Glossary


Zervixschleim
(Zervikalsekret)

Die Schleimhaut im Zervixbereich bildet natürlicherweise Absonderungen, die sich im Zyklusverlauf verändern. Das genaue Beobachten der Veränderungen dieses Zervixschleims im Zyklusverlauf eignet sich zur natürlichen Empfängnisverhütung (siehe Kontrazeption) und kann die Temperaturmeßmethode sinnvoll ergänzen.

Über einen längeren Zeitraum hinweg, muß die Frau hierzu die Schleimabsonderungen, die aus der Scheide austreten, genau überprüfen. Mit Hilfe eines Papiertaschentuches oder auch gewaschene Fingerspitzen läßt sich feststellen, ob Schleim aus der Scheide austritt und welche Beschaffenheit er hat. Das Spektrum der Beschaffenheit geht von glasklar durchsichtig über farblos milchig-trüb bis hin zu weiß oder gelblich. Auch Konsistenzunterschiede wie mehr dünnflüssig, zäh oder leicht fädenziehend können festgestellt werden.

An den Tagen direkt nach der Menstruation läßt sich meist keine Schleimabsonderung feststellen, zum Zeitpunkt des Eisprungs ist der Zervixschleim meist glasklar und zieht stark Fäden. Einige Tage nach dem Eisprung wird die Beschaffenheit der Zervixschleims häufig klumpiger und die Fähigkeit, Fäden zu ziehen, läßt nach. Allgemeine Regeln darüber, wie die Beschaffenheit des Zervixschleims an den einzelnen Stationen des Monatszyklusses ist, lassen sich aber nicht aufstellen. Jede Frau muß hierzu über mehrere Monate ihren Zervixschleim selbst kontrollieren, um die individuelle Rhythmik festzustellen.

Durch die Anwendung chemischer Verhütungsmittel durch Vaginalzäpfchen und auch durch einen Samenerguß in der Scheide kann die natürliche Beschaffenheit des Zervixschleims verändert werden, und dies sollte bei der Interpretation der Selbstkontrolle beachtet werden.