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Zwillingsschwangerschaft

Auf 85 Schwangerschaften entfällt eine Zwillingsschwangerschaft. In den meisten Familien kommen Zwillingsschwangerschaften gehäuft vor, was eine „Erblichkeit" nahelegt. Aber auch bei Frauen über 35 Jahre und bei Müttern, die bereits mehrere Kinder geboren haben, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Zwillingsschwangerschaft an.

Man unterscheidet eineiige Zwillinge und zweieiige Zwillinge.

a. Eineiige Zwillinge

Ein einzelnes Ei wird befruchtet. Im Rahmen der Frühentwicklung, also wenn die entstehende Keimanlage aus einem Zellhaufen besteht, kommt es zur Teilung dieser Zellanlage, und es entstehen zwei jeweils entwicklungsfähige Anteile. Eine derartige Teilung scheint bis zum 11.- 13. Tag nach dem Eisprung möglich zu sein.

b. Zweieiige Zwillinge

Bei zweieiigen Zwillingen kam es zum Eisprung aus zwei verschiedenen Follikeln oder zum Eisprung aus einem Follikel, der zwei Eizellen in sich trug. Nachfolgend wird jedes der beiden Eier befruchtet.

Während eineiige Zwillinge das identische Erbgut besitzen, so besteht zwischen zweieiigen Zwillingen nicht mehr Übereinstimmung als zwischen „normalen" Geschwistern.

Ca. ¼ aller Zwillingsschwangerschaften sind eineiig, ¾ sind zweieiig.

Durchschnittlich endet eine Zwillingsschwangerschaft ca. 14 Tage früher als eine Schwangerschaft, in der nur ein Kind ausgetragen wird. Die Gründe hierfür liegen wohl in der zwangsläufigen Überdehnung der Gebärmutter und häufig in einer gewissen Plazentainsuffizienz.

Zwillingsschwangerschaften werden generell als Risikoschwangerschaften und Zwillingsgeburten generell als Risikogeburten eingestuft.