Erfahrungsbericht
just

Meine "Regelzeit" war begleitet von Schmerzen, sehr starken Blutungen, die am Ende zu einem Eisenmangel führten, und von Kreislaufzusammenbrüchen. Das ging so seit 1953.

Niemals wurde bei mir die Diagnose E. gestellt. Wahrscheinlich wußte damals noch niemand davon.

Die Verordnung der Pille brachte Ruhe in die monatlichen Abläufe. Aber bei Kinderwunsch hilft das ja nicht weiter.

Bis 1975 der Knoten platzte. Zu Beginn unseres Campingurlaubs durchfuhr mich ein unerträglicher Schmerz, mitten in Mecklenburg. Vor dem Urlaub war in der Uni-Frauenklinik Leipzig ein Myom diagnostiziert worden und für Anfang September ein OP-Termin festgesetzt. Wegen dieser Diagnose kam ich zunächst in die Frauenklinik nach Zehdenick und nach 3 Tagen mit Verdacht auf Perforierten Appendix ins KH nach Gransee. Nach erfolgter OP die Überraschung: es sei nicht der Blinddarm gewesen sondern eine Zweimannsfaustgroße Schokoladenzyste. Entfernung der Zyste und eines Eierstocks. Die Erklärung, wie so etwas entstehen kann, war etwas unklar für mich, enthielt jedochj keinen Hinweis auf E.

Zwei Jahre später wurde unser Sohn geboren, zu unserer großen Freude.

Danach hielten sich die Schmerzen in Grenzen und die Wechseljahre habe ich mit großen Erwartungen begrüßt, die schließlich auch erfüllt wurden. Erst vor etwa acht Jahren traf ich in einem medizinischen Wörterbuch auf das Stichwort Endometriose und die dortige Beschreibung erklärte mir den Hintergrund meiner jahrzehntelangen  Probleme. Ob die E. Ursache für meinen jetzt schmerzenden Körper ist, weiß ich nicht. 

 

 



Hallo Just, es geht mir
deidei

Hallo Just,

es geht mir ähnlich - ich bin 59 geboren. Als Kind gelitten, bis ich mit 16? die Pille bekam. August 88 Pille wg. Kinderwunsch abgesetzt. Ab da nur noch Horror. Bis zu einem Arzttermin dauerte es damals 3 Wo. Meist habe ich es nach der Arbeit nicht geschafft, den Termin einzuhalten. Wieder 3 wo. Warten. Einfach mal auf Arbeit fehlen, wegen Arztbesuch? das hätte ich nur einmal gemacht Na egal - das eigentlich Schlimme war, daß man mich NIE ernst genommen hatte - ....ach, das zwackt halt manchmal... oder - das ist halt so, daß es mal wehtut. So oft war ich kurz vor dem Notarzt - weil die Regel manchmal in der Nacht eingesetzt hat... oh, hätte mich doch mal einer abgeholt.  Mit 40 Dauerbluten - der Gyn damals hat gesagt. In diesem Alter lohnt der Aufwand nicht mehr, daß man die Myome ausschält.. hey, aber ich wolllte doch sooo gerne ein Kind!

Gyn gewechselt und OP bekommen. Da wurde dann Endo Grad 3 festgestellt. Aber... es hat sich keiner zu mir gesetzt und mir das erklärt. ich dachte... Endo Grad 3 wäre die Bezeichnung für den Grad der Myome.

2003 hab ich dann vom Arzt ein Attest bekommen. Ich hatte eine BandscheibenOP und wollte bei der BFA Einspruch wegen der Prozente haben. Und da hab ich dann das Attest vom Gyn beigelegt.

 2005 wollte ich in eine priv. Krankenversicherung wechseln - und wieder habe ich den Begriff Endo angegeben. Man hat mich wg. Endo abgelehnt. Dann habe ich mit diesem Begriff gegoogelt. 

 Letzten Sept. Zusammenbruch - Darm war im Bauch verwachsen. Hatte jetzt 3 Mta. Enantone - und weil ich hier im Forum gelesen habe, daß man sich besser noch in einem EndoCenter vorstellen sollte, hab ich das getan. Gynokologe sauer und verletzt, daß ich nicht nur auf ihn vertraut habe. NAch Enantone sollte ich mich wieder in Berlin melden. Gyn. hat gesagt, sie wollen bestimmt in meinen Bauch gucken. Ich habe Schmerzen an der li. Niere . Habe Schubweise immer wieder bösartigen Husten - ganz oft ist meine Stimme weg - mit Blase ist auch was.

 Man hat mir gestern Ceacette für 2 Mta. verschrieben und ab Juno? soll ich neues Medikament Visanne nehmen - das wars!  Mein Gyn hat mir gesagt, daß er das auch verschreiben wollte. Wozu hab ich mir jetzt eig. die vielen Stunden Berlin angetan? Ich hab doch wenigstens auf ein MRT gehofft. Na, vielleicht lohn der technische Aufwand für Frauen ab 50 nicht mehr?!!!