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Diät

Während das Wort Diät ursprünglich „gesunde, vernünftige Lebensweise" bedeutete, sich also nicht nur auf den Nahrungsbereich bezog, verstehen wir heute darunter eine spezielle Ernährungsweise zur Verhütung oder Behandlung von Krankheiten und zur Erhaltung (oder Gewinnung) der Leistungskraft und des Wohlbefindens.

Die sechs wesentlichen Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung sind

  • Eiweiße (Proteine),
  • Kohlenhydrate,
  • Fette,
  • Vitamine,
  • Mineralien
  • und Wasser.

Neben der richtigen Zusammensetzung der Nahrung aus diesen Bestandteilen ist ein angemessener Kaloriengehalt entscheidend. Es gibt zahlreiche Spezialdiäten und Diätpläne, die bei der Behandlung oder Verhütung bestimmter Krankheiten zum Einsatz kommen; dazu gehören beispielsweise: Diabetes-Diät, salzarme Diäten (bei Erkrankungen der Niere und des Herzens), fettarme Diäten (bei Hyperlipoproteinämien und Verdauungsstörungen), Schonkost (zur Behandlung oder Vermeidung von Magen- und Darmreizungen), oxalatarme Diäten (bei Nieren- und Gallensteinleiden). All diese Diäten haben das Ziel, einem erkrankten Organismus notwendige Mengen an Nährstoffen zu liefern und gleichzeitig die für ihn schädlichen Bestandteile möglichst weitgehend zu meiden.

Die Verordnung einer besonderen Diät gehört in die Hände eines Arztes, da Nebenwirkungen nicht auszuschließen sind.

Die Diät, mit der am häufigsten Mißbrauch getrieben wird, ist die sogenannte Schlankheitsdiät. Die überwiegende Mehrheit aller Frauen empfindet sich selbst als zu „dick", und so werden - häufig unsinnige - Versuche unternommen, durch immer neue Diäten an Körpergewicht zu verlieren.

Mit Sicherheit ist Übergewicht ein Risikofaktor für die Gesundheit, aber die „Wunderdiät", die uns die Werbung in immer neuer Form präsentiert und die zu schneller und einfacher Gewichtsabnahme führt, gibt es in der Tat nicht.

Die mit Abstand beste Schlankheitskur besteht in einer ausgewogenen Nahrungszufuhr mit verminderter Kaloriengesamtzahl. Hat man sich bislang einigermaßen ausgewogen ernährt, so genügt es, die gewohnte Nahrungsmenge einfach zu reduzieren. Dann besteht auch kein Bedarf an zusätzlichen Vitaminen oder Mineralien.

Grundsätzlich abzuraten ist von Medikamenten, die zu einer Gewichtsabnahme führen sollen. Sie führen fast nie zum Ziel oder sind sogar gesundheitsschädlich