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Basaltemperatur

Die Körpertemperatur einer Frau, die sofort nach dem Erwachen noch vor dem Aufstehen rektal gemessen wird, nennt man Basaltemperatur oder auch Aufwachtemperatur.

Als natürliche Methode der Empfängnisverhütung kann das Messen der Basaltemperatur deswegen eingesetzt werden, weil es etwa ein Tag nach dem Eisprung zu einem Temperaturanstieg von etwa 0,4 bis 0,6 Grad Celsius kommt. Mißt man die Basaltemperatur allmorgendlich vor dem Aufstehen, möglichst immer zur gleichen Uhrzeit, und trägt die gemessenen Werte in ein Kurvenblatt ein, so läßt sich anhand des Temperaturanstiegs der Zeitpunkt für den Eisprung und damit der Zeitraum der größten Empfängnisbereitschaft ersehen. Es erfordert ein erhebliches Maß an Disziplin, die Temperaturmessungen regelmäßig und vorschriftsmäßig durchzuführen und an fruchtbaren Tagen sexuelle Enthaltsamkeit zu üben. Zudem kann die Methode nur dann gut funktionieren, wenn der Monatszyklus einigermaßen regelmäßig ist. Ist die Körpertemperatur aus anderen Gründen erhöht (fieberhafte Infekte), kann diese Methode nicht mehr zuverlässig sein.

Die Erhöhung der Temperatur wird übrigens dem Progesteron zugeschrieben, das in der zweiten Zyklushälfte verstärkt ausgeschüttet wird