Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo,

hier liest man ja so viel von Endometriose und Kinderwunsch bzw. unerfülltem Kinderwunsch und künstlicher Befruchtung etc. und da wollte ich mal fragen, ob es unter euch auch Frauen gibt, die wegen der Endometriose letztendlich endgültig kinderlos geblieben sind.
Wie wird man damit fertig, dass der gesamte Freundeskreis Kinder hat und es bei einem selbst aber nicht klappt ??

Bei uns ist zwar noch nicht alles verloren, aber es sieht nicht so rosig aus. Ich habe die Probleme mit der Endometriose und bei meinem Mann sind die Ergebnisse auch nicht so gut.
Hinzu kommt, dass wir uns wohl inzwischen eine Insemination vorstellen können (das war auch nicht von Anfang an so...), aber mit der IVF zur Zeit noch nicht so richtig anfreunden können. Insbesondere mein Mann hat da Bedenken, und es müssen ja schon beide überzeugt sein, sonst hat es keinen Zweck. Wir müssen an einem Strang ziehen.

Ich weiß, dass Pessimismus nicht gerade förderlich für das ganze ist, aber leider bin ich ein wenig so veranlagt.... Ich habe Angst, dass es bei uns gar nicht klappt und ich damit nicht fertig werde.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ??

Ich würde mich über ein paar Antworten freuen,
viele Grüße,
Sabine

[%sig%]



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Alexandra

Hallo Sabine!

Wegen der Endometriose hatte ich mit 35 eine Totaloperation. Damit war der Wunsch nach Kindern ausgeträumt. Allerdings stand bei mir schon ca. ein Jahr vor der Operation fest, dass ich keine Kinder bekommen kann. Durch die Endometriose waren die Gebärmutter, die Eileiter und der Darm miteinander derart verwachsen, dass es nur noch ein Organklumpen war.

Zunächst waren mein Mann und ich geschockt. Wir hatten uns schon ein / zwei Kinder gewünscht. Mittlerweile haben wir uns damit abgefunden. Unser Freundeskreis mit Kindern war sehr lieb und verständnisvoll, als ich erstmal lieber etwas mit unserern kinderlosen Freunden unternommen habe. Mittlerweile sehe ich die Kinder unserer Freunde als Bereicherung an und die Kids geniessen es, wenn sie mal mit uns etwas unternehmen können bzw. die Älteren auch mal in den Ferien bei uns sind. Wir geniessen dabei den Vorteil, dass die Kinder wieder abgeholt werden :-) Desweiteren haben mein Mann und ich mit Hobbys angefangen, welche wir im Hinblick auf den Kinderwunsch gar nicht erst angefangen hatten. Dieses "Gesamtpaket" hat unseren Focus auf andere Dinge gelenkt und war / ist sehr hilfreich.

Ich hoffe Ihr Beide findet zusammen den für Euch richtigen Weg.
Viele Grüsse
Alexandra



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Daniela

Hallo Sabine, hallo Alexandra,
mir geht es ähnlich. Tja, was soll ich sagen. Mit einer IVF kann ich mich auch nicht anfreunden. Ich habe da auch ziemliche Angst, dass durch die Hormongabe die Endo wieder ausbrechen würde.

Ich hatte mal eine Zeit, wo ich mich intensiv damit beschäftigt habe, aber dann kam irgentwann der Punkt, wo es nicht mehr ging.

Wie die Zukunft aussieht, kann ich nicht wirklich sagen, ob ich da noch einmal etwas in Sachen IVF machen möchte....

Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Glück, dass Ihr einen Weg findet.

Viele Grüße

Daniela



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Liebe Alexandra, liebe Daniela,

erstmal vielen Dank für eure Antworten. Manchmal tut es einfach schon gut, zu wissen, dass man nicht alleine ist, sondern dass es anderen genauso geht wie einem selbst...

zu Alexandra:

Mein Mann und ich haben uns auch schon oft überlegt, was es für Vorteile hätte, keine Kinder zu haben. Ein paar gibt es ja, man ist unabhängig, muss u. U. nicht so auf´s Geld schauen, kann sich schöne Urlaube leisten.... Ich glaube auch, dass man das dann irgendwie so kompensieren muss. Aber natürlich würde ich diese Dinge niemals vorziehen, wenn ich die Wahl hätte.....
Hinzu kommt, dass vieles halt auch alleine dann keinen Spaß macht, und die meisten unserer Freunde haben eben Kinder und genießen diese Unabhängigkeit nicht....

Ich kümmere mich auch gerne um die Kinder unserer Freunde, eines ist auch mein Patenkind ;-). Und ich gebe dir Recht, dass man es dann manchmal auch genießt, die Kinder wieder abgeben zu können ;-). Aber ich denke, dass es natürlich bei einem eigenen Kind etwas ganz anderes ist.

Mein Freundeskreis und ich sind im Moment noch in der Phase, wo viele schwanger werden oder es gerade sind oder aber gerade ihre Babys bekommen haben. Das ist ja auch ganz normal, am Anfang heiraten alle nacheinander, dann kaufen alle ein Haus, dann kriegen alle ein Kind...
Da ist es schon manchmal ganz schön schwer, die dicken Bäuche zu sehen, um die ich sie ja, wenn ich ehrlich bin, beneide, und ihre Schwangerschaften mitzuerleben in dem Wissen, dass es bei einem selbst vielleicht nicht dazu kommt....

Manchmal kann ich damit gut umgehen, manchmal schlecht, manchmal bin ich total hoffnungsvoll, manchmal auch total hoffnungslos. Und in welcher Phase ich auch gerade bin, ich kann mir dann nie vorstellen, jemals wieder in der anderen zu sein...

Darf ich fragen, wie alt du inzwischen bist?? Es hört sich bei dir alles sehr vernünftig an, aber am Anfang war es doch für dich bestimmt auch nicht einfach, oder? Wie lange hast du gebraucht, um damit fertig zu werden ?

zu Daniela:

Welche Bedenken hast du denn noch gegen die IVF außer, dass durch die Hormonbehandlung die Endometriose wieder ausbrechen könnte ? Ich meine, nicht dass das nicht schon reichen würde....
Aber hast du auch moralische Bedenken ???
Hast du schon einmal etwas in der Richtung versucht ??
Und wie sieht dein Mann / Freund das ganze???
Wie alt bist du?

Es ist ja auch nicht nur, dass man sich dazu durchringt, es mit künstlicher Befruchtung, welcher Art auch immer, zu versuchen. Man muss es ja dann auch durchziehen, die Hormonbehandlung über sich ergehen lassen und letztendlich u. U. auch mit Rückschlägen fertig werden und am Ende wieder da stehen, wo man am Anfang schon stand....

Oh weia, ich höre mich furchtbar pessimistisch an, oder?? Vielleicht liegt das daran, dass ich heute mal wieder meine Regel bekommen habe.....

Ich denke eigentlich, dass mein Mann und ich schon den richtigen Weg gehen. Die Hauptsache war für mich, zu begreifen, dass ich ihn zu nichts zwingen kann. Und dass wir beide an einem Strang ziehen müssen. Es reicht nicht, wenn einer etwas will, es müssen beide dahinterstehen, sonst hat es keinen Sinn.... trotzdem ist es schwer, sich damit abzufinden, wenn der Traum vom eigenen Kind vielleicht trotz aller Bemühungen nicht in Erfüllung geht.

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Alexandra

Hallo Sabine,

ich bin 36 Jahre.

Natürlich klingt mein Beitrag vernünftiger, als wenn ich unsere Situation persönlich schildere.

Im Februar 2004 habe ich die Diagnose erhalten, dass ich nie eigene Kinder haben werde. Eine IVF kam nie mehr in Frage, da mein Gyn meine Endometriose nicht erkannt hatte und bei meiner Notoperation schon alle Organe miteinander verklebt waren. Da kann leider auch keine IVF mehr weiterhelfen. Im April 2005 erfolgte die Totaloperation. Zu dieser OP war ich in Villach bei Prof. Keckstein und habe im dortigen Krankenhaus auch Gespräche mit der Psychologin geführt. Teilweise zusammen mit meinem Mann. Das hat uns beiden sehr gut geholfen mit der Situation fertig zu werden und es zu verarbeiten.

Mein Mann und ich haben nächtelange Gespräche geführt. Keine Kinder, Adoption oder wie wollen wir uns unser Leben nun überhaupt gestalten? Irgendwann haben wir uns für unseren jetzigen Weg entschieden. Klar bin ich nicht in Jubel ausgebrochen, dass ich keine Kinder haben werde. Es hatte ursprünglich ganz klar in unser Leben gehört, aber alles nachtrauern und jammern nutzt nichts. Das hatte uns die Psychologin klar verständlich gemacht.

Mittlerweile habe ich es akzeptiert und kann mit schwangeren Bekannten gut umgehen. Vor Zorn aus den Ohren rauche ich allerdings, wenn ich im Fernsehen die Leiden der Kinder sehe, welche von ihren Eltern misshandelt, usw. werden. Dann denke ich "warum haben solche Menschen Kinder?" und bei uns hat es nicht geklappt.

Liebe Grüsse
Alexandra



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Verena

Hallo Sabine, Alexandra und Daniela,

auch ich möchte gerne Kinder, aber seit 2,5 Jahren will es einfach nicht klappen. Bei uns ist IVF kein Thema (mehr) weil ich schon durch die Behandlung mit Clomifen solche Stimmungsschwankungen hatte, daß ich mir gar nicht vorstellen möchte wie es wird wenn man dann noch mehr HOrmone bekommt. Ausserdem haben wir in dieser kurzen Zeit schon gemerkt wie belastend es ist immer Sex nach Plan zu haben. Wir haben uns entschieden es so zu nehmen wie es kommt. Es ist manchmal einfacher es so zu sehen und manchmal sehr schwer. Vor allem wenn man dann die anderen sieht........... dicke Bäuche, Kinderlachen etc.
Wir waren einmal in einem Kinderwunschzentrum und es war so ätzend, so unmenschlich, so brutal. Es wird dort leider vergessen wie schwer man es eh schon hat und das man MENSCH ist und keine Maschine. Da das ganze Thema eh schon ziemlich "gefühlsbetont" ist, fiel es uns schwer wie die Ärzte dort damit umgehen. Wir haben uns entschieden diesen Weg nicht zu gehen. Hat von Euch schon mal jemand über Adoption nachgedacht?

Verena



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Daniela

Hallo zusammen,
Verena, in Deinem Posting habe ich mich absolut wiedererkannt. Ich war in einer Kinderwunsch-Praxis mit meinem Mann, in der mir dann gesagt wurde, dass ich Endometriose hatte. Das war aber auch schon alles. Ich fühlte mich genau so wie Du - wie ein Produkt behandelt, nicht wie ein Mensch. Vielleicht hat mich das mehr mitgenommen, weil ich einfach kurz vorher genau in dieser Praxis die Diagnose bekommen hatte, aber es war für mich - und auch für meinen Mann - ein ziemlich schlimmes Erlebnis, so dass ich so schnell wohl den Weg in eine IVF-Praxis finden werde.

Adoption kommt für uns nicht in Frage, mein Mann wollte auch immer gerne ein eigenes Kind und ich eigentlich auch.

Viele Grüße

Daniela



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Annette

Hallo Sabine,Alexandra, verena und Daniela
also ich kann nur sagen, mir geht es ähnlich wie Dir. Bei mir wurde die Endometriose endgültig 2004 festgestellt, wobei der Verdacht schon seit längerem bestand. Auch wir wünschen uns jetzt schon seit über 6 Jahren Kinder. Das Spermiogramm meines Mannes ist auch alles andere als rosig.

Wir haben allerdings schon 2 IUIs und eine ICSI hinter uns.
In der ersten Praxis wo wir waren, hab ich ähnliche Erfahrungen wie Ihr gemacht. Dann hatte allerdings bei uns in der stadt eine neue Praxis geöffnet und die waren alle super nett dort. Leider hat es trotzdem nicht geklappt. Momentan hab ich auch eher Angst, daß die Endoherde wieder wachsen könnten, weil ich keine Pille nehme.

Wer sich aber von euch vielleicht doch noch mit Kinderwunschpraxen befassen möchte und den Link vielleicht noch nicht kennt, möchte ich ihn einfach mal hier rein stellen. Es tut schon ganz gut sich mit anderen Kinderwunschpaaren unterhalten zu können.
www.klein-putz.de

Zur Zeit wissen wir aber auch noch nicht wie es weitergeht.

Viele Grüße Annette



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo ihr Lieben,

also ich finde es ganz toll, dass jetzt schon so viele auf meinen Eintrag reagiert haben !!!

Schließlich ist das ja mit der künstlichen Befruchtung auch nicht immer alles so einfach, gelle? Und man setzt sich ja vielleicht auch hin und wieder mal mit dem Gedanken auseinander, dass es vielleicht gar nicht klappt.... ich finde, diese Thema wird irgendwie meistens ein wenig ausgespart, deshalb war es mir wichtig, mich mal mit anderen auszutauschen, denen es genauso geht wie mir...

Hat eigentlich eine von euch auch moralische Bedenken hinsichtlich der künstlichen Befruchtung ??? Bei uns ist das nämlich auch ein Thema. Inzwischen haben wir gesagt, eine Insemination wäre ok, aber wenn das nicht klappt, weiß ich auch nicht..... IVF steht noch nicht auf dem Plan....

Also, was das Kinderwunschzentrum angeht, kann ich bei unserem nichts negatives sagen bisher. Ich weiß ja nicht, wo ihr alle herkommt, aber wir sind in der Uniklinik in Bonn, und der Arzt dort ist sehr nett !! Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich Beamtin bin und privat versichert, das kann natürlich (LEIDER LEIDER LEIDER !!!) in der "Kassenabteilung" anders sein... Aber ich habe Freunde, die nicht privat versichert sind, die auch bei "meinem" Prof waren. Also, es geht glücklicherweise wohl auch anders.

Ansonsten kann ich nur alles bestätige, was ihr auch schon geschrieben habt.
Bei uns ist der konkrete Kinderwunsch eingentlich seit Anfang 2003 da. Theoretisch hätte es aber auch schon vorher passieren können, da ich Mitte 2001 die Pille abgesetzt habe, ist aber nicht ;-(.
Seit Anfang 2003 doktere ich nun mit der Endometriose herum, immer wieder Zysten, 2 Bauchspiegelungen (Juni 2003 und November 2004), wo Schokozysten und weitere Endometrioseherde entfernt wurden, inzwischen 3 Hormonbehandlungen (2 x je 1/2 Jahr Orgametril, einmal Enantone), und trotzdem schon wieder "zystische Strukturen" und Beschwerden während der Regel, auch am Darm..... Ich habe irgendwie das Gefühl, wenn die Endometriose einen einmal am Wickel hat, wird man sie nicht mehr los....

Im September 2005 waren wir das erste Mal in Bonn und haben uns in Richtung Kinderwunsch orientiert. Bei den Untersuchungen kam halt dann auch heraus, dass es bei meinem Mann auch nicht so dolle aussieht, zwar nicht völlig hoffnungslos, aber auch nicht wirklich gut. Ich befürchte, dass es bei uns auf natürlichem Weg nicht klappen wird, und Sex nach Plan ist natürlich auch so eine Sache.... ich habe seit Mai das Orgametril wieder abgesetzt und es ist nichts passiert....

Anfang Dezember haben wir jetzt unseren nächsten Termin in Bonn, und ich weiß nicht sicher, ob ich mich lieber vorher nochmal unters Messer legen sollte, um sicherzustellen, dass in Richtung Endometriose alles ok ist... Ich möchte nicht einen von der KV bezahlten Versuch verschenken, indem ich nicht vorher optimale Bedingungen geschaffen habe, zumal ich ja auch noch nicht weiß, ob es nach der Insemination, wenn der Arzt sagen sollte, das hat keinen Zweck, noch weitegeht....

@ Verena...
Es ist für mich auch manchmal sehr schwer, die anderen Schwangeren oder Mütter in meinem Freundeskreis zu sehen. Und das sind bei mir zur Zeit sehr viele...... an manchen Tagen komme ich gut damit klar, und an manchen Tagen könnte ich anschließend zu Hause nur heulen (und tue das dann auch des öfteren....). Ich habe manchmal richtig Angst, dass ich damit nicht fertig werden würde, wenn es bei uns gar nicht klappt, und dass ich dann irgendwie Hilfe bräuchte...

@ Alexandra...
Da ist dann eine Psychologin wie bei dir sicher sehr hilfreich. Klar hat es keinen Sinn, dem ganzen hinterher lange nachzutrauern und man muss dann natürlich einen Weg finden, damit klarzukommen. Ich denke, soweit bin ich auch noch nicht, weil bei uns ja noch nicht alles verloren ist.

Ich bin halt manchmal ein bisschen pessimistisch und setze mich lieber mit den negativen Dingen schon vorher auseinander, ehe ich davon überrascht werde. Wahrscheinlich ist das auch ein Fehler, ich sollte positiver an die Sache rangehen.

Mit Adoption haben wir uns noch nicht auseinandergesetzt, aber ich glaube, das würde in unserem Alter auch schwer, ich bin 36, mein Mann 38, und ehe das ein Thema wäre, sprich nach erfolgloser Kinderwunschbehandlung, vergeht ja auch noch wieder Zeit.

Ohweia, jetzt habe ich einen richtigen Roman geschrieben, tut mir leid, ich hoffe, ich nerve euch nicht...

Liebe Grüße an euch alle,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Verena

Hallihallo,

ach Sabine, da hast Du aber echt Glück mit deinem Kinderwunschzentrum. Wie schön, wenigstens das!
Wie ist das eigentlich mit euren Männern, stehen die da immer hinter euch oder gibt das auch manchmal Ärger?
Also ich habe das Problem das mein Mann da ziemlich heikel ist was Ärzte überhaupt angeht, und dann noch so was!!!
Ich glaube der besagte Termin in dem Kinderwunschzentrum war unsere einzige Chance und die ist leider vertan weil die so doof waren dort.
Irgendwie hoffe ich trotzdem immer noch auf ein Wunder, das ich doch noch auf natürlichem Wege schwanger werde, weiß aber insgeheim daß das nie passieren wird... :(((
Heul!
Moralische Bedenken wegen einer künstlichen Befruchtung? Hmhmm.... das ist ein schwieriges Thema. Aber eigentlich muss ich sagen ich hätte keine moralische Bedenken. Für mich kommt die künstl. Befruchtung aus anderen Gründen nicht in Frage, aber wenn ein Paar sich dazu entschließt kann ich das durchaus verstehen. Wieso soll man die Chance die einem die Medizin bietet nicht nutzen? Man muss eben mit dem ganzen Stress umgehen können und auch mit der möglichen Enttäuschung. Da liegt eher mein Problem, ich würde mich so reinsteigern, das würde ich nicht verkraften. Wenigstens weiß ich es vorher.
Andererseits gibt es schon Momente wo ich denke, daß es vielleicht so sein soll wie es ist. Vielleicht hat es seinen Grund warum ich nicht schwanger werde. Ich weiß es nicht!
Aber diese Ungewißheit macht mir am meisten zu schaffen. Wenn mir jemand sagen würde ich kann ganz sicher keine Kinder kriegen, dann würde ich es einfacher finden einen Haken dran zu machen. So aber..........
Aber vielleicht ist das auch nur ein Irrglaube, es war sicher schwer für dich Alexandra, als Du die OP hattest und damit Deine Wünsche für immer zerstört waren.
Sabine, ich bin genauso alt wie Du! Hast Du nicht auch das Gefühl die Zeit rennt einem davon? Ich könnte mich manchmal ohrfeigen, das ich so lange gebraucht habe mich für Kinder zu entscheiden. Vielleicht hätte es ja geklappt als ich noch jünger war?? Ich weiß ich mach mich verrückt!
Ach, das ist doch einfach nicht fair!
Jetzt muss ich schnell aufhören bevor ich die Krise kriege!

Liebe Grüsse an euch alle, Verena



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Liebe Verena !

Wenn ich deinen Beitrag so lese, denke ich, ich habe eine Seelenverwandte gefunden ;-)). Und es tut mir im Herzen weh, dass du so leidest, weil ich ganz genau weiß, wie das ist.....

Ich kann das alles supergut nachempfinden !! Insbesondere auch deine Gedanken, dass es vielleicht einfacher wäre, einen Haken an die Sache zu machen, wenn man definitiv wüsste, dass es nichts wird. Ich denke das eigentlich auch, aber ich weiß, dass es für mich trotzdem sehr, sehr schwer wäre, mich damit abzufinden. Wie gesagt, manchmal komme ich damit gut klar. Meistens ist das der Fall, wenn ich alleine in meinem Kämmerlein mit meinem Mann sitze und mir überlege, welche Vorteile es hätte, keine Kinder zu haben. Es gibt ja ein paar, wenn ich die natürlich auch niemals vorziehen würde.... Aber wenn ich dann wieder meine Freundinnen mit dicken Bäuchen oder kleinen Kindern sehe, dann sieht die Sache wieder ganz anders aus. Und ich weiß nicht, ob sich das ändern würde, wenn ich Klarheit im negativen Sinn hätte. Und davor habe ich große Angst....

Tja, mit den Männern ist das so eine Sache.
Meiner ist eigentlich schon sehr verständnisvoll und hinter dem, für das er sich entschieden hat, steht er auch. Allerdings geht der weiteste Schritt im Moment bei uns zur Insemination. Hinsichtlich der IVF kann er sich momentan noch nicht entscheiden, weil er zwar auch von Herzen gerne ein Kind möchte, aber nicht um jeden Preis. Und er sagt halt auch, wenn es nicht klappt, hat es vielleicht auch irgendwo seinen Sinn.... Wir gehen jetzt einen Schritt nach dem anderen, probieren erstmal die Insemination, und wenn das nicht funktioniert, dann sehen wir weiter. Wenn er sich dann doch zur IVF entschließen kann, ist es gut, und wenn nicht, muss es auch gut sein.
Ich habe eingesehen, dass ich ihn zu nichts zwingen kann und dass wir BEIDE hinter dem stehen müssen, was wir tun, und nicht nur einer. Das war ein schwieriger Prozess für mich und hat auch viel Ärger und Tränen gekostet, bis ich soweit war, aber ich bin froh, dass ich das geschafft habe. Ich finde, dass das mit das wichtigste an der ganzen Sache ist, dass man mit dem Partner einig ist und sich versteht.
Ist das bei dir denn nicht so???

Ich denke, dass die Männer das alles nicht so nachempfinden können und diese Dinge auch besser wegstecken als Frauen. Das liegt aber einfach auch in der Natur der Sache, ich sage immer, in ihnen passiert ja auch nichts, sie müssen "nur" etwas dazu beisteuern. Außerdem sind Frauen ja auch viel hormongesteuerter als Männer. Aber meiner bemüht sich schon sehr, mich zu verstehen und geht auch freiwillig zu allen Untersuchungen, ist ja für ihn auch nicht so angenehm...

Was die Hormone angeht, die man bei einer künstlichen Befruchtung bekommt, habe ich mir, ehrlich gesagt, noch nicht viele Gedanken gemacht. Klar habe ich auch Angst vor Nebenwirkungen, aber die hatte ich auch bei der Enantone-Behandlung, da man da ja in die künstlichen Wechseljahre versetzt wird, und letztendlich bin ich ganz gut damit klargekommen. Bezüglich meiner Stimmungen müsste man wohl eher meinen Mann fragen :-)).
Grundsätzlich bin ich aber auch ein sehr sensibler Mensch, der sehr schnell zu depressiven Verstimmungen neigt, und ich habe auch oft nah am Wasser gebaut ;-), aber ich denke, ich würde es auf jeden Fall mal probieren, das wäre für mich jedenfalls kein Ausschlussgrund.
Dass durch die Hormone die Endometriose wieder ausbricht, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.... andererseits ist ja auch eine Schwangerschaft die beste Therapie...
Ich habe aber auch Angst, mich zu sehr reinzusteigern, und natürlich vor der Enttäuschung.... aber da ich ja eher pessimistisch veranlagt bin, rechne ich ja schon fast damit ;-), ist sicher auch falsch........

Warum hattest du denn eigentlich nur den einen Versuch in der Kinderwunschpraxis ??? Zahlt die Krankenkasse nicht mehr?

Ach, Verena, mach dich nicht so verrückt !!! Vielleicht geschieht ja doch ein Wunder und es klappt einfach so bei euch. Man hört doch so oft, dass es dann plötzlich klappt, wenn man innerlich abgeschlossen hat.... Ich weiß, dass das sehr schwer ist, und ich könnte das sicher auch nicht so einfach. Das ganze ist permanent in meinem Hinterkopf.... aber ich weiß, dass es besser ist. Und du weißt das auch, und das ist schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung !
Und sich jetzt Gedanken darüber machen, was gewesen wäre, wenn man es früher probiert hätte, ist total der falsche Weg !!! Vergangen ist vergangen, damit musst du abschließen, daran kannst du nichts mehr ändern. Sieh in die Zukunft und überlege dir ein paar Dinge, die ohne Kinder schön wären. Fahr in den Urlaub, den du immer schon mal machen wolltest, geh aus, guck dir irgendwelche Sachen an, die du immer schon mal sehen wolltest, lenk dich ab !! Ich versuche das auch, und vielleicht wird es dann irgendwann leichter.

Alexandra, du hast dich jetzt damit abgefunden und deinen Weg gefunden, was ich ganz toll und bewundernswert finde. Kannst du bestätigen, dass es leichter ist, damit fertig zu werden, wenn es endgültig ist?

So, nach diesem erneuten Roman :-) mache ich jetzt mal wieder Schluss, aber es liegt mir so viel auf der Seele und ich bin froh, dass ich mich mit euch austauschen kann.

Ganz liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Alexandra

Hallo Sabine,

zu Deiner Frage kann ich nur absolut ja sagen.

Bis zur Totaloperation habe ich immer mit dem Thema künstliche Befruchtung "geliebäugelt". Mein damaliger Gynäkologe (leider kein Endospezialist) hat mir und meinem Mann auch immer dazu geraten. Als es mir mit den Schmerzen immer schlechter ging und ich eine Notoperation hinter mir hatte bin ich zum Spezialisten in Sachen Endometriose gegangen. Nach dessen Diagnose war ich erstmal total fertig. Niemals hätte ich mit derart niederschmetternden Neuigkeiten gerechnet. Aber von da ab habe ich zumindest gewusst, dass ich nie eigene Kinder haben werde. Nach einer gewissen Zeit war es sogar irgendwie so eine Art Erleichterung, denn die falschen Hoffnungen waren aus dem Kopf.

Liebe Grüsse
Alexandra



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo ihr alle,

Alexandra, vielen Dank für deine Infos. Es ist schon beruhigend, zu wissen, dass man auch ohne Kinder klarkommen kann, wenn man es muss.
Bei dir war das aber ja wohl die Holzhammermethode.... du musstes innerhalb relativ kurzer Zeit mit der Nachricht, keine Kinder bekommen zu können und allem, was daran hin, fertig werden. Das klingt ganz schön hart, aber man weiß ja nie, was besser ist, ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende.... Es ist auch sehr nervenzehrend, immer wieder zu hoffen und keinen Schlussstrich ziehen zu können (den ich aber natürlich auch noch nicht ziehen will....). Ich kann mir schon vorstellen, dass man irgendwann damit abschließen kann, weil man es ja irgendwann muss. Aber bis dahin habe ich, glaube ich, noch einen langen Weg vor mir....

Ich habe jetzt bezüglich meiner Situation mal den Expertenrat befragt (die beiden letzten Einträge zum Thema "Kinderlosigkeit", bei der ersten Antwort hat es nicht ganz geklappt) und von Prof. Römer die Antwort bekommen, dass er mir doch nochmal eine Bauchspiegelung empfehlen würde, zur Kontrolle und ev. Entfernung möglicherweise wieder vorhandener Endometrioseherde, mit gleichzeitiger Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit und Gebärmutterspiegelung. Naja, das ist ja eigentlich das, was ich mir auch schon gedacht hatte, was sicher besser wäre.... wenn ich das tue, kann ich mir wenigstens nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben...
Leider ist unser nächster Termin in Bonn erst am 11.12., und jetzt bin ich furchtbar ungeduldig.... aber es war vorher nichts zu bekommen, und den Termin möchte ich schon noch abwarten, weil da unsere Ergebnisse besprochen werden sollten, und der Prof. in Bonn mich ja auch ggf. an einen Endometriose-Spezialisten in Köln verweisen wollte (wer weiß, vielleicht ist das sogar Prof. Römer...). Naja, muss ich mich noch ein bisschen in Geduld üben...

Daniela, Annette, wie geht es euch ?? Ich habe mich auch über eure Antworten gefreut und möchte wissen, wie es bei euch weitergeht, wenn es irgendwie weitergeht...

Verena, alles ok bei dir?? Habe ich dich jetzt mit meinem Roman abgeschreckt oder möchtest du dich einfach nicht mehr mit dem Thema befassen... ??
Manchmal denke ich, das wäre für mich auch besser, aber momentan ist es einfach furchtbar präsent bei mir und ich kriege es nicht aus dem Kopf...

Liebe Grüße an alle,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Alexandra

Hallo Sabine,

wenn ich vom Endospezialisten eine günstigere Diagnose erhalten hätte, dann wäre das Thema Kinder auch nicht so schnell vom Tisch gewesen.

Es ist schliesslich keine leichte Entscheidung . . .

Ich hoffe für Euch Alle, dass es mit der künstlichen Befruchtung klappt und Ihr bald ein Baby bekommt.

Liebe Grüsse
Alexandra



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Alexandra,

ich nochmal ;-)

> wenn ich vom Endospezialisten eine günstigere Diagnose erhalten
> hätte, dann wäre das Thema Kinder auch nicht so schnell vom
> Tisch gewesen.
> Es ist schliesslich keine leichte Entscheidung . . .

Natürlich nicht !!!! Das kann ich mir alles gut vorstellen. Wahrscheinlich tut es dir jetzt auch gar nicht so gut, wenn ich hier davon schreibe, was wir ev. noch alles vorhaben, oder.... ? Aber mir ist es halt auch mal wichtig, mich mit jemandem auszutauschen, bei dem es gar nicht geklappt hat und auch nicht mehr klappen wird... Ist ja bei uns auch gar nicht so unwahrscheinlich. Man hört ja auch immer wieder, dass es dann am wenigsten klappt, wenn man es unbedingt will, aber wie soll man das aus dem Kopf bekommen.... ?

Wie steht eigentlich dein Mann dazu? Wie war das ganze für ihn? Hattest du das Gefühl, er hat es besser weggesteckt als du??

Bei meinem Mann weiß ich das manchmal nicht so genau. Männer reden ja nicht so viel über ihre Gefühle, und meiner ist da keine Ausnahme ;-), aber ich habe schon das Gefühl, dass er auch immer wieder enttäusch ist, wenn ich meine Regel bekomme...

Ich denke auf jeden Fall, dass es wichtig ist, dass man zusammenhält, oder?

Falls wir nichts mehr hören oder lesen, wünsche ich dir morgen einen schönen Feiertag (oder habt ihr den nicht, wo du herkommst ???).

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Alexandra

Hallo Sabine,

es macht mir nichts aus, wenn ich mit Dir über das Thema hier schreibe.

Mein Mann redet von sich aus auch nicht grossartig über seine Gefühle. Als ich die Entgültigkeit hatte habe ich mit meinem Mann ein sehr langes Gespräch geführt. Er hat mir beteuert und zeigt es mir bis dato, dass ich ihm wichtig bin und das unabhängig ob wir eigene Kinder haben werden oder nicht.

Wir haben uns dann versprochen, dass wir immer sehr offen und ehrlich miteinander reden. Denn durch das ruhige Verhalten von meinem Mann hatte ich die verrücktesten Ideen im Kopf. Im nachhinein weiss ich, dass ich mir diese Verrücktheiten hätte ersparen können, wenn wir gleich geredet hätten.

In Bayern ist morgen auch Feiertag. Wünsche Dir ebenfalls einen schönen Tag. Wie es aussieht wird´s kalt ... :-)

Liebe Grüsse
Alexandra



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Daniela

Hallo Sabina, hallo an alle,
danke für Deine Nachfrage. Wie bei uns im Moment weiter geht, weiss ich ehrlich gesagt nicht.

Vielleicht werden wir nächstes Jahr einen Versuch in einer anderen Kinderwunschpraxis starten.

Das Männer nicht so viel reden, kann ich nur bestätigen...

Euch allen erst einmal alles Gute.

Schöne Grüße

Daniela



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Alexandra und Daniela,
und natürlich auch alle anderen ;-),

tja, es ist schon schwierig manchmal mit dem Reden und vor allem auch mit dem Nichtreden und sich dann Gedanken machen, das kann ich auch gut....
Mein Mann und ich waren uns am Anfang nicht so richtig einig bzw. haben uns gegenseitig nicht richtig verstanden, es gab viel Ärger und Tränen, und ich hatte immer das Gefühl und die Angst, ihn mit dem Thema zu nerven, konnte aber trotzdem nicht anders als immer wieder davon anzufangen.... Irgendwann nach einem heftigen Streit haben wir dann mal ein reinigendes Gespräch geführt, in dem wir beide ehrlich und vernünftig waren und uns gegenseitig unsere Standpunkte klar machen konnten und uns zugehört haben. Seitdem ist es ok und ich fühle mich viel besser. Deshalb ist es für mich auch ein ganz wichtiger Punkt, dass man mit dem Partner an einem Strang zieht, damit ist schon viel gewonnen, man ist nicht allein mit dem Problem.

Naja, ich bin mal gespannt, wie es bei uns jetzt weitergeht, muss ja auf jeden Fall erstmal bis zum 11.12. noch warten...

Bei uns ist es übrigens auch schwer kalt geworden, letzte Nacht der erste Frost, heute das erste Mal Scheiben frei kratzen am Auto.... Heute fielen sogar schon die ersten Schneeflocken, zwar nur ganz wenige, aber es war eindeutig kein Regen! Ich kann mich da noch gar nicht so dran gewöhnen, am Sonntag habe ich noch im strahlenden Sonnenschein draußen gesessen..... Naja, aber der Kalender sagt ja was anderes....

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
caro

Hallo Ihr Lieben,

finde ich gut daß hier auch mal über so ein Thema geschrieben wird.
Ich stehe kurz vor meinem 5 und letzten IVF Versuch und muß mich auch stark mit diesem Thema auseinandersetzen was mir sehr schwer fällt.
Irgendwie bin ich aber jetzt an einen Punkt gekommen wo ich sage ich lasse das Schicksal entscheiden entweder es soll jetzt seien oder nicht.
Dann muß ich eben einen anderen Weg für mich finden.
Obwohl irgendwie in mir drin, kann ich einfach nicht glauben dass ich keine Kinder haben werde. Eigentlich bin ich ein eher kritischer Mensch der viel zweifelt aber in der Beziehung bin ich irgendwie ein hoffnungsloser Optimist.
Das Problem mit den Männern die nicht über Ihre Gefühle reden kenne ich sehr gut, ich habe da leider ein extremes Exemplar.
Das macht es mir wirklich sehr schwer, weil ich manchmal das Gefühl habe ich muß den Weg fast ganz alleine gehen. Er macht zwar alles brav mit aber emotional fühle ich mich schon ziehmlich allein gelassen. Ich weiß schon daß es Ihn mitnimmt aber er hat halt eine andere Art damit umzugehen. Unte dem Motto wenn ich nicht darüber rede und daran denke ist es vielleicht nicht so schlimm.

Ich bin echt froh, daß ich mich im Forum austauschen kann, denn wirklich verstehen kann das ganze nur jemand der es selbt mitgemacht hat.

l.G.

Caro



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Caro,

> finde ich gut daß hier auch mal über so ein Thema geschrieben
> wird.

Genau aus dem Grund habe ich dieses Thema eröffnet. Auch wenn bei uns noch nicht alles verloren ist, ist es mir wichtig, mich auch mal mit Leuten auszutauschen, die sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass es vielleicht gar nichts wird mit dem eigenen Kind oder bei denen die Sache schon abgeschlossen ist.

Ich denke, du machst das schon ganz richtig, dass du jetzt sagst, entweder oder. Irgendwann muss man wohl für sich einen Schlussstrich ziehen und sich ggf. damit abfinden, dass es nichts wird.
Wobei es bei dir (und bei mir...) ja noch gar nicht soweit ist !!!!!

Aber 5 Versuche sind schon ganz schön happig... ich finde es bewundernswert, dass du die Hoffnung noch nicht aufgibst, aber das ist halt genau der richtige Weg !! Ich weiß nur nicht, ob ich das könnte.... das ist halt auch so eine Sache. Ich habe natürlich auch furchtbare Angst vor der Enttäuschung, wenn es auch durch die künstliche "Nachhilfe" nicht klappt... da steht man ja auch noch hormonell unter einem unheimlichen Druck.
Wie hast du das weggesteckt ? Wieveil Zeit hast du zwischen den einzelnen Versuchen verstreichen lassen? Hattest du nur IVF oder hast du auch mal eine Insemination versucht ??? Und wie alt bist du?
Fragen über Fragen.....

Mir fällt das ganze auch wahnsinnig schwer. Eigentlich ist man vom Kopf her ganz vernünftig, aber das Herz sagt etwas ganz anderes..... ich glaube, Männer stecken sowas besser weg, obwohl man da wahrscheinlich auch nicht so ganz sicher sein kann, wenn sie nicht drüber reden.... Mein Mann ist auf jeden Fall nicht gleichgültig, er lässt auch alle Untersuchungen über sich ergehen, was ja auch nicht angenehm ist. Und ich glaube, er setzt sich mit dem Problem auch auseinander, aber er will halt nicht ständig drüber reden, so wie ich... aber dafür habe ich ja jetzt euch hier im Forum ;-)).

Ich bin auch sehr froh, dass ich mich hier so austauschen kann !! Hier weiß man, dass man voll und ganz verstanden wird.

Wann soll es denn bei dir soweit sein? Ich wünsche dir jedenfalls alles, alles Gute und natürlich dass es klappt !!! Ich drücke dir ganz fest die Daumen, wäre schön, wenn du mich ein bisschen auf dem laufenden halten würdest.

Ganz liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
caro

Hallo liebe Sabine,

es ist wirklich nicht so einfach das alles wegzustecken und immer wieder neue Kraft und Mut zu schöpfen. Aber mit etwas Abstand habe ich es immer wieder geschafft.
Meine erste IVF war Anfang 2003 meine letzte IVF war 10/2005. Du siehst ich habe immer wiede längere Pausen gemacht, das hat mir geholfen wieder etwas Abstand bekommt und wieder Kraft zu tanken.
Was mir sehr schwer gefallen ist Geduld zu lernen
Nach den ersten Versuchen hatte ich das Gefühl ich muß sofort wieder weitermachen, vielleicht um diesen Schmerz und die Hilflosigkeit durch Aktion zu bekämpfen??. Dann habe ich aber gemerkt daß eine längere Pause wirklich gut tut um auch mal wieder auf andere Gedanken zu kommen. Das ist auch wichtig für die Beziehung, denn die hat schon ganzschön darunter gelitten. Wie Du schon sagst beide leiden aber jeder geht anders damit um und das war und ist sehr schwierig zu verstehen wenn man sich so sehr eine andere Reaktion/Anteilnahme wünscht.

Insemination ist bei mir leider nicht in Frage gekommen, die Ärzte haben mir gleich zu IVF geraten, wegen Voroperation und meinem Alter
Bei meinem erste Versuch war ich auch schon 35 jetzt bin ich 38.
Ich habe in der Zwischenzeit auch verschiedenes Versucht: OP, Heilpraktiker, Immunisierunge, IVF in Österreich etc. versucht das hat mir auch immer Mut gemacht das Gefühl etwas getan zu haben was die Situation verbessert.
Bei mir war das Problem immer die Einnistung alles anderen hat super geklappt, die Zellen hatten sich sehr gut entwickelt.
Nach dem 4 Versuch (+ 2 Kryos) wollte ich eigentlich aufhören, dann bin ich wegen meinem Verdacht auf Darmendo zu Prof. Keckstein gefahren.
Das Ergebnis war ziehmlich niederschmetternd Darmendo und Verdacht auf Adenomyose (tiefe Endometriose in der Gebärmutterwand).
Er hat auch gemeint bei dieser Diagnose hätten die IVF ohne OP nur eine sehr geringe Chance gehabt (< 5%). Da war ich echt geschockt, keiner der IVF Ärtze hatte sich ernsthaft mit meiner Endo auseinandergesetzt, es hieß immer nur ich sollte es weiter versuchen. Ich hatte zwar 2003 eine Endo-OP aber da wurde nur eine Zyste entfernt, an die Verwachsungen und Darm hat sich wohl keiner drangetraut. Angeblich war nichts am Darm.
Meine erste Endo-OP hatte ich bereits mit 21 aber da hat mir leider niemand was von Endo gesagt, es hieß nur ich hätte eine Zyste gehabt und sollte dannach die Pille nehmen. Darauf das es Endo ist bin ich erst gekommen als ich mit 33 die Pille abgesetzt habe und die Beschwerden jeden Monat schlimmer wurden, da hat mein (neuer) Fraunenartzt den OP Bericht von damals angefordert.
Der Prof. hat gemeint nach der OP soll ich es noch mal probieren.
Also im März hatte ich die OP, Darmendo an 3 Stellen (insgesamt 30cm) und auch ein Keil aus der Gebärmutter hat er mir rausgeschnitten. Darm und Gebärmutter und Eierstock waren verwachsen.
Es is alles gut verlaufen und es geht mir eigentllich sehr gut seitdem.
Nun habe ich 3 Monate Enantone genommen und letze Woche die Immunisierung auffrischen lassen. Seit 1 Jarh bin ich beim Heilpraktiker.
Nach der OP war ich in Endo-Kur in Bad Salzuflen das hat auch sehr gut getan. Mehr kann ich nicht mehr machen. ... mal sehen was das Schicksal mir bringt.
Ich habe jetzt die Praxis gewechselt und endlich einen Arzt der individuell auf meine Krankengeschichte eingeht. Dort fühle ich mich sehr wohl.

Ich finde gut das Du Dich damit beschäftigst aber mach Dich nicht zusehr verrückt. Ich glaube das ist ein Prozess erwarte nicht das Du in eine Behandlung gehts mit dem Gefühl wenn es nicht klappt ist es auch ok.
Du stehtst ja noch ganz am Anfang der Behandlung, Du solltest mit dem Gefühl rangehen es klappt.
Es gibt ja so viele positive Beispiele bei denen es mit Insemination oder IVF geklappt hat, versuche es positiv zu sehen.

l.G.

Caro



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Caro,

vielen Dank für deine lieben Worte. Es ist manchmal schon ganz schön schwer, mit so einer Situation zurecht zu kommen, aber wem sage ich das.... insofern ist es toll, dass man sich hier so gut mit Leuten austauschen kann, denen es ganz genauso geht und die genau wissen, wie es in einem aussieht...

Deine Geschichte hört sich wirklich ganz schön hart an, und ich bewundere deinen Mut und deine Kraft, das alles durchzustehen.
Dass die Ärzte vorher die Adenomyose (die ja nun mit Sicherheit die Einnistung behindert....) nicht erkannt haben, ist ja schon ein Schlag. Und das mit der Darmendo kenne ich auch, ich hatte auch immer das Gefühl, dass die Ärzte sich da nicht rantrauen... auch jetzt habe ich wieder Beschwerden am Enddarm, wenn ich meine Periode habe... naja, mal sehen, vielleicht bringt mir ja der Termin in Bonn bzw. hoffentlich danach in Köln beim Endometriose-Spezialisten etwas.

Jetzt für deinen letzten Versuch hast du ja nun wirklich alles menschenmögliche getan, um die optimalen Voraussetzungen zu schaffen, da wird es bestimmt klappen !!! Ich finde, die Bedingungen hören sich wirklich gut an, denn das mit der Adenomyose wusstest du ja vorher gar nicht, vielleicht hat die ja wirklich die Einnistung behindert, wenn es nur daran gelegen hat. Was ein Glück, dass du operiert worden bist, auch wenn die Diagnose im ersten Moment ein Schock war, im nachhinein ist es doch gut, dass es erkannt und behandelt wurde.

Ich denke, dass die Ärzte bei uns aufgrund meiner Vorgeschichte und des nicht ganz so guten Spermiogrammes auch lieber gleich eine IVF machen würden, aber dazu sind wir noch nicht bereit. Insbesondere mein Mann hat da Bedenken, und es müssen ja schon beide überzeugt und willig sein, sonst hat es keinen Sinn. Zu der Insemination haben wir uns jetzt gemeinsam entschlossen, das war auch am Anfang noch nicht klar, deshalb bin ich schon froh, dass er dazu jetzt bereit ist. Das darfst du jetzt aber nicht falsch verstehen, ich möchte nicht alles auf meinen Mann schieben, ich möchte damit nur sagen, dass beide gemeinsam an einem Strang ziehen müssen. Das habe ich ja auch schon in anderen Beiträgen weiter oben ausgiebig erörtert.... :-).

Mein Mann steht halt auch auf dem Standpunkt, dass es vielleicht irgenwo seinen Sinn hat, wenn es nicht klappt, dass es dann eben nicht sein soll. Und das, obwohl er auch von Herzen gerne ein Kind hätte, aber eben nicht um jeden Preis.... Solche eine Einsicht liegt bei mir aber noch in weiter Ferne...

Du hast natürlich völlig Recht, dass ich erst am Anfang stehe, und eigentlich habe ich ja auch gar kein Recht, hier rumzujammern, es gibt ganz viele Frauen, denen es noch viel schlechter geht als mir. Das weiß ich auch, und das sage ich mir auch immer wieder. Und dass ich mit Pessimismus nicht weiterkomme, weiß ich auch, dann könnte ich es auch gleich ganz lassen. Aber du weißt sicher selbst, dass man als Frau nicht immer alle Reaktionen, Gedanken und Stimmungen erklären kann, und so geht es einem eben manchmal trotzdem schlecht und man fühlt sich ganz schrecklich... Ich kann da manchmal einfach nicht gegen an...
Und wenn es bei uns bei einem erfolglosen Inseminationsversuch bleiben sollte und wir nicht weitergehen, stehe ich ja u. U. auch schon gleich wieder am Ende.... was ich dann aber auch akzeptieren muss !
Aber damit muss ich mich erst dann auseinandersetzen, wenn es soweit ist, ich weiß... :-)).

Ich hoffe, wir bleiben ein bisschen in Kontakt, denn ich möchte wirklich gerne wissen, wie es bei dir weitergeht und drücke dir alle erdenklichen Daumen :-) !!!!!!!!!!

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, ich weiss nicht wie jung du bist ich bin 39 Jahre alt u. wir versuchen es schon viele jahre. Ich habe zwar eine endo. am linken eierstock aber mein arzt meint ich kann trotzdem schwanger werden da meine werte u. die von meinem mann sehr gut sind, trotzdem hat es nicht geklappt. wir standen irgendwann einmal so unter druck, auch von außen, dass wir beschlossen haben eine Kinderwunschpause einzulegen. seit dem geht es uns viel besser, d.h. wir haben wieder sex wenn wir es wollen u. nicht nur wenn ich den eisprung habe. wir haben uns allerdings eine zeitliche grenze gesetzt von einem halben Jahr, wenn es bis dahin nicht funktioniert hat werden wir über eine sog. einsetzen nachdenken. Inzwischen sprechen wir davon ohne Kinder zu leben, wenn es nicht anders geht u. wir sind glücklich zusammen. die familie u. bekannte haben sich auch beruhigt u. das thema hat sich für die aussenstehenden erledigt. es ist ein entwicklungsprozeß für mich u. meinem mann u. wir sind uns dadurch naeher gekommen. Übrigens , meine Oma hat mit 42 Jahren Zwillinge zur welt gebracht, meine beiden Onkel sind gesund u. munter. Meine Oma hat mir gesagt früher gab es viele Frauen die spaet noch einmal ein kind oder Zwillinge bekommen haben, da es keine verhütungsmittel gab. Lasst euch nicht entmutigen viel glück wünsche ich euch. Ich würde mich über eine email von dir freuen.



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Verena

Hallo Sabine,

nein Du hast mich nicht erschreckt.... :))
Ich war auf Geschäftsreise und konnte vom Firmen PC nicht diese Seite aufrufen.
Jetzt habe ich aber erst mal eine Weile gebraucht um mich hier durchzulesen.
Momentan geht es mir ganz gut, ich habe wieder eine Phase wo ich kaum Zeit habe mir so viele Gedanken zu machen. Aber zwischendurch taucht halt immer wieder so ein kleiner Zwerg in meinen Gedanken auf...........
Geht es euch nicht auch so, daß man gerade vor Weihnachten dann so sentimentale Stimmungen bekommt?
Präsent ist das Thema immer, manchmal geht es einfach besser es wegzustecken, manchmal geht es schlechter, manchmal geht es gar nicht.

Mein Mann ist auch so ein etwas kompliziertes Exemplar, er gehört zu der Sorte die NIE zum Arzt gehen. Ein Spermiogramm war alles was er zu tun bereit war. Immerhin das, ich habe eine Freundin deren Mann nicht mal das machen lassen will. Da das Spermiogramm gut war, hat sich die Sache damit für ihn erledigt. Er ist dann eben noch zu diesem einen Termin in die Kinderwunschklinik mitgegangen, aber er ist nicht wirklich dahinter gestanden und als die dann nochmal alles untersuchen wollten bei ihm und dann auch noch so ätzend und gefühllos waren, da war der Ofen aus.
Ich meine mir ging es ja auch so, das ich fast geheult habe weil die uns wie eine Maschine behandelt hatten. Aber ich bin da halt anders, ich denke ich muss da durch immer in der Hoffnung das es doch irgendwas bringt.

Andererseits muss ich meinem Mann zugute halten, daß er mich genau kennt wie sehr ich mich in diese Dinge auch reinsteigern kann. Er will mich in manchen Momenten auch davor schützen da zu weit reinzuschlittern und dass es mir nicht gut dabei geht. Wie gesagt, ich würde da manchmal auch einfach zu weit gehen und dann kommt die große Keule.........

Mein Mann sagt auch er will Kinder, aber nicht um jeden Preis. Um jeden Preis will ich es ja auch nicht, aber ich würde doch noch einige Dinge ausschließen wollen.
Aber wie es weitergeht weiß ich momentan auch nicht, ich denke ich muss gerade erst mal Kraft schöpfen, ich bin beruflich gerade ziemlich angespannt und das wird vor Weihnachten auch nicht besser. Ich denke ich starte im neuen Jahr noch mal einen Anlauf und überlege mir was ich noch machen könnte, bzw. spreche mit meinem Mann was er sich vorstellen könnte zu tun.

Urlaub ist leider keiner in Sicht, ich kann mir im Moment auch nicht einreden was alles positiv ist an meinem Leben ohne Kinder.
Ich finde es auf jeden Fall sehr traurig wieviele Frauen es hier gibt die so gerne Kinder hätten und es geht einfach nicht. Das ist so gemein.
Wenn ich lese was Caro schon durchgemacht hat, ich kann mir gar nicht vorstellen wie ich das verkraften könnte. Immer wieder einen Versuch, wieder Hoffnung, die ganze Aktion mit der IVF (die ständigen Arztbesuche) die Hormone und dann die Enttäuschung! Dann auch noch der Hammer, daß man gesagt bekommt die Versuche KONNTEN gar nicht klappen, das ist doch ne Frechheit.
Aber Sabine Du hast recht, man muss eben die Vergangenheit abhaken, es hat keinen Sinn zu fragen: was wäre wenn???

Caro wann startest Du denn Deinen nächsten Versuch?

Ich hoffe auf jeden Fall für alle von euch!
Liebe Grüsse Verena



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Verena und Bettina,

Verena, da bin ich aber froh, dass ich dich nicht verschreckt habe. Hatte mir echt schon Sorgen gemacht, wo ich doch dachte, gerade jemanden gefunden zu haben, dem es ganz genauso geht wie mir.... ;-)).

Jaja, ich kenne das auch, manchmal kommt man gut mit der Situation klar, und an manchen Tagen gar nicht.... Mein Mann ist zwar sehr verständnisvoll, jedenfalls tut er sein bestes, aber ich glaube, so richtig verstehen können einen die Männer nicht....

Es tut mir leid, dass dein Mann dich in der ganzen Sache nicht so richtig unterstützt. Da habe ich echt mehr Glück. Ich weiß, dass diese ganzen Untersuchungen und Spermiogramme (mein Mann musste inzwischen schon 5-6 abgeben...) nicht sehr angenehm sind, aber schließlich möchten die Männer das Würmchen ja auch, und dann müssen sie auch ein bisschen mithelfen. Und was wir Frauen da immer über uns ergehen lassen müssen, ist ja nun auch alles andere als schön.
Bei uns ist es aber vielleicht noch ein Unterschied, weil bei uns beiden die Voraussetzungen nicht ideal sind. Wenn bei deinem Mann alles ok ist, naja... aber ganz raushalten ist auch nicht der richtige Weg, ihr müsste das zusammen durchstehen !!

Bei mir ist es jetzt nicht speziell vor Weihnachten schlimm, sondern immer dann, wenn ich einen schlechten Tag habe ;-), besonders, wenn ich die dicken Bäuche und die kleinen Kinder meiner Freundinnen sehe... Es ist halt bei mir im Freundeskreis so, dass zur Zeit alle Kinder bekommen. Wie ich oben schon mal irgendwann geschrieben hatte, erst heiraten alle, dann bauen / kaufen alle ein Haus, dann kriegen alle ein Kind.... Bei vielen meiner Freundinnen hat es auch nicht auf Anhieb geklappt, einige hatten Fehlgeburten, eine hatte sogar auch mit Endometriose zu tun. Aber letztendlich sind sie inzwischen doch alle Mütter und teilweise zum 2. Mal schwanger, und ich eben nicht, das tut schon weh.... ich gönne ihnen ihr Glück, aber ich denke halt auch, jetzt bin ich eigentlich erstmal dran, eh sie das zweite bekommen....
Aber was soll´s, da steckt man nicht drin, wahrscheinlich hat alles irgendwo seinen Sinn, auch wenn ich ihn nicht erkennen kann...

Ich finde es auch Wahnsinn, was Caro schon alles durchgemacht hat und trotzdem noch den Mut und die Kraft hat, es noch einmal zu versuchen. Das finde ich sehr bewundernswert, und ich drücke dir auch alle Daumen, Caro, aber das weißt du ja ;-). Aber ich habe ein gutes Gefühl, weil dieses Mal ja die Voraussetzungen aller Wahrscheinlichkeit nach viel besser sind als bei den anderen Versuchen vorher. Also, warum soll es diesmal nicht klappen ?

Dass du beruflich so eingespannt bis, Verena, ist doch gut, dann kommst du auf andere Gedanken und hast nicht immer nur das eine Thema im Kopf !! Was machst du eigentlich beruflich???

Bettina, ich würde gerne ein bisschen mit dir mailen. Ich bin 36 Jahre alt und mein Mann ist 38.

Ich weiß, dass wir eigentlich noch genug Zeit hätten, aber mir sitzt halt auch immer wieder die Endometriose im Nacken. Ich denke, bei jedem Zyklus, in dem es nicht klappt, dass sie dadurch nur immer noch mehr wuchert. Ich glaube mittlerweile auch, dass sie immer wiederkommen wird, weil ich immer nach den Bauchspiegelungen und den Hormonbehandlungen nur wenige Wochen oder Monate Ruhe hatte bis wieder Zysten da waren.... und meine FÄ meinte auf meine Frage, was man denn dagegen tun könnte, wenn der Kinderwunsch nicht da wäre, da ich nicht bereit bin, bis zum Sankt Nimmerleinstag Hormone zu nehmen, dann würde man alles rausnehmen.... Tja, soviel dazu. Und wenn man sich hier im Forum so umschaut, scheint ja nicht mal eine Totaloperation die Endometriose gänzlich beseitigen zu können....

Ich nehme seit Mai keine Hormone mehr (hatte vorher Orgametril), und hatte nach kurzer Zeit schon wieder zystische Strukturen in den Eierstöcken. Während der Periode habe ich auch wieder Beschwerden am Darm, so dass ich denke, dass da auch wieder was ist.....

Naja, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Wir stehen ja erst am Anfang der Phase der künstlichen "Nachhilfe" und ich will den Kopf nicht in den Sand stecken. IVF ist für uns zur Zeit noch kein Thema, weil insbesondere mein Mann da Bedenken hat, und ich eingesehen habe, dass wir beide hinter dem stehen müssen, was wir tun. Es hat keinen Sinn, wenn einer überrumpelt wird oder gegen seinen Willen einen Kompromiss eingeht. Ich kann und will ihn zu nichts zwingen. Er hat sich mit einer Insemination angefreundet, und darüber bin ich sehr froh. Das nehmen wir jetzt in Angriff, allerdings schätze ich, dass ich aufgrund meiner momentanen Beschwerden wohl vorher doch nochmal unters Messer sollte.... habe diesen Rat auch von Prof. Römer aus dem Expertenrat bekommen. Er empfiehlt mir nochmal eine Bauchspiegelung mit Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter (sonst kann man das mit der Insemintion ja vergessen...), Gebärmutterspiegelung und natürlich Beseitigung möglicher Endometriosezysten und -herde. Wir haben unseren nächten KiWu-Termin am 11.12. in Bonn (solange muss ich mich noch gedulden...), dann will ich mit dem Arzt dort nochmal darüber sprechen, weil er mir einen Endometriosespezialisten in Köln empfehlen wollte. Wer weiß, vielleicht lande ich ja dann sogar bei Prof. Römer...

Ich hoffe, ich habe euch jetzt mit meinem langen Vortrag nicht genervt oder so... ich kann mich einfach nicht kurz fassen :-)).
Würde mich freuen, wenn wir in Mailkontakt blieben.

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, ich würde mich nicht auf eine totaloperation einlassen, da die endo. auch an anderen stellen im körper auftreten kann. aber natürlich bin ich kein arzt. Ich bin 38 Jahre (im Dezember 39 Jahr) und mein mann ist 35 Jahre alt. Für meinen Mann ist das manchmal alles etwas schwer zu verstehen mit der endo, deshalb habe ich mich dazu entschieden ihm nur das nötigste zu sagen. bei unserem Kinderwunsch schwankt das manchmal ganz schön, mal will ich ein Kind manchmal bin ich glücklich so wie es jetzt ist. Meinem Mann geht es da aehnlich, es ist für uns aber kein trennungsgrund. das schreibe ich bewusst, weil ein fa mal zu mir gesagt hat, wenn sie kein kind mit ihrem mann bekommen, wird er sich eine jüngere nehmen und mit ihr ein kind haben. soviel zu spezialisten. natürlich habe ich meinem mann davon berichtet u. mein mann hat darauf hin geanwortet: " er geht da wohl von sich selbst aus. " Ich glaube an eine glückliche ehe auch ohne kind, das soll jetzt nicht heissen, dass wir mit dem kinderwunschthema am ende sind. nur im moment sind wir noch in unserer 6 monatspause. wie ich schon in einer anderen email geschrieben habe. Liebe sabine ich wünsche dir viel glück bei Eurer Insemation. bis bald bettina P.S. ich finde nicht, dass du zu ausführlich geschrieben hast.



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

das ist ja Wahnsinn, was dir der eine Arzt da an den Kopf geworfen hat.... wie kann man denn so etwas sagen, das ist doch wohl bei jedem anders. Also, wer seine Frau wegen so etwas verlässt, der kann sie ja wohl auch nicht lieben, oder????
Bei uns war das nie ein Thema. Wie ich oben schon geschrieben habe, liegt es eigentlich an uns beiden, aber selbst wenn es nur an mir liegen würde, glaube ich nicht, dass mein Mann auf die Idee käme, mich deswegen zu verlassen. Meistens sind es doch auch die Frauen, die den intensiveren Kinderwunsch haben.... ich finde diese Aussage unfassbar !!!

Wir sind vom Grundsatz her auch so sehr glücklich miteinander. Wir haben ein kleines Häuschen, in das ein Kind passt, aber das wir auch gut zu zweit füllen können (und zur Zeit auch tun.... man hat ja so viel Kram...). Hin und wieder (aber eher SEHR selten...) denke ich auch, dass es in mancher Hinsicht Vorteile ohne Kinder hat, z. B. Ungebundenheit, Urlaub wann und wohin man will, finanzielle Vorteile, aber die würde ich natürlich nie vorziehen, wenn ich eine Wahl hätte.
Aber ich denke halt auch, dass man sich, wenn es denn wirklich nicht klappt, damit eben auch abfinden muss, und dann geht das Leben auch weiter. Das beste Beispiel hierfür ist ja Alexandra ;-) (Wie geht es dir überhaupt ??? Du hast dich lange nicht mehr gemeldet...).

Deine 6-Monats-Pause finde ich sehr gut, da kommt ihr vielleicht mal wieder auf andere Gedanken und beschäftigt sich mit anderen Dingen, wird lockerer und ruhiger. Das sehe ich sehr positiv !

Für mich selbst kommt das im Moment nicht in Frage, da ich eigentlich 3 Jahr Pause hatte, wenn ich meine OPs mit anschließenden Hormonbehandlungen zusammenzähle.....
Ich bin froh, dass bei uns jetzt endlich etwas passiert, und ich werde das jetzt auch erstmal durchziehen.

Schönen Abend noch und bis bald mal,
liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, hast du mal davon gehört dass es für Inemation eine altersgrenze gibt, dann bezahlen anscheindend die Krankenkassen nichts mehr dazu? Mir wurde eine grenze von 40 Jahre gesagt. da ich im dezember 39 Jahre werde ist das für mich natürlich interessant zu wissen. viel glück bei deinem termin am 11.12. in bonn. schönes wochende bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

lieben Dank für deine guten Wünsche. Leider ist es ja bis zum 11.12. noch ein bisschen hin... Ich bin da im Moment sehr ungeduldig, wahrscheinlich, weil ich weiß, dass jetzt endlich etwas passieren wird. Und wahrscheinlich vor allem auch deshalb, weil ich weiß, dass ich vorher wohl nochmal unters Messer muss, und wie lange man dann bis zur Insemination warten muss, weiß ich nicht.... wer weiß, vielleicht muss ich ja danach auch noch ne Hormonbehandlung machen, was ich aber nicht hoffe.... Naja, am 11.12. weiß ich mehr.

Ob es eine Altersgrenze für Inseminationen gibt, kann ich dir leider nicht sagen. Ich weiß nur, dass man wohl verheiratet sein muss, um sowas bezahlt zu bekommen.
Aber ich kann ja mal zu Hause in meine Unterlagen schauen, vielleicht steht da irgendwo was zur Altersgrenze. Kann mich ja dann nochmal melden. Sonst frag doch einfach mal deine Krankenkasse.
Bist du gesetzlich oder privat versichert??

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, ich bin seit kurzem bei tkk, davor war ich bei einer betriebskasse mit meinem mann versichert. wg.der hormonbehandlung würde ich erst einmal langsam machen und vor einer behandlung die hormone untersuchen lassen (blutabnahme). falls du das noch nicht gemacht hast; dir werden zu unterschiedlichen zyklustagen blut abgenommen und so dein hormonhaushalt gecheckt. ebenso wichtig ist deine schilddrüse, die sollte gleich mituntersucht werden bei den blutabnehmen. wahrscheinlich weisst du das alles, vorsichthalber habe ich es doch erwähnt, vielleicht für andere leser. die freundin meiner mutter konnte keine kinder bekommen, weil ihre schilddrüse nicht funktioniert hat. vor rund 40 jahren war das noch ein problem, heute gibt es dafür spezialisten. auch ich nehme leichte schilddürsen tabletten. falls du unterlagen hast, waere es sehr nett, wenn du nachsehen könntest wg. der altersgrenze. Liebe grüße bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

die Blutuntersuchungen sind bei mir gemacht worden, ich hatte eine Blutabnahme im letzten Zyklusdrittel und dann eine sog. Dreifachprobe zwischen dem 3. und 5. Zyklustag. Ich denke, dass da die Hormone alle untersucht werden. Der Besprechungstermin hierfür, und auch für die Untersuchungsergebnisse meines Mannes, ist halt am 11.12. Aber das mit der Schilddrüse hatte ich vergessen, weiß nicht, ob das gleich mit untersucht wird, werde ich dann aber mal fragen. Danke für den Hinweis.

Wegen der Altersgrenze für Insemination schaue ich mal nach, glaube aber eher nicht, dass das in meinen Unterlagen steht.... aber nachschauen kostet ja nichts ;-).

Tja, wegen Hormonbehandlung weiß ich nicht, kann ja sein, dass die Ärzte sagen, dass dann die Chancen besser stehen, weil kurz nach OP und Hormonbehandlung sollte ja erstmal alle Endometriose aus dem Körper raus sein, und das ist ja das wichtigste. Naja, mal sehen, was der Arzt am 11.12. sagt, noch bin ich ja auch gar nicht im Krankenhaus.

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, dann ist ja gut, wenn die blutuntersuchungen gemacht worden sind. wg. der hormonbehandlung kann ich dir nur sagen wie es bei mir war, wg. der endo. habe ich nach der op keine hormone erhalten. zum meinem eisprung habe ich hormone zusaetzlich erhalten, damit sich das ei besser einniesten kann. hat aber nichts gebracht, ausser dass ich etwas zugenommen habe. nach drei monaten habe ich diese tabletten abgesetzt. der arzt meinte es waere besser so. ich weiss, es gehört jetzt nicht hier her, aber ich hatte gestern streit mit meinem mann. wir wohnen seit drei jahren in bayern u. sind aus baden-württemberg, daher kenne ich noch nicht so viele leute hier u. bin seit dem arbeitssuchend. in diesen momenten fühle ich mich total alleingelassen u. bin mir nicht mehr sicher ob ich ein kind möchte. vielleicht kannst du das verstehen? würde mich freuen bald von dir zu hören. liebe grüße bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo liebe Bettina,

das tut mir leid, dass du Streit mit deinem Mann hattest... ist natürlich blöd, wenn man sich dann noch alleine fühlt, weil man noch nicht viele Leute kennt und keine Freunde vor Ort hat. Warum seid ihr denn nach Bayern gezogen??

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber wir streiten uns meistens heftigst um Sachen, die es NIENIENIE wert sind, irgendwelche Kinkerlitzchen.... hinterher fragt man sich dann immer, warum man sich eingentlich gestritten hat, man kann das gar nicht mehr nachvollziehen, besonders ich... wir können dann auch beide ganz schön ausflippen und ich heule immer Rotz und Wasser und bin todunglücklich.

Wie steht denn dein Mann eigentlich zu eurem Kinderwunsch? Hattest du nicht auch geschrieben, dass er da hinter dir steht und ihr an einem Strang zieht???

Man muss sich natürlich schon genau überlegen, warum man eigentlich ein Kind möchte und ob man es wirklich möchte. Manchmal denke ich auch, dass die Leute sich da total reinsteigern können (ich eingeschlossen), und dann kann man an gar nichts anderes mehr denken und ist gar nicht mehr frei für eventuelle Gedanken gegen ein Kind... Bei mir ist es immer besonders heftig, wenn ich wieder meine ganzen schwangeren Freundinnen oder jungen Mütter um mich habe, dann ist der Wunsch natürlich besonders stark, so nach dem Motto: Was die anderen haben, das will ich auch.... Das ist aber auch ganz normal, denke ich.
Zu Hause komme ich manchmal mit dem Gedanken einigermaßen klar, dass es vielleicht auch gar nicht klappt, und glaube auch fest daran, dass ich auch ohne Kind glücklich werden kann. Aber wenn ich dann wieder die anderen sehe, sieht es wieder ganz anders aus.... ich glaube, das ist auch bei Frauen schlimmer als bei Männern.
Es ist alles phasenweise und tagesformabhängig bei mir, ich habe mich da noch nicht so im Griff. Aber ich beschäftige mich halt schon ab und zu mal mit dem Gedanken, daher auch dieser Eintrag im Forum...

Warum meinst du denn, ein Kind zu wollen? Oder warum keins?
Meiner Meinung nach MUSS nicht jede Frau ein Kind bekommen oder wollen.... das muss jeder für sich selbst entscheiden, und ich finde es genauso ok, wenn jemand keine möchte. Man muss sich das wirklich gut überlegen, ein Kind ist eine große Verantwortung für eine ganz schön lange Zeit..... und genauso gut muss man sich eine Entscheidung dagegen überlegen, denn man könnte es hinterher bereuen....
Ist ne schwierige Sache...

Meine Güte, jetzt habe ich ja schon wieder einen Roman geschrieben, ich kann mich einfach nicht kurz fassen ;-)).
Ich hoffe, ich konnte dich vielleicht ein bisschen aufmuntern...

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, vielen dank für deine liebe mail. wir sind nach bayern gezogen, weil mein mann einen sehr gutes jobangebot erhalten hat. er hat hier sehr gute karriere möglichkeiten, deshalb der umzug. ich bin rechtsanwaltsfachangestellte u. habe im architekturbüro u. einer bau-u. immoblienfirma gearbeitet vor unserem umzug. leider gibt es hier kaum stellen, wir leben hier sehr weit ab vom schuss, wie man/frau so sagt. wir haben gestern abend auch wg. kleinigkeiten gestritten, ich bin ein sehr tempramentvoller typ, damit hat mein mann manchmal so seine schwierigkeiten. er ist eher introvertiert und eigentlich sehr liebevoll. Nur gestern hatten wir beide wohl einen schlechten tag. wg. dem kinderwunsch ist es wohl so wie du auch schon gesagt hattest, dass für frauen das bedürfniss grosser ist nach einem kind, wahrscheinlich weil wir die kinder auf die welt bekommen. Mein mann steht hinter mir mit meinem kinderwunsch, weil ich öfter unsicher bin, ob ich ein kind will oder nicht, ist es für ihn schlecht nachvollziehbar was in mir vorgeht. da ich unschlüssig bin übertraegt sich das auf meinem mann, stelle ich mir vor. für ist es mit oder ohne kind schön, so hat er mir das einmal gesagt. meine gefühle für und gegen ein kind sind ziemlich aehnlich wie deine in der o.g. mail. gegen ein kind spricht bei mir eine schlechte kindheit u. die angst als keine mutter zu sein. ich habe kein liebevolles zuhause gehabt u. habe mir, wie viele andere menschen auch, das meiste was ich kann u. wie ich bin, selbst erarbeitet z.B. schulabschlüsse, fremdsprachen u. therapien. mein vater ist 1990 sehr jung gestorben und meine eltern waren geschieden, leider hat mein vater den kontakt mit mir u. meiner schwester kurz nach der scheidung abgebrochen. manchmal wünsche ich mir ein kind, weil ich es natürlich finde als frau u. mann ein kind zu haben, als i-tüpfelchen unserer liebe. andererseits vereisen wir viel u. das wuerde mit kind nicht mehr so oft machbar sein. ich liebe es zu vereisen u. mein mann auch, ausserdem braucht man/frau sich keine gedanken um die finanzen machen, wenn mein kinder hat. was machst du? arbeitest du und was? bin schon gespannt, auf deine mail. liebe grüße bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

na, das hört sich ja so an als wäre es nichts richtig ernstes gewesen.... genau wie bei uns meistens ;-)). Es ist doch schön, wenn ihr euch eigentlich gut versteht und dein Mann lieb und verständnisvoll ist.

Es ist natürlich oft eine Geldfrage, wenn man woanders hinzieht. Freunde von uns sind auch mal für ein paar Jahre weggezogen, weil der Mann einen besseren Job bekommen hat, und sie das Geld brauchten. Aber sie haben es nicht lange ausgehalten..... Jetzt wohnen sie wieder hier, und der Mann fährt i. d. R. einmal in der Woche für 2 Tage runter, und den Rest leistet er Telearbeit.

Dass Männer uns Frauen öfter nicht so richtig verstehen, muss man wohl akzeptieren. Kennst du das Buch "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" ?? Männer und Frauen sind eben unterschiedlich gestrickt, und ich denke, das ist auch gut und richtig so. Das merkt man doch auch immer bei diesen Sendungen, wo es um die Unterschiede zwischen Frau und Mann geht. Die sind einfach da, und so verständnisvoll sie auch sind, wirklich verstehen kann eine Frau eigentlich nur eine Frau :-). Und darum ist es doch gut, dass es sowas wie dieses Forum gibt, wo wir Frauen uns austauschen können. Ich habe hier schon viele gute Erfahrungen gemacht, vielen geht es einfach ganz genauso wie mir oder sie können sich einfach besser in einen hineinversetzen als ein Mann.
Womit ich aber NICHTS gegen meinen Mann sagen möchte, der ist schon wirklich prima !!!!

Dass du eine schwere Kindheit hattest, tut mir sehr leid.... aber eigentlich dürfte das doch kein Grund gegen, sondern eher für ein Kind sein, oder? Will man dann nicht am eigenen Kind alles besser machen? Hast du denn noch Kontakt zu deiner Schwester? Und wie stehst du zu deiner Mutter...?
Warum solltest du denn deshalb eine schlechte Mutter werden??

Ein Kind zu wollen, weil es natürlich ist und weil "man das hat", finde ich eigentlich nicht den richtigen Grund. Das habe ich ja oben auch schon geschrieben.
Ich glaube, das ist bei mir auch nicht so, diese Sehnsucht nach einem Kind kommt von innen.... und wenn ich die Schwangeren und die Kinder in meinem Freundeskreis sehe, dann weiß ich ganz genau, dass ich auch eine Familie haben möchte. Ich bin darüber auch eigentlich nie im Zweifel gewesen, ob ich ein Kind möchte oder nicht. Das war bei uns beiden von Anfang an klar, dass wir eine Familie haben möchten.
Ich verreise auch sehr gerne und ich bin mir auch durchaus darüber im klaren, dass es natürlich auch Nachteile hat, auch in finanzieller Hinsicht. Aber ich bin bereit, auf das alles zu verzichten...
Und ich kriege wirklich die Krise, wenn ich sehe, wer alles Kinder in die Welt setzen kann, der es nicht verdient hat, weil er sie schlecht behandelt oder schlecht versorgt oder wie auch immer, gibt es ja genug. Und unsereins..... Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Ich bin übrigens Beamtin in der Stadtverwaltung, im Schulamt.

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, was du einen kinderwunsch von innen nennst, habe ich mit dem wort natürlich beschrieben. ich glaube, ich bin sehr sensibel u. deshalb habe ich angst etwas bei meinem kind falsch zu machen. vielleicht kann man das auch nur nachvollziehen, wenn man keine liebevolle familie hat. wahrscheinlich hattest du liebevolle eltern, die für dich immer da waren und sind. das ist bei mir ganz anders. ich habe sehr guten kontakt zu meiner schwester, sie hat ein kind von 6 jahren. sie wurde auch lange nicht schwanger, wie sie mir gesagt hat, wg. unserem familaeren hintergrund. manche dinge können kinder ihren eltern verzeichen, aber schwerwiegende nicht, damit muß mann dann selbst zurecht kommen u. einen eigenen weg finden. ich kenne das buch "warum maenner ....." u. ich finde es auch gut, dass frau u. mann unterschiedlich sind. wieso manche familien kinder bekommen u. ihre kinder verhungern bzw. verwahrlosen lassen weiss ich auch. ich weiss nur, als ich meine mutter auf bestimmte sachen angesprochen habe, hat sie behauptet das würde nicht stimmen. damit will ich sagen, wenn diese leute ein einsehen haetten, mueßten sie in ihrem leben etwas aendern u. zugeben sie haben versagt (reflektieren) u. das ist unangenehm. gerechtigkeit gibt es für kinder leider oft nicht, wenn man die falschen eltern erwischt hat. deshalb hoffe ich immer, dass das jugendamt u. andere aemter strenger u. schneller durchgreifen, damit diesen armen kindern nicht alles möglichkeiten für ihr spaeteres leben genommen werden. ich spreche da leider aus erfahrung. so jetzt gehe ich noch ein bisschen spaziere, bei uns scheint so schöön die sonne. Liebe grüße u. bis bald bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

das mag sein, dass man sich deine Situation nicht so richtig vorstellen kann, wenn man nicht so eine schlechte Kindheit hatte. Ich hatte tatsächlich eine sehr behütete und schöne Kindheit, da hast du wohl Recht. Ich bin übrigens Einzelkind.
Aber es ist doch sehr positiv, dass du wenigstens einen guten Kontakt zu deiner Schwester hast ! Und ich glaube nicht, dass du dir Gedanken darüber machen musst, vielleicht keine gute Mutter zu sein. Überleg dir mal, warum du das denkst, und zwar, nur auf dich als Person bezogen, und nicht auf deine Kindheit (die dich natürlich als die Person geprägt hat, die du jetzt bist).

Ich bin auch sehr sensibel und natürlich habe ich auch Angst, etwas falsch zu machen. Aber ich glaube und vertraue fest darauf, dass einem der angeborene Mutterinstinkt schon helfen wird. Bettina, das haben schon so viele vor uns geschafft ;-)).
Und deine Schwester hat doch auch ein Kind und ist bestimmt eine gute Mutter. Die wird dir doch sicher auch helfen, wenn du sie brauchst.

Du hast natürlich leider auch Recht, wenn du sagst, dass es für Kinder oft keine Gerechtigkeit gibt. Sie werden ja auch nicht gefragt, ob sie auf diese Welt wollen....

Naja, grundsätzlich ist die Entscheidung für oder gegen ein Kind nicht einfach, wenn man sich nicht ganz sicher ist. Da kann dir wahrscheinlich auch keiner wirklich helfen.
Ich denke, dass es das wichtigste ist, dass du mit deinem Mann darüber redest und ihr gemeinsam eine Lösung findet und euch einig seid. Denn nur so kann es funktionieren. Dein Mann kann sich da auch nicht mehr oder weniger raushalten und es letztendlich dir überlassen, finde ich.

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, gestern war ich bei meiner fa, sie hat sich die blutergebnisse von dem früheren fa zusenden lassen. darin stand, dass ich zu wenig oestrogen habe, ich kann das nicht recht glauben, da mein früherer fa immer gesagt habe es würde aussreichen. Jetzt soll ich utrogest n3, zwei tage nach meinem eisprung, zweimal taeglich nehmen. Hast du damit erfahrung? langsam habe ich den eindruck, jeder arzt will mir etwas verschreiben um geld zu verdienen. Zudem habe ich heute bei meinem urologen eine blasenspiegelung, weil ich so oft nierenbeckeninfekte habe. eigentlich habe ich keine lust auf diese untersuchung, weil sie ziemlich unangenehm ist. soll ich absagen? ich freue mich auf deine email u. deinen rat. liebe grüße bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
schnuffel

hallo tina
utrogest würd ich schon nehmen, ich habe das immer bei der künstl. befruchtung nach der punktion bekommen, bei mir war die dosierung 3x2 kapseln vaginal.
vaginal deswegen, weil es besser verträglich ist und weil es ne bessere wirkung hat.
lg katja



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

sorry, kann am Wochenende nie ins Internet, da wir zu Hause noch keines haben, daher immer nur unter der Woche halt im Büro mal zwischendurch...

Wie geht es dir denn? Warst du zur Blasenspiegelung??? Ich hoffe, es war nicht allzu schlimm.... ich hasse solche Untersuchungen auch, aber manchmal muss es eben sein... und wenn du da oft Infekte hast, ist es vielleicht besser, wenn man das mal abklärt. Aber das kann dir natürlich nur dein Arzt genau sagen !!

Mit Utrogest habe ich keine Erfahrung, aber Katja (Schnuffel... süßer Name ;-))) scheint sich ja damit auszukennen.

Bei mir ist der Hormonspiegel auch, glaube ich, bisher nicht getestet worden. Ich war Anfang Oktober zu einer Dreifachprobe in der Uniklinik, die Besprechung der Ergebnisse ist leider erst am 11.12..... bis dahin muss ich mich noch gedulden. Bin mal gespannt, ob bei mir alles ok ist....
Dann wird sich das wohl auch mit der OP entscheiden.

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo Katja, vielen dank für deine mail. ich möchte die utrogest nicht nehmen, weil ich gehört habe, dass die endo. dadurch staerker waechst. Hast du damit auch erfahrung? viele liebe grüße bettia Hallo sabine, ach so, ich habe mich schon gewundert, warum du nicht schreibst. die blasenspiegelung habe ich überstanden, war etwas unangenehm. es ist alles in ordnung gott sei dank. Morgen habe ich einen termin bei meinem hausarzt, kennt sich auch mit homoepatie(habe vergessen wie sich das schreib) aus, da frage ich nocheinmal wg. utrogest nach. sorry, dass meine mails so seltsam aussehen, meine tastatur funktioniert nicht mehr richtig. Kann nur noch klein schreiben, mit den buchstaben an der rechten hand, morgen will ein computerspezialist sich der sache annehmen. sabine, ich wuerde den hormonnspiegel untersuchen lassen. bei mir hat sich innerhalb von einem halben jahr die hormone total veraendert. einfach mal zur sicherheit. liebe grüße bis bald bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

ja, bei uns zu Hause haben wir leider keinen Internetzugang, haben wir irgendwie noch nicht auf die Reihe bekommen.... ich finde das mitunter SEHR lästig, aber da kann man im Moment nix dran machen. Wir verlegen aber zur Zeit das Arbeitszimmer, und an den neuen Standort soll dann ein Laptop, und dann wird auch das mit dem Internet endlich gelöst. Auf die Dauer ist das nämlich schon ganz schön doof, wenn ich das nur hier im Büro, und dann halt auch nur außerhalb der Arbeitszeit und in der Mittagspause machen kann.....
Deshalb nicht wundern, wenn übers WE von mir nix kommt ;-).

Das mit dem Hormonspiegel wird ja anhand der Dreifachprobe untersucht, die Ergebnisse erfahre ich ja dann am 11.12. Und dann sehen wir mal weiter. Ich werde dann auch gleich mal nach der Schilddrüse fragen, die kann ja da auch Probleme machen. Ach, es gibt so viele Sachen, die das beeinflussen können.....

Geht es dir nicht manchmal auch so, dass du dich viel mehr mit der Sache beschäftigst, wenn du hier im Forum bist ??? Also, ich habe festgestellt, dass das bei mir so ist, deshalb denke ich manchmal, es wäre für mich vielleicht besser, ich würde mich mal ne Weile zurückziehen..... aber auf der anderen Seite halte ich das dann auch wieder nicht aus, weil man sich hier so toll austauschen kann.... aber ob das so toll für die Psyche ist, da bin ich mir manchmal nicht so sicher, kann ja auch belasten, sich ständig damit auseinanderzusetzen....

Naja, ich wünsche dir jedenfalls einen schönen Abend, habe jetzt gleich Feierabend, endlich.....
bis bald mal,
liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, da hast du recht, dass das forum einen dauernd beschaeftigt. ich sehe es aber auch als berreicherung. ich versuche nachdem ich im patientinnen-forum war, etwas schönes zu unternehmen, z.b. sparzieren gehen, bummeln in der stadt oder eine freundin besuchen. wir sind ja nicht nur endo., sondern auch ganz normale frauen. wir dürfen uns nicht verrückt machen u. trotzdem, alles notwendige, das zu einer schwangerschaft führt u. zu einer besseren gesundheit, zu tun. aber das weisst du ja selbst auch. gerne schreibe ich mit dir über alles was dich u. mich beschaeftigt, anstatt alles in sich hineinzufressen. ich finde es wichtig, damit der ehemann sich nicht alles immer anhören muss. ausserdem bekommt man neue idee u. überdenkt mal seine eigenen ansichten. so liebe sabine, ich wünsche dir einen schönen abend, bzw. schönen guten morgen. liebe grüsse bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
schnuffel

hallo tina
neine davon hab ich noch nie gehört und auch bei mir selber noch nix bemerkt, muss es zwar immer nur erstmal 2-3 wochen nehmen, ab punktion bis schwangerschaftstest, aber die auch in der zeit ist endo nicht wieder explodiert! kann dir dein arzt dazu nix sagen?

grüsse



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

ich hatte dir ja versprochen, mal wegen des Alters bei der Insemination nachzusehen. Also, meine Krankenversicherung hat darüber leider gar nichts geschrieben, aber da ich Beamtin bin, bin ich nur zu 50 % privat krankenversichert und zu 50 % bekomme ich Leistungen von der Beihilfe. Und in der Beihilfeverordnung steht allgemein drin, dass bei Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft, und das schließt die Insemination natürlich mit ein, die Partner verheiratet sein müssen, beide das 25. Lebensjahr, die Ehefrau aber noch nicht das 40. und der Ehemann noch nicht das 50. Lebensjahr vollendet haben darf. Jetzt weiß ich natürlich nicht, ob das bei der Krankenkasse genauso ist, vielleicht fragst du einfach bei deiner mal nach.

Ansonsten gebe ich dir Recht, dass es natürlich auch eine Bereicherung ist, hier im Forum auf "Gleichgesinnte" zu treffen und sich auszutauschen. Ich maile hier auch gerne, aber ich habe halt auch festgestellt, dass ich mich dadurch viel intensiver mit der Sache beschäftige, und das ist manchmal nicht so gut, weil ich eigentlich besser ein bisschen abschalten sollte. Naja, was soll´s, ich kann mich hier ja doch nicht fernhalten ;-)).

Zur Zeit hat mich ein ziemlicher Schnupfen erwischt... naja, bleibt nicht aus bei der Jahreszeit, wenn alle um einen herum krank sind. Aber toitoitoi, es ist "nur" Schnupfen, sonst nichts, keine Halsschmerzen etc. wie sonst, das ist schon mal beruhigend, und mit Aspirin complex bin ich den Schnupfen auch bald wieder los :-).

Ich wünsch dir einen schönen Tag,
bis bald,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Daisy

HUHU SABINE
Habe vorhin bei dem Beitarg " was sagen eure Männer" weiter geschrieben..sehe aber grad Du hast also Internetzugang auf der Arbeit .Bei mir is es genau umgekehrt, wir haben Internet zu Hause und auf der Arbeit nicht.daher bin ich zur zeit öfter hier mal am gucken weil ich ja noch krankgeschrieben bin.
Mein Mann sagt immer wenn er mitbekommt das ich so viel über die Krankheit forsche und so , das ér sich sorgt, dass ich mich da reinsteigere und nicht abschalten kann, aber dir scheints ähnlich zu gehen..man kann das nicht komplett im Alltag vergessen, das geht nicht..aber er hat recht, ich darf jetzt nicht denken zum Beispiel ich habe Endo in den Nerven, weil ich so Kribbeln im Bein habe etc...
Bin seeeehr glücklich mit meinem Mann und habe noch gar nicht geagt, dass er mir sehr hilft und auch viel Einfuehlungsvermögen hat und nich auch nicht bedrängt.
So, liebe Sabine dann würd e ich mich freuen von Dir zu hören.
was machst du beruflich wenn ich fragen darf??
Lieben Gruss
Daisy



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo schnuffel, (sueßer name, so hieß mein hamster, errinnert mich an meine kindheit) danke für deine mail, ich habe folgendes herausgefunden bei meinem hausarzt, der auch homopatie macht: er möchte nicht dass ich utrogest nehme. aus folgendem grund, ich habe probleme mit der schilddrüse, die regelt den hormonhaushalt u.a.. ich nehme schilddrüsentabletten damit waer die sache geregelt mein mein arzt. um sicher zu gehen, werde ich nächste woche einen weitere blutabnahme machen um zu sehen, ob die schilddrüsen tabletten angeschlagen haben. danach muss ich zum schilddrüsen spezialisten. er hat mir von einer patientin erzählt, die lange versucht hat schwanger zu werden u. es hat nicht funtkioniert, als sie mit dem thema abgeschlossen hat u. die anti-baby-pille eingenommen hat, wurde sie schwanger. das zeigt mir mal wieder, dass frau sich nicht verrückt machen soll. ich dachte euch würde das auch interessieren. Liebe grüße bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
tina

Hallo sabine, vielen dank für deine information wg. insemation. ich werde meine krankenkasse anrufen. wg. dem urtogest habe ich schnuffel, s.o., geschrieben, vielleicht ist es für dich auch interessant. ich werde noch etwas abwarten ob ich eine insemation mache, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das wirklich machen will. bist du dir ganz sicher? Liebe grüß bettina



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Bettina,

mir ist völlig klar, dass man sich viel zu verrückt macht..... der Kopf ist in dieser Sache einer unserer größten Feinde !! Ich kenne auch genügend Storys, wo Frauen plötzlich in dem Moment schwanger wurden, in dem sie mit dem Kinderwunsch abgeschlossen hatten..... aber wie soll man dagegen angehen??? Zumal es bei uns auf natürlichem Wege extrem unwahrscheinlich ist, nicht völlig ausgeschlossen, aber trotzdem sehr unwahrscheinlich. Da muss man sich doch damit beschäftigen, wenn man ein bisschen nachhelfen will.

Ich bin mit sicher, dass ich es mit der Insemination auf jeden Fall versuchen will. Ich möchte zwar vorher noch die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft abklären (Zwillinge wäre noch ok, bei Drillingen würde es schwierig......), aber ich denke, wir werden das auf jeden Fall versuchen.
Bei der IVF sieht es dann schon etwas anders aus, da stehen wir noch nicht beide so dahinter, insbesondere mein Mann nicht, aber das ist ja auch noch ein Schritt weiter, da sind wir noch nicht.

Ich denke, was die hormonelle und medikamentöse Behandlung angeht, werde ich das alles am 11.12. in Bonn abklären....

Liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Sabine

Hallo Daisy,

du schon wieder ;-))).

Habe dir schon in dem anderen Beitrag geantwortet, vielleicht sollten wir uns einen aussuchen, damit wir nicht immer parallel schreiben müssen ;-).

Ja, mir geht es ganz genauso wie dir, ich versuche auch immer, mich abzulenken und mit anderen Dingen zu beschäftigen, aber der Kinderwunsch und die Endometriose sind immer in meinem Hinterkopf.... Ich glaube, da haben die Männer es irgendwie leichter, die kommen da besser mit klar....

Dein Mann hat sicher nicht ganz unrecht, wenn er sich ein bisschen sorgt, man beschäftigt sich hier schon viel mehr mit den Sachen, und Bettina hat schon Recht, wir bestehen schließlich nicht nur aus Endometriose und Kinderwunsch..... aber es ist eben ein sehr dominantes Thema, oder?
Mein Mann weiß das gar nicht so genau, was ich hier mache, ich glaube, sonst würde er sich auch Sorgen machen..... oder eher mit mir schimpfen, dass ich mich soviel mit der Sache beschäftige...

Ich bin aber auch SEHR glücklich mit ihm, und ich denke, wir würden das auch irgendwie hinkriegen, wenn der Kinderwunsch gänzlich unerfüllt bleiben sollte..... schließlich lieben wir uns und haben auch so ein schönes Leben. Es tut nur manchmal ein bisschen weh, die anderen zu sehen....

Wie alt ist denn dein Mann?

Ich bin übrigens Beamtin bei der Stadtverwaltung. Und was machst du beruflich??

Würde mich freuen, wieder von dir zu hören,
liebe Grüße,
Sabine



Re: Kinderlosigkeit durch Endometriose
Daisy

So, liebe Sabine, dann bleiben wir mal hier in dem Forum.
Also ich komme heut irgendwie zu nix, bin waesche am waschen, spuelen, aufräumen, aber alles so leichte sachen, s halt nur so ich kann mich ja jetzt fast oder normal bewegen und muss irgendwie die Zeit nutzen, denn ich muss ab nächste woche viel arbeiten und habe keine Mittagspause wahrscheinlich und so und irgendwie isses so, dass ich echt dieses jahr auch keinen Urlaub mehr habe, wegen Inventur is da immer Sperre.
Ich bin Gross- und Aussenhandelskauffrau bin 36 und seit mai !! 2003 verheiratet.
da haben wir auch angefangen zu sagen" wenn ich schwanger werde, klasse, aber hat noch Zeit...!" tja und die Ärztin hat auch gesagt 2 Jahre Warten is noch voll im Rahmen.Mein Mann is 35 , habe gelesen Deiner is 38 ne?
tja und dann kamen Schmerzen aber die hab ich anfangs abgetan, weil ich hörte wenn man die pille aufhört dann is das oft so...bis es schlimmer wurde und im Juli im Uralub hörte es nicht auf zu bluten..und so kenne ich Endo erst seit Ende JULI diesn Jahres!!!
( bitte verzeih die fehler, habe nie Lust auf Korrektur....)
Nee, mit anderen Möglich keiten schwanger zu werden haben wir uns noch nicht beschäftigt.Apropos beschäftigt, mein Mann hat mitbekommen dass ich hier im Forum mit der ein oder andren tippe und er macht sich allgemein Sorgen, dass so viele Betrüger im Netz rumhängen, aber ich habe irgendwie vertrauen( obwohl ich absolut der ängstliche Typ bin) , dass sich hier niemand die Mühe macht zu " betrügen" oder sich so viel Zeit nimmt Märchen zu erzählen etc.
weisst du wie ich meine?? Evtl würde dein Gatte genauso denken??
Naja und wie du auch sagtest man beschäftigt sich hier sooo viel mit dem Thema.Deswegen macht er sich eben auch Gedanken.
Ich wohne ca 30 km von Duesseldorf entfernt! hey Du kommst auch aus Nrw, in der Nähe von Koeln?
So, das wärs für jetzt falls ich heut nich doch nochmal hier bin denke ich gucke ich morgen wieder rein
Bis dahin schönen Feierabend
Lieben Gruss
Daisy