Europäischer Endometriose Kongress,
Siena, Italien, 29. November – 1. Dezember 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.endometriosis-league.eu
Medikamente, die auf den Hormonhaushalt wirken, beeinflussen die Endometrioseherde. Für die hormonelle Endometriosebehandlung stehen in Deutschland Gelbkörperhormone (Gestagene) und GnRH Analoga zur Verfügung.
Wann können diese Substanzen eingesetzt werden?
Die hormonelle Behandlung soll zur Rückbildung der Endometriose führen und Endometriosezysten verkleinern, um das Ausmaß der Operation und operationstechnisch nicht zu vermeidende Verletzungen der Organe zu reduzieren, die Operation technisch zu erleichtern und ihre Dauer zu verkürzen. Die Eingriffe sind praktisch immer laparoskopisch (Schlüsseloch-Chirurgie) möglich und die verminderte Durchblutung nach medikamentöser Vorbehandlung vermindert den Blutverlust.
Obwohl alle mit dem Auge sichtbaren oder tastbaren Veränderungen nach erfolgreicher Operation komplett entfernt sein sollten, gibt es klare Gründe für eine Nachbehandlung: Untersuchungen haben gezeigt, dass in der Umgebung von entfernten Endometrioseherden mikroskopisch kleine Absiedlungen verbleiben und aktiv weiter wachsen. Damit erklärt sich, weswegen die Endometriose nicht komplett beseitigt werden und es zum Wiederaufflackern kommen kann. Um dies zu verhindern, kann eine hormonelle Behandlung nach einer Operation angezeigt sein.
Erste Phase: Operation
Zweite Phase: Medikamentöse Therapie
Dritte Phase: Operative Nachkontrolle
In der zweiten Phase können Gelbkörperhormone oder GnRH-Agonisten über einen Zeitraum von 3 - 6 Monaten eingesetzt werden.
Information zu den einzelnen Hormonpräparaten finden Sie in folgenden Unterabschnitten: