@Caro
Lilly

Hallo Caro,

nachdem ich hier als Suchbegriff "Darmendo" etc. eingegeben habe, habe ich einige Beträge von dir gefunden und gelesen, dass du von Herrn Prof. Keckstein operiert worden bist und sehr zufrieden warst.
Ich habe auch gelesen, dass du - wie ich - privat versichert bist.Meine Fragen:
Musstest du die Krankenhauskosten im vorhinein bezahlen?
Wie lange hat es gedauert, bis dein Darm sich normalisiert hat nach der Op? D.h. hattest du oft Schmerzen, häufigeren Stuhlgang als sonst etc?
Ich hätte eine längere Anfahrt nach Villach und frage mich, wie man so eine Fahrt übersteht, nachdem man frisch operiert worden ist und sicher auch häufiger zur Toilette muss....

Lieben Dank für deine Antworten im voraus!

Viele Grüße, Llilly



Re: @Caro
caro

Hallo Lilly,

ich war wirklich sehr zufrieden und bin es immer noch. Mir geht es bezüglich Endo im Moment sehr gut.
Hattest Du schon einen Termin bei Prof. Keckstein oder willst Du Dich erst informieren?
Ich beantworte Dir gerne alle Deine Fragen. Wenn Du Probleme mit (Darm)endo hast kann ich Dir Villach nur wärmsten ans Herz legen.

Bezüglich der Kosten ist es so; wenn Du vorab eine Bestätigung Deiner Krankenkasse bringst brauchst Du nichts selbst zu zahlen sonst mußt Du wohl eine Anzahlung machen, war glaube ich 2000 EUR oder so.
Da es sich um eine Tagespauschalpreis handelt, war das bei meiner Versicherung auch garnkein Problem vorher eine Bestätigung zu bekommen. Du bekommst dafür einen "Kostenvoranschlag" vom Krankenhaus den kannst Du dann einreichen.
Hatte ja auch schon OPs in Deutschland und da war Villach im Vergleich eher günstig, weiß nicht mehr ganz genau aber ich glaube es waren ca. 500 EUR/Tag, da ist aber alles dabei alle Voruntersucheungen (inkl.Kernspinn) OP, Ärtzte, Unterbringung, Diätberatung etc. etc.

Ganz am Anfang hatte ich Probleme bis mein Darm wieder in Gang gekommen ist, mußte anfangs leichte Abführmittel nehmen (so bis 2 Wochen nach der OP), aber das hat sich dann gebessert nachdem ich 2 mal beim Osteopathen war. Aber ich hatte da auch schon bei meinen anderen OPs ohne Darmbeteiligung immer Probleme meinen Darm wieder in Schwung zu bekomment.
Richtige Schmerzen im Unterleib hatte ich eigentlich garnicht,
außer natürlich kurz nach der OP. Aber da bekommt man ja auch Schmerzmittel. Nach 1 Tag habe ich die aber nicht mehr gebraucht.
Ich war selbst ganz erstaunt darüber.
Das Unangenehmste waren die aufsteigenden Gasen von der Bauchspiegelung, und die Vorbereitung auf die OP (das Abführen) aber das kennst Du bestimmt wenn Du schon operiert worden bist.

Am Anfang muß man halt aufpassen was man ißt.
Im Krankenhaus bekommt man eh nur absolute Schonkost.
Es kommt dann auch eine Diätberatering. An die Empfehlungen sollte man sich einige Monate halten (min so 2 Monate).
Jetzt esse ich eigentlich wieder fast Alles (OP war Ende März).
Nur sehr stark blähende oder fette Kost versuche ich auch weiter zu meiden, obwohl ich vielleicht sogar das wieder essen könnte.

Etwas häufige aut Toilette als vorher muß man schon, das ist eigentlich immer noch so, dass heißt aber nicht dass man 10 x am Tag rennen muß aber 2-3 mal kann schon mal vorkommen.
Ich bin da aber eher froh, denn früher hatte ich immer Probleme mit Verstopfung.
Ich muß aber auch sagen daß mir auch ein ziehmlich großes Stück Darm entfernt wurde, da die Endo schon an 3 Stellen reingewachsen war (25 cm). Das ist aber nicht der Regelfall oft reicht schon die Entfernung eines kleineren Stücks.
Ich wohne ca. 3 Std. von Villach entfernt (in München), von den Schmerzen/Stuhlgang war die Fahrt garkein Problem, mein Mann hat mich mit dem Auto abgeholt.
Ich bin ja schon 7 Tage nach der OP entlassen worden und hab mich schon recht gut gefühlt. Es ist halt schon ein Unterschied ob man einen Bauchschnitt bekommt oder nicht. Hatte auch schon 2 große Bauchschnitte das hat mir mehr zu schaffen gemacht, obwohlt die OPs selbst lang nicht so schwer waren.
Ich habe nur einen Fehler gemacht ich bin auf dem Weg nach Hause mit meinem Mann etwas Essen gegangen und habe etwas erwischt was mein Darm nicht mochte... Das war das einzige Mal dass ich Schmerzen hatte.
Da solltest Du besser lassen und Dir z.B. etwas Leichtes mitnehmen.

Das Allerbeste ist, daß ich seitdem schmerzfrei bin und könnte Prof. Keckstein und seinen Kollegen dafür jeden Monat wieder umarmen.
Ich hoffe so sehr es bleibt so.
Was auch sehr gut getan hat war die Kur in Bad Salzuflen die ich danach gemacht habe, das kann ich Dir auch nur empfehlen.
Wenn Du etwas mehr darüber wissen willst kannst Du mir gerne schreiben.
Habe auch meine E-Mail Adresse oben angegeben.
Woher kommst Du denn?
Halt mich doch auf dem Laufenden ob Du Dich für die OP in Villach entscheidest.

l. G.

Caro



Re: @Caro
Lilly

Hallo liebe Caro,

danke für deine ausführliche Antwort, das ging ja schnell....-))
Dein Bericht hört sich sehr gut an, ich bin so erstaunt, dass es dir so gut ging und du nach dem 1. Tag kein Schmerzmittel mehr brauchtest... Unglaublich, wenn man bedenkt, um was für eine OP es sich gehandelt hat... Aber das liegt natürlich auch an der Op-Methode (endoskopisch), denke ich... Also, ich komme aus NRW und müsste über 13 Stunden nach Villach fahren - mindestens. Obwohl das ganz schön weit weg wäre, tendiere ich gefühlsmäßig dennoch ein bißchen mehr zu Prof. Keckstein. Von Prf. Ebert habe ich aber auch nur Gutes gehört, nicht nur in Sachen Darmendo-Op...
Ich befinde mich im Moment noch in der Entscheidungsphase und werde dann Kontakt mit Ebert oder Keckstein aufnehmen.
Bist du nach der OP auch 10 Tage mit hochdosiertem Antibiotikum versorgt worden, damit eventuell vorhandene Darm-Bakterien im Bauch beseitigt werden?
Wenn ja, hattest du davon Durchfall? Meine Angst wäre, dass ich unkontrollierten Stuhlgang hätte nach der OP, was von diesem Antibio.-zeugs ja noch verschlimmert wird (Nebenwirkung von Antibio. ist ja auch Durchfall)...Ich muss ehrlich sagen, ich finde euch alle so mutig! Ich habe eine evt. Darm-OP schon längere Zeit aufgeschoben, weil ich solche Angst davor habe, dass ich ständig zur Toilette muss bzw. sich sonstige Probleme ergeben (Entzündung der Darmnaht o.ä.). Lieber habe ich mit den Darmproblemen gelebt, aber das ist ja auch keine Lösung auf Dauer!
Ich leide unter Darmblutungen während der Periode und Enddarmschmerzen, Darmkrämpfen und Darmstechen kurz vor dem Stuhlgang. DAs alles ist nicht immer so, aber oft und jetzt will ich endlich handeln! Andere Darmerkrankungen wurden bereits ausgeschlossen...Vielleicht habe ich auch Glück und es ist gar nichts am Darm, aber dann wüßte ich trotzdem gerne, wo meine Beschwerden herkommen! Ich versuche, in der Klinik meiner Wahl einen Termin für eine diagn. BS zu bekommen. Danach kann mir der Doc sicher ganz genau erklären,was da auf mich zukommen wird....
Danke nochmals für deine schnelle Antwort und dein Angebot, dich mit Fragen "löchern", hihi, vielleicht komme ich nochmals darauf zurück.
Ich werde dich auf jeden Fall informieren, für wen ich mich entscheide..

Liebe Grüße, Lilly



Re: @Caro
Lilly

P.S.

War das auch ein Stück vom Enddarm, was bei dir entfernt wurde?

L.G.
Lilly



Re: @Caro
caro

Hallo Lilly,

ja das war auch bei mir der Enddarm und zwar das Stück hinter der Gebärmutter. Darm und Gebärmutter waren zusammengewachsen. Hast Du auch das Problem? Hatte ich ja noch garnicht geschrieben, bei mir wurde unabhängig von der Darm OP ein Stück (Keil) aus der Gebärmutter geschnitten. Ging auch um die Diagnose von Adenomyose.
Ich war ja auch so erstaunt daß alles so gut verlaufen ist und ich so schnell wieder fitt war.
Ich hatte vorher die gleichen Beschwerden wie Du.
Die Darmschmerzen hatte ich schon sehr lange, die Blutungen ca. 2 Jahre.
Bei 2 Darmspiegelungen wurde nichts festgestellt aber mir war es eigentlich klar dass es Darmendo seien muß.
Prof. Keckstein hat es gleich am Ultraschall gesehen, daß es wohl ziehmlich sicher Darmendo ist, eine Bausspiegelung war nicht mehr erforderlich.
Er hat da halt einen sehr geübten Blick. Konnte aber nur 1 Stelle sehen die anderen zwei hat er erst bei der OP gesehen.
Nein ich habe nur Antibiotika während der OP und glaube ich noch 1 Tag nach der OP (Infusion) bekommen, das war es. Aber in der Zeit hatte ich ja eher das gegenteilige Problem.
Es ging fast 3 Tage garnichts dann habe ich ein leichtes Abführmittel bekommen. Die Zeit war schon hart denn bis man das erste mal war darf man garnichts essen, sonder bekommt nur Infusionen. Hunger hatte ich zwar nicht aber Gelüste.
Habe Einiges abgenommen in der Zeit was aber nicht schlecht war.
Wenn Du zu Prof. Keckstein gehst brauchst Du wirklich keine Angst zu haben, da bist Du in den besten Händen. Habe ja in Villach und auf Kur einige Mädels kennengelernt die bie Ihm operiert worden sind und alle sind sehr zufrieden. Von Prof. Ebert habe ich aber auch schon gutes gehört, er operiert aber wohl per Bauchschnitt, deshalb würde ich persönlich Prof. Keckstein immer vorziehen, klar bei mir kam auch noch der kürzere Weg dazu.
Ach habe ich noch garnicht geschrieben, Prof. Keckstein operiert bei Darmendo gemeinsam mit einem Darmchirurg, auch ein sehr nette Doc. habe Ihn vor der OP kennen gelernt.
Auch die Schwestern in der Klinik sind wirklich alle sehr lieb und Prof. Keckstein ist eben auch menschlich besonders nett, er kam z.B. am Abend vor der OP um mich zu fragen ob ich noch etwas wissen möchte und wie es mir so vor der OP geht. Ich hatte sehr große Angst vor einem vorübergehenden künstlichen Darmausgang, aber da hat er mich sehr beruhigt. Kommt wohl nur äüßest selten vor (ca. 3% der Fälle) und auch nur dann wenn die Endo sehr ugünstig liegt oder es starke Verwachsungen z.B. von VOR-OP gab.

l.G

Caro



Re: @Caro
Lilly

Hallo Caro,

danke für deine Antwort! Das beruhigt mich jetzt ein wenig.. In anderen KHén wird wohl für 7-10 Tage ein hochdosiertes Antibiot. verabreicht, so dass man dann Durchfall etc. bekommt und das nicht mehr so genau kontrollieren kann etc. Das wäre mir so unangenehm!
Wie das alles so in V. gehandhabt wird, gefällt mir gut! Und dass dort nicht unbedingt sofort per Bauchschnitt operiert wird, ist ein weiteres Argument FÜR Villach, da hast du recht...
Du hast mich gefragt, ob ich auch Endo am Enddarm habe... Das weiß ich leider nicht, weil ich an verschiedenen Darmstellen Schmerzen habe. Im Vorderbauchbereich habe ich immer Krämpfe kurz vor dem Stuhlgang und auch danach tuts noch weh und im Enddarmbereich habe ich dieses Stechen bzw. diesen dumpfen, stetigen Schmerz an manchen Tagen...
Diese Ungewissheit ist einfach so schlimm! Was habe ich wo im/am Darm und kann mir überhaupt jemand helfen? Da die bisherigen Op´s und Untersuchungen erfolglos waren (ich hab schon ALLES durch), bin ich jetzt natürlich sehr vorsichtig und skeptisch, was alle weiteren Untersuchungen und ÄRzte betrifft! Ebert und Keckstein wären wirklich meine letzte Hoffnung!

LG, Lilly



Re: @Caro
caro

Hallo Lilly,

verstehe gut daß Du Angst hast. Wenn Du die Beschwerden und Blutungen zyklusbedingt hast dann ist es ganz sicher Endo und wenn es Endo ist kann Dir Prof. Keckstein oder Ebert bestimmt helfen.
Ist bei Dir auch Darm und Gebärmutter zusammengewachsen bzw. hast Du Endo im Douglaschen Raum das war bei mir so und an dieser Stelle ist dann auch die Endo in den Darm hineingewachsen.
Bei mir hat sich vorher auch keiner am Darm was festgestellt obwohl ich die Darmschmerzen schon habe seit ich 21 bin (jetzt bin ich 38) also bin ich sicher die Endo hat sich da ganz langsam reingefressen nur die Ärtze haben halt wenig Erfahrung damit und haben es nicht gesehen.
Bei der letzen OP 2003 hat der Arzt dann versucht Darm und Gebärmutter zu trennen, angeblich konnte er nichts am Darm feststellen.
War auch dann gleich wieder zusammengewachsen was bei der Darmspiegelung festgestellt wurde.
Ein halbes Jahr später habe ich dann die Blutungen bekommen.
Es ist zwar keine kleine OP aber ich habe es mir weitaus schlimmer vorgestellt als es war.
Ach ja und denke an die End-Kur, die ist wirklich super.

l.G.

Caro



Re: @Caro
Lilly

Liebe Caro,

vielen Dank für´s Mut machen... Ja, ich hatte bisher auch immer Endo im Douglasraum, würde dann ja auch nahe liegen, dass es evt. in den Darm hineingewachsen wäre.
Ich laß mir das alles nochmal durch den Kopf gehen...
Ich finde es auf jeden Fall sehr positiv, wie vielen Mädels es - trotz oder gerade aufgrund der Darm-OP - so gut geht!
Ich melde mich nochmal hier im Forum, sobald ich mich für einen Doc entschieden habe!
Dir, liebe Caro, wünsche ich, dass es dir weiterhin so gut gehen wird und du nun (erstmal) mehr schmerzfreie Zeiten genießen kannst!

Liebe Grüße,
Lilly