Glossary


Vaginalflora

Die Vaginalschleimhaut einer geschlechtsreifen Frau ist normalerweise von bestimmten Keimen besiedelt. Spezielle Bakterien, die sogenannten Döderleinschen Stäbchen, spielen eine besondere Rolle:

Im Zusammenspiel mit Östrogenen und Gestagenen vergären diese Döderleinschen Stäbchen Glykogen (eine bestimmte Zuckerform) zu Milchsäure. Diese Milchsäure bedingt den sauren pH-Wert in der Scheide von ca. 4 bis 4,5. Man spricht auch vom „saurem Vaginalmilieu". Dieses saure Vaginalmilieu bietet einen guten Schutz gegenüber Infektionen, da die meisten krankmachenden Bakterien in einem derart saurem Milieu nicht überleben können.

Jede Störung des Scheidenmilieus (z. B. durch Antibiotika-Einnahme, die die Döderleinschen Stäbchen zerstören kann) führt zu einer gehäuften Infektionsanfälligkeit der Scheide.