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Eisenmangel

Eisenmangel, der häufigste Grund für eine Anämie, tritt bei Frauen besonders häufig auf, weil mit jeder Regelblutung ungefähr 50 mg Eisen verloren gehen. Eisen ist ein Bestandteil des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin), das in den roten Blutkörperchen sitzt und dort für den Sauerstofftransport zu allen Körpergeweben verantwortlich ist.

Eisenmangel führt also zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff, was sich in Müdigkeit, Blässe und Konzentrationsschwäche zeigt.

Der Arzt kann mit einer einfachen Blutuntersuchung auf einen Eisenmangel schließen. Frauen sollten täglich ca. 20 mg Eisen mit der Nahrung zu sich nehmen, um nicht in einen Eisenmangel zu rutschen.

Vermehrt Eisen benötigt wird

  • in der Pubertät,
  • während der Schwangerschaft,
  • nach der Geburt,
  • bei besonders starken Regelblutungen,
  • nach überstandenen Krankheiten
  • und bei jeder Art von Blutverlusten.

Reicht die Eisenmenge, die in der Nahrung enthalten ist, nicht aus, kann zusätzlich ein Eisenpräparat verordnet werden.

Gelegentlich kommen auch sogenannte „Eisenverwertungsstörungen" vor. Der Körper kann dann das zugeführte Eisen nicht verwerten. Diese Art von „Eisenmangel", die z. B. bei bestimmten Krebserkrankungen auftritt, kann nicht durch eine erhöhte Zufuhr von Eisen, sondern nur durch eine Beseitigung der Verwertungsstörung ausgeglichen werden.