Gespaltenes Verhältnis
Bloemschen

Guten morgen,

sagt mal hab ich auch so ein komisches Verhältnis zu eurem Unterleib ? ich hab das Gefühl ich hab den Bezug komplett verloren - und interpretiere viel negatives hinein - heute ist mein Bauch ein wenig dick - gestern abend zu viel gegessen und nun zubbel ich ständig am T-shirt und nerve mich das der Bauch ist wie er ist und denke heute dann wieder vermehrt an die Endo. Irgendwie glaub ich hab ich meine komplette Energie unter dem Bauchnabel hängen - wisst ihr wie ich meine - auch mit Sexualität hab ich ein Problem - nicht das es weh tut oder so einfach in meinem Kopf der Gedanke Sex ist schlecht und tut der Endo nicht gut- ich weiß das es nicht stimmt aber irgendwie seit den OP`s etc. bin ich ganz anders ............. irgendwie verklemmt ......................... und irgendwie mit der Aufmerksamkeit den ganzen Tag beim Unterleib - bei der Arbeit - beim Sport kann ich mich gut ablenken ...............Aber das leben besteht nicht nur aus sport gell.............

lg  

 

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Alles wird gut



Hallo, das kann ich gut
kiebi

Hallo,

das kann ich gut verstehen , mir geht es seit meiner letzten op genauso ,mann wartet förmlich auf den schmerz und umgeht auch alles an Anstregung was "weh tun könnte" meine ärtztin hat mich zum Psychologen überwiesen .Er soll dafür sorgen das die Endo  mich nicht beherscht und mir beibringen wie ich vom Kopf her besser damit umgehen kann . Na schaun wir mal .Glaub mir jetzt komm ich mir erst recht bekloppt vor .

Liebe grüße Kiebi



Mir ging es jahrelang so,
Tess

Mir ging es jahrelang so, dass alles unter der Gürtellinie nur noch als nervig, schmerzend, schlecht und unbrauchbar erschien. Es wäre heute noch so, wenn ich nicht auf ein Buch gestoßen wäre, von einer Endo-Frau geschrieben, dass mir den Bezug wieder völlig anders dargestellt hat. Mir wurde erst dann klar, dass gerade unser Körper schon ein kleines Wunder ist, dass man lernen kann sich wieder in seinem Körper wohl zu fühlen, auch seinem Unterleib wieder Beachtung schenkt usw.

Das dauert natürlich etwas Zeit, wobei es mir recht schnell einiges klar wurde, aber alleine wäre ich da nicht drauf gekommen. Vor einem Jahr noch dachte ich immer ich lass mir die Gebärmutter so bald wie möglich entfernen, spätestens wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt. Heute denke ich anders, ich will um jedes Organ kämpfen und gerade um dieses! Ich will nicht davonlaufen sondern beschwerdefreier leben, aber dazu muss man sich seinem Körper annehmen.

Das was du beschreibst, mit dem verklemmt, damit kämpfe ich auch immer noch. Ich habe aber auch noch Schmerzen beim GV. Mich regt es einfach tierisch auf, wie in der heutigen Gesellschaft mit den weiblichen Genitalen umgegangen wird. Eigentlich wird es doch so dargestellt, als hat man das alles nur zum Kinderkriegen und zum GV. Aber dafür sind die Leute einfach zu kurzsichtig, insbesondere die Männer!

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Liebe Grüße, Tess