Mit den Nerven am Ende
Tess

Hallo, tut mir Leid das ich euch mal wieder nerven muss.

Mir geht es ja körperlich schon beschissen genug durch die Endo, aber nachdem ich am Di einen Tag zuhause war, weil die Schmerzen trotz Tabletten unerträglich waren, redet jetzt neuerdings mein Vater nicht mehr mit mir. Ich bin ja erst 18 und hatte bisher eigentlich ein ganz gutes Verhältnis zu meinem Dad, obwohl er sich von meiner Mutter getrennt hat. Seine "Neue" hat aber schon von Anfang an zu ihm gemeint, ich würde mich nur anstellen und hätte keine Lust zu Arbeiten. Echt hart! IHr Kommentar gestern dazu war: Dein Vater wurde auch an der bandscheibe operiert und muss arbeiten und ich solle mich nicht so anstellen und ein hartz 4 fall werden.

Entschuldigung, aber mein Dad wurde vor 9 Jahren operiert und hat mit Sicherheit nicht solche Schmerzen wie ich oder ihr. Schließlich ist ein Bandscheibenvorfall heilbar und Endo nicht. Warum versteht die Krankheit denn keiner?????

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo Tess, Oh Gott, als
Scarlett

Hallo Tess,

Oh Gott, als wenn die Diagnose Endo schon nicht schlimm genug wäre, jetzt das noch. Das tut mir leid für dich. Das Unverständnis der anderen kenne ich auch, keiner weiß was das ist und alle denken, wird schon nicht so schlimm sein, die soll sich mal nicht so anstellen. Bei mir war es auch so arg, das mein Kreislauf vor Schmerzen schlapp gemacht hat, und das heißt schon was. Es sind Schmerzen die kann man nicht mit anderen Dingen vergleichen, sicher ein Bandscheibenvorfall ist auch nicht schön und schmerzhaft aber nicht vergleichbar.

Laß dich nicht runter ziehen, versuche deinen Vater allein zu sprechen und kläre das mit ihm. Ich denke das wäre besser, und dann kann er dich versuchen zu verstehen. Und das wird er, er ist ja dein Dad. Ich weiß das es eine große seelische Belastung sein kann, aber schieb es nicht auf die lange Bank, du machst dich sonst noch verrückter, kläre das mit ihm allein.

Ich wünsche dir viel Kraft!

Liebe Grüße Manuela

 



Hi tess, ich bin hier gerade
viktoria

Hi tess, ich bin hier gerade auf  der Arbeit und habe deine Mail gelesen! Das ist mal echt hart, aber ich musste auch immer wieder feststellen, dass viele außenstehenden Personen mit diesem Thema nicht anfangen können!  Keiner außer uns kann diese schmerzen nacheimpfinden!

Ich habe auch sehr oft keine Kraft in die Arbeit zu gehen und aus dem Grund verstehe ich dich sehr gut! und zu meiner Ausbildungszeit war es noch schlimmer. Ich wurde fast von meiner Firma gekündigt, weil ich ANGEBLICH ein Simulant bin, auch als ich im Krankenhaus lag!!! Also ich versteh dich total! Halt den Kopf hoch.....  LG und auch dir einen schönen, schmerzfreien Tag! Viki



Danke euch zwei für die
Tess

Danke euch zwei für die aufmunternden Worte! Ich versuche mich nicht so verrückt zu machen und nochmal mit ihm zu sprechen!

Danke!

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo Tess,
Jessy

Ach Tessilein ;-),

ich verfolge deine Geschichte aufmerksam in diesem Forum, da du doch noch so jung bist und es nicht verdient hast, diese Krankheit samt die dazugehörigen Probleme zu haben.

Als ich 18 Jahre alt war, stand ich in der "Blüte meines Lebens" und konnte das Leben genießen. Eine Krankheit war damals undenkbar für mich. Gut, heute mit 32 bin ich zwar auch noch nicht alt, habe aber meine "wilde Zeit" hinter mir.

Leider ist es wirklich so, daß niemand unsere Krankheit versteht, da sie keiner kennt. Bandscheibenvorfall, wie dein Vater es hat, ist nun mal eine Volkskrankheit und kennt jeder. Aber mit der Endo werden wir immer wie "Stiefkinder" behandelt. Wir Endo-Patientinnen sind nun mal da, haben halt eine Krankheit, aber bitte nicht damit nerven, kennt ja eh keiner. So.

Ich habe das Gefühl (so wie du schreibst), daß die "Neue" deines Vaters versucht, deinen Papa zu beeinflussen. Was ihr ja scheinbar ganz gut gelungen ist, wenn er nicht mehr mit dir redet. Sicher, meine Familie weiß manchmal auch nicht, wie sie mit meiner Krankheit umgehen soll, aber ignoriert werde ich deswegen nicht. Ich würde dir einfach vorschlagen, daß du mit deinem Vater einmal in einem ruhigen Moment darüber sprichst. Hat er überhaupt eine Ahnung von der Endo? Versuche ihm in Details deine Beschwerden zu schildern. Obwohl........................, er ist ein Mann, ob er es dann verstehen wird? Aber versuch es auf jeden Fall. Vielleicht sprichst du auch mal mit Papa´s "Neuen". Sie müsste es eigentlich verstehen, sie ist eine Frau.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Leute aufgeklärt werden müssen, um zu verstehen was Sache ist. Ein Versuch ist es allemal wert.

Aber eines ist ganz klar, keiner kann Schmerzen nachempfinden, wenn er sie nicht selbst erlebt hat.

Liebe Grüße, Jessy.  



Hallo Jessy! Das stimmt, es
Tess

Hallo Jessy!

Das stimmt, es ist wirklich nicht leicht. Und Außenstehende können nur schwer damit umgehen. Meine Mama liest aber auch die Bücher die ich mir gekauft habe, geht mit mir zum Arzt usw. Mein Freund genauso, er versteht es zwar oft nicht so gut, weil es so kompliziert geschrieben ist, aber es weiß wie es mir geht. Mein Dad dagegen akzeptiert das nicht. Vor allem weil unser hausarzt (bei dem ich mal war) ihm immer wieder bestätigt, dass die Endo "weg" sei, wenn man operiert wurde und das Schmerzen sowieso nur während der Periode da wären, und da ich die Pille nehme, wäre ich laut ihm absolut schmerzfrei. Wieso bekommen solche Ärtze ihren Doktortitel? Ich habe ihm mal gesagt, er soll seine nicht der Wahrheit entsprechenden Kommentare lassen und sich lieber mal richtig darüber informieren, wenn er schon mitreden will. Danach habe ich den hausarzt gewechselt. Sowas ist doch echt bescheuert!

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo Silvia! Da gebe ich
Tess

Hallo Silvia!

Da gebe ich dir vollkommen Recht! das ist so ungerecht. Die müssten erstmal selbst diese Schmerzen aushalten, damit sie wissen wie es ist.

Mein Frauenarzt schreibt mich zwar schon krank, wenn es wirklich nicht geht, mein Hausarzt dagegen nicht, weil er genauso wie deiner sagt, wenn man operiert ist, ist das weg. Und wenn man seine Tage nicht hat, hat man sowieso keine Schmerzen. Haha..schön wärs! Ich finde sowas eine Frechheit. Meine Krankenkasse hat mich auch neulich angerufen und sich total aufgeregt. Sie hatten mit meinem Hausarzt gesprochen (von dem sie aber gar keine Krankmeldung hatten) und der meinte, ich könne jederzeit arbeiten. Dann hab ich gesagt, wenn sie was wissen wollen, sollen sie den Arzt anrufen, der die AU auch ausgestellt hat, nämlich mein Frauenarzt. Und seitdem war dann Ruhe. Die wollten wissen, was ich denn genau für Beschwerden habe, das ich nicht arbeiten kann und bla bla bla. Da darf man dann so nem Theoretiker, der davon gar keine Ahnung hat seine Leidensgeschichte erzählen, und er kommt dann mit Argumenten wie "Man kann auch mit Wechseljahrstherapie arbeiten, andere Frauen sind schließlich auch in den Wechseljahren". Am liebsten hätte ich gesagt "Ja du A***, aber die sind "normal" und langsam da rein gekommen und nicht von heute auf morgen künstlich. Das ist wirklich zum verrückt werden.

--

Liebe Grüße, Tess



tess
gabi

Ich kenne das nur zu gut von meinem Vater die neue meint das selbe von mir ich hätte ja nichts!!!!!!!!!!!!! Wir haben uns so gestritten das wir seit 7 Jahren kein Kontakt mehr haben. Ich rate dir setz dich mit deinem Vater alleine hin und zeige ihm vorm Computer Seiten über Endo er wird dich sicher dann verstehen und mit seiner Freundin reden laß dir das bitte nicht gefallen und dich mit deinem Vater auseinander bringen du hast nur einen. Die meisten verstehen nichts von dieser Krankheit weil man ja nichts sieht wir zb Arm Beinbruch usw  laso kann man ja nicht krank sein und schon gar nicht wenns einem erst gut geht und 2 min später hat man dolle Schmerzen das man nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Vor allem rede mit deinen Kolegen und Chef darüber damit die Bescheid wissen warum du öfters mal fehlst

Wünsche dir viel Kraft LG Gabi 



Hallo Ihr Lieben,
Jessy

ich habe mit meinen Ärzten eigentlich soweit Glück, was die Endo anbelangt. Mein Hausarzt kennt sich damit gut aus. Von ihm bekomme ich auch meine Pille und Schmerzmittel verschrieben und auch meine Krankmeldungen. Selbst mein Hautarzt kennt Endo und meinte neulich mal, daß ich damit ganz schön gestraft bin. (Endlich mal jemand, der das erkannt hat). Ich muß 2 mal im Jahr zur Kontrolle zu meinem Hautarzt und er erkundigt sich jedesmal bei mir, wie es mir und meiner Endo geht.

Mein Frauenarzt drückt mir jedesmal eine Einweisung für´s Krankenhaus in die Hand, wenn ich wieder mit Schmerzen bei ihm sitze. Toll. Letztendlich kümmern tut sich keiner so richtig.

Überrascht hat mich allerdings meine Kollegin vor einigen Monaten. Ich habe mit ihr besprochen, wann es wohl am günstigsten ist, von der Arbeit her, ins KH zu gehen. Natürlich hat sie nachgefragt, was ich habe. Ohne das ich antworten konnte sagte sie gleich: Hast du etwas auch diese Krankheit, wo sich Gebärmutterschleimhautteilchen im Körper verteilen??? Ich war entsetzt (im positiven Sinne) und froh zur gleichen Zeit. Aufgrund ihr (wenn auch geringes) Wissen über die Endo ersparte sie mir damit lange Erklärungen und Rechtfertigungen. Ich war sooo froh. Sie versteht es auch total, wenn ich mal Tage habe, wo ich nicht arbeiten kann. Jedesmal wenn wir telefonieren (sie arbeitet Morgens und ich Nachmittags, darum sehen wir uns fast nie) fragt sie, wie es mir geht. Sie fragt öfters nach meinem Befinden als meine Familie und Freunde.

Ich denke, wir werden noch so einige Male in unserem Leben uns erklären müssen. Das ist wirklich schade. Aber solange die Endo nicht mehr in den Medien und in der Presse vertreten ist, wird das auch so bleiben. Wir werden halt weiterhin als Simulantinnen angesehen, die sich nur zimperlich anstellen, wenn sie mal wieder ihre Tage bekommen.Cry 

Liebe Grüße, Jessy.



Hallo Gabi! Ich gebe dir
Tess

Hallo Gabi!

Ich gebe dir vollkommen Recht, ich werde versuchen, mit meinem Vater alleine zu sprechen. Auf der arbeit ist es etwas schwieriger, weil ich in einer Firma mit 57.000 Beschäftigten arbeite und da kann man nicht allen davon erzählen. Meine nähesten Kollegen wissen ungefähr bescheid und verstehen das auch. Heute z. B. hab ich schon auf dem Weg zur arbeit 2 Tabletten gebraucht und bin jetzt total neben der Spur. Hoffe das ich bis nachmittag durchhalte!

--

Liebe Grüße, Tess



Da hast du so Recht JEssy!
Tess

Da hast du so Recht JEssy! Ich finde es gut, dass deine Kollegin sich damit ein bisschen auskennt. Bei mir tut das niemand. Meine Freundinnen mit denen ich vor der Endo immer was zu tun hatte, meldeten sich nach einer Zeit kaum noch, echt traurig sowas. Man merkt dann wirklich, wer seine wahren freunde sind.

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo Tess,
Jessy

Hallo Tess,

ich bin auch gerade dabei, meine beste Freundin zu verlieren.Cry   Ich kenne sie seit meinem 15. Lebensjahr und haben viele lustige aber auch traurige Zeiten durchgemacht. Ich war immer für sie da, wenn sie Sorgen und Probleme hatte. Sie war vor 3 Jahren im KH, weil sie kurz vor einem Herzinfarkt stand. Daraufhin habe ich mich um ihre kleinen Kinder und ihren Haushalt gekümmert. 4 Wochen lang. Ich habe es gerne getan, da sie nun mal meine beste Freundin ist (war) und es war für mich eine Selbstverständlichkeit, sie zu unterstützen.  

Aber leider sieht es so aus, daß diese Selbstverständlichkeit nur von meiner Seite her kommt. Als ich neulich mit ihr telefonierte, habe ich in unserem Gespräch 3 mal! erwähnt, daß ich mir einen Termin im KH für meine nächste BS geholt habe. Sie hat nicht einmal gefragt, wann dieser Termin ist. Aus als ich von meinem ambulanten Termin in der Endosprechstunde erzählen wollte, hat sie ganz schnell das Thema gewechselt.

Ich bin so traurig und enttäuscht von ihr, denn schließlich habe ich mir mehr als einmal den "Popo für sie aufgerissen".

Das Problem ist halt, daß ihre Kinder meine Patenkinder sind. Von daher will ich den Kontakt nicht abbrechen lassen, da die Kinder meinen Mann und mich über alles lieben und sich immer wahnsinnig freuen, wenn wir vorbeikommen. Denn schließlich können die Kinder ja nichts dafür, wenn die Erwachsenen so "panne" sind.

Ach, ich weiß auch noch nicht, wie das alles weitergehen soll. Aber du hast Recht, Tess. Wahre Freundschaft erkennt man wirklich erst in Extremsituationen. Ich kann bei uns leider keine Freundschaft mehr erkennen.

Liebe Grüße, Jessy.



Hallo Jessy! Das ist ja echt
Tess

Hallo Jessy!

Das ist ja echt schade mit deiner Freundin! Genauso ist es bei mir aber auch. Meine ehemalige beste freundin und ich haben sehr viel Zeit miteinander verbracht, praktisch jeden Tag stundenlang. Und ich war auch immer für sie da. Sie meldet sich NUR, wenn sie mal einen Rat braucht, nach mir wird gar nicht gefragt.

Neulich rufte sie bei mir an und erzählte eine geschlagene Stunde über ihren Freund oder auch Exfreund, wie auch immer. Ich habe zugehört und nichts weiter gesagt. Habe dann erzählt, das ich 3 Tage später ins KH muss zur OP. Da bekam ich schon gar keine Antwort mehr und seitdem hat sie sich noch kein einziges Mal gemeldet. Sowas kann man wirklich nicht gebrauchen. Mein Freund is der einzige, der IMMER für mich da ist. Früher waren wir oft mit seinen Kumpels unterwegs, was momentan natürlich nicht mehr jedes Wochenende geht und sie maulen dann auch ständig rum. Aber er gibt da gar nichts drauf, sagt nur, es geht eben nicht und fertig. Wenn freundinnen doch nur auch mal so verständnisvoll wären....

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo ihr beiden, sowas
alibaba26

Hallo ihr beiden,

sowas kenne ich nur zu gut....Ich habe zu meiner Trauzeugin den Kontakt abgebrochen, weil das auch so eine einseitige belastende 'Freundschaft' war, obwohl wir uns 16 Jahre kannten und viel miteinander durchgemacht hatten. Ich bin der Meinung, dass man seine Energie nicht für sowas verschwenden sollte....Tut weh, aber dann gehts einem besser....

Alles Liebe

Iris



hallo an alle!
Christin86

ich habe das ganze Gespräch mitverfolgt und freue mich irgendwie, dass es Leute gibt, die wirklich mitfühlen können, wie beschissen es einem mit Endo gehen kann...  (also ich freue mich natürlich nicht, dass ihr Endo habt... nicht falsch verstehen)

ich hab nämlich auch schon genug negative Erfahrungen mit meiner Umwelt gesammelt... zum Beispiel habe ich im Dezember entgültig meinen Ex-Freund verlassen, da ich mir vier Jahre lang anhören durfte, ich soll mich nicht so anstellen und ich will ja nur Aufmerksamkeit... ich wurde operiert und damit is gut...

bei mir ist Endo mit 17Jahren diagnostiziert worden. Eigentlich wurde ich, mit Verdacht auf ein Tumorgeschwür, von meinem Frauenarzt in die Klinik überwiesen... Da war ich natürlich erstmal froh, dass es "nur" eine Schokoladenzyste war, die durch Endo entstanden ist...  Zu dem Zeitpunkt war ich schon mit meinem Ex zusammen, der mich in der Woche Aufenthalt nur einmal besucht hat, und das auch nur weil er von einer Bekannten dazu gezwungen wurde... (Es hätte da schon klick machen müssen, aber naja... Rosarote Brille...) Ich habe leider vier Jahre gebraucht um zu merken, dass er überhaupt nicht auf meine Endo eingeht, und dies auch nie tun wird! Für Ihn war ich scheinbar nur ne günstige Möglichkeit, ab und zu mal Druck abzulassen und bei seinen "Jungs" anzugeben...  In den letzten zwei Jahren bekam ich zu den starken Unterleibsschmerzen dann auch noch Schmerzen beim Sex (kennt ihr vieleicht auch), demnach hab ich mein Sexualleben ziemlich runter schrauben müssen... naja, und anstelle mir irgendwie zur Seite zu stehen und zu versuchen zusammen eine Lösung zu finden, hatte der Herr nix besseres zu tun, als mir seinem besten Freund ab und an (2-4mal im Monat) in einen Puff zu gehen...   Ich glaub ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als er mir das nach der Trennung (als kleine Rache) auf die Nase gebunden hat...   Aber mittlerweile ist mir das völlig egal geworden, habe einen neuen Partner gefunden! Und der versteht meine Probleme! Als ich ihm gesagt hab was los ist, hat er mich (wie alle anderen auch) erstmal gefragt was das ist und ziemlich ungläubig geschaut... nachdem er sich im Internet belesen hat, hat er mich in den Arm genommen und gesagt; wir schaffen das schon zusammen, ich helfe dir so gut ich kann!

mein eigentliches Problem kommt aber eigentlich jetzt erst;

bei meinem Aufenthalt im Krankenhaus (s.o.) wurden mir ja die Schokoladenzyste und einige Endo-Herde entfernt, ich habe aber nach der OP gesagt bekommen, wenn ich Kinder wolle, müsse ich mich ranhalten, denn bei meinem Endo-Stadium (das ich zu der Zeit hatte) könnte man ziemlich genau sagen, dass ich mit spätestens 25Jahren unfruchtbar sein werde...  dieses "spätestens" ist allerdings ein sehr dehnbarer Begriff... ich bin jetzt 21, was heißt das jetzt für mich??? ich merke bei meinem Partner einfach, das er der Richtige ist und ich mit ihm zusammen alt werden will und er sieht das genauso... von der bevorstehenden Unfruchtbarkeit weiß er auch, aber wir wollen beide ein Kind... jetzt drängelt er natürlich, dass ich mich untersuchen lassen soll (in Kiel ist eine Endometriose-Klinik), um sicher zu gehen, dass unsere Familienplanung irgendwann in den nächsten 1-2Jahren umsetzbar ist...l

und das ist mein problem: ICH HABE ANGST!!!

was ist denn nun, wenn es bereits zu spät ist??? was mache ich dann???  ich kann da bestimmt nicht mit umgehen, nie eigene Kinder haben zu können...  Ich will das irgendwie garnicht wissen, glaub ich...  Ist doch besser, wenn man solche Diagnosen einfach nicht kennt, dann hat man auch nix, womit man sich verrückt machen kann, oder?  Andererseits interessiert mich schon irgendwie, was da in mir im Moment so los ist...

Ich weiß nicht, was ich machen/wie ich handeln soll... hat vieleicht eine von euch etwas ähnliches durch??? wenn ja, wie habt ihr euch verhalten?



Hallo Christin! ich kann
Tess

Hallo Christin!

ich kann dich sehr gut verstehen. Ich höre auch ständig von der Ärzten "also wenn sie Kinder wollen, dann dürfen sie nicht zu lange warten". Tja aber was heißt "zulange"??? Ich bin erst 18 bzw. genau in 2 Wochen 19, mit meinem Freund zwar seit 3 jahren glücklich, aber ich dachte eigentlich eher so in 3-4 Jahren an Kinder. Ich weiß auch nicht, wie ich letztendlich damit umgehen würde, wenn es nicht klappen sollte. Denn ich wünsche es mir schon sehr! Aber ich versuch den Gedanken immer noch ein bisschen beiseite zu schieben und erst daran zu denken, wenn es wirklich soweit ist.

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo, ich bin jetzt 27 und
alibaba26

Hallo,

ich bin jetzt 27 und habe die Pille mit 25 abgesetzt...hat wegen der Endo aber nicht funktioniert....ich habe auch Panik, dass es jetzt trotz der OP nicht hinhaut, aber Kopf hoch. Im Mai dürfen wir wieder versuchen schwanger zu werden und mein neuer FA meinte auch, dass er mir nur noch 3-6 Monate gibt, bevor er mit Hormonen eingreifen muss, da bei mir die Endo ohne Pille explodiert und ich dann in einem Jahr wieder unters Messer müsste...  :-(( Aber bloß nicht reinstressen, nein....Und macht euch nicht verrückt wegen der 'Unfruchtbarkeit'. Es gibt auch dann meist noch Mittel und Wege der Künstl. Befruchtung....Kostet zwar, aber Kinder sind wenigstens nicht ausgeschlossen und mit 21 denke ich, kann man auch schonmal loslegen mit dem schwanger werden, wenn alles drumherum passt natürlich...

LG

Iris



hallo tess
Christin86

klar, versucht man, wenn möglich, nicht dran zu denken... aber mich "plagen" in letzter zeit ziemlich seltsame Träume, auf die ich jetzt nicht genauer eingehen möchte. dazu kommen vermehrt wieder diese Unterleibsschmerzen (fast täglich), obwohl ich die Pille durchnehme, keine Pausen mache, und so auch meine Tage nicht bekomme. und das belastet mich schon ziemlich, zumal ich versuche mir von den Schmerzen nichts anmerken zu lassen! Ich will meiner Umwelt damit nicht auf die Nerven gehen... (weil´s ja eh keiner versteht!) :-(

also läuft das bei mir grad frei nach dem Motto; gute Miene zum bösen Spiel....

Da sich die Schmerzen ja in letzter Zeit wieder häufen, nehme ich an, dass das mir der Endo zusammenhängt... und dadurch kam mir halt jetzt verstärkt der Gedanke, ob es vieleicht schon zu spät sein könnte... (Unfruchtbarkeit, o.ä.)

Meinem Freund hab ich nichts von den Unterleibsschmerzen erzählt, sonst würde er sich nur noch mehr Sorgen machen, als eh schon... Immerhin will ich ihn nicht zu doll damit belasten, er hat selbst im Moment genug Probleme... (Stress auf Arbeit, eine bevorstehende Scheidung, etc.)

ich hab gelesen, dass es wohl hier in HH auch behandelnde Ärzte, speziell für Endo, gibt... Ich glaub ich werde wohl mal einen aufsuchen müssen, wenn ich gewissheit will! Aber dieser Gang wird sicher nicht leicht, ich neige nämlich dazu aus dem Wartezimmer zu türmen, wenn mir das zu lange dauert und ich mal wieder nen Anfall von "Panik", vor der möglichen Diagnose, bekomme. ich hoffe einfach, dass ich jemanden (Freundin oder so) finde, der/die mich begleitet und aufpasst, dass ich nicht wieder weglaufe! ich weiß dann zwar, dass ich da bleiben muss, aber die Angst vor der Diagnose ist größer als die Vernunft... Ich versuche seid ca. nem Jahr, Gewissheit zu bekommen und bin immer wieder geflohen...

in gewisser weise ist doch aber auch verständlich, oder?  Wenn man von 3 verschiedenen Ärzten auch drei verschiedene Antworten bekommt... glaubt man irgendwann garnichts mehr!

Liebe Grüße
Christin



hallo alibaba26
Christin86

ich hätte schon Lust auf ein Baby, aber dafür kenne ich meinen Freund noch nicht lange genug... wir sind immerhin erst seit dezember letzten jahres zusammen. (is noch nich lange)

und allgemein, wär ein Kind im Moment recht unpassend, da ich noch nicht weiß wie´s beruflich bei mir/uns weiter geht... ich habe zwar nen job, aber die Firma steht im Moment ziemlich auf Kippe (knapp an Insolvenz vorbei), und da is ne Schwangerschaft ziemlich unpassend... (wir arbeiten in der gleichen Firma) wenn die Firma wirklich noch Pleite macht, stellt mich doch schwanger kein Mensch ein... und dann? Mit nem Baby nimmt dich so einfach doch auch keiner, weil die dann denken, man macht dauernd krank wenn´s Kind mal Schnupfen hat, oder so... Man weiß ja, wie Cheffs so ticken...

Also erstmal abwarten, wie es in der Firma weiter geht, und dann nochmal zusammen setzen (mein Freund und ich) und entscheiden, wie´s weiter geht!

aber im allgemeinen will er auch Kinder, das hat er schon gesagt! Wann wir uns für eins entscheiden, machen wir aber von der Arbeit, und natürlich der Endo, abhängig...

Liebe Grüße
Chrissi



Hallo, das mit den Schmerzen
alibaba26

Hallo,

das mit den Schmerzen trotz Pille durchnehmen kenne ich auch. Ich habe seit 4 oder 5 Wochen Schmierblutungen und seit meiner OP am 12.02. auch relativ starke Schmerzen. Ich lasse mir in der Arbeit auch nichst anmerken und nehme Schmerzmittel schon vorm Aufstehen. Von meinem FA habe ich noch Hormonpflaster bekommen, die ich mir bis April auf den Bauch kleben soll, damit die Blutungen endlich aufhören, aber die wirken wohl nur sehr langsam. Und deine Panikattacken kenne ich auch. Ich versuche nur cool zu bleiben, aber als der OA im KH meinte, er könne mir nicht sagen, ob ich nach der OP überhaupt schwanger werden kann, da wurde mir auch ganz anders....Für uns kommt z.B. eine künstl. Befruchtung nicht in Frage, da wir uns sowas in den nächsten Jahren nicht leisten werden können (Auto abbezahlen etc.)....Wenn du nicht am anderen Ende von Deutschland wärst, würde ich dich auch zu deinen Arzt-Besuchen begleiten  :-))

Aber einfach immer positiv denken (ich weiß, ist leicher gesagt, als getan) und Kopf hoch.....

LG

Iris



hallo iris
Christin86

das mit den schmierblutungen kenn ich auch zur genüge, das hatte ich aber am schlimmsten bei der 3-monats-spritze, die ich nach meiner op erhalten habe (außerdem hab ich fast 20kg zugenommen... ist aber wieder runter! zum glück!!!). bei der pille geht das, kann mich jedenfalls im moment nicht beschweren!

meinst du das hormonpflaster irgendwas bewirken??? ich trau dem frieden da ja nicht so recht... bin misstrauisch bei allem, was nicht gespritzt oder eingenommen wird...
;-)

das du mitkommen würdest, finde ich echt lieb von dir!!! ich glaube ich werde mal meinen schatz fragen, ob er vieleicht mitkommen würde, das würde mir jedenfalls helfen, zu wissen, dass er da ist!
warum eigentlich andere seite von deutschland??? wo wohnst du denn???

L.G.
Chrissi



Hallo, ich soll das
alibaba26

Hallo,

ich soll das Hormonpflaster nehmen, weil anscheinend meine Pille zu schwach ist und ich deswegen ständig blute und ein Pillenwechsel lohnt sich nicht mehr, da ich die Pille ja in 2 Monaten wieder absetzen will. Und ich komme aus Wolnzach, das liegt zwischen München und Ingolstadt....

LG

Iris 



Hallo meine Lieben! Ich muss
Tess

Hallo meine Lieben!

Ich muss auch nochmal was los werden...zum Thema Angst. Hab ja letzte Woche schon geschrieben, dass ich seit Enantone schlimme Angstzustände habe. Kam total plötzlich, also Alpträume, Angst im Dunkeln oder wenn ich längere zeit allein zuhause bin usw. Das schärfste kam aber gestern. Ich war mit meinem Freund und meinem kleinen Bruder (7 Jahre) auf dem Volksfest bei uns und er wollte unbedingt in die Geisterbahn. Normal denkt man sich da ja als Erwachsener "Naja, wenns sein muss geb ich das Geld halt aus oder so" Aber ich bin gar nicht erst mit rein. Ich fand das so peinlich, aber ich konnte mich wirklich nicht überwinden. Total bescheuert, was so Spritzen mit einem anstellen können!

--

Liebe Grüße, Tess