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Wochenbett

Das Wochenbett oder auch Kindbett bezeichnet eine etwa 6 bis 8 Wochen dauernde Phase, direkt nach der Geburt, in der sich der weibliche Organismus nach Schwangerschaft und Geburt wieder umstellt.

Nachdem die Plazenta als Nachgeburt ausgestoßen ist, kommt es zu einem extremen Abfall all jener Hormone im mütterlichem Organismus, die von der Plazenta gebildet wurden. Die Wunde, die im Gebärmutterinneren durch das Ablösen der Plazenta entstanden ist, sondert den sogenannten Wochenfluß, auch Lochien genannt, ab.

Dieser Wochenfluß besteht aus Blut, abgeschilferten Zellen und Wundsekret, was eine gute Lebensgrundlage für Bakterien darstellt. Fließt das Wundsekret nicht gut ab, kann es deshalb zu Infektionen kommen, die früher vielen Frauen im Wochenbett das Leben kosteten (Kindbettfieber).

Heute sind Komplikationen aber selten geworden. Durch die Rückbildung der Gebärmutter, die mit Hilfe der Nachwehen stattfindet, wird die Wundfläche immer kleiner. Eine gute Unterstützung dieser Rückbildungsvorgänge stellt das Stillen dar; Hormone des Zwischenhirns, die durch den Saugreiz an der Brustwarze verstärkt ausgeschüttet werden, fördern die Nachwehen.

Ein bis zwei Tage nach einer normalen Geburt kann und sollte mit der Wochenbettgymnastik begonnen werden. Es gilt vor allem Bauch- und Beckenbodenmuskulatur wieder zu straffen. Ansonsten wird während der Zeit des Wochenbetts der Frau generell körperliche Schonung empfohlen.