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Geschlechtskrankheiten

Unter Geschlechtskrankheiten versteht man ansteckende Krankheiten, die im wesentlichen durch Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Im Vergleich zu früheren Zeiten haben die Geschlechtskrankheiten an Schrecken verloren, da bei rechtzeitiger Diagnosestellung effektive Therapiemöglichkeiten bestehen. Ausgerottet sind die Geschlechtskrankheiten aber keineswegs.

Zu den wichtigsten Geschlechtskrankheiten gehören:

a. Tripper (Gonorrhoe)

Bei der Frau ist die „untere Gonorrhoe" häufig symptomarm; Brennen in der Harnröhre beim Wasserlassen und grünlich-gelblicher Ausfluß treten aber häufig auf.
In diesem Stadium sollte die Gonorrhoe bereits einer Behandlung zugeführt werden, denn eine symptomreiche, „obere Gonorrhoe", die sich in einer Entzündung der gesamten Adnexe, kolikartigen Schmerzen, Bauchfellreizung u. ä. zeigt, zieht relativ häufig Spätfolgen nach sich (z. B.Unfruchtbarkeit).

b. Lues (Syphillis)

Die Lues-Erkrankung wird in drei Stadien eingeteilt.
  1. Im ersten Stadium entsteht an einer Schleimhautstelle (Genitalschleimhaut oder auch Mundschleimhaut) eine harte nässende Stelle, die sich in ein schmerzhaftes Geschwür verwandeln kann. Häufig schwellen die Lymphknoten an.
  2. Erst im zweiten Stadium kommt es zu Allgemeinbeschwerden, evtl. mit fleckigem Hautausschlag.
  3. Im dritten Stadium können das gesamte Nervensystem, die Blutgefäße und fast alle Organe befallen sein.
Auch bei der Lues kommt es auf eine möglichst rasche Diagnosestellung mit anschließender Behandlung an.

c. Weicher Schanker

Im Schleimhautbereich der Schamlippen oder der Scheide entstehen kleine weiche schmerzhafte Geschwüre.

Während die Inkubationszeit (die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) beim Tripper und beim weichen Schanker ein bis drei Tage dauert, ist sie bei der Lues mit rund drei Wochen deutlich länger. Bei rascher Diagnosestellung und korrekter Behandlung, auch des Geschlechtspartners, kann man heutzutage Spätschäden umgehen.