Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Nicole

Hallo zusammen,

nun wollte ich mal von meiner OP im Humboldt-Klinikum in Berlin berichten.
Leider lief es nicht so toll, wie Prof. Ebert und ich uns es erhofft hatten.
Aber im vorwege wird man ja über alle Eventualitäten solch einer OP genauenstens informiert.

Also, schon bei der Rectal-Sonographie erkannte man, das die Endo am Enddarm hing und sich dort schon in die Darmmuskulatur eingebettet hat. Was bedeutete das dieses Stück Darm entfernt werden muss.Dem willigte ich natürlich ein, weil genau diese Endo mich am meissten gequält hat.Dann bin ich noch ins MRT gekommen um eventuell noch andere Herde zu sehen.
Am 7.2. bin ich dann operiert worden, 6 Stunden hat die OP gedauert. Aufgewacht bin ich dann auf der OP-Intensiv, wegen des Darmes musste ich unter ständiger Kontrolle sein.
Am Tag darauf wurde dann leider Gottes in einer Drainage Stuhl gefunden, was bedeutete das eine 2te OP vor mir stand, die wieder 3,5 Stunden dauerte.Die Naht am Darm ist wieder aufgegangen und wurde bei der 2ten OP dann gestapelt. Aufgewacht bin dann wieder auf der OP-Intensiv, auf der ich dann bis Sonntag lag. Sonntagabend kam ich dann gl+cklicherweise wieder auf die normale Station. So eine Intensiv hat ja doch immer ein wenig Bahnhofsflair :) ... Anfangs durfte ich dann nur Flüssignahrung zu mir nehmen, um den Darm möglichst zu entlasten. Was dann zur Folge hatte, das ich während des Aufenthaltes 5 kg abgenommen habe, was ja nicht das schlechteste ist :)
Am 22ten durfte ich dann endlich wieder aus dem KH raus.
Morgen muss ich mich im KH melden, zur Nachuntersuchung. Meine Leukos waren noch erhöt, das wollen die noch im Auge behalten.

Trotz der Komplikationen kann ich das Humboldt-Klinikum in Berlin jedem empfehlen.
Prof. Ebert ist ein toller Arzt, der sehr sehr menschlich geblieben ist. Als ich auf der Intensiv lag, kam er 2mal am Tag um nach mir zu sehen, was sicher nicht jeder Arzt machen würde.

Klar habe ich noch schmerzen, meine ganze Bauchdecke ist noch etwas druckempfindlich.
Aber das ist nach so einer Sache sicher auch normal.

So, das reicht vorerst... :)
Wer noch fragen hat, immer zu... Ich versuche es zu beantworten

Liebste Grüße
Eure Nicole



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Hella2

Liebe Nicole,
daß die Naht gerissen war und Du weiter auf Intensiv bleiben mußtest, tut mir wirklich leid für Dich. Mir wurde auch ein Stück Darm entfernt aber ich brauchte nur 2 Tage auf Intensiv bleiben, es hat bei mir alles ganz gut geheilt. Warst Du ansonsten auf Station 18? Da wird man doch auch sehr gut umsorgt!
Gute Besserung und daß Dein Darm jetzt keine Spirenzchen mehr macht!
Hella



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Nicole

Hallo Hella2,

natürlich lag ich auf der Station 18 :)
Und ich glaube, daß es nichts besseres gibt, als diese Station.
Die Heilungschancen sind doch sehr groß dort...

Gruß
Nicole



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Britta

Hallo Nicole,

ich hatte dieselbe OP im Okt. letztes Jahr auch bei Prof.Ebert. Meine hat acht Std. gedauert - zum Glück hat die Naht gehalten.. Puh.. Da hast Du ja auch gut was mitgemacht. Mir hat das so schon gereicht. Ich war auch froh als ich wieder auf Station 18 war.

Fährst Du noch zur Reha nach Bad Salzuflen ?

Gruß Britta



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Nicole

Hallo Britta,

Prof. Ebert hat auch mitgelitten, als es hieß das die Naht nicht gehalten hat.

Die Reha ist beantragt.
Nur bin ich bei der LVA und da kann ich keinen Wunsch äußern wo es hingehen soll. Wenn ich nicht hier im Norden bleibe, lehne ich die Reha ab.
Nochmal 3 Wochen Trennung, stehe ich nach der Sache nicht durch.
Meine Nerven liegen so noch blank genug...

Gruß
Nicole



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Britta

Hallo Nicole,

wo kommst Du denn her ? Hm, komisch. Eigentlich klappt das immer ganz gut, wenn der Prof.Ebert Dich nach Bad Salzuflen empfiehlt..
Ich kann es Dir auch nur wärmstens an Herz legen, dort hinzufahren. Die haben ein spezielles Endo-Programm. Supersuperklasse.
Dein Mann/Freund kann dich dort auch besuchen. Du hättest Einzelzimmer und kannst Deinen Besuch bei Dir im Zimmer unterbringen.
Ich habe die Reha auch nicht als so wichtig empfunden, als ich dann dort war, war ich doch froh. Die Erholung hast du so zu hause nicht.
Überleg es Dir doch nochmal.

Gruß Britta



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Hella2

Hallo Nicole und Britta,
bei mir als gesetzlich Versicherte klappte das mit der AHB reibungslos. Von Prof. Ebert wurden mir als auf Endometriose spezialisiserte Einrichtungen Bad Schmiedeberg und Bad Salzuflen genannt. Weiter brauchte er nicht zu intervenieren. Ich wurde dann über den Sozialmedizinischen Dienst im Humboldt Klinikum in Bad Salzuflen angemeldet. Entschieden hatte ich mich für Bad Salzuflen nur, weil ich mir dort mehr Besuch von meiner Familie im Wessiland erhoffen durfte.
Mein Mann hat mich auch besucht und da wurde ein zweites Bett bei mir im Zimmer aufgestellt. Die Übernachtung und 3 Mahlzeiten haben 40,00 EUR gekostet.
Das Telefonieren dort ist sehr teuer, für Anrufer wie auch für Anrufende. Im Internet surfen kosten 1,00 EUR pro 20 Minuten, soweit ich mich erinnere.

Insgesamt haben mir die 4 Wochen AHB sehr gut auf die Beine geholfen. Allerdings habe ich einen Austausch mit anderen Endometriosepatientinnen vermißt. Die erste Endometrioseinforunde gab es erst 1 Woche nach meiner Ankunft. Und ehrlich gesagt, haben mir diese Informationsrunden nicht so viel gebracht. Alles was ich dort gehört hatte, kann ich auch nachlesen. In Sachen Kinderwunsch gab es kein Angebot.

Beim nächsten Mal würde ich nach Bad Schmiedeberg gehen.
Schöne Grüße
Hella



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Nicole

@Britta,
ich komme aus Berlin.
Und genau deswegen will ich nicht runter in den Süden, weil ich dort keinen Besuch meiner Familie erwarten kann. Da der Rest meiner Familie in Hamburg lebt, waren die 2,5 Wochen KH hart genug, weil mich dort schon niemand besuchen konnte.

@Hella2,
da brauche ich nicht mehr viel zu sagen :)

Mir ist meine Familie eben sehr wichtig und ich für meinen Teil weiss, dass ich besser genese, wenn ich Sie um mich habe. Das mag "kindisch" klingen, aber nach der Strapatze im KH brauche ich Sie noch mehr...

Gruß
Nicole



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Hella2

Huhu Nicole,
noch ne kleene Info:
ich bin auch aus Berlin, mein Mann hätte mich in Bad Schmiedeberg öfter besuchen können (ca. 2 Stunden Fahrt mit dem ICE). Meine restliche große Familie wohnt in Norddeutschland (Münster, Hildesheim). Bad Salzuflen liegt auch in Norddeutschland. Für die Fahrt von Berlin nach Bad Salzuflen mit dem Zug habe ich ca. 4 Stunden gebraucht.
Ich habe mittlerweile Prospekte aus Bad Schmiedeberg gesehen. Da sieht es auch alles wesentlich moderner aus. Bad Salzuflen hat da eher den 70ger Jahre Style.
Mußtest Du nicht beim Sozialmedizinischen Dienst angeben, wo Du hinmöchtest? Bei mir war das so und auch wirklich ganz unkompliziert. Die AHB muß doch auch binnen einem Zeitraum von 2 Wochen o.ä. angetreten werden, um als solche zu gelten?
Grüße
Hella



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Nicole

Hi Hella2,

ja das ist richtig... 2 Wochen nach Entlassung muss ich die REHA antreten.
Da ich aber bei der LVA bin ist das alles etwas anders.
Dort kann man keine Wünsche äußern, wie z.B. bei der BFA.
Die LVA schickt einen dort hin, wo gerade noch platz ist.
Natürlich in die richtigen Einrichtungen, aber eben nicht nur 200 Km von zuhause weg, wie es die BFA macht.

Gruß
Nicole



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Hella2

Hallo Nicole,

Also:
LVA und BFA wurden zusammengelegt. Die LVA war die Landesversicherungsanstalt der gesetzlichen Rentenversicherung für Arbeiter. Die BfA war das Pendant dazu für Angestellte. Angestellte und Arbeiter gelten jetzt arbeitsrechtlich als Arbeitnehmer und.
LVA und BFA sind in der Deutschen Rentenversicherung BUND zusammen vereint ;-)
Det janze läuft also über diese Einrichtung und es sollten da eigentlich keene Unterschiede gemacht werden.
Wer hat Dir denn diese Info gegeben? Der Sozialmedizinische Dienst im Humboldt Klinikum??
Und daß die einen dahin schicken, wo gerade Platz ist, kann ja auch nicht so ganz hinhauen. Du mußt ja schon in einer Einrichtung landen, die auch auf Dein Krankheitsbild ausgerichtet ist. Zur Entferung ... die Rentenversicherung zahlt auch die An- und Abreise zur AHB. Also je weiter die Einrichtung entfernt ist, desto teurer kommt das für die Versicherung.

Wie lange bist Du denn jetzt Zuhause? Müßte nicht schon längst alles unter Dach und Fach sein? Bei mir ging das alles so reibungslos.
Viele Grüße erstmal aus Berlin nach Berlin
Hella



Re: Meine OP im Humboldt-Klinikum-Berlin
Britta

Hallo Hella2,

da scheinst Du in Bad Salzuflen wohl etwas Pech gehabt zu haben. Ich bin Ende letzten Jahres mit einer kleinen Gruppe Endo-Frauen dort gewesen. Wir waren eigentlich alle sehr zufrieden dort. Sowohl der Austausch als auch die Gruppen fand ich echt klasse. Ich wusste zwar auch schon sehr viel über die Endo, fands aber sehr angenehm von Fr. Dr. Nierhuus nochmal alles genau erklärt zu bekommen. Bezügl. Kinderwunsch gab es auch einen Gesprächskreis. ..

Hallo Nicole,

wenn Du Familie in Hamburg hast, bietet sich Bad Salzuflen förmlich an. Von da aus kann Dich Deine Familie doch an den Wochenende problemlos besuchen kommen..
Ich kann allerdings auch verstehen, wenn Du jetzt sagst Du möchtest eigentlich lieber zu hause bleiben.

Gruß Britta