Entstehungstheorien
dr.julia

Hallo Ihr Lieben!

Ich hab da mal eine indiskrete Frage an Euch alle:

Seid Ihr orgasmusfähig?

Habt Ihr Geschlechtsverkehr mit Orgasmen während der Periode?

Und mich interessiert auch, ob das beides der Fall war, BEVOR die Endometriose ihre ersten Symptome zeigte und dann evtl wegen Schmerzen (oder dauerhafter Beziehung mit Alltags-Stress) der Sex zur Nebensache wurde.

Um Eure Hemmungen abzubauen: ICH konnte Sex bis zu meinem 30. Lebensjahr als Lieblingsbeschäftigung bezeichnen und hatte ständig Orgasmen, auch während der Periode.

Nicht rotwerden   Kiss

Antworten!

Dankeschön!!!

Eure Julia (thorakale und abdominale Endometriose, gelungene Hormontherapie mit Amenorrhoe seit 2003)



Ich kann nur sagen,
Tess

Ich kann nur sagen, orgasmusfähig ja, wobei ich nicht sagen kann ob es vor der Endo noch anders gewesen wäre, da ich erst Endo (mit der ersten Periode) und später den ersten GV hatte. Während der Periode hatte ich nie GV daher kann ich davon nichts berichten. Das war aufgrund von starken Schmerzen definitv nicht möglich.

--

Liebe Grüße, Tess



Hi Frau Doktor, sie sind der
Ricky68

Hi Frau Doktor, sie sind der Hammer..;-)

 also, mir geht es ähnlich wie Tess, während der Periode kann ich nichts sagen, da ich da keinen Sex haben möchte.

Seit dem ich weiß, dass ich Endo habe, hat sich der Sex gerade ziemlich eingeschränkt, war aber mit Orgasmus, obwohl ich ziemlich unter Stress stand, weil ich nicht wußte wie es werden wird, nach der großen OP.

Gerade heute hatte ich den Gedanken, dass ich mich "im Unterleib" tatsächlich kranke fühle, irgendwie passte es gerade gar nicht, zumal ich immer noch, obwohl ich 30mg MPA einnehme Blutungen habe...

Nervt mich sehr, da auch der Darm wieder spinnt...*jammer*

LG

--

Lieben Gruß

Ricky



hallo
sandramaus

also ich muss auch zustimmen, dass ich trotz endo "orgasmusfähig" bin.

ob das vor der endo so war weiß ich nicht, denn die habe ich schon ungefähr seit meinem 14 lebensjahr.

 währen der periode habe ich keinen gv gehabt, also kann ich dir dazu leider auch nichts sagen.

liebe grüße

sandramaus



Hallo Lilie, ich heisse übrigens Julia...
dr.julia

... und meine Idee ist:

es existiert die eine Entstehungstheorie, dass Gebärmutterschleimhaut durch "falsche" Peristaltik der Eileiter in den Bauchraum geraten kann. Die "normale" Peristaltik im Eileiter ist Richtung Gebärmutter - also quasi vom Bauchraum weg.

Bei einem Orgasmus entsteht ein Saugmechanismus in Scheide und Gebärmutter (damit die Spermien den richtigen Weg zum Ei finden) und die Eileiter werden dann vielleicht "überstimmt", was die Peristaltikrichtung angeht.

Könnte es nicht sein, dass die Entstehung von Endometriose dadurch gefördert wird, dass man während der Regelblutung Orgasmen hat, und das Blut mit den vielleicht noch "anwachsfähigen" Gebärmutterschleimhautzellen im Bauchraum wieder "anwächst"?!

Diese Idee passt natürlich nur zur Verschleppungstheorie...

Und die Verwendung von Tampons und dadurch evtl nicht abfließendes Blut, was sich vor`m Tampon staut wäre quasi eine peristaltikunabhängige Variante meiner Idee.

Ich habe übrigens irgendwann nur noch Tampons benutzt, weil ich es gehasst habe, morgens in einem total versauten Bett aufzuwachen, weil ich wieder mal die Binde nicht "getroffen" hatte - ätzende Erinnerungen.

Bin froh, dass das seit 2003 Vergangenheit ist!!!   Smile

Grüße,

Julia



Differenzierungstalent
dr.julia

Hallo Lilie,

was eine Theorie ist muss ich hoffentlich nicht erklären.

Dass es mehr als eine Entstehungstheorie zu Endometriose in der medizinischen Fachwelt gibt, ist hoffentlich allen hier im Forum klar.

Und ich habe mal weitergedacht, als dass viele in der Forschung beschäftigete Männer (!) tun. Immerhin habe ich theoretisch die Möglichkeit, einen Job in der Endometrioseforschung anzunehmen.

Hätten jetzt alle Antwortenden von einer unbeschreiblichen Geilheit und invasivem Sex auch während der Periode erzählt, dann wäre das mal eine Möglichkeit gewesen, eine neue Theorie zu überprüfen, die die sogenannte "Verschleppungstheorie" stützt. Die Forschung wird leider größtenteils von Männern gemacht - und wer selber nicht betroffen ist, ist ganz sicher nie so enthusiastisch bei der Sache! Und denkt vielleicht auch gar nicht über solche "sensiblen" Themen wie Orgasmen nach im Zusammenhang mit Endometriose.

Ich nutze hier meine Chancen, die ich als Ärztin habe. Und zwar mit Eurer Hilfe.

Ich muss zugeben, dass dein Versuch, mir zu erklären, was ein Tampon ist (nämlich kein Weinkorken), mich etwas ansäuert. Aber vielleicht reagiere ich auch über...

Julia

 



Hi Ihrs,  dass mit den
Ricky68

Hi Ihrs,

 dass mit den verschiedenen Ansätze finde ich sehr spannend. Vorallem wel ich immer und überall gerne eine Erklärung hätte. Das ist eines der blödsten Dinge bei dieser Krankheit.

Also vom Gefühl her gefiel mir immer diese Verschleppungstherorie am besten. Nur die Sache mit dem Mädchen, dass keine Gebärmutter hatte und deswegen keine Zellen verschleppen konnte, ist verwirrend.

Anderseits sind die Zellen der Endo doch nur deren in der Gebärmutter ähnlich und nicht identisch, oder?

Was wäre denn, wenn die Zellen einfach nur mutieren, wäre das möglich? Am Anfang ist doch jede Zelle gleich. Aus jeder kann alles werden ( ausser den Eizellen..) und Zellen können sich erneueren. Machen sie ja dauernd. Ich könnte mir vorstellen, so wie zB aus der ganz normalen Hautzelle auf einmal ein Leberfleck entsteht, könnte diese Veränderung vielleicht auch mit der Zelle passieren, die dann eine Endozelle wird...

Welche Möglichkeiten gibt es denn noch?

Die Sache mit dem Tampon fand ich auch auffallend. Ich hatte in meiner entstehenden Hochzeit der Endo - als ich noch nichts davon wußte, dass Gefühl, dass ich den Tampon nicht mehr vertrage.

Problematisch wird es aber, wenn man bedenkt, dass Endo fast überall sein kann, am Herz, Kopf etc und da gibt es weit und breit keine Tampons - also direkter Kontakt schließen wir aus.

Julia, Zellen können nicht durch Blutbahnen, oder auf anderem Wege irgendwo anders hingelangen, oder?

 HiHi Ärzte lassen sich einfach nicht gerne etwas erklären, selbst wenn man weiß, dass sie ja wissen...;-)

--

Lieben Gruß

Ricky



also...
dr.julia

Ja, das mit dem Tampon-nicht-vertragen ist nachvollziehbar. Drückt ja irgendwie alles im Becken: Luft, Kot, Urin, Penisse, Tampons...

Man hat einfach das Gefühl, dass da für nix mehr anderes ausser Gebärmutter auch nur ein bisschen Platz ist...

Zellen könnten auch über die Blutbahn verstreut werden. Im Grunde ähnlich wie bei malignen Erkrankungen (Krebs mit hämatogener Metastasierung). Und bei meiner Idee mit den Orgasmen finde ich auch die Rolle des Prolaktins (welches bei jedem Orgasmus ausgeschüttet wird und nachgewiesenermaßen eine Gebärmutterschleimhautproliferation bewirkt) noch interessant. Vielleicht wachsen die Zellen nur an fremden Stellen an, wenn man ihnen mit regelmäßig freiwerdendem Prolaktin quasi Unterstützung gibt?!

Außerdem wird ja auch zu blutgefäßbildungsfördernden Stoffen im Zusammenhang mit Endometriose geforscht (Angioneogenese). Da driftet es übrigens thematisch schonwieder in die Mechanismen der malignen Erkrankungen ab: auch dort ist Angioneogenese ein ganz wichtiger Faktor für das Weiterwachsen des Tumors und die Metastasierung...

Als ich kürzlich mit einer österreichischen Gynäkologin sprach, war auch die überzeugt davon, dass die Endometrioseforschung sicherlich weiter wäre, wenn mehr Frauen mitforschen würden. Sie ist neben erfogreicher Gynäkologin auch Buchautorin und Professorin für Ethik und im Gender-Bereich engagiert. Sie hat meine Gedanken zu diesem Thema  unterstrichen und fachlich begründet.

Ich möchte mir diese Sichtweise gönnen. Sonst habe ich ja gar keinen "Schuldigen" -naja, außer der korrupten Pharmaindustrie, dem kurzsichtigen Gesundheitssystem, den unempathischen Krankenhausärzten, etc natürlich Wink

@lilie: hab mich wieder abgeregt. Frieden!

Liebe Grüße,

Julia



Hallo Julia, ich kann z. B.
Tess

Hallo Julia,

ich kann z. B. noch von mir berichten, dass es bei mir richtig schlimm mit der Endo wurde als ich noch Tampons benutzt habe. Als ich diese wegließ wurde es doch etwas besser von den Schmerzen her.

Aus der Selbsthilfearbeit muss ich sagen, dass das "Seelenleben"  bei der Entstehung meiner MEinung nach eine rießige Rolle spielt. Ich würde da gar nicht nur auf körperliche Vorgänge hin forschen. Es ist verblüffend wie viele Übereinstimmungen sich da bei den einzelnen Frauen feststellen ließen, besonders in Bezug auf das familiäre Umfeld, Erlebtes (besonders in der Kindheit) und eine allgemeine Verarbeitungsweise von Lebenssituationen.

Was jetzt nicht heißen soll, das Endo eine psychische Krankheit ist ja?! Aber es ist ja bekannt das Körper und Seele sich gegenseitig beeinflussen und das nicht zu gering.

--

Liebe Grüße, Tess



..wow, gibt es da vieles
Ricky68

..wow, gibt es da vieles Interessantes...

bin leider gerade auf dem Sprung ( leider ist falsch gesagt, gehe mit Manne essen...)

aber die Sache mit der Psyche und die Übereinkunft mehrere Frauen würde mich sehr interessieren...

@ Julia, auf deine Thesen gehe ich morgen ein...

Schöer Abend noch

Ricky

--

Lieben Gruß

Ricky



hallo julia & co
clapfe

mußte mir das alles mehrmals durchlesen. klingt sehr verwirrend, aber klingt doch schon ein wenig logisch.

1. kann orgasmus während regel haben(erst zum ende hin). bin von sex aber am anfang der periode nicht sehr begeistert. an den ersten 3 tagen hab ich überhaupt keine lust!  während der pilleneinnahme war mir das relativ egal, da hatte ich kaum schmerzen.

2. tampos hab ich plötzlich nicht mehr vertragen (nach absetzen der pille), 1 tag bevor die regel beginnt, hab ich irrsinnige krämpfe, am 1., zeitweis 2. tag kommt kaum blut bei mir raus und das macht schmerzen. sobald das blut fliesen kann, mein darm sich nach einem krampf entleert hat, ist das schlimmste vorbei.

so ist das bei mir, gute nacht



noch was....
clapfe

....

3. psychisch bin ich voll daneben. hab 30 bzw. 31 tage im monat eine prämenstruelle phase.....

4. komm sicher bald in die klapse!!!!!!!!!



PMS
dr.julia

30 Tage PMS im Monat sind aber echt ziemlich nervig!

Da lobe ich mir doch die Amenorrhoe: keine Menstruation, also auch keine Prä-Menstruale Phase   Laughing

Psyche: Ich weiss nicht, neeee - ich mag das nicht psychologisieren. Da sträubt sich was in mir - da bin ich voll emotional und stehe dazu. Dass wir alle früher oder später am Rad drehen wegen ständiger Schmerzen, der Unsicherheit, der Angst vor der nächsten OP und dem Nichternstgenommenwerden, das ist nachvollziehbar. Aber was war zuerst? Die psychische Alteration (Abweichung) oder die somatischen Probleme? Bei chronischen Schmerzen kämpft man als Arzt auch immer mit dieser Frage. Und mein Chef ist ein absoluter Ent-psychologisierer: wenn der neue Patienten bekommt, die bereits auf die Psychoschiene abgeschoben wurden, macht er nochmal Diagnostik und findet meistens auch was.

Beweise gegen Psychologisierung / psychosomatische Komponente kann ich nicht liefern. Leider.

Aber eine herausfordernde Frage: sind auch bei Frauen, wo die EM ein Zufallsbefund  war (die also keinerlei Symptome hatten), die psychische Abweichung und die speziellen Familienkonstellationen da?

Und in meiner Ausgangs-Frage ging´s mir eigentlich primär  darum, ob ihr überhaupt orgasmusfähig seid. Es gibt ja auch Frauen, die gar keine Orgasmen kriegen. Die haben also auch nie Prolaktinerhöhungen (jedenfalls keine nach Orgasmen, höchstens durch Paspertineinnahme...).

Vielleicht sollte ich so anfangen, meine Idee folgendermaßen zu überprüfen: orgasmusunfähig Frauen suchen. Wenn von denen niemand EM hat, wäre das schon ein Hinweis. Naja - Hirngespinste. Ist zwar alles nicht unlogisch, aber schwierig umzusetzen. Welche Frau gibt schon gerne zu, dass sie in ihrem Leben noch nie einen Orgasmus hatte?! Praktisch also nicht durchführbar. Außerdem muss man sich mal die Konsequenzen dieser Theorie ausmalen (und da wird`s fast philosophisch): "Geilheit macht krank". Könnte Auswirkungen wie im Mittelalter haben. Dann gibt`s keine Hexenverbrennung, sondern Endometriose-Patientinnen-Verbrennungen... puh!

So, genug rumgeschwallt.

Bin gespannt, wie die Diskussion weitergeht. Richtig spannend ist das hier!    Smile

Julia



Becken
dr.julia

@lilie: meine ich genau, wie ich es geschrieben habe:

man hat das Gefühl, dass für nix ausser Gebärmutter noch Platz ist. Im Becken. Da drückt einfach alles, und wenn`s nur ein Pups oder die halbvolle Blase ist. Und dann ist es auch nachvillziehbar, wenn ein Tampon drückt. Und der Penis des Partners, etc.

Das liegt an der Entzündungsreaktion und Überempfindlichkeit des umgebenden Gewebes. Ist quasi "normal", dass da alles drückt, wenn man EM hat.

Jetzt klar, wie ich das meinte?!

Ju

PS: von wann ist der Bericht von dem Mädchen, was angeblich keine Gebärmutter hatte? Habe auch mal sowas gelesen, das war glaub ich in den 50ern, oder?! Grundsätzlich ist diese Geschichte (ob nun "wahr" oder nicht) kein Beweis gegen die Verschleppungstheorie. Vielleicht hatte das Mädel ja eine hypoplastische Gebärmutter, die durch die langjährige Endometriose so dermaßen mit dem Darm und/oder der Beckenwand verbacken ist, dass man sie gar nicht mehr identifizieren konnte. Ich war nicht bei der Sektion dabei!

Kann nochmal jemand den Bericht hierherbringen? Mit Quelle! Interessiert mich!!!

Ju



Ich denke wirklich
DanH

Ich denke wirklich angestrengt über diesen psychischen Aspekt bei dieser Erkrankung nach. Darüber mach ich mir schon lange Gedanken. Eigentlich bin ich auch davon überzeugt dass es eine große Rolle spielt. Zumindest bei mir würd es passen wie die Faust auf's Auge.

Mir schwirren da die natürliche Killerzellen, die zu den Lymphozyten gehören, im Kopf rum -> abnormale Zellen bekämpfen usw. Und diese können doch wenn das Immunsystem nicht fit ist (was durch psych. Aspekte passieren kann, davon bin ich überzeugt!!!) vermindert sein. Bisher hab ich darüber jedoch nur im Zusammenhang mit Krebszellen nachgedacht. Aber Endoherde sind doch auch entartete Zellen(?) Sind sie den Zellen des Endometriums eingentlich "nur ähnlich" oder sind es exakt diese?

Wie gut dass ich an einem Sonntag wie heut so viel Zeit zum Grübeln hab. Ich hätt auch gern Antworten...Warum? Woher kommts? 

LG

Daniela

P.S. @ Dr. Julia: Ich schaff's irgendwie nicht dich über deine Email Adresse zu kontaktieren. Ich glaub ich bin zu doof dazu...



http://www.drhuber.at/endosko
Ricky68

http://www.drhuber.at/endoskopie/endometriose.html

 Hier wird es zumindest beschrieben.

Es gibt wohl verschiedene Formen der Endo bzw. der Stellen wo es auftritt und dementsprechend hilft eine Entfernung der Gebärmutter oder eben nicht. Wie ich eben gelesen habe...

Und weiter habe ich gelesen...zu den Killerzellen.

Es gibt wohl auch die These, dass in den meisten Fällen das Immunsystem die abartigen Endozellen erkennen würden und eben vernichten. Bei machen Frauen funktioniert aber das Immunsystem nicht, so dass diese Zellen wuchern können.

Also ich selbst bin auch davon überzeugt, dass die Psyche sehr eng mit einer Krankheit zusammenhängt. Zumindest in die Richtung, ob man schneller gesund wird oder eben nicht. Ob man krank wird, könnte ich mir aber auch vorstellen?

Leider weiß ich immer noch nicht welcher psychische Zusammenhang bei Endo gestellt wird. Hat da jemand was zum nachlesen?

 LG

--

Lieben Gruß

Ricky



hallo zusammen
clapfe

es gibt ja auch m.crohn pat., wer solche kennt, die haben ja auch alle einen kleinen knacks. so wie die endotypen anscheindend. viel. ist das darauf zurückzuführen, dass man halb durchdreht wegen der schmerzen und sonstigen zustände..angst, kinderwunsch, verständnis usw.

bei mir ist es so: schmerzen, zurückzug von partner, sexlosigkeit, evtl. sex: kein gedanke an orgasmus, weil so viele andere dinge im kopf...angst vor der nächsten periode, daraufhin wieder schmerzen. die katze beisst sich ständig in den schwanz.

während der pilleneinnahme fuktioniert das sexleben auch wieder besser, keine schmerzen, mir gehts besser usw.

an julia, meinst du, dass frauen, die keinen orgasmus haben, evtl. keine endo haben?

lg, claudia



..meinst du morbus crohn?
Ricky68

..meinst du morbus crohn? Das wiederum hat meine Schwester. Was für einen Knacks sollen die haben. Mich würde so interessieren, welche Psychische Dispossition bei Endo steht?

Bei mir war es ja so, dass ich überhaupt nichts von meiner Endo wußte, erst als ich im Krankenhaus lag und sie mir eine Schockozyste von 6x9 cm und eine weitere jeweils an den Eierstöcke entfernt haben, wußte ich es . Endo mußte ich mir dann im Krankenhaus im Internet selbst erschließen.

Kinder habe ich zwei bekommen, relativ problemlos, gut beim Ersten brauchte es knapp ein Jahr. Schmerzen hatte ich auch erst etwa im letzten halben Jahr sonst nie, ausser ewig lange meine Periode, aber relativ schwach. Und gerade als ich am Tag zuvor dachte "klasse, ich habe ja schon zwei Monate keine Schmerzen mehr gehabt", hat es mich am Tag darauf umgehauen...

Nur mein Bauch hat schon immer gesponnen, aber das bezog ich auf meinen "Reizdarm" so die Prognose und Krämpfe hatte ich auch hin und wieder, aber damit hatte ich mich arrangiert. Und die Schilddrüse und so...

So und nun ganz unbedarft hätte mich der psychische Zusammenhang interessiert... 

--

Lieben Gruß

Ricky



Jetzt mal im Ernst...
dr.julia

... die Geschichte ist interessant, aber wie dort schon steht:

"Die damals üblichen Untersuchungen – technisch weit entfernt von den heutigen Diagnostikmethoden ..."

Vorschlag zum eigenständigen Nachdenken: könnte es grundsätzlich sein, dass dieses arme Mädel eine Hymenalatresie oder sonstige Missbildung hatte, die es dem Menstrualblut nicht erlaubte, nach aussen zu entweichen? Wäre es möglich, dass infolge der monatelangen ständigen Entzündungsreaktionen die Organe im Beckenraum so miteinander verbacken waren, dass eine Identifizierung des Uterus schlicht nicht mehr möglich war (u. a. auf Grund der damaligen Diagnostikmethoden, s. o.)? Einen Zyklus - also auch eine Ovaranlage - muss sie gehabt haben laut Symptombeschreibung. Dass bei Ovaranlage keine Gebärmutteranlage da ist, halte ich (ohne jetzt extra im Embryologiebuch nachzuschlagen) für unwahrscheinlich!

Danke erstmal für die "Quelle"!!!

Gelesen hatte ich das auch schonmal irgendwo und es hat mich zugegebenermaßen verunsichert bzw. ich fand es interessant. Aber wenn diese Geschichte aus der vorletzten (!) "Jahrhundertwende" für schnellüberzeugbare Menschen der "Beweis" dafür ist, dass die Verschleppungstheorie nicht haltbar ist, warum wird dann später in diesem Text erwähnt, dass der Entstehungsmechanismus noch immer nicht erforscht ist?

Bitte, bitte, bitte - so eine Geschichte ist wirklich interessant. Aber als akzeptable Diskussionsgrundlage für 2010 dient sie nicht wirklich! Ich war bei der Sektion nicht dabei und gönne mir die Zweifel, was das Nichtvorhandensein eines Uterus angeht.

Ich werde in den nächsten Tage mal versuchen, aktuelle (!) Forschungsliteratur zum Vorhandensein von Endometriose bei nicht angelegtem Uterus zu finden. Da muss man ja auch mit embryologischem Wissen drangehen. Das muss ich erstmal auffrischen.

Julia

PS: dass Frauen mit Endometriose und Total-OP nach offensichtlicher "Heilung" von EM nach Jahren wieder neue Herde im Bauchraum hatten, ist bekannt. Spricht aber weder für (neue Herde könnten aus dem Nichts gekommen sein) noch gegen (die Zellen waren schon festgesetzt, aber noch nicht sichtbar - und sind erst später gewachsen) die Verschleppungstheorie



Psyche und so...
dr.julia

Eine Beeinflussung des Immunsystems durch die Psyche ist erwiesen. Und hat sicherlich jeder schonmal bei sich selber bemerkt.

Ja, funktionierende Abwehrzellen räumen eine Menge Mist weg. Möglicherweise auch Gebärmutterzellen, die vom rechtmäßigen Weg abgekommen sind. Scheisse - heisst das, wir sind alle Schlaffis und kommen mit dem ganz normalen Alltagsstress nicht zurecht? Also - ich jedenfalls bin nicht besonders "belastbar", das würde in`s Konzept passen. Ich schlafe lieber, als dass ich arbeite (nur so ein Beispiel...) - das bekommt mir einfach besser!

Was diese weiter oben erwähnten Familienkostellationen und die psychischen Besonderheiten der EM-Patientinnen betrifft: würde mich auch interessieren! Wer hatte das denn nochmal geschrieben? Hallöle! Mehr Infos! Wir sind neugierig!

Ju



*nerv*
dr.julia

Sorry, weiss gar nicht, ob ihr überhaupt soviel lesen wollt - aber mich hat`s gepackt und ich bin ein wahrheitsliebender Mensch. Ich kann quasi nicht anders.

Zur Glaubwürdigkeit der uns vorliegenden Quelle:

Rokitanski war ein Pathologe. Er lebte (laut unserer Quelle) 1804-1878. Wie soll er um die Jahrhundertwende seine Entdeckung vorgestellt haben? Zur Wende 1700-1800 hat er noch nicht gelebt und 1800-1900 nicht mehr.

Er hat in seinem Leben ca 30000 Autopsien durchgeführt. Er war kein Operateur, sondern Pathologe. Im Text stand aber: "er operierte".

Die erste geschichtlich dokumentierte Narkose (oder das, was man früher so nannte) gab`s auch erst seit 1846! Macht eine OP im Bauchraum (ohne künstliche Beatmung, die gab`s noch nicht) auch höchst unwahrscheinlich.

Erst 1839 hat man herausgefunden, was eine Zelle überhaupt ist. 1855 hat man begonnen, verschiedene Zelltypen (Muskelzellen, Nervenzellen, Gebärmutterzellen, etc) zu untersuchen. Wie sollte man also bei so einer frischen Disziplin namens Cytologie genau bestimmen können, dass es sich um "Endometriose" handelt?

Sorry - diese Quelle hat vielleicht irgendwo kleine wahre Ursprünge. Aber im Laufe der Zeit wurde offenbar viel hinzugedichtet und anderes wegradiert. Hört sich so, wie sie jetzt ist, ja auch echt cool an - ein schlagzeilenträchtiges und meinungsmachendes Schriftstück!

Noch Fragen zur Seriosität dieser Quelle???

Gute Nacht,

und entschuldigt die Desillusionierung.

Julia



Wo steht da was mit
Ricky68

Wo steht da was mit Familienkonstelation...*grübel*

Also mit dem wenig belastbar..nach aussen bin ich extrem belastbar und stecke viel weg. Bin abgeklärt und mir macht kaum jemand was vor...das ist das Aussenbild. Muß aber nicht zwingend mit dem zusammen hängen, was ich fühle.

Und genau da setzt ja böserweise diese Psyche an. Sie stuppst uns auf Dinge, die wir nicht wahr haben wollen, nicht sehen wollen und schwupps liegt man im Krankenhaus, überlegt was los war, oder läßt es sein...

Ob das nun eine Schwäche ist oder aber "nur" ein fehlgeleiteter Umgang mit sich und seinem Körper, wer weiß das und vorallem wer kann sich das Recht raus nehmen das zu bewerten?

Ich für mich gehe mit diesen eventuellen Zusammenhängen relativ locker um und nur wenn man auch diese Seiten sieht, hat man eine Chance es "in den Griff" zu bekommen.

Mal ist man schwach und dann mal wieder stark.Es kommt immer auf den Umstand und die Situation an. Und das ist bei jedem Menschen so. Davon bin ich überzegt. Man muß nur den richtigen Punkt erwischen...

--

Lieben Gruß

Ricky



Also, ich weiß auch nicht
DanH

Also, ich weiß auch nicht so genau was ich von diesem Bericht aus dem 18. Jahrhundert halten soll. Und kann mir auch n

NICHT vorstellen das besagtes Mädchen KEINEN Uterus hatte, ob nun vollständig ausgebildet, verkümmert, komplett vermanscht und verwachsen oder sonstwie. Aber irgendwas muss da gewesen sein. Und heutzutage hätte man sicher auch ein anderes Ergebnis, naja.

Aber schreibt nicht lilie ein paar Einträge voher sie hat keinen Uterus und trotzdem Endo? Öhm..Ich versuch ja nur so einiges zu verstehen.

Nochmal zur psych. Komponente. Also ich würd auch in Raster passen. Eher dünnhäutig, wenig belastbar und und und. Nach aussen hin nicht, klar. Ob jetzt vor der Endo schon weiß ich nicht, ich vermute ich hab sie seit ich 14 bin.

Ja, ich weiß jetzt auch nicht ob ihr so viel lesen wollt..

Ich hatte vor Jahren während meiner Ausbildung an der Schule eine Lehrerin in Anatomie & Physiologie. Eine Ärztin die aber auch weit über den Tellerrand hinaus geschaut hat. Die meinte immer dass ein zu 100 % funktionierendes Immunsystem und superfite Abwehrzellen (also auch nicht durch irgendeinen bewussten oder unbewussten psychischen "Knacks" beeinflusst oder geschwächt) einen Körper nicht krank werden ließen. 

Das schmeiß ich jetzt nur mal so als Denkanstoß in den Raum wenn wir grad bei dem Thema sind.

 

Daniela



Mir persönlich ist in der
Tess

Mir persönlich ist in der Selbsthilfearbeit einfach aufgefallen, dass die meisten Endo Frauen einiges in ihrem Leben einstecken mussten. Oft familiär bedingt durch die Eltern, bei vielen z. B. so, dass die Eltern unheimlich hohe Erwartungen in sie setzen und der Druck immer größer wurde bis sie schließlich nicht mehr konnten. War bei mir selbst auch so, ich wollte meinen Eltern immer alles recht machen und habe nie darüber nachgedacht, was ICH eigentlich will. Schließlich kam es zum Zusammenbruch und ich muss sagen, das einzige was ich an der Endo damals positives sehen konnte, war, das meine Eltern sich endlich mal um mich kümmerten, sich um mich sorgten usw. Ich denke ich habe mich davor einfach auch nach Aufmerksamheit gesehnt.

Außerdem ist es bei den meisten Frauen so,d ass sie eben nach außen hin total stark und souverän wirken, z. B. bei unserem ersten Selbsthilfegruppentreffen dachte ich mir, boa diese Frauen haben Endo. Die wirken so stark und so als hätten sie ein super glückliches Leben usw. Schnell wurde aber klar das das bei keiner so war. Das fand ich überraschend, denn wie gesagt nach außen hin wirkte alles toll. Aber genau dieses Verdrängen stellt eben ein Problem dar. Vieles was uns eigentlich belastet schlucken wir runter oder reden uns ein das sei alles nicht schlimm. Ich persönlich habe manchmal das GEfühl das das alles dann im Unterbauch hängen bleibt.

Von mir selbst kann ich sagen, dass ich Endo fast überall hatte (das wissen ja die meisten hier). Ich wurde 4 mal operiert in 2 Jahren und war sogar mit 18 Jahren an einem Punkt wo ich am liebsten eine Total OP gehabt hätte nur das alles endlich ein Ende nimmt. 

Dann bin ich aufgewacht, habe sämtliche Alternativmedizinsche Methoden ausprobiert in Kombination mit der Schulmedizin und mein Leben so gelebt, wie ICH es wollte. Das war verdammt schwer, weil ich niemandem weh tun wollte. Aber letztendlich war das mein persönlicher Weg zur Besserung. Mir geht es seitdem gut, ich habe hin und wieder schon einen schlechten Tag aber kein Vergleich zu früher.

--

Liebe Grüße, Tess



Also mal zu dem Orgasmus,
achso

Also mal zu dem Orgasmus, ich oute mich mal:

Kurz bevor ich meine Tage habe, scheint mein Gewebe weicher und flauschiger zu sein. Dann habe ich einen besseren Orgasmus. Mittlerweile ist alles so verkorkst, da ist es egal.

Ich hatte damals auch während der Mens GV mit Orgasmen. Irgendwie hat es teilweise sogar gegen die Schmerzen geholfen, weil die Muskulatur danach so entspannt war. Auch ich hatte den Gedanken schon, ob es vielleicht mit dazu beigetragen haben könnte. Andererseits hatte ich schon die Schmerzen, bevor ich an GV überhaupt gedacht habe.

Ich persönlich halte die Endo einfach für eine Fehlbildung. Vielleicht passiert es ja schon im Mutterleib, wenn die Mutter GV hat? Würde auch erklären, warum Männer betroffen sein können. Die Psyche, denke, dies ist bei mir andersherum. Erst war alles gut, dann kam die Endo, dann der Knacks.

Ein Thema, über das man ewig philosopheren könnte. Wär ich noch doll jung, dann würde ich in die Forschung gehen.

lg

hägar



...also das mit den hohen
Ricky68

...also das mit den hohen Erwartungen kann ich voll und ganz unterstreichen..

aber nicht von meinen Eltern, sondern von mir selbst.Das ist echt zum Haare raufen. Ich würde es so gerne verändern, weil ich weiß, dass mich das alles stresst, bekomme es aber nicht auf die Reihe. Wenn ich etwas mache, dann muß es zu 100% sein, drunter geht es nicht. Versuche gerade nach der Pareto-Regel etwas zu ändern, dass 80% vollkommen ausreicht...

Und da denke ich kommt die Psyche ins Spiel.Sie setzt den Körper ein, um zur Ruhe zu kommen.Wenn man 100 % geben möchte, ist das dann nicht auch beim Sex so? Erwartungen erfüllen - seine eigene Zurückstecken und wenn es zu lange dauert, dann holt es sich der Körper. Nur so eine Idee...

@ Julia, deine Einwände zu dem Mädchen finde ich sehr interessant.

--

Lieben Gruß

Ricky



Innen und Außen
dr.julia

Ja,

mir geht`s auch so.

Meine Kollegen versuchen mich dauernd in eine Leitungsposition zu drücken, weil ich so einen fitten und aufgeräumten Eindruck mache. Das sieht aussen halt so aus. Aber mir ist das alles zu anstrengend.

Einen schönen Text habe ich im Angebot. Ist zwar etwas Medizindeutsch drin, aber kann auch für vorgebildete Nichtmediziner lesbar sein:

http://www.sprechzimmer.ch/include_php/previewdoc.php?file_id=2555

 Zum Thema Endometriose ohne Uterus: Ja, wie bereits oben geschrieben - eine Frau, die schonmal einen Uterus hatte und EM hat und dann den Uterus entfernt bekommen hat, kann jederzeit wieder oder im blödesten Fall sogar ohne Symptompause weiterhin an ihrer EM leiden.

Denn egal, ob man nun die Implantationstheorie/Verschleppungstheorie oder die Metaplasietheorie (jede Zelle im Körper kann zu einer EM-Zelle werden, wenn bestimmte Voraussetzungen da sind bzw es wurden während des Heranwachsen des Gesamtkörpers Zellen verteilt, die jetzt zu EM-Zellen werden können) für wahrscheinlicher hält - es macht keinen Unterschied in dem Moment, wo die betroffene Frau JEMALS einen Uterus hatte! Die Verschleppung kann ja längst stattgefunden haben, bevor der Uterus entfernt wurde und dieses verschleppte Gewebe wächst dann erst langsam vor sich hin (unter Hormoneinfluss), bis sie - evtl Jahre nach der Uterusentfernung - wieder Symptome macht.

Man sieht in der Laparoskopie nicht immer alle Herde. Es gibt auch Herde, die einfach nicht sichtbar sind (weil zu hell) und möglicherweise andere, die man zwar sehen könnte, aber die sich frech hinter Darmschlingen verstecken. Daher ist BS plus Gebärmutterentfernung leider nur selten die Lösung. Heutzutage wird in der Regel auch die Adnexe (Eileiter und Eierstock) mit herausgenommen, weil Analysen zeigen, dass nur Uterusentfernung auf längere Sicht leider nix bringt bez EM-Therapie (wahrscheinlich, weil die Hormone der Ovarien noch immer aktiv sind...?). Die Ergebnisse nach "Total-OP"scheinen besser zu sein.

Nach einer BS zu behaupten, man hätte ALLE Endoherde enfernt, halte ich für Schönfärberei. Man kann das in Wahrheit nie wirklich sagen. Man kann nur dran glauben. Was per se nicht verkehrt ist. Denn wer im Glauben gefestigt ist, hat weniger Stress, damit ein besseres Immunsystem und dann.... - offenbar weniger Risiko auf ein erneutes Ausbrechen bzw Weiterwachsen der Zellen.

Meine Idee, ob Frauen, die nicht orgasmusfähig sind, EM bekommen, ist als Frage zu werten.

Ich versuche, mich gewählt auszudrücken - vielleicht gelingt es mir nicht immer. Bei manchen Dingen bin ich mir recht sicher, andere stelle ich in Frage und nur wenige schließe ich aus.

Ju 



Männer
dr.julia

@hägar: Männer? erzähl mehr dazu bzw gib mir einen Link. Darüber will ich unbedingt mehr wissen!!! Die haben definitiv keinen Uterus. Nie gehabt. Also  - "echte" Männer mit XY zumindest.

Ju



hi ricky68
clapfe

wollte deine schwester nicht beleiden, aber dei den morbus chrohn pat. ist es nicht anders als bei uns: ständig schmerzen, wiederkehrende ops.

ich bin ein mensch, der auch 100% funktioniert, alles geht. 10 belastungen auf einmal super organisiert. momentan, wo die endo wieder da ist. kann ich einfach nichts mehr organisieren. absolute planlosigkeit!

zeitweis bin ich beruflich so im stress, dass ich mir denk, ich bekomm bald einen herzinfarkt, komm dann nicht mal am abend zur ruhe. jetzt ist es so, dass mich mein körper zur ruhe zwingt.

meine endo ist erstmals 2002 ca. aufgetreten, nach einer echt scheiß beziehung. da konnte mein körper nur mit krankheit reagieren, so blöd war diese beziehung. war das der grund, dass meine schlafenden endozellen erwacht sind, oder wären sie so auch aufgetreten. wer weiss das schon?



bei mir ist es nicht anders.
clapfe

bei mir ist es nicht anders. meine kollegen wollen, dass ich der nächste betriebsrat werde, weil ich so eine kämpferin bin. organiesier arbeitsmäßig recht viel.

ich bin ja stark, hab immer alles im überblick, keepe cool bei absoluten notsituationen, bleib bei einem chaos total ruhig, bewahre in stresssituationen die nerven. so bin ich und so sehen mich auch meine kollegen und freunde.

bin ich nicht super? nach aussen? innen in mir bin ich chaotisch, orientierungslos, planlos, weiss nicht wies weitergehen soll und wird. oh gott bin ich verkorkst. willkommen im club!Cool



Austria...
dr.julia

Hallo nach Österreich!

Meinen ersten Pneumothorax auf dem Boden einer EM hatte ich auch in einer krassen Beziehung. Extrem leidenschftliche Beziehung. Mit genialstem Sex - hätte nichts anderes mehr gebraucht, mein Leben lang. Aber der Mann hat weitergesucht... - das hat mir 5 Jahre lang psychisch echt nicht gutgetan. Bis ich die Notbremse gezogen habe.

Manchmal frage ich mich (der Psychosomatik grundsätzlich nicht abgeneigt, aber immer auf der Suche nach Wahrheit), ob mir letztlich einfach "die Luft weggeblieben ist" oder "der Atem im Hals gestockt ist", weil ich nicht glauben konnte, was mein Mann mit mir  bzw anderen Frauen macht...

Ju



atemnot
clapfe

hallo aus dem düsteren, regnerischen, kaltem österreich! 

ich hatte immer atemnot, bin schon auf asthma diagnostiziert worden und mußte inhalieren. hab daraufhin sehr schnell abgenommen. das wars anscheindend nicht.

und wie kann ich das jetzt sehen? ist meine beziehung wieder hinüber, oder was? naja mein mann muss mich ja schon aushalten, so wie ich momentan drauf bin.

aber man kann es schon so sehen, wenn etwas beschissen ist, bleibt einem die luft weg! ich glaub immer ich werde im zwerchfellbereich zusammengeschnürt und kann nimma tief einatmen, bekomm keine luft mehr, muß wie ein asthamiker nach luft ringen.



katamenieller Pneumothorax
dr.julia

Interessant.

Achte mal drauf, ob du zur Periode mehr Atemprobleme hast als sonst.

Und google mal "katameniell" mit "Pneumothorax".

Ich glaube, das ist häufiger, als gemeinhin bekannt...

Gruß,

Ju



Die Sache mit dem 100%
Ricky68

Die Sache mit dem 100% funktionieren ist wohl auffallend.

Stress bei der Arbeit war bei mir auch der Grund, weswegen ich diese Auszeit im Nachhinein dringendst gebraucht habe. Obwohl ich die Stelle, die mir nicht gut tat gewechselt atte. Aber oftmals ist es ja so, dass man danach zusammen bricht - zumal ein euanfang auch nicht stressfrei ist.

Das die Endo nun bei mir ausbricht, wo ich schon seit 12 Jahren verheiratet bin, hat vorrangig nichts mit meinem Mann zu tun. Er tut mir nur gut, aber eventuell mit meinen eigenen Erwartungen, wie schon geschrieben.

 Die Sache mit Endo bei Männer - habe ich auch schon gelesen, aber soweit ich mich erinnere, wurde dies immer wiederlegt. Manche sagen deswegen definitiv, dass es das nicht gibt

--

Lieben Gruß

Ricky



Männer und EM
dr.julia

Soeben entdeckt bei der Suche nach "men" mit "endometriosis":

Obviously, this is a disease largely confined to the female population. Interestingly, scattered case reports exist of lesions that are histologically indistinguishable from endometriosis found in men exposed to high-dose exogenous estrogens.

Also: vereinzelt existieren Berichte von Gewebeläsionen bei Männer, die histologisch (also was die Zellen angeht - mit Mikroskop betrachtet, etc) nicht von EM zu unterscheiden sind. Diese Vorkommnisse hat man bei Männern gefunden, die hohen Dosen von Östrogen ausgesetzt waren.

Neue Idee: sind wir zufällig alle zu dick? Fettgewebe produziert nämlich Östrogene und Östrogene machen Endometriosewachstum.

Also: mein BMI ist so bei 26. Ich versuche zwar, mich fit zu halten, aber ein ordentliches Moppelchen bin ich schon.

Auf zu einer neuen Fragerunde:

Und Ihr?

Julia  Smile



Meiner liegt bei 19 und war
DanH

Meiner liegt bei 19 und war auch nie wesentlich höher.

Es ist schon wahnsinnig interessant darüber nachzudenken. Irgendwas MUSS es doch sein das wie alle gemeinsam haben. Oder ich mache mir da Illusionen und es wirklich nur eine Laune der Natur...

 Daniela



gewicht
clapfe

seit ich denken kann bin ich nie sehr schlank im vergleich zu anderen.

bin 170 cm, im durchschnitt 65 kg. momentan hab ich 62 kg. weil mir das alles sehr auf die nieren geht. hatte auch schon mehr gewicht.

ich bin zwar nicht dick oder so, habe aber ziemlich feste beine und waden. werde nie schlanke beine haben wie andere, diäten oder ernährung helfen da nicht viel, denn dann wird mein oberkörper noch dünner, eh scha keinen busen, aber hauptsache starke beine und da kann ich joggen, walken, bauch,bein po übungen machen, da hilft nix, nur mehr fett absaugen! Cool

endo beim mann, wußte ja das mit denen auch was nicht stimmt!

mein mann bemüht sich auch sehr, kann mi eigentlich  nicht beklagen, obwohl ich mich doch oft nicht verstanden fühl. aber wie kann ein mann eine endofrau schon verstehen?

neue aufstellung der endotheorie: die jeweiligen verkorksten vorgeschichten von uns allen + ehemalige beziehungen + 100%igkeit +  eventl. den fettgehalt des körpers + sex = endo!



Meiner liegt bei 19, war
Pasoa

Meiner liegt bei 19, war auch schon höher aber auch schon tiefer..

liebe grüsse



..iss wohl nicht, meine
Ricky68

..iss wohl nicht, meine liegt seit jeher eher unter 19...

aber der Zusammenhang Östrogene..Hormone allgemein...und Schilddrüse.

Bei mir muß definitiv etwas mit den Hormonen vorab nicht gestimmt haben.Die Hormonspirale hat bei mir nie so gewirkt, dass meine Blutungen ausblieben. Die MPA 30 mg schafft es auch nicht...Sind meine Östrogene etwa zu dominant?

In dem einen Bericht stand so gar etwas von überwiegend dunkelhaarige - ob da färben auch dazu gerechnet werden kann...? ;-)

--

Lieben Gruß

Ricky



Das mit den Östrogenen und
Tess

Das mit den Östrogenen und dem Körperfett ist zwar logisch, trifft bei mir aber überhaupt nicht zu. Ich bin schon immer untergewichtig und seit der Endo noch viel extremer. Auch die Pille hat bei mir die Wirkung das ich essen kann was und wieviel ich will und kein Gramm zunehme.

--

Liebe Grüße, Tess



blond und pickel
clapfe

ich bin blond, werd aber von jahr zu jahr dünkler.

meine hormone spinnen auch. wie schauts mit eurer haut aus? komm mir vor als würde ich wieder in die pubertät kommen. hatte aber nie so reine haut, war ständig beim hautarzt, kosmetik, nur teure cremen von der apotheke.



Haut war im ok, selbst die
Ricky68

Haut war im ok, selbst die Pille kann nichts daran ändern...

du wirst dunkler und ich heller bzw.grauer...;-)

--

Lieben Gruß

Ricky



ich werd dünkler
clapfe

ich werd dünkler, mein haar wird so aschig (hoffentlich nicht schon grau..oh schreck, oh schreck)

die pille lindern ein wenig, aber wie bei der endo, wird ja alles nur unterdrückt. leider.

ich bin seit kurzem in österreich mitglied, hab vor dort aktiv mitzumachen bei der endovereinigung. viel. kann man ja wirklich all diese dinge zusammen tragen und zur forschung einiges beitragen.

würd mich interessieren wies so mit den genen ausschaut. ob so eine genanalyse was bringen würd. da könnens ja schon feststellen, wer mal parkinson bekommt oder so.



das mit den Männern hatte
Pasoa

das mit den Männern hatte ich auch schon gehört... aber irgendwie finde ich auch im Net. praktisch nichts über dieses Thema...

Ich bekam meine Periode mit 10Jahren.. und von da an starke schmerzen... also definitiv vor dem ersten GV.

denke also auch von da an Endo.. ( wurde aber erst mit 24jahren diagnostiziert.. )

Ist den das öfter dass man von Anfang an probleme hat oder gibt es auch viele die erst später problem oder Endo haben?

liebe grüsse



BMI
dr.julia

Also - Ihr seid ja alle so richtig schlank!  *neid*

Das Gewicht verbindet uns also nicht  Laughing

Und zum Thema dunkle Haare: ich bin irgendwie rotblond-hellbraun.

Julia



Zeitpunkt der Probleme
dr.julia

Hallo Pasoa,

"mein" spezielles Problem mit der Lunge ist beispielsweise erst von 30-40 ein großes Thema (zahlenmäßig/Auftretenshäufigkeit), aber die Diagnose der EM im Beckenbereich hat bei vielen Lungenbetroffenen Mitte 20 stattgefunden. 

Da passe ich (retrospektiv) genau in`s Raster.

Irgendwie scheint es so zu sein, dass die EMim Laufe der Zeit immer weiter um sich greift. Was die weitere Verstreuung im Körper angeht. So  finde ich es zumindest plausibel.

Wenn man Informationen über EM im Netz sucht, kommt man mit englischer Suche (und dann auch englischen Texten...) wesentlich weiter. Bei "Männer" und "Endometriose" findet man quasi auf deutschen Seiten nur Beziehungs-Kram zum Thema "Mann einer an EM erkrankten Frau". Aber mit "men" und "endometriosis" findet man mehr Infos zur uns umtreibenden Fragestellung.

Dass hier in BRD eine Gynäkologin schon hautnah mit "männlicher Endometriose" zu tun gehabt haben soll, finde ich interessant - vor allem wäre es einen Fallbericht wert gewesen...!

Ju



Sorry, muss nochmal auf den Männern
Lythande

Sorry Julia, muss nochmal auf den Männern herumhacken. Steht nicht hier in der Patienteninformation etwas über Männer, Fragen von Männern im Fragenarchiv und ist ca. 1% zwar wenig, aber so wenig nun auch wieder nicht?

Ich denke, dass sich ganz normale Zellen aus einem bisher nicht erkannten Grund zu Endozellen umwandeln und wir können das einfach nicht ändern. Das hat nichts mit Orgasmusfähigkeit, nicht mal mit Geschlecht oder Gewicht zu tun.

Wollte mich eigentlich raushalten, aber die Erklärungen sind mir zu einfach.

Nicht böse sein, bitte

VLG Lythande



zu einfach
dr.julia

Die Argumente gegen den Text mit dem Mädchen, welches angeblich keine Gebärmutter hatte, sind zwar einfach... - aber versuch sie doch zu widerlegen, wenn`s dir so widerstrebt, was ich anführe.

Und nochmal: meine Fragen, die ich hier stelle, erheben nicht den Anspruch, Antworten zu sein.

Ich suche! Und ich habe nie gesagt, dass die Metaplasietheorie zu den Akten zu legen ist. Aber ich finde mehr plausibles, was für die Implantationstheorie spricht.

Mir geht`s um Wahrheiten, nicht um Paradigmen. Die Tatsache, dass ich selber nach Texten suche, die davon handeln, dass EM-ähnliche Läsionen bei Männern gefunden wurden, sollte das klarmachen!

Mir erscheint, ich bekomme gerade Probleme mit denen, die im Glauben an die Metaplasietheorie gefestigt waren. Wenn das hier so weitergeht, endet das noch im Glaubenskrieg...

 Amen  Innocent

Julia



zu einfach
dr.julia

Die Argumente gegen den Text mit dem Mädchen, welches angeblich keine Gebärmutter hatte, sind zwar einfach... - aber versuch sie doch zu widerlegen, wenn`s dir so widerstrebt, was ich anführe.

Und nochmal: meine Fragen, die ich hier stelle, erheben nicht den Anspruch, Antworten zu sein.

Ich suche! Und ich habe nie gesagt, dass die Metaplasietheorie zu den Akten zu legen ist. Aber ich finde mehr plausibles, was für die Implantationstheorie spricht.

Mir geht`s um Wahrheiten, nicht um Paradigmen. Die Tatsache, dass ich selber nach Texten suche, die davon handeln, dass EM-ähnliche Läsionen bei Männern gefunden wurden, sollte das klarmachen!

Mir erscheint, ich bekomme gerade Probleme mit denen, die im Glauben an die Metaplasietheorie gefestigt waren. Wenn das hier so weitergeht, endet das noch im Glaubenskrieg...

 Amen  Innocent

Julia



ameeeeeeeen
clapfe

hi julia, find dich cool! bist ein wenig sarkastisch unterwegs! aber cool!

Amen und gute nacht! Laughing



Orgasmus - Lythande
dr.julia

Hat irgendjemand mal in einer seriösen Quelle was zu Orgasmusfähigkeit im Zusammenhang mit EM gelesen?

Ich bisher noch gar nichts - aber ich habe ja nicht alles gelesen. Dieses Thema ist mir nie begegnet. Aber das heisst nicht automatisch, dass es Quatsch ist, in diese Richtung zu denken - gerade im Zusammenhang mit der Peristaltik und dem Prolaktin.

Vielleicht hat nur noch niemand in diese Richtung geforscht, weil die Labormäuse keinen Orgasmus haben. Oder wir nicht sicher sein können, ob sie oder ob sie nicht...

Ich gehe mal auf die englische Suche...

bis bald,

Julia