eine neue und ein paar Fragen
Naschkatze

Hi

Ich lese schon sehr lange hier und jetzt möchte ich doch mal ein paar Fragen los werden.Kurz zu mir.Bin 40Jahre,habe das Glück das ich wenigstens ein Kind habe,verheiratet.Mit Anfang 12 bekam ich meine Regeln.Am Anfang waren es nur leichte schmerzen,doch mit 14 ging es voll los.Mit 19 bin ich das erste Mal zu einen Frauenarzt und es war das schlimmste was ich je erlebt hatte..Er verschrieb mir die Pille,doch nach 3Monaten mußte ich diese wieder absetzen bin aufgegangen wie ein Hefebrot.Habe darauf immer wenn es nicht mehr ging Schmerzmittel genommen.Zu einen Frauenarzt bin ich erst wieder gegangen als ich Schwanger war(mit 31),da ich sehr große Angst hatte(die erste Untersuchung war sehr Schmerzhaft,bin Breitbeinig wieder rausgegngen und von der Untersuchung noch Stunden danach Unterbauchschmerzen gehabt).Mir wurde von meiner Mutter und meiner Oma gesagt das wäre normal und das hinge mit der Gebärmutter zusammen die da sich dehnt und das würden bei mir so starke schmerzen auslösen.Alle Frauen hätten leichte schmerzen mit Beginn der Regeln,doch meine waren sehr stark.Mit 21Jahre habe ich geheiratet und nach 5Jahren endlich Schwanger und MUSSTE zum Frauenarzt,hatte solche Angst)war erst mein 2.Besuch).Leider habe ich auch beim S... immer schmerzen und nehme (ohne wissen meines Mannes)Schmerzmittel davor.Meine Tochter mußte per Kaiserschnitt geholt werden und seit dieser Zeit sind diese Schmerzen noch schlimmer.Auch gehe ich seit Geburt sehr viel zum Frauenarzt und habe erst nach 7Jahren erfahren das ich Endometriose habe(es war der 5.Arzt).Mir wurde nach der ersten Bauchspiegelung gesagt,das ich Froh sein kann ein Kind bekomen zu haben.Es wurden meine Herde entfernt und gesagt ich sei geheilt.Doch nach 3Monaten ging es wieder los.Wieder zum Arzt.Erst wurde mir gesagt das kann nicht sein,alle Herde wären entfernt wurden.Neuen Arzt  aufgesucht und er gesagte ich muß damit leben,das wäre normal und wenn die schmerzen mal sehr stark sind soll ich Schmerzmittel nehmen.Wieder ein neuen gesucht und dieser gab mir den Rat Gebärmutter entfernen lassen und dann hätte ich keine Regeln mehr und damit wären meine schmerzen Vergangenheit.Ich habe es geglaubt und so wurde vor 4Jahren diese entfernt.Doch nur ein halbes Jahr ging es mir gut und dann waren die schmerzen wieder da.Aber man glaubt mir die schmerzen nicht,würde es mir einbilden.

In den letzten 2Jahren sind schmerzen in der Blase dazu gekommen,füllt sich wie Blasenentzündung an,und habe jeden Monat Blut im Urin(sieht aus als wenn ich meine Gebärmutter noch habe).Seit einen halben Jahre ziehen die Blasenschmerzen in die Richtung Nieren(es ist nicht der Rücken),es sit wie als wenn ich Nierensteine hätte(hatte ich in meiner Schwangerschaft),aber laut Sono sind die Nieren in Ordnung.Doch die schmerzen in Blase und Nieren werden von Monat zu Monat stärker.Dazu beobachte ich 6Monaten nach Gebärmutterentfernung das ich auch jeden Monat Blut im Stuhl habe und sehr sehr starke schmerzen beim Stuhlgang.Der Stuhl hat sich gleichzeitig verändert,in der Zeit wo Blut im Stuhl ist habe ich Dauerdurchfall von ca 1Woche lang und sonst kaum einmal in der Woche(aber ist nicht fest sondern breiig).

Habe jetzt sehr viel gelesen und die Symptome deuten alle darauf hin das ich Endometriose im/am Darm und in der Blase haben könnnte?Wer hat solche schmerzen?Könnte meine Vermutung stimmen?Und warum habe ich neuerdings schmerzen in den Nieren?Kann man dort auch Endometriose haben?

Meine Ärztenehmen mich leider nicht ernst.Welche Schmerzmittel helfen am besten?Nehme zur Zeit Ibuprofen.

Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten



Hallo Naschkatze,   das
Erdbeere23

Hallo Naschkatze,

 

das hört sich ja gar nicht gut an.....warst du denn schon mal bei einem Endo-Spezialisten? Ich kann hier nur wieder und wieder betonen, wie extrem wichtig es ist, sich mit Endometriose und diesen Beschwerden NUR von Endometriosespezialisten behandeln zu lassen!!!! SO viele andere haben KEINE Ahnung davon und daraus folgt, dass Frauen wieder und wieder diese schrecklichen Erfahrungen machen, die du jetzt auch beschreibst. Erst vorgestern hatte ich selber wieder so eine Situation, in der ich eine ambulanten Gyn gesucht und einer Praxis, die gut klang, geschrieben habe, wie es mit Endopatientinnen und erfahrungen aussieht. da schreibt mir die gute Gyn doch höchstpersönlich zurück, Endometriose gehöre für sie zu den Psychosomatosen und seien durch Psychotherapie behandelbar. Damit hatte sich meine Frage erledigt, denn mittlerweile geh ich wirklich nur noch zu Spezis.

Solche Ärzte gibts überall, die nicht erfahren genug sind. Die nehmen einfach die gebärmutter raus, dabei werden die hormonellen Geschichten von den Eierstöcken gesteuert und die Entfernung der Gebärmutter nützt nicht viel- jeder Spezialist weiß das.

Deine Symptome klingen wirklich stark nach neuer Endometriose mit Darm,- und evtl Blasenbeteiligung. Ob in der Blase oder an den Nieren was ist, kann man so nicht sagen. Sicher KANN das sein, aber auch Endo auf dem Blasendach macht schon einiges an Blasenbeschwerden.

Was ich dir raten kann: Such einen Spezi dieser seiten auf. Ich weiß nicht, wo du her kommst, meist muss man ein wenig fahren, aber es lohnt sich. Gutes kann ich dir von Prof Ulrich in Berlin (Martin-Luther-Krankenhaus) und aus dem Pius-Hospital in Oldenburg berichten. Viele Leutchen hier waren auch in Erlangen sehr zufrieden, einige auch in der Ammerlandklinik in Westerstede. Es GIBT Ärzte, die dir helfen können. dann wird es dir auch besser gehen, du fühlst dich aufgehoben usw.

Als Endofrau muss man sich seinen Weg oft selbst erkämpfen- das ist hart- aber wenn man einmal endlich nen richtigen Arzt hat und selber besseren Durchblick, dann kann es besser werden!

Eine Endospezifische Reha-Maßnahme nach einer evtl erneuten OP in Form einer Anschlussheilbehandlung kann ich auch sehr empfehlen. Seit ich das gemacht habe, weiß ich mehr über Endo, kenne viele Betroffene und hab viel gelernt, damit umzugehen, gelernt, was mir dann guttut und hilft. Die Reha hat meine Einstellung und auch meinen Leidensdruck positiv verändert.

So, ich schreib heute wieder Romane- aber ich hoffe du merkst: Du bist nicht allein!

Kannst dich gern melden, wenn du noch fragen hast.

Liebe Grüße

Eva