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Stillen

Stillen ist die natürliche Säuglingsernährung an der Mutterbrust.

Während in den 60er und 70er Jahren das Stillen durch das Aufkommen von künstlicher Babynahrung stark zurückgedrängt wurde, wissen wir heute, daß das Stillen für Mutter und Kind die größten Vorteile bietet.

Der Säugling bekommt an der Mutterbrust die optimal auf ihn zugeschnittene Nahrung. Zudem soll Stillen einen gewissen Schutz vor Allergieerkrankungen bieten, und neueren Untersuchungen nach soll Stillen einem späteren Übergewicht vorbeugen können, weil sich beim Stillen bessere Steuerungsmechanismen im Appetitzentrum ausbilden sollen.

Auch für die Mutter bietet das Stillen Vorteile; so erfolgt z.B. durch den Saugreiz des Kindes an der Brust eine beschleunigte Rückbildung der Gebärmutter nach der Entbindung.

Sehr selten gibt es Stillhindernisse, die ein Stillen unmöglich machen (Tbc der Mutter, evtl. Flach- oder Hohlwarzen u. a). Im allgemeinen ist es aber fast allen Frauen möglich, ihr Kind zu stillen. Die Milchproduktion in der mütterlichen Brust wird über die kindliche Nachfrage geregelt, d. h. je mehr das Kind an der Brust saugt und trinkt, desto größer ist der Anreiz für die Brust, viel Milch zu produzieren. An dieser Regulation sind zwei Hormone, das Prolaktin und das Oxytozin beteiligt.

Ein ruhiger und entspannter Umgang ist für das Stillen ebenso wichtig wie die positive Einstellung der Mutter zur Brusternährung.