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Perinatale Medizin

Unter perinataler Medizin versteht man die diejenige Medizin, die sich mit Mutter und Kind in der Perinatalperiode, also dem Zeitraum zwischen Ende der 28. Schwangerschaftswoche und dem 7. Lebenstag, befaßt.

Obwohl die Geburtshilfe große Fortschritte gemacht hat und die Säuglingssterblichkeit in unserem Jahrhundert stark gesenkt werden konnte, sterben noch immer 1,5 bis 2,5% aller Kinder in der Perinatalperiode.

¾ aller perinatalen Todesfälle sind Frühgeburten. Weitere Risikofaktoren bestehen in einer Plazenta-Insuffizienz, Geburtskomplikationen, angeborenen Mißbildungen, Blutgruppenunverträglichkeiten und Stoffwechselkrankheiten.

Auch die Müttersterblichkeit hat sich in unserem Jahrhundert durch verschiedene Maßnahmen drastisch reduzieren lassen. Die Müttersterblichkeit ist heute geringer als die Säuglingssterblichkeit, aber selbstverständlich birgt die Geburt auch heute noch für die Mutter ein gewisses Risiko.

Die beste Methode, die Mütter- wie die Säuglingssterblichkeit weiter zu reduzieren, bietet die regelmäßige Schwangerenvorsorge, die die werdende Mutter auf alle Fälle regelmäßig besuchen sollte.