Europäischer Endometriose Kongress,
Siena, Italien, 29. November – 1. Dezember 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.endometriosis-league.eu
Östrogene sind weibliche Geschlechtshormone. Der Begriff leitet sich von dem lateinischen Wort östrus für Brunst ab, womit ausgesagt werden soll, daß es sich um „brunsterzeugende" Stoffe handelt.
Östrogene werden (in ganz geringen Mengen sogar schon beim Embryo) in den Ovarien gebildet, in geringen Mengen auch in der Nebenierenrinde und im Hoden und in der Schwangerschaft auch in der Plazenta.
Zusammen mit den Gestagenen steuern die Östrogene sämtliche Vorgänge, die mit der weiblichen Reproduktion (dem Entstehen eines Kindes im mütterlichen Organismus) zusammenhängen:
Durch das Abfallen des Östrogen- (und Progesteron-) Spiegels im Blut kommt es zur Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut und der Regelblutung.
Neben der Wirkung auf die Fortpflanzungsorgane besitzen die Östrogene auch Wirkungen auf extragenitale Bereiche:
Läßt im Klimakterium die Östrogenproduktion eigentlich nach, so kann dieser natürliche Östrogenmangel zu den typischen klimakterischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Depressionen u. v. m.(siehe Klimakterium) führen. Auch ein schnelleres Fortschreiten der Osteoporose kann durch einen Östrogenmangel verursacht sein.
Als Medikament finden Östrogene im wesentlichen in der Antibabypille und in der Therapie von klimakterischen Beschwerden Verwendung.