Glossary


Trichomonaden

Häufiger Grund für eine Scheidenentzündung ist eine Infektion mit Trichomonaden. Trichomonaden gehören zur Gruppe der Protozoen, die zusammen mit Viren, Bakterien und Würmern die große Einheit der Krankheitserreger bilden.

Trichomonaden-Infektionen verlaufen oft bzw. oft für lange Zeit symptomlos, können aber bei der Frau auch zur sogenannten Trichomonaden-Kolpitis, also zu einer Scheidenentzündung führen, die meist mit einem unangenehmen Geruch und dünnflüssigem, grünlich oder weiß-gelblichem, schaumigem und evtl. auch brennendem Ausfluß einhergeht. Gelegentlich dringen die Erreger auch in die Harnröhre ein und können auch dort Entzündungserscheinungen hervorrufen.

Beim Mann verläuft die Infektion fast immer symptomlos.

Übertragen wird die Krankheit durch Geschlechtsverkehr, aber eine Ansteckung ist auch in nicht chlorierten Thermalbädern oder schlecht gewarteten Schwimmbädern, über feuchte Badekleidung, Schwämme, Handtücher, Toilettensitze u. ä. möglich.

Bei Verdacht auf eine Trichomonaden-Infektion wird vom Arzt ein Abstrich der Scheide vorgenommen und unter dem Mikroskop untersucht, wobei sich der Erreger anhand der typischen Form und der taumelnden Bewegung identifizieren läßt.

Mit speziellen Medikamenten, die in Zäpfchenform oder Tablette vorliegen, wird die Trichomonaden-Infektion behandelt. Stets ist es notwendig, auch den Sexualpartner mitzubehandeln.