An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Britta

Hallo Ihr,

ich habe am 14.08. einen Termin bei Prof.Ebert. Es sich an dem Tag auch noch ein MRT gemacht werden. Ich werde dann alles mit ihm besprechen, und mir einen Termin für eine OP wg. Darmendo geben lassen.

Deshalb jetzt meine Frage an Euch .. Wie ist es euch nach so einer OP ergangen ? Schmerzen, Versorgung im KH ect. Ich bin jede Info dankbar.
Zur Zeit gehts mir nicht so gut. Ich habe immer wieder Krämpfe, Schmerzen. Mal mehr mal weniger.

Bei mir ist die Endo letztes Jahr festgestellt worden. Seitdem bin ich schon zwei mal operiert worden. Beim zweiten Mal ist die Endo am Darm festgestellt worden. Da man mich nicht auf die OP vorbereitet hatte und die operierenden Ärzte nicht viel Erfahrung mit sowas hatten, hat man es erstmal so gelassen.
Es ist zwar schon besser geworden im Vergleich zum letzten Jahr, aber ich muss immer noch sehr viel Schmerzmittel nehmen.

Bitte meldet Euch bei mir.. Ich bin froh, wenn ich von Euch höre wie es Euch damit ergangen ist. Nach den OPs war es immer furchtbar. Das erste Mal hatte ich solche Schmerzen .. Beim zweiten Mal habe ich von vornherein darum gebeten, mir mehr zu geben.

Ich habe ein ganz mulmiges Gefühl, wenn ich daran denke. Ich habe mich gerade wieder so einigermassen erholt und nun gehts wieder los.

LG
Britta



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
madeleine

Hallo Britta

Meine Name ist Madeleine und ich bin seit 2003 in Behandlung bei Dr. Ebert ein sehr netter Mensch und hervorragnder Arzt. vor einem Jahr hatte ich bei ihm eine Darmop. er hat super operiert und hat mich im anschluss perfekt betreut. Natürlich ist so eine op ein großer eingriff und mir ging es im anschluss nicht gut aber es wurde viel getan um mir die zeit nach der Op so erträglich wie möglich zu machen. nach der Op hatte ich eine Anschlussheilbehandlung ich denke das wirst du auch bekommen und das hilft um schnell wieder auf die Beine zu kommen also keine Angst du bist in gutn Händen viel Glück und vorallem Gesundheit liebe grüße Madeleine



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Britta

Hallo Madeleine,

wie war das denn bei Dir - hattest Du nach der OP starke Schmerzen ? Und deine Verdauung ? Hattest Du damit arge Probleme ? Wie war bei Dir die erste Mens nach der OP ? Hast Du jetzt insgesamt weniger Schmerzen ?

Fragen über Fragen.. Ich bin mittlerweile doch ziemlich aufgeregt. Ist zwar nicht die erste OP, aber angst hab ich trotzdem.

LG
Britta



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Yvonne

Hallo Britta,

ich hatte meine Darm-OP wegen Endo am 21.06.2006 - zwar nicht bei Prof. Ebert aber bei Prof. Schneider in Berlin. Wurde mit Endoskopie und kleinem Bauchschnitt in der "Bikinizone" gemacht. Schmerzen hatte ich danach innerlich gar keine (nur die Narben in der Bauchfalte haben immer wieder ein bisschen geziept und zwicken auch heute noch etwas - ist aber ganz ohne Schmerzmittel erträglich). Aber ich hatte ziemlichen Muskelkater in den Oberarmen, von der Lagerung während der OP und der Kreislauf muss erst nach und nach wieder in Schwung kommen. Die ersten 5 Tage nach der OP gab`s nur flüssige Nahrung (Tee und Intravenös) und danach ging`s mit Suppen und leichter Kost wieder zur normalen Ernährung über. Die Verdauung war kein Problem - damit der Stuhlgang anfangs noch weicher ist, kannst Du Dir im Krankenhaus z.B. Lactulose geben lassen.
Bis jetzt hatte ich keine Mens nach der OP - ich habe mir aber auf Anraten der Ärzte auch heute eine Spitze geben lassen, die mich für ca. 1 Monat erst mal in "künstliche Wechseljahre" versetzt, damit die Endometriose zusätzlich stillgelegt wird.
Ich hatte auch große Angst vor meiner OP aber es ist echt halb so schlimm und die Versorgung im Krankenhaus und ist optimal. Jetzt bin ich noch 3 Wochen krankgeschrieben und habe dann noch ca. 3 Wochen Anschlußheilbehandlung (wird alles vom Sozaildienst im Krankenhaus veranlasst).

LG und Alles Gute
Yvonne



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Britta

Hallo Yvonne,

eine Kollegin von mir hat mir erzählt, das man bei solchen OP´s wohl kopfüber gelagert wird.. Ist das bei Dir auch so gemacht worden ? Deshalb der Muskelkater ?
Wie war das mit Blähungen nach der OP bei Dir ? Hast Du bei der OP Gas in den Bauchraum bekommen ? Hast Du während der ersten Tage nach der OP grosses Hungergefühl gehabt ?
Wenn ich nicht regelmässig was zu essen bekomme, werde ich immer ziemlich knirschig..

Wie war das mit der Vorbereitung auf die OP ? Musstest Du einen Tag vor der OP ins KH ?

Wielange warst Du insgesamt im KH ?

Fragen über Fragen.. Ich würd mich freuen, wieder von Dir zu hören. Ich komme aus der Nähe von Hamburg. Diese OP möchte ich nun aber doch lieber in Berlin machen lassen. Mir scheint mit Darmbeteiligung haben die hier nicht so viel Erfahrung.

LG
Britta



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Yvonne

Hallo Britta,

da Du`s ja schon selbst angesprochen hast - ja, bei diesen OP`s wird man fast kopfüber gelagert (ich finde, daß das ziemlich brutal klingt, aber man kriegt`s ja nicht mit und wenn die das so am besten machen können, dann soll`s wohl so sein...).Deshalb hatte ich auch den Muskelkater.
Soweit ich weiß, wird bei der Bauspiegelung immer Gas in den Bauchraum geleitet, damit die Ärzte genug Platz haben, um alles zu überblicken. Man hat mir vor der OP gesagt, daß man davon auch Schulterschmerzen oder Schmerzen beim Atmen in Brust nach dem Aufwachen aus der Narkose haben kann - bei mir war es aber wirklich nur Muskelkater.

Direkt bei Aufwachen hatte ich großen Durst, dufte aber leider nichts trinken (der Pfleger hat mir dann aber ein Spray gegeben, mit dem ich mir den Mund befeuchten konnte).

Während der 5 Tage mit intravenöser Ernährung und Tees hatte ich keinerlei Hungergefühl (obwohl ich kein "Kostverächter" bin) sogar die Schokolade, die mir meine Eltern als Geschenk mitgebracht hatten und die in meinem Nachttischchen neben dem Krankenbett lag, hat mich nicht angemacht.
Die "künstliche Ernährung" ist aber lt. den Schwestern auch so reichhaltig, daß sie die Mahlzeiten voll ersetzt und einem auch wieder Kraft gibt.
Trotzdem hatte ich immer wieder Darmgrummeln (nicht direkt Blähungen aber man hat gemerkt, daß der Darm irgendwie arbeitet) - dafür habe ich dann Sab Simplex (ein milchiges flüssiges Medikament - schmeckt sogar ganz gut) bekommen und damit war`s dann auch nicht mehr so schlimm.
Die Ärzte haben gesagt, daß das auch noch von der OP käme, da auch Luft in den Darm geblasen wurde. Ein Arbeitskollege, dem aus einem anderen Grund auch mit Bauchspiegelung ein Teil vom Enddarm entnommen wurde, hat mir allerdings erzählt, daß die Ärzte den Darm z.T. aus dem Bauch herausholen (deshalb auch der kleine Schnitt in der Bauchfalte) und danach wieder "reinstopfen" und durch die Darmkontraktionen muß dieser sich nach der OP wieder richtig ordnen und gibt daher auch komische Geräusche von sich (aber keine Angst - das sind keine unkontrollierten Pupsgeräusche - es hört sich eher wie ein lautes Magenknurren ohne Hungergefühl an).

Da ich aus Bayern komme, hatte man mich einen Tag vor der OP ins Krankenhaus bestellt. Es wurden dann gleich nach der Aufnahme eine gynäkologische Untersuchung und eine Enddarmspiegelung gemacht (ich musste daher schon einen Tag vor meiner Abreise zu Hause zwei Klistier zum Abführen anwenden).
Die OP sollte am nächsten Tag als 2. OP so gegen 11.00 Uhr erfolgen.
Man hat mir aber bereits abends am Ankunftstag gesagt, daß sie noch nicht genau wüssten, wie lange die OP vor meiner OP dauern würde und daß evtl meine OP vielleicht auch erst einen Tag später erfolgen wird, dann aber auf jeden Fall als erste OP des Tages. So war`s dann auch -meine OP war dann halt erst am zweiten Tag nach der Anreise also habe ich mittags noch mal was zu essen bekommen, musste danach aber ein Abführmittel nehmen - für die Nacht habe ich noch ein Schlafmittel erhalten und am nächsten Morgen habe ich dann eine Beruhigsungstablette bekommen und daher war ich dann auch gar nicht mehr aufgeregt.
Die Ärzte wollten mich schon am 9.Tag nach der OP entlassen. Der Chirurg, der mich operiert hatte, hat mir aber gesagt, daß die "kritische Zeit" für den Darm (also die Zeit, in der sich der Darm nochmal entzünden kann oder ein kleines Loch an der Naht entstehen kann) erst wirklich nach ca. 15 Tagen nach der OP vorbei ist. Da meine Entlassung eigentlich für einen Freitag geplant war, habe ich daher nochmal den Prof. gebeten, ob ich vielleicht noch auf eigenen Wunsch bis Montag in der Klinik bleiben könnte, da ich , falls es nochmal zu einer Entzündung käme, nicht mehr so schnell nach Berlin kommen könnte und bei uns gibt es einfach in der Nähe nicht so gute Spezialisten. Der Prof. hatte dafür Verständnis und daher war ich dann noch bis Mo in der Klinik (insgesamt also 14 Tage).

Ich würde jederzeit wieder nach Berlin gehen (auch wenn das für mich logistisch ein großer Aufwand war) - ich war sehr zufrieden mit den Ärzten, dem eher familiären Umfeld in der Klinik und den wirklich sehr sehr netten Schwestern.
Eigentlich hatte ich die Empfehlung, zu Prof. Keckstein nach Villach zu gehen oder zu einem Arzt nach Köln. Mein Gynäkologe hatte aber mit Prof. Schneider studiert und kennt ihn sehr gut und hat mir erzählt, daß Prof. Keckstein und der Arzt von Köln die Operationsmethode bei Prof. Schneider gelernt hatten und daß ich daher gleich zu ihm gehen sollte.
Ich rate Dir auf jeden Fall, nur in eine Klinik zu gehen, in der Du Dich gut aufgehoben fühlst. Ich würde auf jeden Fall verschiedene Ärzte zu Rate ziehen (ich habe auch mit meiner Hausärztin, meinem Gynäkologen und dem Kinderwunschzentrum gesprochen, bevor ich mich dann für Berlin entschieden hatte).

Falls Du noch Fragen haben solltest, kannst Du Dich gerne wieder an mich wenden.

Ansonsten wünsche ich Dir Alles Gute und lass Dich wegen der OP nicht stressen!!!

LG von Yvonne



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Britta

Hallo Yvonne,

in welchem KH warst Du denn ? Vivantes-Humboldt ?

Ich bin im letzten Jahr schon zweimal operiert worden. Wir haben hier in der Nähe von Hamburg eine gute gyn. Abteilung im KH Pinneberg. Nur als sie im Januar bei der letzten OP dann die Darm-Endo festgestellt haben, haben sie sich da nicht so recht rangetraut. Mit sowas haben die wohl keine Erfahrung. Daraufhin hab ich mir den Termin bei Prof.Ebert besorgt und dort hat es mir wirklich sehr sehr gut gefallen.

Ich hatte auch kurzfristig überlegt, zu Prof. Keckstein zu fahren. Nachdem was ich von ihm bereits gehört habe, operiert er auch die Darm-Endo voll endoskopisch. Also auch der kleine Bauchschnitt bleibt einem erspart. Aber ganz nach österreich zu fahren, der Aufwand ist schon ziemlich extrem.

Wie hat denn bei Dir die Wunde geheilt ? Im Januar hat das acht Wochen gedauert bis sie richtig zu war..

Nach der letzten OP hatte ich auch solchen Durst.. Das war ganz furchtbar. Dann hat im Aufwachraum neben mir auch noch jemand so dermassen geschnarcht. Einfach schrecklich. Ich war nachher so runter. Ich hab nur noch geweint. Irgendwann hat mir die Schwester dann einfach was zu trinken gegeben und ich musste mich natürlich übergeben.. :-) selbst schuld würd ich sagen. Aber mein Durstgefühl war vorbei ..

LG
Britta



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Yvonne

Hallo Britta,

ich war in der Charité Campus Benjamin Franklin in Steglitz.

Meine Darm-Endo wurde im Februar auch in einem kleinen Klinikum bei uns in der Nähe bei einer normalen Bauspiegelung festgestellt und die haben mir danach auch den Rat gegeben, mich wegen der zweiten OP mit Teilentfernung des Dickdarms an Prof. Keckstein zu wenden, da das nur Spezialisten per Endoskopie machen können. Trotzdem glaube ich nicht, daß eine Teilentfernung des Darms ganz ohne kleinen separaten Schnitt erfolgen kann...

Meine Wunden im Februar waren innerhalb von 14 Tagen fast vollständig geheilt (waren ja nur die Einstiche von der Endoskopie).

Von der OP vom 21.06. habe ich außer den Einstichstellen ja auch noch den ca. 10 cm langen Schnitt in der Bauchfalte, der ca. 9 Tage geklammert war.
Der Unterbauch ist seit der OP auch noch ziemlich geschwollen und fühlt sich etwas taub an. Bei längerem Laufen oder Stehen fühlt es sich an, als hätte man im Unterleib ein Gewicht, das nach unten zieht - am besten, man ruht sich dann erst mal im Sitzen und Liegen etwas aus und nach kurzer Zeit ist es dann auch wieder gut.
Damit keine Entzündungen entstehen, soll ich die Wunden jeden Tag mit der Dusche abbrausen und danach ein Wundspray aufspühen. Die Stelle, an der die Drainage im Bauch war, ist immer noch etwas entzündet und nässt auch noch - die wird von meiner Hausärztin alle zwei Tage ausgetupft und versorgt.

Eine Bekannte von mir hat vor und nach einer Endo-OP viel Vitamin C in Tablettenform geschluckt und sie war davon überzeugt, daß das bei ihr die Wundheilung verbessert hat.
Ich dagegen nehme jeden Tag ein Kombipräparat von Zink mit Eisen und Folsäure und finde, daß mir das sehr gut tut.

LG von Yvonne



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Britta

Hallo Yvonne,

Du darfst sogar duschen ? Ich hab immer dicke Pflaster drauf geklebt, damit da ja nichts rankommt und anschließend mit einer Wundtinktur behandelt.

Musst Du Dich jetzt mit dem Essen stark einschränken ? Im Hinblick auf die Verdauung ?

Gruß Britta



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Yvonne

Hallo Britta,

die Schwestern im Krankenhaus haben sogar verschärft darauf hingewiesen, daß die wunden Stellen jeden Tag abgeduscht und danach neu desinfiziert und verbunden werden sollen.

Nur über die Wunde durch die Drainage haben sie mir vor dem Duschen ein wasserfestes Pflaster geklebt - da sollte dann doch kein Wasser dran...

Theoretisch kann ich jetzt schon wieder alles essen, was ich will. Nur von mir aus verzichte ich noch auf frittierte Sachen und Vollkornprodukte, da das meiner Meinung nach für den Darm doch Schwerstarbeit darstellt.

Gruß ,Natalie



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Britta

Hallo Yvonne,

eine Frage hab ich noch an Dich.. Hast Du sehr viel abgenommen bei der OP ? Ich hab bei den letzten OPs mein Gewicht gehalten... Ich bin nicht besonders übergewichtig, von daher auch nicht scharf drauf soviel abzunehmen..

Gruß Britta



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Yvonne

Hallo Britta,

nein, durch die OP habe ich nicht abgenommen. Die künstliche Ernährung ist von den Kalorien her auch so bemessen, daß man auf keinen Fall abnehmen soll sondern so bald wie möglich wieder genug Kräfte zum gesund werden erhält.

Nächsten Sonntag werde ich meine Anschlußheilbehandlung antreten. Falls wir bis dahin nichts mehr voneinander hören, wünsche ich Dir Alles Gute für die OP und eine schnelle Genesung. Würde mich freuen, wenn wir vielleicht dann Ende August nochmal mailen.

Liebe Grüße, Yvonne



Re: An alle die von Prof.Ebert operiert wurden
Britta

Hallo Yvonne,

hoffentlich klappt das bei mir mit der OP auch so gut wie bei Dir..

Die ersten Std. nach der Narkose - davor graulst es mir am meisten .. Alleine dieser furchtbare Durst.. Schrecklich.
Ich hab jetzt grad wieder meine Mens. Irgendwie ist das komisch. Die letzte Zeit gings mir gar nicht so gut und diesmal ist wieder alles halb so schlimm. So das ich denke, ich könnt ja mit der OP noch warten..

Toll, das Du jetzt die Zusage für die AHB bekommen hast. Erhole Dich gut.

Ich werd auf jeden Fall berichten, wie es bei Prof.Ebert gelaufen ist.
Bin ja mal gespannt, ob ich auch solange im KH bleiben darf. Du hast ja geschrieben, das Du 14 Tg. im Krankenhaus warst. Heutzutage entlassen sie ja gerne möglichst früh.

Liebe Grüße
Britta