Glossary
WehenUnter Wehen versteht man das schmerzhafte Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur in der Schwangerschaft und unter der Geburt.
Man unterscheidet:
a. Vorwehen
- Vorwehen sind unregelmäßige, unrhythmische Wehen, die in den letzten Wochen der Schwangeschaft auftreten und als ein „Üben" der Gebärmutter interpretiert werden können.
b. Stellwehen
- Stellwehen sind Wehen, die den Kopf des Ungeborenen im kleinen Becken der Frau einstellen.
c. Eröffnungswehen
- Eröffnungswehen sind rhythmische Wehen in der Eröffnungsphase der Geburt. Sie führen zur Eröffnung des Muttermundes.
d. Preßwehen
- Preßwehen sind Wehen, die in der Austreibungsphase der Geburt das Kind durch den Geburtskanal hindurch herauspressen. Unterstützt werden diese Preßwehen durch aktives Pressen der Frau mit der Bauchmuskulatur.
e. Nachgeburtswehen
- Nachgeburstswehen werden von der Frau als wenig schmerzhaft empfunden und haben den Sinn die Nachgeburt aus Uterus und Geburtskanal zu drücken.
f. Nachwehen
- Nachwehen sind Wehen im Wochenbett, die zur allmählichen Rückbildung des Uterus beitragen. Das Stillen des Neugeborenen führt auf hormonellen Wege zu verstärkten Nachwehen und damit zur schnellen Uterusrückbildung.
Medikamentös kann die Wehentätigkeit durch wehenfödernde Mittel verstärkt werden. Sie werden besonders zur Geburtseinleitung oder bei Wehenschwäche eingesetzt. Es gibt auch Medikamente, die die Wehentätigkeit hemmen. Sie werden meist bei einer drohenden Fehl- oder Frühgeburt eingesetzt.