Glossary


Thrombophlebitis und Phlebothrombose

Unter einer Thrombophlebitis versteht man eine Entzündung der Venenwand, die mit einer Thrombose in diesem Bereich einhergeht. Häufig wird der Begriff Thrombophlebitis nur für die Entzündung oberflächlicher Venen benützt, während eine Entzündung im tiefen Venensystem als Phlebothrombose bezeichnet wird. Die Thrombophlebitis kommt fast ausschließlich bei Krampfadern vor, verursacht kaum Embolien und ist mit entzündungshemmenden Medikamenten und Kompressionsverbänden ambulant behandelbar.

Die Phlebothrombose ist im Unterschied hierzu ein sehr ernst zunehmendes Krankheitsbild, das ein hohes Embolierisiko in sich birgt. Patientinnen mit einer Entzündung im tiefen Venensystem müssen unbedingt strenge Bettruhe einhalten und evtl. Medikamente einnehmen, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen.

Generell besteht die Möglichkeit, den Thrombus (Blutgerinnsel) einer Phlebothrombose medikamentös aufzulösen oder operativ zu entfernen. Beide Therapieformen sind nur in einem sehr frühen Stadium der Thrombose sinnvoll. Sehr große Bedeutung kommt deshalb der Thromboseprophylaxe (Vorbeugung gegen eine Thrombose) zu.