Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Murmelchen

Hallo!

Also ich habe in den älteren Beiträgen in diesem Forum schon öfter gelesen, daß so einige bei Dr. Keckstein in Villach waren, um sich dort operieren zu lassen. Es ging dabei auch um die Frage, ob die KK diese Kosten übernimmt oder nicht.
Nun wollte ich mal fragen, welche Erfahrungen Ihr in der letzen Zeit so gemacht habt? Zahlen die Kassen diese OP im Ausland (noch), oder ist es noch schwieriger geworden, diese OP im Ausland bei den KK zu begründen und die Kosten erstattet zu bekommen?

Und wart Ihr auch zu einer ersten Voruntersuchung in der Praxis von Prof. Keckstein, um Euch untersuchen zu lassen?
In welchen Fällen hält er es selbst für o.k., die OP in Villach zu machen? Ich meine, Dr. Keckstein ist ja sicherlich nicht auf die Patienten aus Deutschland "angewiesen" - kann man davon ausgehen, daß bei einer ausgedehnteren Endometriose mit Darmbeteiligung es für ihn o.k. ist, sich in Villach operieren zu lassen oder meint Ihr, daß es ihm lieber wäre, wenn man das in Deutschland machen läßt?
Wie läuft die Untersuchung bei ihm eigentlich ab, ich habe gehört, daß er sowohl eine US- als auch eine ausführliche Tastuntersuchung macht? Kann er dadurch schon einigermaßen das Ausmaß der Endometrioseerkrankung feststellen und raten, was man machen soll?

Würde mich sehr über Eure Erfahrungen freuen - ich weiß, es sind viele viele Fragen, aber es wäre toll, wenn die ein oder andere darauf antworten könnte! Danke schon mal :-)!

LG Murmelchen



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo liebes Murmelchen,

ich werde in 2 Wochen bei Prof. Keckstein operiert.
Die Frage bezüglich der Krankenkasse kann ich Dir leider nur eingeschränkt beantworten, denn ich bin selbst privat versichert.
Ich kann Dir aber vielleicht zwei Punkte dazu sagen:
Du bekommst vom Krankenhaus einen Kostenvoranschlag mit einer Tagespauschale, den kannst Du dann bei Deiner Krankenkasse einreichn und um Kostenübernahme nachfragen.
Mir kamen die Kosten in Vergleich zu den Kosten in Deutschen Krankenhäusern/OP eher günstig vor.
Ich habe schon ein paarmal gelesen , dass dies Kosten auch von gesetztlichen Kassen übernommen wurden.

Ich war im Dezember zu einer Voruntersuchung beim Prof.
Er führt eine ausführliches Gespräch mit Dir (Krankengeschichte, Befunde, Beschwerden, etc.) dann macht er eine Ultraschalluntersuchung und einen Tastbefund.
Bei mir konnte er daraufhin das Ausmaß der Endo abschätzen.
Er hat z.B. Verdickung der Darmwand (Darmendo) festgestellt und Verdacht auf Adyomiose in der Gebärmutter.
Ich nehme an dass liegt an seiner langjährigen Erfahrung, dass er mehr erkennt als die meisten anderen Ärzte.
Er ist ja spezialisiert auf diese schwierigen Fälle und hat Sie schon oft im Ultraschall und dann auf dem OP-Tisch gesehen.
Das Gespräch war auch wirklich sehr gut, endlich habe ich mich ernst genommen gefühlt. Er ist auch menschlich ausgesprochen nett.
Er hat mich auch nicht zur OP gedrängt, ich habe mich sehr gut beraten gefühlt.
Ich glaube nicht dass er es ablehnen würde jemand aus Deutschland zu operien, insbesondere dann nicht wenn es sich um eine ausgedehnte Endo mit Darmbefall handelt, genau auf solche Dinge ist er ja spezialisiert. Ich bin mir sicher er wird Dir gerne helfen.
Aber man muß sich halt auf ein paar Monate Wartezeit einstellen.
Bis ich einen Gesprächstermin bekommen habe hat es ein paar Wochen gedauert.
Ich war im Dezember dort und werde am 24.03.06 operiert.
Wenn ich wieder da bin kann ich Dir mehr berichten.
Habe schon etwas Angst, aber ich glaube ich bin in wirklich guten Händen.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo Murmelchen!
Ich stand vor der letzten missglückten OP über einige Wochen u.a. auch mit Herrn Prof. Keckstein per email in Kontakt.
Er hat mir auch einen Kostenvoranschlag zugeschickt, da hatte ich mich aber schon für die OP bei dem andere Spezi entschieden (weil es nicht so weit entfernt war). Mein Bauchgefühl hat allerdings von Anfang an eher zu Keckstein tendiert...Davon abgehalten hat mich nur der Anfahrtsweg. Ich hätte diesen Kostenvoranschlag auch bei meiner Krankenkasse vorlegen müssen. Allerdings bin ich auch privat versichert. Wie das bei den gesetzlich Versicherten läuft, weiß ich nicht. Schau doch in diesem Forum mal unter dem Suchbegriff "Darm-OP" nach - vor einiger Zeit hat Alexandra dort von ihrer Darm-OP in Villach berichtet - auch von der Kostenübernahme ihrer KK etc. Dort kannst du dir sicher noch einige Tips holen!
Am besten, du mailst Hr. Keckstein einfach mal an bzw. schickst ihm deine OP-Berichte zu. Meistens dauert es zwar etwas, bis eine Antwort kommt, aber unbeantwortet lässt er eine email nicht.
Herr Pr. Keckstein hat mir geschrieben, dass sich viele Frauen aus ganz Europa bei ihm operieren lassen- -von daher auch die langen Wartezeiten! Er ist vor allem auf Darm-OP´s, welche per Bauchspiegelung gemacht werden, spezialisiert, d.h. er macht in der Regel keinen großen Bauchschnitt. Wenn so viele Frauen aus ganz Europa sich dort operieren lassen, ist es wohl kein Problem, wenn man weiter entfernt wohnt.
Bei mir wäre noch eine Harnleiterschienung erforderlich gewesen; die Schienen hätten einige Wochen drin bleiben müssen. Ich habe ihn gefragt, ob ich bez. der Entfernung der Schienen wieder nach Villach müsste. Er meinte, dass ich dies auch bei einem Urologen vor Ort machen lassen könne.
Er hat mir auch geschrieben, dass eine Voruntersuchung nötig sei. Diese wird dann wohl aus Ultraschall sowie vaginaler und rektaler Tastuntersuchung bestehen. Vielleicht kannst du ja auf den selben Tag noch weitere Untersuchungen legen (Darmsono, Rektoskopie). Ich hatte bereits auf deinen anderen Beitrag geschrieben,dass, sofern du Darmblutungen hast, die Rektoskopie besser während der Mens machen lassen solltest. Durch evt. Blutspuren kann man die Endoherde besser lokalisieren!
Wie gesagt, wenn ich im Sommer/Herbst zur Voruntersuchung dorthin fahre, werden mein Mann und ich das wohl mit einem Kurzurlaub in Villach verbinden (damit sich die lange Anreise wenigstens ein bißchen "gelohnt" hat).
An Caro:
Darf ich dich fragen, wie du nach Villach anreist? Per Bahn/ KFZ hätte es von meinem Wohnort aus ca. 13 - 14 Stunden gedauert! Per Flugzeug (H. Keckstein hat mir gemailt, dass es von Hapag Lloyd günstige Flüge nach Österreich gibt) nur eine Stunde, aber vom FLughafen aus sind es noch ca. 30 - 40 km bis nach Villach! Die mit dem Taxi zu fahren, käme recht teuer!
Der Hinflug hätte allein ca. 265 Euro gekostet. Diese Kosten übernimmt die KK natürlich nicht.
Ich wünsche dir alles Gute für deine kommende OP!!!! Ich weiß, wie es einem davor geht! Aber ich glaube, du bist dort in den besten Händen!
Falls du magst, kannst du nach deiner OP ja mal berichten, wie es dir ergangen ist!

LG, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Mauschili

Hallo Murmelchen,
mir steht auch eine Darm-OP bevor! Jedoch habe ich gerade erst mein Attest bei der Krankenkasse eingereicht und hoffe, dass sie die Kosten für Villach übernehmen. Ich war zur Voruntersuchung bei Dr. Mangold in Laupheim (bei Ulm), er hat einen Termin für mich bei Prof. Keckstein vereinbart usw.
Ist vielleicht eine Alternative dir erst einen Termin bei Dr. Mangold zu besorgen, von München aus ist das ja nur 'ne gute Stunde (Tel: 07392/4300). Allerdings muss man für einen Endo-Termin bei Dr. Mangold auch ca. 8 Wochen warten. Aber es lohnt sich! Außerdem überweist er regelmässig Endo-Patientinen zu Prof. Keckstein. Er "arbeitet" quasi mit ihm zusammen, er ist auch selbst öfter in Villach um dem Prof. über die Schulter zu schauen...
Falls du noch Fragen hast, dann melde dich einfach.

LG Mauschili



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
schnuffel

hallo
ich war zwar schon vor ein paar jahren bei prof.keckstein, kann ihn aber nur empfehlen. ich musste nicht zum vorgespräch hin, mein gyn hat vorab einen brief an ihn geschrieben und somit bin ich sonntags hin und hab montag noch ein paar untersuchungen gehabt, dienstag unters messer und samstag heim. hatte auch ne zyste mit darmbet. mein gyn meinte, lass ich das in d machen, bekomm ich ziemlich sicher nen darmkatheter, also ab nach villach! der war auch ganz erschrocken darüber dass man mir so nen langen bauchschnitt verpasst hatte und meinte bei ihm wird viel schonender operiert! hab mich sehr wohl dort gefühlt!
meine kk übernimmt die kosten leider nicht mehr ( bin pbeakk ) drum hoff ich das ich nie wieder was ernstes hab.

lg katja



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo Caro,

ich habe noch eine Frage bez. der Kosten für die Voruntersuchung, die du bei Herrn Keckstein hattest: Hat das deine KKauch übernommen oder musstest du die Übernahme auch vorher abklären?
Danke für deine Antwort!
LG, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Teresa,

ich bin im Dezember wegen den Witterungsverhältnissen mit dem Zug gefahren, von München sind das nur ca . 4 Stunden. Die Verbindung ist gut.
Vorm Bahnhof kannst Du bequem zur Praxis laufen.
Diesmal werden wir mit dem Auto fahren, da mein Mann mich begleitet und ein paar Tage zum Skifahren gehen will.

Die Kombination Flugzeug und Bahn ist vielleicht für Euch nicht schlecht.
Vielleicht nach Salzburg oder München fliegen und von dort aus mit dem Zug weiterfahren?

Die Kosten für die Voruntersuchung hat meine Krankenkasse ohne Murren übernommen. Hätte mich auch gewundert wenn nicht, denn ich war echt erstaunt wie günstig die Untersuchung war.
Bei jeder Ultraschalluntersuchung bei meinem Frauenarzt zahle ich mehr.

Mir ist es auch wie Dir gegangen, stand auch schon mal vor der Entscheidung mich von Prof. Keckstein operieren zu lassen und habe mich für einen OP in München entschieden. War leider die falsche Entscheidung, hätte mir sicherlich einiges ersparen können.

Wie geht es Dir denn jetzt. Wurde die Sache mit dem Harnleiter denn bei Deiner letzten OP gemacht, oder steht Dir das jetzt bevor.
Ist bei Dir auch der Darm befallen.
Bei mir muß wohl leider auch die Gebärmutter mit operiert werden, was mir schon etwas Sorge macht, denn ich mach das ganze hauptsächlich auch wegen meinem Kinderwunsch.

Vielen Dank für Deine guten Wünsche für die OP.
Werden mich auf jeden Fall melden wenn ich zurück bin.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo Caro!
Danke für deine Antwort! Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, erst das Flugzeug und dann den Zug zu nehmen... Wie gesagt, ich denke, dass 14 Stunden Fahrt nach einer Darm-OP nicht gerade angenehm sind... Die Anreise per Flugzeug/Bahn wäre eine echte Alternative!

Bei mir ist auch der Darm befallen. Ich habe zyklisches Darmbluten, das an den ersten beiden Tagen der Periode ziemlich stark ist. Außerdem fast täglich Schmerzen vor dem Stuhlgang - also Krämpfe, häufig auch ein starkes Stechen, so dass ich für einige Sekunden gar nicht mehr laufen kann. Während der Periode sind diese Schmerzen dann unerträglich, ich kann mich dann kaum hinsetzen, so weh tut mir der Darm.
Da wir auch einen Kinderwunsch haben, wollte ich diese blöde Darmendo endlich beseitigen lassen. Habe wirklich Angst vor der OP und deren Folgen gehabt, aber mich nach einiger Bedenkzeit doch dazu durchgerungen. Eben auch wegen des Kinderwunsches und aus Angst vor einem Darmverschluß. So nach dem Motto: Augen zu und durch!
Das man dort dann angeblich nicht die Ursache der Blutungen/ Probleme gefunden at, obwohl es ein sog. Endozentrum ist, hat mich dann echt verzweifeln lassen. Wie gesagt, alle Voruntersuchungen der letzten Monate haben eine Darmendo bestätigt. Sogar eine OP Ende Nov. bei einem anderen Spezi, welcher ja dann in den Bauch hineingeschaut hat, hat die Diagnose ergeben. Nach der OP sagte mir der Arzt sogar noch, dass höchstens 10 cm im Rahmen einer Darm-OP entfernt werden müssten... Wenn meine Beschwerden mit dem Darm nicht so ausgeprägt wären, würde ich auch an den ganzen Diagnosen der letzten Monate zweifeln, aber so denke ich, dass bei der letzten OP Anfang des Jahres irgendwas schief gelaufen ist und dieser Spezi sich "vertan" hat. Am schlimmsten ist, dass ich mit dem festen Gedanken dorthin gefahren bin, dass mir dort wirklich mal geholfen wird! Und nun stehe ich mit dem selben Problem wieder hier. :-(

Da ich als Kind eine OP an den Harnleitern hatte, brauchte ich die Schienung. Das wurde aber unter Vollnarkose gelegt und nach der OP auch in Narkose gleich wieder entfernt. Wenn man eine größere Bauch-OP vor sich hat, wo viel Endo entfernt wird, machen sie diese Schienung, glaube ich, um die Harnleiter zu schützen - d.h., dass nicht aus Versehen der Operateur die Harnleiter durchschnibbelt bzw. auch, um danach Verwachsungen zu vermeiden. So habe ich das verstanden...

Trotz Kinderwunsch weiß ich nun auch nicht so recht, wie es weiter gehen soll. Denn ehrlich gesagt habe ich überhaupt KEINE Lust mehr auf OP´s! Ich bin in den letzten 2 Jahren vier mal am Bauch operiert worden wegen Endo. Man kommt eigentlich auch nie zur Ruhe, weil einen die Krankheit stets beschäftigt - erneute Schmerzen, Kinderwunsch, Sorge um Darmverschluß etc. Andererseits habe ich auch Angst, dass meine Darmprobleme immer schlimmer werden. - ich kann es einfach nicht ignorieren!
Am liebsten wäre es mir mittlerweile, wenn ich doch einfach schwanger werden könnte und die Endo dann von selber eintrocknet. Ob das allerdings auch so am Darm funktioniert, weiß ich nicht. Was mir mittlerweile auch manchmal ein bißchen weh tut, ist die Tatsache, dass in einem bestimmten Alter irgendwie alle Mädels um einen herum schwanger werden... Meine Schwester hat ein Baby bekommen (übrigens trotz Endo; diese scheint ihr nach der Schwangerschaft nun gott sei Dank erstmal Ruhe zu geben) und meine Schwägerin erwartet auch ihr erstes Kind. Obwohl ich total vernarrt in meinen kleinen Neffen bin, und mich auch wirklich für die beiden Mädels freue, denke ich mir manchmal, warum bei mir wieder alles so kompliziert ablaufen muss....
Wie alt bist du, wenn ich fragen darf? Hast du auch Darmblutungen/ Schmerzen während der Periode? Seit wann hast du Endometriose?
Ich bin 30 J. alt.
Musstet du eigentlich die Kosten der Voruntersuchung in Österreich auch vorher mit deiner KK abklären?
LG, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo Caro!
Was ich dir noch zur Endo in der Gebärmutter sagen wollte:
Im Rahmen der letzten Voruntersuchung (Ultraschall) wurde bei mir auch der Verdacht auf Endo in der GBM geäußert. Eine Kernspinaufnahme vom kleinen Becken hat diesen Verdacht dann nicht bestätigt. Im Rahmen der OP wurde auch eine Gebärmutterspiegelung gemacht; diese hat ebenfalls keine Endo ergeben. Du solltest vielleicht auch eine Gebärmutterspiegelung machen lassen. Ich glaube, dass kleinere Herde auch entfernt werden können...Meine Schwester hat auch kleine Herde in der Gebärmutter gehabt und ist trotzdem schwanger geworden!
Aufgrund deines Kinderwunsches wird man dich in Villach auf jeden Fall auch entsprechend (d.h. organerhaltend) operieren bzw. dir Nachbehandlungsmöglichkeiten aufzeigen..

LG, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Murmelchen

Hallo Caro,

danke für Deine Antwort!
Du kommst ja auch aus dem Raum München, so habe ich das jedenfalls aus Deinen Zeilen rausgelesen, da Du von München aus mit dem Zug nach Villach gefahren bist.
Du hast geschrieben, daß Du schon mal in München operiert wurdest - darf ich fragen, wo?
Und warum war es die falsche Entscheidung? Gerne kannst Du mir dazu auch privat schreiben - habe eine E-Mail-Adresse angegeben.
Ich selbst komme auch aus dem Umland von München und habe nun Ende April einen Untersuchungstermin bei Dr. Keckstein ausgemacht - wir verbinden das mit einem verlängerten Wochenende in Kärnten, wo wir eh schon öfter beim Bergsteigen waren.

Was Du schreibst, hört sich ja sehr gut an! Ich erhoffe mir auch, daß ich endlich eine Einschätzung bezügl. der Endo bekomme - die bei mir ja leider bisher ausgeblieben ist, obwohl ich auch bei einem Arzt war, der sehr viel Endo operiert. Ich finde das sehr schade, denn als Patientin hängt man doch ein wenig in der Luft, wenn man so im Unklaren belassen wird. Ich habe mich bisher was die Endo angeht einfach noch nicht ernstgenommen gefühlt........wurde z.B. noch nie nach meinen Beschwerden gefragt......das gibt doch schon ein wenig zu denken, oder?

Bei Dir steht der OP-Termin ja schon bald vor der Tür - ich kann mir vorstellen, daß man da ein mulmiges Gefühl bekommt. Weißt Du denn schon in etwa, was alles gemacht werden muß bzw. wie lange die OP dauern wird? Wie lange wirst Du in etwa im Krankenhaus bleiben müssen?

Ich wünsche Dir jedenfalls alles alles Gute für die OP und hoffe, daß Dr. Keckstein Dir helfen kann.
Und wenn Du Lust hast, dann schreib mir doch einfach, ja?

Liebe Grüsse von Murmelchen



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Teresa,

ach Du Arme, da hast Du ja auch schon eine Menge mitgemacht.
Wir sind schon echt gepagt.
Ja das mit den Darmbeschweden kenne ich gut, obwohl es bei mir in letzter Zeit nicht mehr so schlimm ist, bis auch die 2 ersten Tage meiner Periode habe ich es eigentlich ganz gut im Griff. Dann allerdings habe ich starke Darmschmerzen/krämpe und Blutungen.
Was mir sehr geholfen hat war eine Behandlug beim Ostheopaten.
Seit dem ist das mit Verstopfung, Durchfall etc. besser.
Wa mir bei Vertopfung auch immer gut hilft sind Flohsamen (ähnlich wie Leinsamen). Das hilft mir eigentlich immer und ist vorallem natürlich, denn Abführmittel mag ich nicht.
Ich habe eine ähnliche Erfahrung wie Du gemacht, bei mir wurde die Darm-Endo auch nicht gefunden, obwohl ich schon sehr lange Darmbescherden habe. Bei der letzten OP wurden dann nur die Verwachsungen von Darm/Gebärmutter getrennt, angeblich war im Darm nichts zu sehen.
Ich glaube das Problem ist halt, dass es wirkliche Spezialisten doch nur ganz wenige gibt.
Ich bin sehr enttäuscht von den Ärzten.
Fast noch schlimmer ist, dass ich schon 4 IVF hinter mir habe eine davon in Österreich und mir keiner der Ärzte gesagt hat dass es wahrscheinlich auch ein Problem mit meiner Gebärmutte gibt, angeblich handelt es sich lt. Ansicht der Ärzte um eine harmloses Miom.
Erst Prof. Keckstein hat die Darmendo bestätigt und das Problem mit der Gebärmutter fetgestellt. Er meint damit wären die Chancen der IVF < 5 % gewesen.
Alles umsonst, die ganzen Hormone, das Bangen, die furchtbaren Enttäuschungen etc. Die Ärzte behandeln einen wirklich wie Versuchskanickel. Ich habe ja noch Verständnis dafür dass sie nich alle wirkliche Endospezialisten seien können, aber warum könnte sie einen nicht einfach zu einem wirklichen Spezialisten schicken wenn sie nicht weiter wisse?
Ich bin schon 37 (fast 38) viel Zeit bleibt mir nicht mehr.
Ich hoffe so sehr dass die OP hilft. Der Prof. mein dass sich die Chancen auf eine Schwangerschaft zumindest verbessern, versprechen kann man natürlich nichts, das ganze ist einfach schon zu weit fortgeschritten.
Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf.
Das mit den Kindern in der Umgebnung kenne ich auch gut, aber in der Zwischenzeit habe ich mich daran gewöhnt und freue mich halt an den Kindern anderer Leute, wenn ich schon keine eigenen habe. Die können ja auch nichts dafür. Aber manchmal ist das schon sehr schwer.
Wenn ich schon früher zum Prof. gegangen wäre hätte ich mir einiges ersparen könne. Also ich finde Deine Entscheidung dort hinzugehen gut.
Ich berichte dann ausführlich.

Zur Rechnung: Nein ich habe nichts vorher gemacht ich habe sie einfach eingereicht. War auch nur etwas über 100 € (spottbillig).

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Murmelchen,

ja ich bin direkt aus München, hatte Dir noch mal auf Deinen anderen Beitrag geschrieben. Ist ja selten mal jemand aus der Nähe im Forum zu "treffen", freut mich darüber.

Ich bin schon 2 x im München operiert worden, 1 x vor 16 Jahren im Harlachinger Krankenhaus (Not-OP nach Zystenstieldrehung) und das letze mal in der Geisenoferklinik von einem Belegarzt/Frauenarzt, den ich persönlich sehr gut kenne.
Er ist zwar ein guter Operateur und Frauenartz aber eben auch kein wirklicher Endospezialist. Die OP war ok, aber er hat halt die Darmendo nicht erkannt und das Problem mit der Gebärmutter.
Alles Weitere kannst Du in meinem Bericht an Teresa lesen.
Finde ich gut das Du einen Termin bei Prof. Keckstein ausgemacht hast.
Das mit dem Kurzurlaub bietet sich an ist ja auch eine schöne Gegend.
Mein Mann wird das auch ein paar Tage nutzen und Skifahren gehen wenn ich im Krankenhaus bin.
Ich berichte Euch dann ausführlich von meiner OP.
Wenn ich wieder fit bin können wir uns ja mal auf einen Kaffee treffen wenn Du Lust hast.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Bianca

Hallo Murmelchen,

ich habe unter dem Titel Kostenübernahme für OP in Österreich am 16.01.06 meine Erfahrungen bezüglich der Kostenübernahme kurz geschildert. Vielleicht liest Du Dir auch diesen Beitrag noch einmal durch.

Wenn Du möchtest, kann ich Dir auch meine schriftlichen Ausführungen zur Verfügung stellen, falls Du diese noch nicht von Frau Strebinger (Sekretärin von Prof. Keckstein) erhalten hast.

Vielleicht noch einmal zu den Kosten. Meine Eltern waren so lieb und haben meinen KH-Aufenthalt genutzt, um in Villach Urlaub zu machen. Zeitlich hat es zufällig gepasst. Somit habe ich mir die Fahrtkosten erspart, da meine Eltern diese übernommen haben. Sie haben gesagt, dass das so i. O. ist, da Sie ja so oder so Fahrtkosten gehabt hätten, egal wohin die Reise gegangen wäre. Meine Eltern haben die Vormittage aktiv gestaltet und haben mich nachmittags besuchen können. Des Weiteren brauchte ich auch den langen Fahrtweg nicht allein auf mich nehmen.

Selbst bezahlt habe ich jetzt folgende Dinge:
- Telefonkosten
- Hin- und Rückfahrt zur Voruntersuchung
- Eigenanteil für die Voruntersuchung ca. 6 Euro (den Rest hat die Kasse erstattet)
- 2 Übernachtungen während der Voruntersuchung
- 1 Übernachtung vor dem Einweisungstag ins KH
- 1 Medikament
- ca. 200 Euro Eigenanteil für den Krankenhausaufenthalt (den Rest hat die Kasse erstattet)

Alle Kosten, die ich jetzt selbst tragen musste, mache ich in diesem Jahr in meiner Steuererklärung geltend.

Dafür dass ich mich von einem der besten Ärzte für dieses schwerwiegende Leiden habe operieren lassen, habe ich die Kosten, die ich im Verhältnis gesehen für relativ gering einschätze, gerne in Kauf genommen.

Prof. Keckstein hat im Übrigen alle Endometriosepatientinnen aus Deutschland, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Klinik befunden haben, selbst operiert.

Keine der Frauen hatte einen größeren Bauchschnitt, es ging alles über die BS. Der Patientin, die sich mit in meinem Zimmer befunden hat, wurde sowohl ein Stück Darm als auch der Blinddarm entfernt und die größte Narbe war max. 4 cm groß. Das ist ein tolles Ergebnis. In meinem Fall wurde z. B. eine alte Narbe wieder geöffnet, um das Hinzukommen neuer Narben zu vermeiden. Also, mein Fazit - eine OP durch Prof. Keckstein lohnt sich.

Ich wünsche Dir und allen anderen, die sich bei Prof. Keckstein operieren lassen möchten, viel Glück und Stärke für den Kampf mit den Krankenkassen.

Bianca



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo liebe Caro,

na, du hast aber auch schon einiges hinter dir! Wirklich unglaublich, was sich manche Ärzte erlauben! Ich habe das Gefühl, dass viele auch nur "abkassieren" wollen ( bes. bei Privatpatienten) und einen deswegen sämtliche Untersuchungen, Op´s und Therapien aufschwatzen - auch wenn sie längst mit ihrem Latein am Ende sind. Das Schlimmste sind die Hoffnungen, die man sich immer macht und das Vertrauen, das man meistens vergebens in die Ärzte hineinsetzt. Das einfach die IVF-Versuche bei dir durchgeführt worden sind, ohne das Problem mit der Gebärmutter erkannt bzw. diesem zumindest mal nachgegangen zu sein, finde ich wirklich schlimm! Ich kann mir vorstellen, dass einen das wirklich seelisch sehr belastet. Für ein solches IVF-Verfahren konnte ich mich bisher noch nicht entscheiden...
Leider muss man selber immer "hinter allem her sein" und am Ball bleiben bzw. unter vielen "Experten" den richtigen finden- sonst hilft einem keiner. Das Schlimme ist dabei, dass das viel kostbare Zeit und jede Mengen Nerven kostet...Es tut mir wirklich leid, was du durchgemacht hast und ich hoffe sehr, dass du nun endlich den richtigen Arzt gefunden hast! Aber über ihn ist soviel Positives berichtet worden (auch hier im Forum, wie gesagt, wenn du als Suchbegriff "Darm-OP, Keckstein bzw. Villach") eingibst, findest du den Bericht von ALexandra, die eine solche OP bereits hinter sich hat in Villach und wirklich nur Positives darüber berichtet. Vielleicht nimmt dir das ein wenig die Angst davor. Während meiner letzten OP ist im Rahmen der Gebärmutterspiegelung ein Uterus subseptus festgestellt worden (d.h. dass eine Scheidewand die GBM in 2 Hälften teilt und Schwangerschaft und Empfängnis schwierig macht.) Gesagt wurde mir nach der OP nichts davon - ich hab es dann erst im OP-Bericht zu Hause gelesen. Meine Gyn hat mich dann ins KH geschickt, wo diese Fehlbildung beseitigt werden sollte. Und was war? Es war keine WAnd oder sonstige Fehlbildung zu erkennen! Was mich stutzig gemacht hat, war, dass während der GBM-Spiegelung im Rahmen der vorletzten keine Rede von einer Fehlbildung war. Entsprechend erschrocken war ich natürlich, als ich das dann aufgrund der letzten OP erfahren habe. Soviel zu den Ärzten! Aber naja... Das du dich mittlerweile auch als Versuchskaninchen fühlst, kann ich sehr gut nachvollziehen!
Ich hoffe für dich, dass du die OP ganz schnell überstanden hast, liebe Caro, und es dir danach wieder besser gehen und sich dein Kinderwunsch bald erfüllen wird!!! Irgendwann muss dir ja mal geholfen werden bzw. sich eine bessere Zeit einstellen! Und Dr. Keckstein ist, glaube ich, wirklich super - sowohl als erfahrener Operateur als auch menschlich (nach dem email-Kontakt, den ich mit ihm hatte, zu urteilen).
Ich drücke dir jedenfalls ganz ganz fest die Daumen für diese OP!!!!!
Ich würde mich freuen, wenn du danach mal Rückmeldung gibst und erzählst, wie es dir ergangen ist. Alles Gute für dich!
LG, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo liebe Teresa,

vielen Dank für Deine lieben Zeilen, sie haben mich sehr gefreut.
Ich muß Dir echt sagen der Austauch im Forum, den Zuspruch und die Informationen die man hier bekommt sind wirklich tausendmal mehr Wert als die Besuche bei den meisten Ärtzen. Wie Du schon sagst, wir müssen uns selber helfen und informieren.
Bei den Ärtzen ist man nur eine Nummer. Das Standardprogramm ist ok aber alles was darüber hinausgeht ist schon zuviel, da müßte man sich ja Gedanken machen oder gar Zeit investieren. Da gibt es leider nur wenige Ausnahmen.
Und auch dem Gedanke mit dem Abkassieren ist wahrscheinlich auch bei einigen Ärzten was dran. Insbesondere in den KIWU Praxis kommt man sich vor wie in einer KIWU-Fabrik, alles läuft wie am Fliesband.
Eigentlich müßten die Ärzte nach Erfolg bezahlt werden und nicht dannach wie oft man kommt.
Das Beste war, dass die KIWU Ärtze selbst nach 4 Versuchen noch keinerlei Verständnis dafür aufgebracht haben, dass ich nicht ohne weiter Diagnose weitermachen wollte. "Wieso die Zellen sind doch super, irgendwann klappt es bestimmt" (Ha, ha). Na ist ja nich Ihr Körper, Ihre Seele, Ihr verlorene Zeit.

Das mit Deiner diagonstizierten Fehlbildung ist ja auch der Hammer, gut dass Du es noch mal hast kontrolliren lassen. Hab ich auch noch nicht gehört, habe die die Ultraschallbilder vertauscht ??????

Ich glaube dass ich bei Prof. Keckstein in sehr guten Händen bin und hoffer sehr, dass alles gut wird.
Melde mich sobald ich wieder da bin.

Ganz liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo liebe Caro,

du hast recht, das Forum hier ist super und hat mir in einigen Dingen schon mehr Info´s gebracht, als sämtliche Gynäkologen/Operateure, bei denen ich in den letzten Jahren gewesen bin, zusammen!
Das mit meiner Gebärmutter habe ich auch nicht verstanden. Die "Spezis´"haben die angebliche Fehlbildung per Gebärmutterspiegelung festgestellt (nicht per Ultraschall). Danach hat meine Gyn mich ja erneut in ein anderes KH geschickt - also wieder neue Narkose (die letzte war ja auch erst 2 Wochen her), neue GBM-Spiegelung, keine Wand zu sehen, dann Ausschabung, um alles noch besser sichten zu können, aber def. keine Wand zu erkennen! Wenigstens mache ich mich diesbezüglich jetzt nicht mehr verrückt!
Habe vorhin übrigens auch in Villach angerufen und werde für den Sommer einen Untersuchungstermin/OP-Termin vereinbaren.
Bis bald!
Liebe Grüße, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Teresa,

ist wirlich unverständlich insbesondere wenn die Ärzte ein Spiegelung gemacht haben, da müßte man doch eigentlich mehr sehen??
Wie funktioniert das eigentlich, haben sie das über die Bauchspiegelung gemacht oder über die Scheide. Soweit ich weiß geht es auch über die Scheide. Ich nehme an dass haben sie bei Dir vor 2 Wochen gemacht?
Wie ich verstanden habe unter einen kurzen Vollnakose?

Bin ja mal gespannt ob der Prof. auch noch vor der OP eine Gebärmutter und Darmspiegelung macht. Da ich schon 2 Tag vor der OP ins Krankenhaus komme könnte ich mir das schon vorstellen.
Sehr traurig dass Du schon so kurz nach Deiner OP schon einen nuen OP Termin vereinbaren mußt. Diesmal aber dann beim richtigen Spezialisten.
Sind Deine Schmerzen denn eingiermaßen auszuhalten, kannst Du die Zeit bis dahin gut überstehen?. Hilft bei Dir die Pille gegen die Schmerzen?
Wie ist es mit Deinem Kinderwunsch hast Du denn auch schon mal an IVF Gedacht, oder kommt das für Dich nicht in Frage.
Wenn Du etwas darüber wissen willst kann ich Dir gerne alles genau berichten.
Auch wenn ich keine guten Erfahrungen gemacht habe, glaube ich prinzipiell schon dass man als Endopatient damit gute Chancen hat, insbesondere wenn mit der Gebärmutter alles ok ist.
Wichtig ist aber dass man man opfimale Vorrausetzungen schafft am besten OP und Hormonbehandlung und dann direkt im Anschluß IVF.
Die Hormonbehandlung selbst habe ich eigentlich nicht als wirklich schlimm empfunden, auch die Punktion und der Transfer waren nicht wirklich schlimm. Schwierig war nur die Anspannung, das Warten und natürlich die Ettäuschung.
Ich würde es aber auf jeden Fall noch mal machen, wenn vorher alles abgeklärt wurde.
Ich kenne in der Zwischenzeit doch Einige bei denen es geklappt hat.
Meine letzte Behandlung habe ich auch in Österreich machen lassen, da sie dort für die optimale Zellentwicklung einiges mehr tuen können (Embryonenschutzgesetzt). Dachte es liegt vielleicht an den Zellen.
Die Zellen waren dann auch super, aber was hilft das wenn sie sich nicht einnisten.
Also wenn Du mal an sowas denken solltest kannst Du mich gerne fragen.
Ach ja eine Immunisierung ing Kiel habe ich auch schon machen lassen.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo liebe Caro,

ja, die Gebärmutterspiegelungen werden vaginal gemacht - aber immer nur unter Vollnarkose. Wenn man ohnehin eine OP geplant und KIWU hat, wird das eigentlich immer noch zusätzlich gleich mitgemacht. Tja, da kannste mal sehen, wie unterschiedlich Ärzte irgendetwas interpretieren... Ich denke,dass das bei dir auf jeden Fall gemacht wird - anders kann man ja auch nicht sehen, ob das etwas nicht stimmt. Evt. wäre eine Kernspintomografie noch sinnvoll bei dir - dadurch kann man auch vieles erkennen. Wird bei dir denn keine Darmsono gemacht? Oder hattest du das bereits?
Ich denke, dass sie dich in Villach auch noch "auf den Kopf" stellen werden, immerhin wirst du ja 2 Tage früher aufgenommen. Das finde ich aber auch gut, vor allem, wenn du du diese ganzen Untersuchungen vorher noch nicht hattest.
Ja, ich habe heute mit der Sekretärin von H. Pof. Keckstein telefoniert. Ich soll jetzt meine ganzen OP-Berichte dorthin schicken und werde dann wohl zunächst zur diagn. Bauchspiegelung dorthin gehen. Danach kann man mir sicher mehr sagen bez. des Darmbefalls und was genau auf mich zukommen wird. Ach nee, ich habe echt keine Lust mehr darauf! Aber die Darmgeschichte macht mir Sorgen - ich laufe schon so lange damit herum! Darmschmerzen habe ich täglich, ansonsten geht es eigentlich - außer während der Periode natürlich, dann habe ich starke Unterleibskrämpfe...

Die Pille nehme ich übrigens nicht mehr -wegen des Kinderwunsches! Hormonelle "Wechseljahrstherapien" hatte ich bisher nicht, lehne das aber irgendwie auch ab. Wenn es so noch irgendwie auszuhalten ist, mach ich das! Nehme Schmerzmittel bei Bedarf, lege mir ne Wärmflasche auf dem Bauch und fertig!
Für eine IVF habe ich mich bisher noch nicht entschieden. Ehrlich gesagt hoffe ich immer noch, dass ich irgendwann auf natürliche Weise schwanger werde... Der Nervenstreß während der IVF dabei scheint doch ziemlich stark zu sein. Aber wer weiß, was noch alles kommt... Danke aber für dein Angebot, mir diesbezüglich Tips zu geben, darauf komme ich evt. noch mal zurück... :-)
Ich bin gespannt, was die OP für dich bringen wird und ob sie sehen können, was mit deiner GBM nicht stimmt! Wichtig ist, dass du das jetzt bei einem Spezialisten machen lässt und nicht mehr bei irgendwelchen Abzockern und Göttern in weiß vertröstet oder für "schwierig" erklärt wirst. Frau weiß doch meistens selber am besten, ob und was nicht mit ihr stimmt....
Liebe Grüße,
Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Teresa,

wollte mich nur kurz zurückmelden, ich habe alles gut überstanden.
OP hat sich gelohnt. Endo war an 3 Stellen in den Darm reingewachsen, Adiomy. wurde operiert und weitere Endoherde und Verwachsugen. Dafür geht es mir aber schon wieder recht gut.
Kann Villach nur empfehlen. Ausführlicher Bereicht kommt später.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Murmelchen

Hallo Caro,

freut mich, daß es Dir schon wieder recht gut geht nach Deiner OP in Villach und freue mich schon auf Deinen ausführlichen Bericht!

Hatte jetzt länger nicht hier vorbeigeschaut, aber jetzt muß ich doch nochmal eine Frage zu den Kosten stellen: in einem anderen Endo-Forum wurde nun geschrieben, daß Dr. Keckstein nur noch operiert, wenn man auf seiner Privatstation der Klinik liegt - diese zahlt jedoch eine gesetzl. KK nie und nimmer, deshalb muß man eine zusätzliche Tagespauschale von 180,- EUR bezahlen, die Hälfte davon im Voraus!!!!!! Das macht dann bei einem längeren Aufenthalt eine ziemlich hohe Summe aus - was ehrlich gesagt für uns unbezahlbar wäre, da wir ja auch noch die Kosten für die bevorstehende(n) IVF-Versuch(e) aufbringen müssen, die man als gesetzlich Krankenversicherte ja auch zur Hälfte bezahlen muß und wir damit schon ordentlich Probleme haben.

Lief das bei Dir auch so oder hast Du andere Erfahrungen gemacht?
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

Liebe Grüsse
Murmelchen

PS: Natürlich alles Gute für die Genesung und ich hoffe, daß die OP den erhofften Erfolg gebracht hat!!!



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Murmelchen,

danke für Deine Wünsche. Soweit geht es mir ganz gut bin noch etwas Müde und habe noch ziemliche Probleme mit meinem Darm, er funktioniert noch nicht so richtig, aber dass ist wohl normal nach so einem Eingriff.
Ich hoffe das spielt sich in den nächsten Wochen wieder ein. Muß aber noch eine ganze Weile Diät leben.

Ich selbst bin privat versichert, deshalb mußte ich nichts dazuzahlen. Aber ich habe schon gehört, dass das wohl bei Kassenpatienten so seien kann.
Simmt die Endopatienten des Prof. lagen in der Sonderklasse.
Kommt aber wohl auf die Kasse an. Die Tagespauschale ist 500 €/Tag. Davon 178 € für die Sonderklasse.
Dort ist aberalles mit drin wohl auch die OP, alle Untersuchungen etc. Bei mir haben Sie sogar einen Kernspinnuntersuchung gemacht. Deshalb fand ich den Preis eher günstig. Privat würde man in Deutschland einiges mehr zahlen.
Würde einfach mal mit meiner Kasse verhandeln, denn ein wirklich guter Operateur ist viel wert. Bei Biance hat ja die Kasse bis auf 200 € auch alles übernommen, hängt wahrscheinlich von der jeweiligen Kasse ab.

Viel Glück
Bis bald

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo liebe Caro!
Schön, dass du alles überstanden hast! Sorry, bin heute erst wieder im Forum und habe deine email eben erst gelesen!
Ich denke, es ist normal,dass du noch Darmprobleme hast - mir wurde gesagt, dass kann bis zu einem Jahr dauern, bis sich alles einspielt... Sicher hilft eine Ernährungsumstellung auch dabei!
Konnte die Endo in der GBM gut operiert werden?
Mensch, gleich an drei Stellen Endo am Darm, das ist heftig!
Ich wünsche dir erstmal gute Besserung und viel viel Ruhe, damit du dich gut von der OP erholen kannst!
Wenn´s dir besser geht, wäre es super, wenn du mal berichten könntest... Ich habe im Sommer einen Termin für eine diagn. BS in Villach!
Liebe Grüße,
Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Teresa,

schön von Dir zu hören.
Bin heute ganz happy denn mein Darm funktioniert wieder etwas besser. Die letzten Tage war ich schon etwas verzweifelt, denn es hat sich überhaupt nichts mehr gerührt, hatte schon etwas Angst. Ging nur noch mit richtigem Abführmittel und das war schmerzhaft. Meine Flohsamen darf ich leider noch nicht nehmen ist wohl zu schwer verdaulich.
Gestern war ich bei meinem Osteopathen, der hat mir sehr geholfen. Er hat mehrere Blockaden gelöst und der Darm hat sofort zu gluckern angefangen, habe richtig gemerkt wie sich etwas gelöst hat.
Ist schon echt toll was man mit solchen sanften Mitteln bewegen kann.
Aber Du hast recht bis sich das ganze wieder eingespielt hat wird es wohl dauern. Ich darf auch viele Sachen nicht essen.

Berichte Dir gerne alles ganz genau:
Also ich bin am 22.03 ins Krankenhaus gekommen, an diesem Tag hatte ich mehrere Untersuchungen (Ultraschall, Blut, Urin, EKG, Fragebögen etc)
Du wirst auch ausführlich über die Risiken aufgeklärt und bekommst Infoblätter etc. Da wird einem natürlich immer etwa mulmig aber muß halt seien. Was ist ganz toll fand sie haben auch gefragt was man absolut ausschließt, das haben sie schriftlich festgehalten. Habe z.B. gesagt keine Gebärmutterentfernung und keine Eierstockentfernung.
Auch der Prof. hat mich nochmals selbst untersucht.

Am Nachmittag mußte ich dann das erstemal abführen, dass war nicht so angenehm, aber das kennst Du ja bestimmt.
Schon am ersten Tag weil ich am nächsten Tag noch eine Kernspinuntersuchung hatte, haben mich eine 3/4 Stunde in die Röhre geschoben. Ist nicht so angenehm vor allem wenn man etwas Platzangst hat aber geht vorbei mit Musik und Augen zu.
Schauen alles ganz genau an Harnleiter, Darm, Gebärmutter etc.
Am Mittag durfte ich dann noch eine Brühe essen und dann mußte ich noch 2 x abführen und eine Darmspülung gab es auch noch.
Du bekommst also noch eine persönlich Heilfastenkur gratis dazu.
Hunger hat man aber nach dem Abführen eigentlich nicht mehr.
Am Abend vor der OP kam der Prof. extra noch mal um nach mir zu sehen und zu fragen wie es mir geht. War echt lieb, hat mir noch mal meine Angst vor künstlichem Darmausgang genommen.
Ach ja der Narkosearzt kam auch noch. Der hatte mich etwas erschreckt hat was von evtl. Intensivstation und zentralen Venenzugang (am Hals) erzählt. Na ja müssen wohl über alle Eventualitäten aufklären.
Am 24.03 ging es dann schon um 6.30 los, mit Wurschtigkeitstabeltte und dann ab in den OP. Ging alles so schnell habe nicht viel mitbekommen.
OP hat ca. 4 Std. gedauert.
Endo war an 3 Stellen in den Darm gewachsen, aber wohl nebeneinander so dass "nur" 1 Stück Darm entfernt werden mußte, so ca. 25 cm.
Dann wurde wohl noch eine Gebärmutterspiegeleung gemacht, daraufhin wurde ein kleines Stück aus der Gebärmutter geschnitten, wohl an der Stelle wo Darm und Gebärmutter zusammengewachsen war. War wohl die Schlimmste Stelle viel mehr konnte man wohl nicht machen.

Dann gab es noch eine kleine Zyste am Eierstock und Verwachsungen und Endoherde auf der Blasenumschlagsfalte.
Auch der rechte Eileiter war wohl mit verwachsen. Er wurde weggebunden, damit es nicht wieder zu Verwachsungen kommt. Auch ein blaues Spray gegen Verwachsungen wurde eingesetzt (Kann man auf Fotos sehen).

Bin gegen Mittag im Aufwachraum aufgewacht und mir ging es eigentlich recht gut.
Habe den Pfleger genervt, da ich wohl 3x nach künstlichem Ausgang gefragt habe. War aber Gott sei Dank nicht der Fall.
Sie haben mich dann zur Kontrolle noch bis ca. 18. Uhr im Aufwachraum behalten, habe mich aber schon mit anderen Patienten unterhalten können.

Hatte kaum Schmerzen. Die kamen erst in der Nacht aber nicht im Unterleib sondern in Schultern/Zwerchfell wegen dem Gas, das war scheußlich, ist aber wohl nicht bei jedem so schlimm. War wohl auch stärker weil die OP ziemlich lang gedauert hat. Nach 2 Tagen waren die Schmerzen wieder weg.
Die Schwestern waren echt lieb haben mich massiert und eingerieben, dass hat etwas geholfen.
Auch eine Physiotherapeutin ist gekommen.

Sonst hatte ich eigentlich keine großen Schmerzen, die ersten Tage bekommt man aber auf jeden Fall ein leichtes Schmerzmittel per Infusion auch wegen evtl. Entzündung und in der Akte habe ich gelesen dass man Antibiotika während der OP bekommt.
Am 2 Tag nach der OP wollte ich dann aber keine Schmerzmittel mehr.
Die Schnitte sind relativ harmlos (3 kleine Schnitte und ein kleiner Teil meines Bauchschnitts wurde geöffnet und ein kleines Loch für die Wunddränage).

Am Tag nach der OP bin ich bereits das erstemal aufgestanden, der Blasenkatheter ist danach schon weggekommen.
Am übernächsten Tag dann auch die Dränage. Die Fäden werden nach 5 Tagen gezogen.
Bis man das erste mal Stuhlgang hat darf man nichts essen nur etwas trinken und bekommt Infusionen. Hunger hatte ich aber überhaut nicht, nur Gelüste.
Das mit dem Darm war bei mir etwas problematisch, am 3 Tag habe ich dann ein leichtes Abführmittel bekommen. Ab dann bekommt man leichte Aufbaukost, fängt an mit Suppe, Kompott, Zwieback dann etwas Weißbrot und Gemüse. Die Aufbaukost bekommt man 3 Tage, dann bekommst Du Leichte Kost. Habe schon etwas abgenommen, bin aber nicht unglücklich darüber.
Hatte ein schönes Zimmer mit Blick auf die Berge, war sogar alleine da doch einiges frei war (sonst Zweibettzimmer).
Die Schwestern und Ärzte waren echt sehr nett. Der Prof. war auch fast jeden Tag da.
Dann gibt es natürlich noch eine Kontrolluntersuchung und ein Abschlußuntersuchung, wo Dir alles genau erklärt wird, Du kannst Dir auch die Bilder von der OP ansehen, wenn Du willst.
Habe auch zwei sehr nette Endopatientinnen kennengelernt, Mein Mann war ja nur die ersten 4 Tage da war ich ganz froh mich mit jemand austauschen zu können.
Ach ja eine Ernährungsberaterin kommt auch noch am letzten Tag, sie gibt Dir Informationen was Du in den nächsten 1-2 Monaten essen darfst.
Jetzt fällt mir erstmal nicht mehr ein hat Du noch Fragen? Wie geht es Dir zur Zeit?

So jetzt gehe ich ins Bettchen, müde bin ich nach so einem Tag dann doch noch.
Bin auf jeden Fall noch nächste Woche krankgeschrieben, dann mal weitersehen. Vielleicht klappt dass ja mit der Rhea, wäre schon schön denn ich wäre schon froh wenn dass mit dem Darm wieder einigermaßen ok wäre bevor ich wieder in die Arbeit muß. Wüßte auch gar nicht so richtig wie ich mich da ernähren sollte, das Kantinenessen ist nicht gerade das Leichteste.

In 4 Wochen muß ich zur Nachsorgeuntersuchung zu meinem FA.
Der Prof. meinte in 1-2 Monaten soll ich die Pille mal absetzten um zu schauen ob die Endobeschwerden weg sind. Vor einem neuen IVF Versuch soll ich ca. 2-3 Monate eine Enantonebehandlung machen (wegen meiner Gebärmutter). Eine natürliche Schwangerschaft hat er nicht ausgeschlossen aber mir auch keine großen Hoffnungen gemacht.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo Caro,

hey, das ist aber schön, dass es dir mittlerweile ein wenig besser geht mit deinem Darm. Ich finde das ganz unglaublich, wenn ich lese, dass du nach 2 Tagen schon kein Schmerzmittel mehr brauchtest... Das mit deiner GBM hört sich auch super an, finde ich. Nun könntest du noch schwanger werden und wärst in der Lage, ein Kind auszutragen...Ist ja auch egal, ob das Schwanger werden dann auf natürliche Weise funktioniert hat, wichtig ist, dass dir die GBM erhalten geblieben ist! Ich freue mich,dass du alles recht gut überstanden hast. Das mit dem Darm dauert natürlich. Kann verstehen, dass du nicht gern arbeiten gehen willst, bevor sich das nicht ein wenig eingespielt hat. Aber 25 cm Teilresektion finde ich viel! Welcher Darmabschnitt war betroffen? Wieviel Tage musstest du im KH bleiben? War doch die richtige Entscheidung, zu Keckstein zu gehen, oder?
Die Betreuung hört sich ja auch super an in Villach! Das nimmt mir ein wenig die Angst. Was mich wundert, ist wirklich, dass du kaum Schmerzen hattest- mir hat man in W. eine PDA gelegt, um die Schmerzen nach der OP besser ertragen zu können. Auch hat man mir gesagt, dass man mich 2 Wochen mit starken Antibiotika vollpumpen wird, um evt. Darmbakterien im Bauch abzutöten, so dass keine Infektion entsteht. Davon hätte ich dann üblen Durchfall bekommen. War das bei dir nicht so?
Momentan überlege ich noch, ob ich überhaupt noch etwas gegen meine Endo tun soll. Ich würde zu gern einfach mal "normal" leben und nicht wieder ins KH müssen - vor allem nicht in so kurzen Zeitabständen. Bin in den letzten 2 Jahren aus div. Gründen zigmal narkotisiert worden und hatte 4 BS wegen Endo. Am liebsten wäre es mir, wenn ich schwanger werden und die Endo von selber eintrocknen würde - auch wenn das ein wenig naiv gedacht ist! Naja, mal sehen.
Wünsche dir noch gute Besserung! Laß dich ruhig weiter krank schreiben, wenn das wegen deinem Darm nicht anders geht. Du hattest eine schwere OP und sollst dich lieber gut auskurieren bzw. deinen Darm in den Griff bekommen. Alles andere ist erstmal egal! :-))
Liebe Grüße, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Teresa,

ja das mit den Schmerzen hat mich auch sehr gewundert, aber es war wirklich harmlos. Hatte nur direkt nach der OP im Aufwachraum kurz Schmerzen im Unterleib, dann eigentlich nicht mehr.
Ja 24 cm Darmentfernung ist nicht wenig, lag aber daran, dass die Endo nicht nur an 1 Stelle sondern an 3 Stellen reingewachen war und sie somit das ganze Stück entfernen mußten.
Antibiotika habe ich, soweit ich weiß, nur während der OP bekommen, Vielleicht war noch etwas in der Schmerzinfunsion dabei, die ich die ersten Tage bekommen habe?.
Nehme derzeit keine richtigen Medikamente, nur Enzyme, Zink und Mangensium.
Ach ja und Anika (Globoli) habe ich vor und nach der OP genommen, hat mir mein Heilpraktiker empfohlen.
Ich bin 8 Tage nach der OP schon entlassen worden, insgesamt war ich also 10 Tage im Krankenhaus.
Bisher bin ich wirklich sehr zufrieden mit Villach, kann Dir nur empfehlen dort hinzugehen. Ich hoffe sehr dass sich alles so gut weiterentwickelt und es vielleicht mit der Schwangerschaft doch noch klappt.
Mit dem Darm brauche ich wohl noch etwas Geduld.
Ich kann Dich so gut verstehen, dass Du die Nase voll hast.
Aus eigener Erfahrung würde ich Dir aber empfehlen nach Villach zu gehen, wenn Du weiter Darmbeschwerden hast. Wenn ich nicht so lange gewartet hätte hätte ich vielleicht vermeiden können, dass ein so großes Stück Darm entfernt werden muß und ich hätte vielleicht auch bezüglich der Schwangerschaft (IVF) mehr Chancen gehabt.
Wie geht es Dir denn jetzt mit den Beschwerden?

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Tersa,

habe noch was vergessen Du wolltest ja noch wissen welcher Darmteil betroffen war, es war der Dickdarm und zwar hinter der Gebärmutter (Darm und Gebärmutter waren verwachsen), mehr kann ich Dir derzeit nicht sagen den OP Bericht bekomme ich erst.
Ach was ich auch noch vergessen hatte, der rechte Eileiter war auch noch mit verwachsen den hat bei der OP weggebunden damit er nicht wieder verwächst, das löst sich wohl nach einer Weile von selber.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo Caro,

wenn ich deinen Bericht so lese, bin ich, ehrlich gesagt echt positiv überrascht, dass die OP so gut verlaufen ist - ich habe schon so viele Horrorstory´s über Darmteilresektionen gelesen etc.... Ich kannte bisher nur einen pos. Bericht bez. der Endo-Darm-Op und der war von Alexandra und sie war auch in VIllach gewesen. Wichtig ist ja nicht nur, dass die OP gut verläuft, frau keine Schmerzen hat und nicht so lang im KH bleiben muss, sondern auch, wie es in der Zeit DANACH weiter geht.. Das ist meine größte Sorge! Bisher habe ich fast jeden Morgen Darmkrämpfe und vor allem ein starkes Druckgefühl/ starkes Stechen im "rectovaginalen" Beriech kurz vor dem Stuhlgang. Dann kann ich für einige Sekunden nicht mehr laufen und muss mich irgendwo festhalten, so weh tut das. Während der Periode ist es schlimmer, da schmerzt mir der ganze Enddarmbereich und ich kann nicht richtig meinen Darm entleeren...Während des Eisprungs habei ich auch starke Schmerzen und an den ersten beiden TAgen der Periode sowieso. Arbeiten gehen kann ich dann nicht. Das nervt alles so sehr! Auch diese Blutungen beunruhigen mich. Andererseits habe ich eine so große Angst vor der OP und der Zeit danach (d.h. dass sich das mit dem Darm nicht mehr richtig einrenkt o.ä.) dass ich liebend gerne die jetzige Situation aushalten würde... aber leider gibt es keine Garantie dafür, dass die Endo nicht lustig weiterwächst etc. und alles nicht viel schlimmer wird in den nä. Jahren. Würde mir jemand garantieren,dass die Endo in ihrem derzeitigen Stadium stehen bleibt, würde ich eine OP nie in ERwägung ziehen, ehrlich! Natürlich hast du recht, in Bezug auf KIWU und natürlich auch die eigene Gesundheit ist das nicht besonders klug... Aber ich bin es einfach satt, ständig bei den Ärzten zu sitzen, ständig operiert zu werden etc. Ich will endlich mal Ruhe vor dieser Endo haben. Zumindest was die Arzt- und OP-Termine betrifft, die Schmerzen bleiben ja. Vielleicht habe ich das alles nä. Jahr besser verarbeitet und bin "motivierter", dagegen anzugehen, aber im Moment...Vielleicht muss es aber alles noch viel schlimmer werden,damit ich mich endlich überwinden kann, diesen Schritt zu gehen. Wie gesagt, gegen eine Schwangerschaft hätte ich nix einzuwenden. :-)
Wie geht es in Sachen Schwangeer werden denn bei dir nun weiter? Machst du wieder eine IVF oder versuchst du es auf natürlichem Weg?
Liebe Grüße, Teresa



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
caro

Hallo Teresa,

ich kann Dich so gut verstehen, dass Du nicht schon wieder operiert werden willst, die letzte OP ist ja noch nicht lange her.
Aber vor der OP in Villach brauchst Du keine Angst haben, ich habe mir echt alles viel schlimmer vorgestellt. Warte doch einfach ab wie sich das mit dem Darm bei mir entwickelt, vielleicht beruhigt die das ja auch ein bißchen.
Es wird jeden Tag etwas besser. Die Vertopfung ist nach dem Besuch beim Osteopathen weg, jetzt habe ich eher Durchfall und muß öfters gehen. Ist aber kein richtiger Durchfall und auch nicht schmerzhaft.
Der Dickdarm kann wohl noch nicht richtig "eindicken".
Der Osteopath hat das damit erklärt, dass der Darm sich erst darauf einstellen muß dass jetzt ein Stück fehlt und ein anderer Teil die Aufgabe übernehmen muß. Es ist aber auch schon besser geworden. Schmerzen habe ich garnkeine mehr. Allgemein bin ich noch schnell erschöpft und froh dass ich mein Mittagschläfchen machen kann, sonst geht es mir schon wirklich recht gut. Lange Sitzen ist auch eher unangenehm.
Ich hoffe das mit der Reha in Bad Salzuflen klappt, leider habe ich noch kein Antwort bekommen, müsste aber jetzt jeden Tag kommen.

Mensch das mit Deinen Beschwerden ist ja wirlich schlimm, so schlimm war
es bei mir Gott sei Dank nie und ich habe es auch gewagt mit der OP.
Ich hatte eigentlich nur die ersten 2 Tage der Periode Schmerzen und Darmblutungen. All die anderen Beschwerden (Durchfall, Verstopfung, Stechen etc.) sind mit der Behandlung beim Osteopathen weggegangen.
Ohne den Kinderwunsch hätte ich mich warhscheinlich auch nicht operieren lassen, da ich ja mit der Pille ganz gut zurecht gekommen bin und kaum noch Schmerzen hatte.
Ist aber wohl trügerisch da die Endo trotzdem weiterwächst nur die Beschwerden weg sind.
Ich habe ja noch eine sehr nette Frau aus Regensburg kennengelern, sie hat längere Zeit mit Darmblutungen und starken Schmerzen gelebt bis sie sich für eine OP entschieden hat. Sie hat viel Joga gemacht und Schonkoste gegesseun und gehofft es wird so besser.
Sie mußten 2 Stücke Darm entfernen, einen Eierstock und die Gebärmutter. Sie ist aber schon 42 und hat mit dem Kinderwunsch abgeschlossen.
Ich werde Dir berichten wie es bei uns beiden mit dem Darm weitergeht.
Warte aber bitte nicht zu lange.
Ich will Dir kein Angst machen, aber der Prof. hat wohl ihr gesagt dass die Sache mit dem Darm wohl in ganz ganz seltenen Fällen auch bösartig werden kann und ihr aufgrund Ihrer langen starken Beschwerden sehr zur OP geraten.

Bei mir war er eher so dass er gesagt hat dass er mir die OP wergen des Kinderwunsches bald empfehlen würde. Ansonsten hat er gemeint wenn die Beschwerdenen sich nicht verstärken könnte man auch noch etwas warten.
Ich drücke Dir die Daumen dass das mit der Schwangerschaft klappt. Macht Ihr den etwas. Zykluskontrolle, Insemination?

Ich werde mich jetzt erstmal ca. 2 Monate noch erholen und nach der Kur wie der Prof. empfohlen hat die Pille absetzen um zu sehen was die Beschwerden machen. Dann werden wir es vielleicht 2 Monate natürlich probieren, obwohl der Prof. mir keine großen Hoffungen gemacht hat.
Er hat gesagt ist nicht ausgeschlossen, aber er kann mir nicht raten es lange zu probieren, wegen der Adenomyose.
Dann mache ich eine Enantonebehandlung von 2-3 Monaten (wegen der restlichen Adenomyose) und direkt im Anschluß noch 1 IVF. Habe mich nur noch nicht entschieden wo.

Ach was ich noch vergessen habe zu erzählen und was Dich vielleicht auch etwas beruihgt. Bei Beteiligung des Darmes macht der Prof. die OP gemeinsam mit einem Darmchirurg, der absolut darauf spezialisiert ist.

Liebe Grüße

Caro



Re: Endo-OP in Österreich/Villach - Eure Erfahrungen?
Teresa

Hallo Caro,

schön, dass es dir von Tag zu Tag besser geht....So gehört sich das! :-)Finde ich auch super, dass der Osteopath dir da so gut helfen konnte undu du nach alternativen Behandlungen suchst....
Habe gestern nochmal überlegt, ob ich den Termin in Villach überhaupt wahrnehmen soll.... Denke, ich werde es nochmal auf mehrere SS-Versuche ankommen lassen und mir bis Ende des Jahres Bedenkzeit geben... Das Problem ist, dass ich immer hin und her gerissen bin. Wenn die Beschwerden besonders stark sind (während der Mens), kriege ich Panik und denke an eine OP und ansonsten "lebe" ich damit und klammere alle negativen Folgen aus... Das ist jedoch wirklich trügerisch, ich weiß das, aber ich KANN und WILL im Moment einfach nicht mehr. Im Moment warte ich auf meine Periode, mal sehen, ob ich danach meine Meinung wieder geändert habe...:-)
Wir machen übrigens nichts in Sachen KIWU... Habe seit 1,5 Jahren die Pille abgesetzt und das wars. Nehme wieder Mönchspfeffer und Folsäure und sonst nix! Will ich auch nicht. Über eine IVF o.ä. habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich warte bis Ende des Jahres und dann sehen wir weiter. Tückisch ist ja, dass die Endo seit 1,5 Jahren lustig weiter wachsen kann, da ich ja keine Hormone nehme. Überstehe die MEns nur mit starken Schmerzmitteln..
Ich hoffe für dich, dass sich dein KIWU schnell erfüllt! Eine Kur in Bad Salzuflen tut dir sicher auch sehr gut. Eine Bekannte von mir war auch dort und sehr begeistert! Drücke dir die Daumen, dass das klappt!
Konzentriere dich aber nun erstmal darauf, wieder gesund zu werden und deinen Darm in den "Griff" zu kriegen! Du hast ja nun fast alle Voraussetzungen für eine Schwangerschaft geschaffen - da kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?? :-)))
Liebe Grüße,
Teresa