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Röteln

Röteln sind eine typische Kinderkrankheit, die im Kindesalter fast immer harmlos verlaufen und mit einem kleinfleckigem roten Hautausschlag und Lymphdrüsenschwellungen einhergehen. Der Erreger der Röteln ist das Rötelnvirus, das durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Patienten sind bereits einige Tage vor Ausbruch des Hautausschlages ansteckend und bleiben es (wahrscheinlich) bis zum Ende des Hautausschlagstadiums. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen erfolgter Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt 12 bis 21 Tage.

So harmlos diese Krankheit im Kindesalter verläuft, so gefährlich ist sie in der Schwangerschaft. Kommt es bei einer werdenden Mutter in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft zu einer Rötelerkrankung, so wird, da die Rötelnerreger die Plazentaschranke überwinden können, das Kind mit angesteckt. Diese Ansteckung kann zu schweren Mißbildungen

  • des Gehirns,
  • des Herzens,
  • der Augen
  • und der Ohren führen
  • und auch eine Fehlgeburt verursachen.

Die größte Gefahr für eine Schädigung des ungeborenen Kindes besteht in der Embryonalzeit, also in den ersten drei Monaten, aber auch im weiteren Schwangerschaftsverlauf sind Schädigungen möglich.

Um einer solchen Rötelnembryopathie vorzubeugen, sollte jedes junge Mädchen, das noch keine Rötelninfektion durchgemacht hat (dies kann man anhand eines Bluttests überprüfen), sich gegen Röteln impfen lassen. Nach einiger Zeit sollte auf alle Fälle anhand eines Bluttests überprüft werden, ob diese Impfung angegangen ist.