderungen und der ableitenden Lymphwege
  • evtl. Tastuntersuchung des Enddarmes

Die Untersuchung auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl gehört für Frauen ab 45 Jahren zur Krebsvorsorge dazu. Für diese Untersuchung müssen an drei aufeinanderfolgenden Tagen Stuhlproben auf spezielle Flächen eines Testbriefchens aufgebracht werden. Die kleinen Testbriefchen werden dann vom Arzt an ein Labor weitergegeben und dort untersucht.