Glossary


Lesbische Liebe

Körperliche wie geistig-seelische Neigung von Frauen zu ihrem eigenen Geschlecht wird lesbische Liebe genannt.

Auf der griechischen Insel Lesbos (daher "lesbisch") lebte um 600 v. Chr. die Dichterin Sappho, die sich schon damals ganz offen zur Frauenliebe bekannte und damit aus gesellschaftlichen Normen ausbrach.

Während die Homosexualität zwischen Männern lange Zeit sogar strafrechtlich verfolgt wurde, war die lesbische Liebe immer „nur" der gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt.

Die Arbeit der Frauenbewegung hat entscheidend dazu beigetragen, daß sich lesbische Frauen mehr und mehr zu ihren sexuellen und emotionalen Vorlieben bekennen.

Die Gründe für lesbische Neigungen sind wissenschaftlich nach wie vor ungeklärt. Infrage kommen hormonelle Einflüsse, frühkindliche Prägungen, unbefriedigende oder auch traumatisierende Erlebnisse mit Männern oder einfach besonders beglückende Erfahrungen mit Frauen.

Sehr wichtig scheint für lesbische Frauen auch das Gefühl zu sein, sich unter Frauen so geben zu können wie sie sind. Rollenzwänge oder Schönheitsideale, die Beziehungen zwischen Männern und Frauen häufig beherrschen, spielen eine ganz geringe Rolle.