Bin neu hier
snowmouse

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Hallo,

 

ich bin neu hier und da ich mit meinen Kräften am Ende bin, habe ich endlich den Mut gefunden mich hier anzumelden.

 

Nach einer Fehlgeburt und BS 2002 wurde bei mir Endometriose festgestellt, mein damaliger Arzt reagierte darauf erst gar nicht und ich selbst wusste ja nicht was Endometriose ist.

Als ich dann 2003 einen kompletten physischen wie psychischen Zusammenbruch( Seh- u. Konzentrationsstörungen, Schwindel, Panikattacken etc.)  hatte, konsultierte ich einen Heilpraktiker, ihm erzählte ich auch von den Schmerzen und Darmblutungen während der Periode und er reagierte sehr schnell. Nach einer langen Arztsuche wurde 2005 eine weitere BS gemacht, man stellte eine Endometriose fest,  mit vereinzelten Herden an Blase u. Darm die entfernt wurden.

Dann bekam ich Hormone wie Valette, Mirena ( Hormonspirale ), doch leider waren die Nebenwirkungen bei mir so fatal, dass dies auch nicht funktionierte, also keine Hormone mehr.

2007 bekam ich die erste Zyste u. man stellte noch eine Autoimmunerkrankung der SD

( Hashimoto ) fest, wodurch meine Entzündungswerte im Blut sehr hoch waren.

Im Februar 2008 kam ich dann um eine OP nicht mehr rum. In der Klinik wurde erst eine Darmspiegelung gemacht, bei der man nichts gefunden hat, einen Tag später dann die BS und der große Schock.

Eine 5 cm große Zyste am linken Eierstock, schon verwachsen mit dem Darm. Außerdem wurde eine Blasenresektion durchgeführt da das Blasendach zugewuchert war.

Nun Therapie 3 Monate mit Enantone ( Wechseljahretherapie ), dann wieder OP um zu schauen ob noch Restherde entfernt werden müssen.

In diesen 3 Monaten ging es mir trotz Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Zunahme so gut wie noch nie , vor allem psychisch.

Im Juli 2008 dann die 2. BS und es wurden tatsächlich aktive Herde trotz Enantone festgesellt, ich konnte es kaum glauben.

6 Wochen nach der OP fingen meine ganzen alten Symptome wieder an , Schwindel, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Kraftlosigkeit, Depressionen etc.

Dann die erste Periode und der nächste Hammer, Darmblutungen schlimmer denn je, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und dies wird von Monat zu Monat schlimmer.

Ich verliere  zunehmend an Lebensqualität und Freude, da mir meine Beschwerden u.

Symptome immer mehr zu setzen. Ich bekomme kaum noch meinen Beruf geschweige denn meinen Alltag geregelt und bin mit meinen Nerven am Ende. Sogar mein Heilpraktiker hat mich aufgegeben.

 

Vielleicht hat jemand ähnliches hinter sich und weis etwas positives zu berichten.

 

Grüße 

Snowmouse



Hallo Snowmouse, was du
Tess

Hallo Snowmouse,

was du erlebt hast haben die meisten Frauen hier schon durch.

Wo wurdest du denn operiert? Am wichtigsten bei Endo ist immer das man einen Spezialisten aufsucht, die findest du hier unter Arztsuche. Leider sind diese rar gesät, aber was solls.

Ich würde (wenn noch nicht geschehen) solch einen Experten aufsuchen und ihn um eine Zweitmeinung bitten.

Leider ist Endo ja chronisch und kommt auch  nach einer OP oder Hormontherapie schnell wieder. Wichtig ist als Rezidivprophylaxe auch dass du z. B, eine Pille durchgehend einnimmst um eine Blutung zu unterdrücken. Wenn du die Valette nicht verträgst beispielsweise die Cerazette, die enthält nur Gestagene.

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo Tess, vielen Dank für
snowmouse

Hallo Tess,

vielen Dank für Deine Antwort, ich war bei Prof. Dr. Römer in Köln, er hat die lezten 2 OP´s durchgeführt. Hab extra den weiten Weg nach Köln auf mich genommen und er ist ja auch hier in der Liga tätig. Angenehmer Mann, nettes Klinikpersonal.

Valette war nicht die einzigste Pille, es waren schon so viele, dass ich mich kaum noch erinnere und bei jeder Einnahme wurde es mir nach der 4-5 Wochen immer elender, ich bin dann nur noch wie ein Zombie durch die Gegend gelaufen. Ich weis das hört sich seltsam an, doch mir wird´s dann immer komisch und doof im Kopf ich bin dann total GAGA.

Das nächste ist, dass ich immer noch den Kinderwunsch habe, da ich 39 werde, tickt die biologische Uhr natürlich auch noch und dann dieses Befinden.

Da ich kaum noch schlafe und eben diesen GAGA Kopf (mittlerweile ohne Hormone) habe, musste ich sogar letzte Woche meine Arbeit niederlegen, weil ich nur noch daneben bin.

Ich habe mir schon überlegt ob der Zustand mit meinem Darm zu tun hat, wenn ein Zugang  von der Bauchhöle zum Darm besteht, dann auch umgekehrt vom Darm zur Bauschhöhle  und so stark wie die Blutungen mittlerweile sind, muß das der Fall sein. Dann können doch auch Giftstoffe vom Darm in den Bauchraum u. in den Organismus gelangen, hast Du davon schon mal gehört?

 Liebe Grüße S

 

 



Na dann warst du ja schon
Tess

Na dann warst du ja schon mal bei einem guten Arzt und hast eine gute Entscheidung getroffen.

Also man kann ja auch Endo im Darm haben, aber oft sind es Verwachsungen die einem Probleme bereiten. Giftstoffe können nicht vom Darm in den Unterleib gelangen, außer beispielsweise wenn du Pilze im Darm hast, die könnten sich auch in der Scheide sammeln und eine Vaginalentzündung hervor rufen. Aber das ist ja eine andere Geschichte.

Warst du schon mal in einer guten Kinderwunschklinik? AUf normalem Weg schwanger zu werden ist bei Endo oft sehr schwer. In der Regel sagen viele Ärzte sollte man nicht länger als 6 Monate normal üben ohne Hormone einzunehmen, denn dann wuchert die Endo schön weiter. 

--

Liebe Grüße, Tess



Nein war ich noch nicht,
snowmouse

Nein war ich noch nicht, allerdings hat mein Gyn sich darauf spezialisiert, er hat mich zur OP auch nach Köln zu Prof. Dr. Römer geschickt. Also von daher bin ich schon in guten Händen.Er hat mir jetzt  Duphaston verschrieben, vieleicht kennst Du das Präperat, ich werde es halt nochmals versuchen und hoffen das ich es vertrage.

Am wichtigsten ist für mich, das meine Symptome weggehen, damit ich mal wieder einen klaren Kopf bekommen, dass macht mir im Moment die größten Sorgen und am meisten fertig.

 Liebe Grüße S