Zurück von OP in München Großhadern
Sandra_77

Ihr Lieben.

Gestern Abend bin ich aus dem KH entlassen worden. Insgesamt war ich 11 Tage dort. Es wurde ein Stück vom Darm entfernt, die Endoherde alle entfernt und Verwachsungen gelöst. Leider hat mein linker Eierstock dass nicht überlebt. Gut, ich hab ja noch einen rechten.

Nach der OP ging es mir die ersten 2 Tage bis auf Kreislauf gut, denn ich hatte einen Schmerzkatheter im Rücken und war somit weitgehend schmerzfrei. Aber dann...:

Der Schmerzkatheter wurde entfernt und das Drama nahm seinen Lauf. Wir versuchten die Schmerzen mit Novalgin Tropfen in den Griff zu bekommen. Das funktionierte auch, aber mein Blutdruck wollte nicht mehr so recht. Vor allem wenn ich nachts aufstehen musste, da mich die vielen Infusionen aufs Klo trieben, erbrach ich regelmäßig. Man sagte mir, dass ist, weil der Darm noch nicht rückwärts arbeitet. Also bekam ich Spritzen zur Darmmobilisierung. Mit diesen Spritzen erbrach ich nun nicht nur nachts sondern auch jedes mal eine Stunde bis anderthalb lang direkt nach der Spritze. Ich bekam sie übrigens alle 8 Stunden. Von den Krämpfen ganz zu schweigen. Ich bekam alles mögliche gegen die Schmerzen und die Übelkeit aber die Spritzen mussten anscheinend sein. Nach 3 TAgen beschloss man, dass die Spritzen nicht ausreichend wirken und ich bekam das ganze als Infusion. Damit ging es mir noch schlechter. ich bekam umgehend diese Krämpfe und Übelkeit und das hielt irgendwie auch alles länger an. Meine Spuckschale wurde mein bester und treuester Freund in dieser Zeit. Es gab Zeiten da war ich nervlich am Ende. Mein Darm brachte dann doch schon am Muttertag abend um 7 den ersten Wind hervor. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so über einen Pups gefreut. Ihr werdet lachen, aber es ist wirklich so. 4 Tage später hat sich auch endlich was entleert. Das war dann der neunte Tag nach der OP. Ich sollte immer ganz viel spazieren gehen im Gang, was ich auch tat. Da hab ich eine ganz liebe kennengelernt, die ein ähnliches Problem wie ich hatte, wenigstens bezogen auf den Darm. Wir gingen also immer unsere Strecken miteinander und hatten auch in dieser recht trüben Zeit etwas Spaß miteinander. Ich bin froh, dass ich sie kennengelernt habe. Sie hat mich auch aufgefangen, als ich mit den Nerven vor Schmerzen fast am Ende war.

Mittlerweile bin ich zu Hause und kann endlich wieder normale Sachen essen. Ich bekam von diesen 11 Tagen KH 9 Tage lang Kartoffelbrei mit Soße. 2x hatte ich eine andere Soße, ansonsten immer das gleiche. Ich hätte schon wieder Kotzen können. Ich bekam ja zunehmend Appettit und wollte einfach mal was gescheits zum Essen. Aber selbst am Tag der Entlassung bekam ich Kartoffelbrei mit soße, obwohl in der Küche leichte vollkost bestellt wurde. Der Hunger triebs in mich rein. Ich werde mir mit sicherheit das nächste halbe Jahr keinen Kartoffelbrei oder Apfelmus mehr vor die Nase stellen oder stellen lassen. Bäh!

Früh und Abend bekam ich dann doch nach fortgeschrittener Verdauung 2 Scheiben ungetostetes Toast mit diversen Aufstrichen. Ich war dankbar dafür.

Ich darf auch jetzt im Anschluss zur Reha fahren. Ich weiß nur noch nicht wohin. Da bekomme ich wahrscheinlich nächste Woche Bescheid. mal sehen. Aber ich brauch das jetzt. Nervlich und körperlich hab ich einiges zum Aufholen. Es ist echt überfällig. Ich hoffe nur, dass es nicht zu weit weg geht, denn mein Heimweh wird sonst furchtbar sein.

Das Pflegepersonal und die Ärtze waren alle sehr sehr nett und haben alles genau erklärt, was gemacht wird, welche Risiken bestehen. Und was sinnvoll ist und was nicht. Ich war sehr zufrieden.

Ich werde in den nächsten Wochen mit Dr. Theiss abklären, wie groß das Risiko bei einer weieren ICSI ist, das die Endoherde wieder aufflammen. Ist es zu groß, werde ich keine Kinderwunschbehandlung mehr machen lassen. Die OP und vor allem das danach war für mich ein heilsamer Schock.

 Ich hoffe, ich hab euch nicht zuviel zugetextet, aber ich wollt mich halt einfach nur "kurz" zurück melden.

 Eure Sandra.



Hallo Sandra, puh da hast
Tess

Hallo Sandra,

puh da hast du ja ganz schön was mitgemacht. Jetzt ruhst du dich erstmal zu Hause aus. Hat Dr. Theiss denn dann auch immer die Visite gemacht oder andere Ärzte aus der Klinik vor Ort?

Eine gute Besserung!

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Liebe Grüße, Tess



Hallo Sandra, da hast du
doris1975

Hallo Sandra,

da hast du echt was mitgemacht, da ist meine LeistenOP ja garnichts gegen und die ist schon schlimm gewesen. Man oh man, ich finde es richtig klasse, dass du jemanden gefunden hast in der Klinik, damit man auch mal ablenkung bekommt. Das du dich über den ersten Pups gefreut hast ist doch klar. darf ich mal fragen ob du nen künstlichen Ausgang hast?

Das mit dem Brechen ist natürlich echt übel... ich drücke dir die Daumen für die Reha und gute Besserung...

LG

Doris



Hallo, ich habe keinen
Sandra_77

Hallo, ich habe keinen künstlichen Ausgang bekommen. Den bekommt man nur, wenn der restliche Teil des Darms sich erholen muss, weil er in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das wurde mir zum Glück erspart. Danke für eure guten Wünsche.

An Tess: Dr. Theiss hat am Tag nach der OP bei mir angerufen und sich erkundigt, wies mir geht, wir haben auch das weitere Vorgehen besprochen. Ansonsten haben die Visite immer die dortigen Ärzte gemacht. Morgen werde ich bei ihm anrufen und für Freitag einen Termin vereinbaren. Ich brauch ja ne Verlängerung der AU und evtl soll er noch die restlichen Fäden ziehen.

 LG Sandra.