Glossary


Berufskrankheit

Unter Berufskrankheiten versteht man meist chronische Erkrankungen, die durch Schadstoff-, Lärm- und Strahlenbelastung, durch Infektionserreger oder sonstige chemische, physikalische oder anderen Einwirkungen am Arbeitsplatz verursacht werden.

Während früher die häufigsten Berufskrankheiten Hautkrankheiten waren, ist heute die Lärmschwerhörigkeit an der Spitze der Statistik zu finden. Auch die Zahl der Krebserkrankungen, die sich auf berufliche Belastungen zurückführen läßt, scheint zu steigen.

Einige typische Frauenberufe bergen vergleichsweise hohes Risiko, an einer Berufskrankheit zu erkranken: Friseurinnen sind besonders häufig von allergischen Ekzemen betroffen, Sekretärinnen und Phonotypistinnen weisen ein hohes Risiko für Sehnenscheidenentzündungen und Bandscheibenleiden auf. Medizinisches Personal ist relativ häufig von Infektionskrankheiten betroffen, besonders häufig von Hepatitiden.

Bereits bei Verdacht auf eine Berufskrankheit muß der Arzt einem staatlichen Gewerbearzt oder der zuständigen Berufsgenossenschaft Mitteilung machen. Als Träger der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften für die finanzielle Entschädigung eines Menschen, der an einer Berufskrankheit leidet zuständig.