zurück aus villach
tAnonymous

hallo ihr lieben!

wie versprochen möchte ich kurz über meinen arztbesuch bei prof. dr. keckstein berichten. VÖLLIG WERTFREI!!! erstmal ist es sehr schade, dass er soweit weg von meinem heimatort ist. es war ziemlich mühsam mit dem zug. wir waren über 7 stunden unterwegs. ich weiß noch gar nicht, wie ich das im falle einer op machen soll....

auf jeden fall war ich natürlich nervös und ja ich hatte große erwartungen, obwohl ich mir einredete, sie nicht zu haben. was kann denn herauskommen in einem halbstündigem gespräch? die ultraschalluntersuchung war wie gewöhnlich sehr schmerzhaft und die adenomyose wurde nochmal bestätigt. es könnte sein, dass an der blase kleine herde sind, doch dr. keckstein konnte es nicht mit sicherheit sagen. am darm konnte er nichts erkennen, weil er sehr gefüllt war. schmerzen waren sehr stark, vorallem tieferliegend, im bereich hinter der gebärmutter beim darm (keine ahnung, dünndarm dickdarm?) es ist ja erschreckend, wie schlecht frau ihren eigenen körper kennt, aber beim darm steige ich zT aus. ich kann nur sagen, mir schmerzt der ganze darm. ich befürchte der dünndarm ist auch betroffen. Zum Thema VERWACHSUNGEN: Dr. Keckstein meinte, es ist nicht sicher, inwiefern verwachsungen ursächlich seinen. dieses thema wirft wie immer viel mehr fragezeichen, als antworten auf. die meinungen der experten scheinen auseinanderzugehen. ICH weiß es nicht, woher die schmerzen kommen, ich bin kein Arzt. 

Im anschließenden Gespräch wurde es sehr persönlich. Wir haben auch über meine berufliche situation gesprochen etc. Ich finde die ganzheitliche Sichtweise sehr gut. Leider kann ich selbst keinen Zusammenhang zwischen meiner derzeitigen Lebenssituation und meinem jahrelangen Leiden feststellen. Dr. Keckstein riet mir zur Mayr-Kur, die ich auch machen werde. Um zu sehen, ob sich die Darmschmerzen bessern. Er hat aber auch gemeint, wenn die Untersuchung so schmerzhaft ist, dann muss da was sein.

Alles in allem bin ich menschlich sehr beeindruckt von Dr. Keckstein. Fühle mich aber danach genauso ratlos und verzweifelt, wie davor... Niemand kann einem wirklich helfen. Diese Tatsache wollte ich lange nicht wahrhaben. Sie lässt mich alleine dastehen und ich fühle mich klein und hilflos. Falls sich die Mayr-Kur nicht wie erhofft als ideales Therapeutikum erweisen sollte, wird Dr. Keckstein mich operieren. Aufgrund meiner starken Adenomyose und der Angst vor neuen Endoherden, möchte ich mir die Gebärmutter entfernen lassen. Das wird nicht leicht sein, denn ich weiß aus Erfahrung, dass das die Ärzte bei einer jungen Frau wie mir nicht gerne machen. Ich weiß, es ist nicht die Endlösung, doch es verhindert neue Regelblutungen und ich spüre, dass mit jeder Regel die Schmerzen zunehmen! Ich bin nicht stark genug für ständige Operationen, meine letzte war im Februar 09 und bereits seit Juli 09 kämpfe ich gegen einen neuen OP-Termin. Ich möchte so auch keine Kinder!! Ich brauch soviel Zeit für mich und bin echt am Ende. Ich habe keine Kraft mehr und ich finde keinen Ausweg. Ich schaffe meinen Beruf nicht mehr und am liebsten würde ich einfach nur Zeit für mich haben. Mir eine Auszeit nehmen, eine Therapie beginnen. Am Dienstag geht die Schule wieder los und ich hab keine Ahnung, wie ich das schaffen soll. Ich schaffs einfach nicht mehr alleine. Ich hoffe ich halte die Mayr-Kur durch. Am Liebsten wäre mir gewesen, möglichst rasch von Dr. Keckstein operiert zu werden. Ich habe ständig das Gefühl, mein Darm könnte sich verschließen oder die Därme verwicklen sich. Die Angst ist das Schlimmste! Es ist beunruhigend keinen Experten in meiner Nähe zu haben!

Ich hoffe bei euch herrscht mehr Klarheit und Optimissmus, als bei mir gerade.

 Daumen drück! 

 

 

 



Was ist die Mayr-Kur? Das
achso

Was ist die Mayr-Kur?

Das ist eine blöde Situation. Sehen kann auch ein Dr Keckstein alles nur während einer OP. Klar, daß man nicht ständig operiert werden will.  Aber wenn die Schmerzen so groß sind...Es ist ein Hin und Her. Geht mir ja auch so.

Nach einem Arztbesuch ist man teilweise echt fertig, weil die auch nicht mal eben so helfen können.

Wie alt bist du denn? Wegen der Gebärmutter, meine ich. Es gibt durchaus Fälle, wo die Gebärmutter auch bei jüngeren Frauen entnommen wurde. Aber du bist dir schon im Klaren, daß das nicht allein die Lösung gegen die Schmerzen ist? Die Gebärmutterschmerzen fallen weg, ja, darüber hatte ich mich auch gefreut. Dennoch tun die anderen Organe wie Darm weiter weh..

Keine schöne Situation, gelle?

Ich wünsch dir ganz doll viel Glück und etwas Optimismus schick ich dir.

lg

Hägar



Ich kann dich gut verstehen.
Tess

Ich kann dich gut verstehen. Ich habe mich auch jahrelang nach einer Auszeit gesehnt, war total ausgepowert, verzweifelt und konnte nicht mehr. Nach der letzten OP habe ich mein Leben grundlegend geändert. Ich habe mich lange Zeit krank schreiben lassen, eine Psychotherapie gemacht und sämtliche Alternative Dinge probiert.

Dann ist mir vieles klar geworden was ich zu ändern habe. Es war nicht leicht und ist es heute teilweise noch nicht, aber ich hab meinen Weg gefunden. Es geht mir gut, ich bin fast völlig beschwerdefrei und DAS hätte ich niemals gedacht. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt mir die GM entfernen zu lassen. Ich dachte wie du, dass ich so eh keine Kinder bräuchte usw. Heute ist das völlig vom Tisch geräumt. Ich bin ein neuer Mensch und möchte sehr wohl irgendwann einmal schwanger sein.

Ich finde es super das Prof. Keckstein so ganzheitlich behandelt.

Vielleicht hilft es dir, mal ein paar Bücher in dieser Richtung zu lesen? Mir hat es sehr geholfen.

Z. B. Frauenkörper - Frauenweisheit von Christiane Northrup 

oder Mut zur Selbstheilung von Angelika Koppe. 

Das sind natürlich nur beispiele, die nicht jedem zusagen. Ich kann nur von mir sagen, dass es mich ein rießen Stück in die richtige Richtung gebracht hat.

Ich würde an deiner Stelle auch unbedingt eine Therapie machen. Das hilft unheimlich.

--

Liebe Grüße, Tess



Hallo, ich kann dich auch
Erdbeere23

Hallo,

ich kann dich auch sehr gut verstehen. Wenn man mit wieder sehr großen Schmerzen zum Arzt geht, dann sehnt man sich danach, dass er einem die Lösung sagt. Wenn die in einer OP liegt, ist das in dem Moment eine schnelle Lösung, und erstmal gehts dann meistens besser. Nur eben nicht unbedingt langfristig..

Darum denke ich, es ist auch eine Chance, dass Prof Keckstein das so ganzheitlich sieht. ich kann mir das in etwa vorstellen, weil ich selber bei prof ulrich in berlin in behandlung war und bin, der von keckstein ausgebildet wurde und deshalb ähnlich behandelt und berät.

als ich das 1. mal dort war, war ich auch fast etwas enttäuscht. Es gab NICHT sofort eine OP, sondern erst viele untersuchungen, andere versuche usw. mir wurde zu tcm geraten, ja, wir haben uns auch über mein leben unterhalten, hatten ein sehr sehr ausführliches gespräch. nach einigen wochen ist es doch zur OP gekommen, in der nachsorge wurde ich aber ganz toll ganzheitlich beraten. der prof war sehr sehr offen, auch bezüglich anderer richtungen und denkweisen.

und im nachhinein bin ich dafür SO dankbar. habe ähnlich wie tess sehr sehr viel geändert, was ich nie getan hätte, wenn mein arzt mich einfach schnell operiert hätte ohne diese tolle beratung. viele alternative dinge helfen mir zusätzlich zu meinen hormonen und ich hatte auch so wenig beschwerden wie jetzt ganz lange nicht mehr. auch, weil ich meine denkweise geändert habe, irgendwie sehr viel ruhe innerlich gewonnen habe. die panik, die die diagnose endometriose zunächst macht und die von vielen ärzten noch unterstützt wird, wurde mir genommen und das seh ich als geschenk.

was ich damit sagen will: du kannst sehr sehr froh sein, einen so guten arzt gefunden zu haben, der verantwortungsbewusst mit der krankheit und auch mit möglichen ops umgeht.

vielleicht wird es zur op kommen- dann aber nicht übereilt, sondern in einer in ruhe getroffenen entscheidung, und dann bist du dort auch in den besten händen:)

sicher musst du alles erstmal sacken lassen (ging mir ähnlich), aber ich wär da optimistisch.

liebe grüße dir!

 



Hallo Melissa
Sonne

Hallo Melissa,

ich habe jetzt erst gelesen, dass Du ähnliche Beschwerden hast, wie ich hatte. Die Darmbeschwerden waren bei mir ähnlich, allerdings bin ich wesentlich älter als Du. Ich bin schon ziemlich alt, 44.

Ich wurde 2 Mal von einem nicht auf Endometriose spezialisierten Gynäkologen operiert. Im Dez 07 hatte ich die 3. Bauchspiegelung in Villach. Seit der OP hatte ich keinerlei Beschwerden, nur jetzt geht es wieder los. Ich denke, dass diese Darmbeschwerden häufig von Éndometrioseknoten im Douglas-Raum verursacht werden. Dies war bei mir damals die Ursache. Nach Entfernung des Knotens trat auch Ruhe ein.

Was genau ist die Mayr-Kur? Vielleicht solltest Du doch in Villach eine Bauchspiegelung machen lassen? Die Entfernung nach Villach ist von meinem Ort ähnlich weit. Ich weiß aber, dass ich dort gut aufgehoben bin. Ich fahre morgen nach Villach.

Ich habe einen ähnlichen Beruf wie Du. Die Ausübung des Berufs mit Darmbeschwerden ist eine Katastrophe. Überlege Dir das noch einmal mit der Gebärmutter, Du bist noch so jung.

Wurde Dir von einer Bauchspiegelung abgeraten?

Wünsche Dir Alles Gute

Sonne