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Nabelschnur

Die Nabelschnur ist der Versorgungsstrang zwischen ungeborenem Kind und mütterlicher Plazenta. Sie enthält Blutgefäße, die sauerstoff- und nährstoffreiches Blut zum Kind und auf umgekehrtem Wege Abfallstoffe und CO2 vom Kind wegtransportieren. Die Nabelschnur hat am Ende der Schwangerschaft einen Durchmesser von ca. 1 ½ cm, ist ca. ½ m lang und spiralig gedreht.

Komplikationen können entstehen, wenn sich eine relativ sehr kurze Nabelschnur um den Hals des Kindes schlingt oder wenn die Nabelschnur im Rahmen der Geburt nach erfolgtem Blasensprung vorfällt. Sie kann dann durch das Nachrutschen des Kindes abgeklemmt werden, was zur Folge hat, daß die Blutversorgung des Kindes aussetzt. In solchen Fällen ist fast immer ein sofortiger Kaiserschnitt notwendig.

Wenn nach erfolgter Entbindung das Neugeborene zu atmen beginnt und die Nabelschnur zu pulsieren aufgehört hat, kann sie durchtrennt werden.

Erst nach der Erstversorgung des Kindes durch die Hebamme wird endgültig abgenabelt: dicht an der Nabelwurzel wird eine Klemme gesetzt und der überstehende Nabelschnuranteil abgetrennt. Der Nabel muß anschließend steril verbunden werden, damit sich die Wunde nicht infizieren kann. Gleichzeitig wird mit einer festen Nabelbinde einem Nabelbruch vorgebeugt.