An alle Mama´s, die Endo haben: Wie erging es euch nach der Schwangerschaft und wie meistert ihr den Alltag?
Nadja

Hallo,

 

mich würde mal interessieren, wie es den Mama´s mit Endo nach der Schwangerschaft erging...

Kehrten die Endobeschwerden zurück, wenn ja, wie schnell/ heftig? Wie geht ihr damit um, könnt ihr den Alltag mit Kind/ Schmerzattacken meistern? Ich habe mal gelesen, dass es vielen Müttern nach der Schwangerschaft bez. der Endobeschwerden viel schlechter ging als vorher - woran liegt das?

Ich würde einerseits gerne schwanger werden, habe aber Angst, den Alltag mit Schmerzen und Kind nicht in den Griff zu kriegen....neben den Schmerzen kämen dann ja noch erneute Op´s etc.. Das alles erfordert doch nur einen Riesen organisatorischen Aufwand: Wo bringe ich mein Kind (spontan, falls die age wieder schlimm sind oder geplant, wenn ein - längerer KH-Aufenthalt ansteht) unter, wenn´s mir schlecht geht... Die Familie kann nicht immer einspringen, mein MAnn kann auch nicht immer auf der Arbeit fehlen wegen mir... Gibt es Kita´s, die das Kind tageweise nehmen können,wenn´s einem schlecht geht?

Selbst wenn ich ein paar Monate/Jahre nach der Schwangerschaft Ruhe vor der Endo hätte, käme sie ja irgendwann unweigerlich wieder... Die Pille (als "sanfte" Endotherapie) darf ich aus gesundheitl. Gründen nicht nehmen... 

Ich liege jetzt schon regelmäßig flach wegen der Endo, stärkste Schmerzmittel helfen nicht oder hauen mich um, so oder so kann ich mir derzeit nicht vorstellen, dann noch ein Kind zu versorgen....Könnt ihr das verstehen?

Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen!   Ich mache mir echt Gedanken, wie das klappen könnte...

 

Grüße, Nadja 



Hallo Nadja
Tess

Ich bin zwar noch keine Mama, möchte dir aber auch gern was dazu schreiben.

Mich plagen die selben Gedanken wie dich. Vor 4 Wochen wurde bei mir die Endo entfernt und mir gesagt, ich solle so schnell wie möglich versuchen schwanger zu werden. Das ganze ist ja gar nicht so einfach, weil ich ja erst 18 bin.

Aber nicht nur wegen meinem Alter, eben auch wegen den Schmerzen mache ich mir so meine Gedanken.

Wäre auch froh, wenn jemand der sich damit auskennt, mal antwortet.

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo, VOR meiner
Berni

Hallo,

VOR meiner Schwangerschaft hatte ich 2 Bauchspiegelungen wegen Endo und ich bin auch nur durch Künstliche Befruchtung schwanger geworden.

Durch viele Jahre mit Hormonen war ich richtig aufgedunsen und kannte auch keinen Zyklus ohne heftige Schmerzen.

Irgendwann hatte ich dann mal 6 Monate Zoladex und danach die 3-MOnatsspritze und darum überhaupt keinen echten Zyklus mehr.

Nach der Geburt meines Sohnes wurde ich ohne eigenes Zutun plötzlich schlank, weil die ganzen zugeführten Hormone aus meinem Körper rausgingen. Ich hatte auch plötzlich einen Bilderbuchzyklus. Alle 28 Tage meine Periode und schmerzlich auszuhalten.

1 knappes Jahr lang ging das gut.

Dann wurde es heftiger als je zuvor und ich ließ mich 14 Monate nach Geburt von einem Profi (Prof. Possover in Köln) in 3 Stunden operieren. Er hatte zuvor schon mit bloßem Auge die Endo in der Vagina entdeckt und leider konnte er nicht alles entfernen, die Gebärmutter ist zu stark befallen. Sicher der Hauptgrund, warum ich bis heute kein zweites Kind bekam, obwohl wir uns nichts sehnsüchtiger wünschen.

Nach der OP ging es mir nur kurz besser, die Schmerzen wurden eigentlich jeden MOnat heftiger, manchmal hab ich Schmerzen, die erst NACH dem Eisprung endlich aufhören, es blutet bzw schmiert auch bis zum Eisprung und die Peridoe ist nicht mehr ganz so regelmäßig.

Selbst 800 mg Ibuprofen bringen keine wirkliche Schmerzfreiheit.

 

ABER: Die SS und die erste Zeit mit Kind haben eine Beruhigung der Krankheit gebracht. Daher wäre ich die letzte, die einer Endo-Frau abraten würde.

 

 



Hallo Nadja, Hallo Tess,
uli69

Also, ich bin schon Mama, alleinerziehend, meine Tochter ist jetzt 9 Jahre alt und die EM schlägt gerade mal wieder zu und ich warte auf meine OP. Einerseits kann ich verstehen, dass Ihr Euch Sorgen um die "Zukunft" macht, andererseits kann man defakto nicht in die Zukunft schauen. Ärzte, die Dir Tess raten, mit 18 mal eben schnell schwanger zu werden, leben nicht in dieser Welt und kennen sich, so ist es zumindest mein Eindruck, mit der EM nicht richtig aus. Sicher ist es schwierig, je nach Befund, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, aber für den Fall gibt es auch auf EM spezialisierte Reproduktionsmediziner. Wichtig ist, ihr müsst in die richtigen Hände kommen und Euch selber den Druck nehmen. Wenn der Kopf so damit zu ist, werden die Chancen nicht gerade besser.

Meine Tochter ist mir das Allerwichtigste, hat in jungen Jahren schon akzeptieren müssen, dass Mama häufiger im Krankenhaus ist und muss inzwischen bei Oma+Opa, oder dem Papa untergebracht werden. Kinder lernen genauso wie wir damit umzugehen, auch wenn es die kleinen Würmer manchmal arg trifft und sie sich hilflos fühlen, wenn Mama wieder einen Ausfall hat. Meine kommt jetzt in das Alter, wo wir darüber sprechen können. Sie sagt aktuell auch "Mama, wenn Du da so liegst fühle ich mich hilflos" Ich stärke ihr dann den Rücken und sage "Ich brauch nur meine Tropfen sowie ein 30 Minuten-Päuschen und freue mich, wenn Du aus der Schule kommst. Den Rest schaffen wir schon gemeinsam." Derzeit habe ich natürlich erhebliche Schuldgefühle, wenn meine Batterien auf 0 sind und ich ihr nicht besonders gerecht werden kann, insbesondere wenn es um Freizeitaktivitäten und Sport geht. Freunde und Familie übernehmen teilweise den Part, weil sie nicht mir, sonderen der Kleinen eine Freunde machen möchten. Manchmal hört sich das für mich zwar so etwas nach "Die kann ja wieder nicht" an, aber dass ist mir völlig egal, weil das Umfeld i.d.R. die EM nicht begreifen kann.  Ich denke, auch wenn es immer mal wieder schwer fällt, man muß seinen eigenen Weg finden. Und, ich würde meine Tochter niemals missen wollen.

Auch Ihr würdet in der Situation Wege finden, damit klar zu kommen. Ich hoffe, dass macht Euch ein wenig Mut.

LG Uli



Hallo, lieben Dank für eure
Nadja

Hallo,

lieben Dank für eure ehrlichen Antworten!  

Sicher geht es immer irgendwie weiter und sein Kind möchte man- wenn es denn einmal da ist - auch nicht missen, aber ich möchte ehrlich gesagt nicht Mutter werden in dem Bewußtsein, dass mein Umfeld dann dafür regelmäßig "herhalten" muss, wenn es mir mal schlecht geht... Mich stört der Faktor X dabei: wird die Endo schlimmer/besser/bleibt sie so? Bereue ich es, wenn ich mich gegen ein Kind entscheide, kann ich überhaupt schwanger werden? 

Uli, deine Tochter ist schon 9 JAhre alt, aber wie versorg ich einen Säugling, wenn ich selber nicht mehr kann??

Wenn der Zyklus dann noch unregelmäßig kommt und man seine Tage so gar nicht "abpassen" bzw. andere mit der Versorgung einspannen kann, wie soll das gehen? Bei mir dauern die Schmerzen leider auch länger als ein halbes Stündchen, d.h. ich liege ca. 1,5  - 2 Tage flach...bei dem jetzigen Stand der Endometriose z. Zt. für mich in meiner Situation irgendwie undenkbar und nicht verantwortungsvoll, Nachwuchs zu planen... 

Andererseits könnte ich es irgendwann bitter bereuen, mich gegen Nachwuchs entschieden zu haben...

Ach, ich weiß einfach nicht mehr weiter...

 

Grüße, Nadja 



Mir gehts genauso
Tess

Mir geht es genauso wie dir Nadja!

Ich liege auch immer mind. 2 Tage flach und bin zu nichts zu gebrauchen. Mein Freund muss ja auch arbeiten, ebenso wie meine Mutter, also wie sollte ich das dann hin bekommen?

Das ist echt alles sehr schwierig und ich bin echt verzweifelt.

--

Liebe Grüße, Tess



Habt nicht so eine Angst davor
uli69

Bei mir dauert es 30 Min. bis die Tropfen etwas wirken, damit ich wenigstens hoch komme und der Tag beginnen kann. Und zwar seit über 2 Monaten täglich, denn ich warte derzeit auf meine OP. Ibo wirkt überhaupt nicht, bin bei der Höchstdosis Novalgin, die den Schmerzpegel auch nicht ganz runter kriegen, oder nach 1,5 Stunden keine Wirkung mehr zeigen. Und trotzdem schiebe ich meine Tochter nicht ab, nicht dass hier der falsche Eindruck entsteht. Ich kümmere mich um meine Tochter ausschließlich selber, es sei denn ich bin im Krankenhaus. Vielleicht ist das mit den Freizeitaktivitäten falsch rübergekommen, das kommt höchstens ein mal die Woche vor. Außerdem, nicht zu vergessen, muß ich ja auch unseren Lebensunterhalt verdienen - und das klappt auch. Der Wille alleine zählt und - auch an dauerhalfte Schmerzen gewöhnt man sich. Der Kopf spielt dabei eine ganz gravierende Rolle. Außerdem, Ihr könnt nicht wissen, wie es später aussieht. Vielleicht gehört Ihr zu jenen, die hinterher weniger Probleme haben. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten zur Erleichterung. Steckt nicht schon vorher den Kopf in den Sand, lasst es auf Euch zukommen.

LG Uli



Liebe Nadja,   ich kann mir
sally

Liebe Nadja,

 

ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass du ernsthaft über ein Kind nachdenkst.

Deine geäußerten Gefühle und Bedenken sprechen doch eine eindeutige Sprache. Du möchtest wissen wer für dich einspringt, wenn du krank bist- nun dann möchte ich dir erst einmal antworten : N I E M A N D. Du musst deine eigene Hilfe schon organisieren. Nur frage ich mich, wieso du über ein Kind nachdenkst, wenn du anscheinend überhaupt keine Lebensfreusde mehr hast und über die noch anstehende OP´s, Krankenhausaufenthalte,starke Schmerzmittel verbunden mit absolutem Flachliegen u.s.w. nachdenkst.Zwar räumst du auch ein, dass es ja sein kann , dass du nach der Geburt Monate oder Jahre vielleicht Endopause hättest, aber du bist dir auch sicher, dass die Endo unweigerlich wiederkommt.

Liebe Nadja, ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass in solch einem Klima ein Kind glücklich und behütet aufwachsen könnte. Glaubst du ernsthaft, dass man dir hier im Forum garantieren kann, dass dein Zustand nach einer Schwangerschaft besser wird ? Wer soll das tun. Jeder Mensch ist ein Unikat und wie der Krankheitsverlauf bei anderen Frauen ist, dass kannst du doch nicht für dich auch voraussetzen .

Es gibt sicherlich k e i n e Kitas, die ein Kind nur nehmen wenn es der Mutter schlecht geht.

Aber jedes Kind hat einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz und ist ab einem entsprechenden Alter dort auch gut und für seine Entwicklung fördernd aufgehoben. Wenn das Kind zur Schule geht, gibt es auch die Möglichkeit der Übermittagsbetreuung wo es gut versorgt ist und auch Hausaufgaben erledigen kann.  Müssen Mütter zur Behandlung in ein Krankenhaus, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Haushaltshilfe, die so lange das Kind zu hause betreut, bis der Vater von der Arbeit kommt.

Das sind nur einige Beispiele, wo du im Ernstfall Hilffe bekommst. Was ich nicht verstehen kann: Wieso kann man es der eigenen Familie nicht zumuten, sich um ein Enkelkind-Nichte-Neffe- u.s.w. zu kümmern???????? Das ist doch, was eine Familie ausmacht. Wieso ruft man sofort nach öffentlicher Hilfe ?

ALs Nadja, ich denke du musst erst einmal dein eigenes Gefühlsleben in Ordnung bringen bevor du überhaupt erkennen kannst, was du willst.

Versuche erst einmal ein positives Lebensgefühl zu entwickeln und die Herausforderungen, die eine Krankheit - welche auch immer - an dich stellt, anzunehmen . Wenn du es dann schaffst aufzuhören, dich in stndigen OP´s, Krankenhausaufenthalten und unter stärksten Schmerzmitteln zu sehen, dann solltest du vielleicht noch einmal darüber nachdenken, ob due überhaupt bereit bist, für einen kleinen Menschen Verantwortung zu übernehmen.

 

Noch etwas : Ich weiss wovon ich rede: Habe selber 2 Töchter, Endo Grad vier mit Befall von Darm, Blase GM, Lunge gesamtes Bauchfell u.s.w.



Schön, dass Du so offen bist
uli69

Hallo Sally,

ich kenne diese Forum hier noch nicht und habe versucht es vorsichtig zu formulieren. Du sprichst mir aus der Seele. Habe übrigens auch Grad 4 mit GM-Entfernung und Darmresektion etc.. Trotzdem wir alle "krank" sind, was wir uns nicht ausgesucht haben, muss man sich nicht "krank" fühlen. Wenn ich die Beträge hier im Forum  teilweise lese, hört sich das für mich oft wie "Weltuntergang" an. Das ist es nicht!!! Meine Güte, wir reden hier zwar über heftige Probleme und Schmerzen. Aber die EM ist keine bösartige Erkrankung, es gibt schwerwiegendere Krankheitsbilder. Wir werden davon, wenn wir in guten Händen sind, nicht untergehen! Im Gegenteil, ich mache viele positive Erfahrungen. Habe viele Mädels kennengelernt, die wir uns untereinander guttun etc. ... Wie schon gesagt, der Kopf spielt eine zentrale Rolle.

In diesem Sinne zum Schluss noch ein treffendes Zitat - ich hoffe, es macht Euch allen auch ein wenig Mut.

LG Uli

 

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

Johann Wolfgang von Goethe



Hallo Nadja,   auch ich
winnie14

Hallo Nadja,

 

auch ich habe einen 15 Monate alten Sohn und weiß seit 6 Wochen das ich Endo habe (und diese auch recht stark). Bin auch vor fünf Wochen operiert worden und es geht mir so lala. Ich muss auch für meinen Sohn da sein, die Familie kann nicht immer einspringen, ABER es ist zu meistern. Die Endo ist auch nicht meine einzige Krankheit, ich habe noch eine beidseitige Hüftdysplasie (Fehlformung der Hüfte) und müsste längst operiert werden. Habe da auch oft Schmerzen, aber schaffe den Tag mit dem Kleinen meistens ganz gut. Sicher ist es nicht leicht, aber es ist machbar. Man stellt sich darauf ein. Mach dich wg der Endo nicht so verrückt, es ist kein Grund deshalb kein Kind zu bekommen. Man findet auch immer, wenns gar nicht anders geht, jemand, der einem hilft. Wenns mir mal richtig mies geht, dann nehm ich in der früh Tropfen und bleib ne halbe Stunde länger im Bett und mein Mann fährt etwas später in die Arbeit - dann wirkt meist das Schmerzmittel und man kann einigermaßen gut in den Tag starten. Man darf auch nicht vergessen, dass man mit Kind sehr viel abgelenkt ist - so dass man nicht so sehr in die Versuchung kommt, sich so stark auf die Schmerzen zu konzentrieren. Ich hoff, ich konnte dir ein wenig Mut machen!

 

LG

Dani



Hallo,   oh, da scheint
Nadja

Hallo,

 

oh, da scheint wohl etwas völlig anders rübergekommen zu sein... Sally, wie kannst du beurteilen, ob ich Lebensfreude habe oder ob ich in der Lage wäre, mich um ein Kind zu kümmern? Wie kannst du mir den Zeitpunkt bestimmen, wann ich "reif" für ein Kind wäre, was weißt du dennvon mir? Ein bißchen krass von dir, findest du nicht? Lebensfreude habe ich nämlich reichlich - trotz der Endo und ob mit oder ohne Kind. Ich mach die Endo auch nicht schlimmer, als sie ist, ich weiß,dass es andere, viel schlimmere Krankheiten gibt...Dennoch mache ich mir Gedanken, wie das wohl zu schaffen sein wird... OHNE dass andere für mich einspringen müssen oder ich Hilfe organisieren muss, das habe ich wohl so deutlich formuliert. Ich kann also wirklich nicht verstehen, wie du mir etwas anderes unterstellen kannst...Wie schön für dich, dass du ständig und immer Hilfe aus der FAmilie hast, wenn du sie brauchst.. ICH für meinen Teil muss keine Kinder in die Welt setzen,damit andere sich regelmäßig darum kümmern, ich anderen den Alltag organsiere und verplane mit meinem Kind - eben weil ich selber in der Lage sein will, das zu schaffen. Manchmal hat man auch keine Möglichkeit, jemanden "einzuspannen". Das Endoschmerzen unterschiedlich stark sein können, wirst du wohl wissen... Wenn du den Alltag trotzdem schaffst, freu ich mich für dich.  Ich gehöre leider nicht zu den Frauen, denen Novalgin-Tropfen und ein halbes Stündchen Pause helfen. Das jede hier ihre eigene Geschichte hat, ist mir auch klar, ebenso, dass es bei mir anders laufen kann - weniger/mehr schlimm etc. Aber ich weiß nunmal um die Krankheit und das ist eben die Sache. Außerdem: wozu ist das Forum wohl da? Wohl eben dazu, auch mal andere Meinungen und Erfahrungen zu lesen. Schade, dass du direkt so auf Konfrontation aus bist.

 

Uli, ich hab dich nicht so verstanden, dass du dein Kind "abschiebst", keine Sorge! Ich für meinen Teil möchte es meinem Umfeld eben nicht "zumuten", regelmäßig für mich einspringen zu müssen etc, aber das hat ja weniger mit abschieben zu tun. Das kann ich nun wirklich nicht erwarten...

 

Winnie, danke auch für deine Antwort! Ich finde es gut, dass ihr alle euren Alltag so meistern könnt und hoffe, es bleibt noch lange so.

 

Gruß,Nadja 

 



Deine geäußerten Gefühle
Nadja

Deine geäußerten Gefühle und Bedenken sprechen doch eine eindeutige Sprache. Du möchtest wissen wer für dich einspringt, wenn du krank bist- nun dann möchte ich dir erst einmal antworten : N I E M A N D. Du musst deine eigene Hilfe schon organisieren. Nur frage ich mich, wieso du über ein Kind nachdenkst, wenn du anscheinend überhaupt keine Lebensfreusde mehr hast und über die noch anstehende OP´s, Krankenhausaufenthalte,starke Schmerzmittel verbunden mit absolutem Flachliegen u.s.w. nachdenkst.Zwar räumst du auch ein, dass es ja sein kann , dass du nach der Geburt Monate oder Jahre vielleicht Endopause hättest, aber du bist dir auch sicher, dass die Endo unweigerlich wiederkommt.

P.S. Sally, was haben meine Gedanken damit zu tun, ob mein Kind  Zitat: "in solch einem Klima  glücklich und behütet aufwachsen könnte".???? Schließt die Endo,die Gedanken, die ich derzeit habe, dies etwa aus?????

Glücklich sein und sich behütet fühlen hat wohl eher etwas mit anderen Werten und Vorstellungen zu tun und vor allem damit, ob ich mein Kind liebe!  

Was du auch nicht  verstehen kannst: "Wieso kann man es der eigenen Familie nicht zumuten, sich um ein Enkelkind-Nichte-Neffe- u.s.w. zu kümmern???????? Das ist doch, was eine Familie ausmacht. Wieso ruft man sofort nach öffentlicher Hilfe ?" 

Wie gesagt, hat vielleicht nicht jeder das Glück, eine Familie zu haben, die jederzeit greifbar ist. Schonmal darüber nachgedacht, dass man da schon nach "öffentlicher Hilfe schreien muss"??? 

"ALs Nadja, ich denke du musst erst einmal dein eigenes Gefühlsleben in Ordnung bringen bevor du überhaupt erkennen kannst, was du willst." Ja, genau deswegen hab ich ja auch diese Frage hier hinein gestellt. Es geht weniger darum, WAS ich will, sondern WIE es zu bewerkstelligen ist...

Ich finde es ebenfalls sehr anmaßend von dir, mir zu sagen, dass ich erstmal "versuchen soll, ein positives Lebensgefühl zu entwickeln und die Herausforderungen, die eine Krankheit - welche auch immer - an dich stellt, anzunehmen" . Wie kannst du beurteilen, ob ich allgemein ein postives Lebensgeühl habe und ob ich die "Herausforderungen einer Krankheit" annehmen kann?? Dass ich die Krankheit nicht annehme, nur weil ich mir die o.g. Fragen bez. des Nachwuchses stelle, kannst du wohl kaum behaupten. Es kann ebenso eine Herausforderung, wie du es so schön nennst, sein,  sich mit Kinderlosigkeit abfinden zu müssen, weil man eben keine bekommen kann oder sich aus guten Gründen dagegen entscheidet...Und glaub mir,  "Herausforderungen" in Sachen Krankheit konnte ich schon zur Genüge meistern - sowohl aufgrund Schwierigkeiten im Privatleben als auch im Berufsleben, zig Op´s etc... Aber was weißt du schon davon...

"Wenn du es dann schaffst aufzuhören, dich in stndigen OP´s, Krankenhausaufenthalten und unter stärksten Schmerzmitteln zu sehen, dann solltest du vielleicht noch einmal darüber nachdenken, ob due überhaupt bereit bist, für einen kleinen Menschen Verantwortung zu übernehmen."

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich " sehe" mich nicht in ständigen Ops etc, ich stecke da mitten drin, liebe Sally, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst, weil es dir anders geht.. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Und soll ich die Endo in Zukunft wirklich rosig malen, obwohl sie das nicht ist und die MEISTEN Frauen nach ihrer Schwangerschaft Probleme damit haben?  Das wäre wirklich zu naiv, nicht wahr?

 



hallo nadja,  Das dir meine
sally

hallo nadja,

 Das dir meine Antwort nicht gefällt kann ich unschwer erkennen, aber es ist nun mal meine Meinung und dabei bleibe ich auch.Liebe Nadja, auch mir haben keine Novalgintropfen geholfen sondern nur noch eine Totaloperation, da akutes Nierenversagen bei endo befallenen Harnleitern und eine Bauchfellentzündung mich auf die Intensivstation brachten. Meine geplatzte Blase musste fast eineinhalb Jahre über einen Dauerkatheter funktionenieren, bis man das Loch in der Blase aschließen konnte. Meine Harnleitern waren beide geschient und eine Zeit lang musste ich einen Nierenkatheter tragen. Dazu hatte ich einen Platzbauch der etwa 11 Monate brauchte um sich wieder zu schliessen, da bei der Behandlung der Bauchfellentzündung postoperative Infektionen aufgetreten ware. Erzähle mir bitte nicht wie schlimm Endo sein kann. Wie du mich sonst noch einschätzt stimmt auch nicht, aber das stört mich nicht weiter, wenn ich so rüberkomme- dann ist es ebenso.

Aber auch ich bleibe bei meiner Meinung, und wenn jemand in einem Forum öffentlich eine Frage stellt, dann muß er sich auch schon einmal Antworten durchlesen, die ihm nicht gefallen.

Was das lustige an der ganzen Angelegenheit ist, ist die Tatsache, dass Du mir es aber wirklich heimzahlen willst, ebenso wie du meine Äusserungen empfindest. Schade, dass du nicht kritikfähig bist, dann hättest du mir kurz und schmerzlos gesagt: Denk doch was du willst, ich weiss wie und was ich bin.

Aber lassen wir das.

Ich hoffe, das du mehr Antworten erhälst, mit denen du besser leben kannst und das es dir bald gut geht.

Ich werde mich zu diesem Thema nicht mehr äussern, damit kein Streit vom Zaune bricht.

 

Liebe Grüsse

Sally

 



hallo nadja,  Das dir meine
sally

hallo nadja,

 Das dir meine Antwort nicht gefällt kann ich unschwer erkennen, aber es ist nun mal meine Meinung und dabei bleibe ich auch.Liebe Nadja, auch mir haben keine Novalgintropfen geholfen sondern nur noch eine Totaloperation, da akutes Nierenversagen bei endo befallenen Harnleitern und eine Bauchfellentzündung mich auf die Intensivstation brachten. Meine geplatzte Blase musste fast eineinhalb Jahre über einen Dauerkatheter funktionenieren, bis man das Loch in der Blase aschließen konnte. Meine Harnleitern waren beide geschient und eine Zeit lang musste ich einen Nierenkatheter tragen. Dazu hatte ich einen Platzbauch der etwa 11 Monate brauchte um sich wieder zu schliessen, da bei der Behandlung der Bauchfellentzündung postoperative Infektionen aufgetreten ware. Erzähle mir bitte nicht wie schlimm Endo sein kann. Wie du mich sonst noch einschätzt stimmt auch nicht, aber das stört mich nicht weiter, wenn ich so rüberkomme- dann ist es ebenso.

Aber auch ich bleibe bei meiner Meinung, und wenn jemand in einem Forum öffentlich eine Frage stellt, dann muß er sich auch schon einmal Antworten durchlesen, die ihm nicht gefallen.

Was das lustige an der ganzen Angelegenheit ist, ist die Tatsache, dass Du mir es aber wirklich heimzahlen willst, ebenso wie du meine Äusserungen empfindest. Schade, dass du nicht kritikfähig bist, dann hättest du mir kurz und schmerzlos gesagt: Denk doch was du willst, ich weiss wie und was ich bin.

Aber lassen wir das.

Ich hoffe, das du mehr Antworten erhälst, mit denen du besser leben kannst und das es dir bald gut geht.

Ich werde mich zu diesem Thema nicht mehr äussern, damit kein Streit vom Zaune bricht.

 

Liebe Grüsse

Sally

 



An Nadja
Tess

Hallo Nadja!

 Ich kann dich wirklich am besten verstehen. Ich versuche auch immer das beste aus der Krankheit zu machen, aber leider zieht es mir immer wieder den Boden unter den Füßen weg. Die letzten vier Tage war ich auch wieder durchgehend mit starken Schmerzen im Bett gelegen und wäre beim besten Willen nicht allein klar gekommen.

Jedem geht es eben unterschiedlich mit der Krankheit und uns scheinbar besonders schlecht. Ich denke wir werden das schon irgendwie hin bekommen, oder?!

Wünsch dir alles alles Gute

--

Liebe Grüße, Tess