Entstehungstheorien
dr.julia

Hallo Ihr Lieben!

Ich hab da mal eine indiskrete Frage an Euch alle:

Seid Ihr orgasmusfähig?

Habt Ihr Geschlechtsverkehr mit Orgasmen während der Periode?

Und mich interessiert auch, ob das beides der Fall war, BEVOR die Endometriose ihre ersten Symptome zeigte und dann evtl wegen Schmerzen (oder dauerhafter Beziehung mit Alltags-Stress) der Sex zur Nebensache wurde.

Um Eure Hemmungen abzubauen: ICH konnte Sex bis zu meinem 30. Lebensjahr als Lieblingsbeschäftigung bezeichnen und hatte ständig Orgasmen, auch während der Periode.

Nicht rotwerden   Kiss

Antworten!

Dankeschön!!!

Eure Julia (thorakale und abdominale Endometriose, gelungene Hormontherapie mit Amenorrhoe seit 2003)



Keinen Glaubenskrieg
Lythande

Hi julia,

wollte dich ganz bestimmt nicht angreifen, aber eine Meinung werd ich doch wohl haben dürfen, ohne dass von einem Glaubenskrieg gesprochen wird. Meine Erfahrungen mit Orgasmusfähigkeit und Prolaktinwerten werd ich hier nicht veröffentlichen, sorry, das ist mir zu persönlich. 

Julia, bitte forsch so viel du willst, aber greif mich doch bitte nicht mehr derart an, ich hab nie behauptet, es sei Quatsch, mir nur bisher zu einfach.

Viel Erfolg

Lythande



Mir gibt gerade die Theorie
Joana

Mir gibt gerade die Theorie mit dem freigesetzten Prolaktin beim Orgasmus zu denken. Bei mir ist es nämlich definitiv so, dass ich in meinen sechs Jahren alleine lebens mit nur ab und an einer Kurzbeziehung, kaum Probleme mit der Endo hatte (nach zwei Opterationen zuvor). Davor in einer Langzeitbeziehung und noch kurze Zeit danach jedoch extrem. Seit zwei Jahren wieder in einer festen Beziehung, fängt das wieder an mit der Endo, bzw. mit Beschwerden, Verwachsungen etc.. Ich hatte das jetzt eher darauf geschoben, dass da vermutlich wegen häufigerem Geschlechtsverkehrs auch mehr organisch belastet wird, man das also mehr merkt - aber das mit dem Prolaktin ist da ein interessanter Ansatz, denn das wird da natürlich auch mehr ausgeschüttet.

Was ich auch bestätigen kann, ist das Persönlichkeitsmerkmal "außen die Starke, Belastbare, innen aber so gar nicht". Bestes Beispiel Ostermontag - seit langer Zeit mal wieder richtig heftige Schmerzen und Blutungen - und was mache ich? Anstatt mich ins Bett zu legen, überlege ich, dass das bestimmt für meinen Freund ganz blöd wäre (der sich in so einer Situation aber BESTIMMT und zwar für die nächsten zwei Wochen ins Bett gelegt hätte ;-) und die Feiertagslaune verderben, stopfe mich mit Buscopan voll, und als es dann wieder einigermaßen geht, mache ich das Festtagsessen, und ach ja, das Badezimmer wollte ja auch noch saubergemacht werden...blöd, oder? Ja und das mit den Eltern mit hohen Ansprüchen, "Liebe gegen Leistung" nenne ich das immer, trifft bei mir auch zu - bis hin zu einer Zwangserkrankung (Kontrollzwang - will immer alles richtig machen, nur keine anderen enttäuschen), die mich in meinen früheren Berufen berufsunfähig gemacht hat.

Was die alte Operationsgeschichte mit dem Mädchen ohne Gebärmutter betrifft, fände ich das auch spannend, was denn da rausgekommen wäre, hätte man sie heute unter aktuellem Wissensstand operiert - geht aber leider nicht ;-).



Ich denke mir das so, dass
chanelle71

Ich denke mir das so, dass es am ehesten die verletzte Basal(?)schicht der GM ist, die die EM verursacht, entweder die der Mutter oder die eigene. Wie es zu der Verletzung kommt, das ist dann die Frage für mich. In Prof. Keckstein's Buch steht glaube ich, dass sich die GM falsch zusammen zieht, das macht Sinn für mich. Warum das so ist, wäre dann auch wieder die Frage. Meine Mutter hatte zB auch eine schwere Geburt, allerdings hatte meine Tante schon Endometriose und alle meine Schwestern und meine Mutter haben starke Schmerzen bei der Mens. Eine Schwester konnte längere Zeit nicht schwanger werden. Die andere ist noch nicht schwanger (aber gewollt bis jetzt, nehme an).  

Wegen der Psyche, so stimmt das für mich nicht. Aber das kann bei jedem anders sein, man sollte auf keinen Fall verallgemeinern, finde ich. Vielleicht ist es ja auch so, dass viele ähnliche Geschichten haben, weil sie sich nie ganz so fit gefühlt haben wie vielleicht andere und deshalb sensibler waren ihr Leben lang und auf Situationen deshalb anders (eben ähnlich) reagierten als Frauen, die immer gesund waren? Mir sagte ein Endometriose-Arzt schon zu Beginn, ich sei halt sensibel, ich machte dann auch einmal einen Sensibilitätstest auf einer Seite, wo die Hochsensibilität erforscht wird, da gehöre ich auf jeden Fall dazu (das betrifft offenbar etwa 20% der Bevölkerung). Sagt übrigens auch Dr. Renner in einem hier kürzlich eingestellten Interview, dass Endo. nicht zu den Krankheiten mit psychosomatischer Ursache zu zählen ist, dass aber ein Psychologe nützlich sein kann im Umgang mit den Schmerzen.

Das mit dem Prolaktin finde ich durchaus interessant, vielleicht kann es ja auch dazu beitragen. Aber als alleiniger Grund würde das bei mir also nicht hinhalten. :) Sex während der Mens hatte ich auch nie.

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Erzähl mal davon lilie, ich
Joana

Erzähl mal davon lilie, ich kenn die auch nicht.

 



ich finde diese
Pasoa

ich finde diese verschiedenen theorieren sehr spannend.

ich fass mal bei mir zusammen was bis jetzt so erwähnt wurde.

Erste Periode mit 10jahren. vermutlich von da an auch Endo.

Orgasmusfähig auch während der Periode / jetzt aber schon seehr lange kein GV während Blutung und auch sonst sehr wenig wegen schmerzen.

Von Eltern gar kein Leistungsdruck

Von mir selber aber erwarte ich viel

konnte bis jetzt überhaupt kein zusammenhang mit endo und psyche feststellen... ausser das es mir immer schlechter geht wegen meiner Krankheiten...

hoffe hab nichts vergessen...

werde die unterhaltungen gespannt weiterverfolgen!!

liebe grüsse

 



hallihallo
Sandra81

@ lilie....

Stimme Dir 100% tig zu!! Man sollte auch mal etwas annehmen, wenn man nach anderen Meinungen fragt ;-)

@Julia: Ncht böse sein

 

Lg



Hi Silvia Das tönt
chanelle71

Hi Silvia

Das tönt eigentlich nach der von mir erwähnten Theorie, oder nicht? Dass die Zellen durch eine Verletzung der GM in den Bauchraum gelangen und sich wo ansiedeln, wo sich nicht hin gehören? Müsste das auch nochmals genau nachlesen, ist schon eine Weile her.

@Sandra81: Du meinst wohl "stehen lassen". Find ich auch, sollte man immer können, für eine Ärztin macht Dr. Julia das aber gar nicht schlecht, finde ich. Wink Nur schon, dass sie den Mut hatte, ein vielleicht sensibles Thema hier anzusprechen.

Ich finde das Thema "Entstehung der Endo." jedenfalls immer wieder spannend und find es toll, wie sich viele mit unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen hier einbringen.

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Also, ich habe nicht die
larah_m

Also, ich habe nicht die ganze Diskussion verfolgt, aber um auf die Eingangsfrage einzugehen: bin orgasmusfähig (auch während der Regel).

Um nochmal die Psycho-Schiene zu fahren: meiner Ansicht und Erfahrung nach spielt die Psyche  immer eine Rolle und nicht erst durch den Leidensdruck! Es gibt auch die umgekehrte Variante , also  zum Beispiel bestimmter Umgang mit  (Beziehungs)-Mustern, familiär, partnerschaftlich usw., die sich irgendwann somatisieren.

Interessant ist auch ein Zusammenhang bei sog. Karriere-Frauen (schreckliches Wort)....Frauen, die alles immer 150%ig machen müssen/wollen, alles unter einen Hut bringen, nicht "nein" sagen können, mit ambivalentem Kinderwunsch.

Außerdem glaube ich an einen weiteren Zusammenhang zwichen Endometriose und Umweltgiften (Hormonverseuchtes Trinkwasser, Plastikflaschen, hormonversuchtes Fleisch, naja, all der Müll, den wir so zu uns nehmen und dann noch Nikotin, Alk und Feinstaub, Abgase usw.) hach, bin wieder ein optimistischer, nach vorne schauender Mensch heute Wink

 Wahrscheinlich ist es wie so oft ein multifaktorielles Geschehen und beruht nicht nur auf einer Ursache!

Schönen Tag noch, Larah

 

 



@ Silvia: ok, wir meinen das
chanelle71

@ Silvia: ok, wir meinen das selbe. Smile

--

Liebe Grüsse, Chanelle



@Silvia, ja bestimmt hat es
larah_m

@Silvia,

ja bestimmt hat es sowas schon immer gegeben, wie Krebs oder andere Erkrankungen, aber doch nicht in der Häufigkeit, oder? In den 70ern/80ern  war das doch auch noch kein Thema, da war der Geburtenrückgang ja eher auf die Pille zurückzuführen...

warum ist jetzt Endometriose und Unfruchtbarkeit so ein großes (und weiter rasant wachsendes) Problem in den Industrienationen?

Wie siehts denn südlich des Äquators oder in naturnahen Völkern aus, das würde michmal interessieren! Gibts da Literatur zu? 

LG, Larah



Früher....
wuebsenkrams

war der Unterleib ein striktes Tabuthema, unsere Großmütter kannten keine Vorsorgeuntersuchungen oder regelmäßigen Besuche beim Gynäkologen, teilweise unsere Mütter in den frühen Jahren auch nicht unbedingt.

In Afrika leiden die Frauen nicht so häufig an Endometriose da sie früh und viele Kinder bekommen und Endometriose gilt dort als die Krankheit der weißen und schwarzen Karrierefrau.(Buchtitel fällt mir grad nicht ein).

Asiatinnen sollen wiederum häufiger betroffen sein(vorallem Chinesinnen) als Afrikanerinnen und Europäerinnen(was in China auf die Einkindpolitik zurück zuführen sein könnte,jedoch nicht bewiesen ist).

Zur Entstehungstheorie:

Es wird auch vermutet das es sich um einen Gendeffekt handeln könnte,der das Endometrium mutieren läßt(Univ.Leeuven) 

Lieben Gruß, Kirsten

--

Lieben Gruß, Kirsten



Kinder
MinaW01

Also ich glaube schon das man weniger Endo in Afrika mit vielen oder frühen Kindern in Verbindung bringen kann....wie viele Frauen haben endo und nach der *Natürlichen* geburt eines Kindes war es GUT (ich weiß nicht ob es weg war aber viele Frauen waren nach der entbindung komplett beschwerdefrei....

Desweiteren glaube ich nicht das Prof. Schweppe mir aus spaß rät so schnell wie möglich ein Kind zu bekommen....Bin was endo angeht komplett Therapie resistent also zumindest Medis helfen null nur OP hilft eine Gewisse Zeit und dann kommt es wieder...



wenn man bei mir wenigstens
MinaW01

wenn man bei mir wenigstens die symptome behandeln könnte.... ich kann an schmerzmitteln nehmen was ich will, nix hilft. die ganzen hormone haben absolut garnix bewirkt, weil es wärend den ganzen hormonen noch mehr geworden ist und ach drauf gesch..... gehe jetzt wieder zu meiner psychotante und heul die mit meinen problemen voll, dadurch gehen die schmerzen aber auch nicht weg...



Liebe lilie
wuebsenkrams

das es in Afrika so ist wie ich es beschrieben habe stammt aus dem Buch dessen Titel mir nicht einfällt, daß ist eine Wissenschaftliche Studie dreier Gynäkologinnen aus Deutschland, Niederlande und Schweden, die drei Jahre in Afrika gearbeitet und geforscht haben auf dem Gebiet der gynäkologischen Erkrankungen, Empfängnisverhütung und Geburten, Aids und Hygiene.

Ein hochinteressantes Buch (sobald mir der Titel wieder einfällt werde ich ihn hier veröffentlichen)

Ich denke das in jedem Land die Dunkelziffer sehr hoch ist, nicht nur bei uns.

 

Lieben Gruß, Kirsten

--

Lieben Gruß, Kirsten



Hi Kirsten, ich glaube ich
Tess

Hi Kirsten,

ich glaube ich weiß welches Buch du meinst. Habe das mal im Wartezimmer vom Arzt angefangen ein bisschen zu lesen. Ist aber schon ne Weile her. Aber ich glaube sooooo alt ist das noch gar nicht.

Es sagt ja keiner das Geburten Endo heilen, es geht darum das die Frauen in Afrika nicht so viele Blutungen haben dadurch das sie früh schwanger werden. Und da die Endo durch die Blutung so richtig zum wachsen kommt ist das auch logisch.

--

Liebe Grüße, Tess



Ja genau Tess
wuebsenkrams

genau darum ging es.

Die Frauen in Afrika sind in kürzeren Abständen schwanger und bluten nicht so häufig dadurch, zudem kommt noch eine längere Stillzeit hinzu, die den Zyklus unterdrückt.

Weißt du noch den Titel Tess?

Das Buch ist höchstens drei Jahre alt.

Endometriose kann nicht geheilt werden, Lilie, es handelt sich um eine chronische Erkrankung bei der höchstens eine Schmerz-bzw.-Beschwerdefreiheit erreicht werden kann.

Lieben Gruß, Kirsten

--

Lieben Gruß, Kirsten



Die...
wuebsenkrams

Die mittlere Geburtenrate nimmt in allen Regionen der Welt ab und liegt nun bei 2,71 Kindern pro Frau (Mittelwert der Jahre 1995-2000; 1950: 5 Kinder pro Frau).2009 liegt sie bei 1,7Kinder pro Frau

In Afrika ging sie in den letzten 5 Jahren von 6,6 auf 5,1 Kindern pro Frau zurück.

Ich denke die Zahlen machen ungefähr deutlich warum Schwarzafrikanerinnen weniger von Endometriose betroffen sind.

Lieben Gruß, Kirsten

--

Lieben Gruß, Kirsten



Erfahrungsaustausch - DANKE!
dr.julia

@ Joana:

Durch meine ganz ähnlichen Erfahrungen bin ich auf die Idee gekommen, dass Prolaktin evtl einen Einfluss auf die Endometrioseaktivität haben könnte.

Ich bin seit mehreren Jahren Single, hatte zu Beginn meiner Singlezeit im Zeitrahmen von zwei Jahren zwei kurze Affären von einigen Wochen Dauer. In diese Zeit blühte die EM offensichtlich wieder auf - jedenfalls hatte ich die entsprechenden Symptome.

Und auch als Single kann man ja eine gewisse Menge an Orgasmen haben (quasi "handmade" - echte deutsche Wertarbeit Wink) und ich habe dieses Experiment häufiger durchgeführt: wenn ich mir über mehrer Tage hinweg mehrere Orgasmen pro Tag gönne, kann ich mit einer Verzögerung von ca 4 Tagen eine Symptomverschlimmerung meiner Endometriose erwarten. Absolut zweifelsfrei reproduzierbar: gleicher Reiz, gleiche Auswirkung. Jedesmal.

Irgendwann fing ich an (wissenschafltiche Fachliteratur!) zu lesen, erdachte mir die passende Hypothese und diskutierte mit anderen Menschen, die ein sechsjähriges Studium und die nötigen anatomischen/pysiologischen und pharmakologischen Grundlagen intus haben, um auf dieser fachlichen Ebene selbstständig denken zu können...

Und dann begonn ich eine fachliche Korrespondenz mit einem bekannten deutschen Gynäkologen/Endometriose-"Pabst" der diese Hypothese nicht umstürzen wollte und den Gedankengang fachlich nachvollziehen konnte, aber leider auch nichts von existierenden Studien mit dieser Fragestellung wusste.

Was bleibt im Moment: Dranbleiben. Selberdenken. Eigene Erfahrungen so öffentlich machen, wie man sich traut. Hoffen auf ein Weiterkommen der Forschung im Bezug auf Entstehungstheorien.

Gruß,

Julia

PS: Danke Joana - deine Erfahrungen geben mir Hoffnung. Bisher habe ich noch niemanden gefunden, der diese Erfahrung mit mir teilt und ich habe mich gefragt, wieviel Psychosomatik  in meiner eigenen Körperbeobachtung drinsteckt...



@julia: ja, dran bleiben!
chanelle71

@julia:

ja, dran bleiben! Du hast Dich ja schon intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Vielleicht bekommst Du hier auch noch mehr Rückmeldungen, jetzt wo man sich den Zusammenhang überhaupt einmal überlegt, erst muss man ja mal darauf kommen, dass es einen geben könnte..

Alles Gute jedenfalls beim weiter Suchen nach Antworten. Ich freue mich immer, von neuen Gedanken und Erfahrungen zu lesen und natürlich von wissenschaftlichen Erkenntnissen, wobei die ja viel länger dauren. Smile

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Hallo,  uff, jetzt
Ricky68

Hallo,

 uff, jetzt mußte/durfte ich erstmal nachlesen...

Möchte noch mal  zu der Sache mit dem Kinderkriegen zurück kommen. Ich finde den Tipp der Ärzte auch seltsam, denn Kinder zu bekommen heilt doch nicht - oder ist es so, dass nachgewiesen werden konnte, dass bei vielen Frauen die Endo aufhörte, nach dem sie ein Kind bekam?

Ich selbst habe zwei Kinder 11 und 15 Jahre. Ich hatte davor, dazwischen und danach keine Probleme mit meinen Blutungen. Zumindest keine solche, dass Endo diagnostiziert werden mußte.Gut, meine Blutungen gingen immer zwischen 7 und 10 Tage, waren aber eher schwach. Die Hormonspirale setzte bei mir diese Blutungen nicht aus...so wie auch MPA ignoriert wird...

Meine Endo scheint aber erst vor knapp 6 Monaten überhaupt begonnen zu haben, oder aber sie war bis dahin einfach nur da, aber schmerzfrei.

@Julia, noch mal zu deiner These für einen Laien wie mich...wenn ich dich richtig verstanden habe, dann nimmst du an, dass das Hormon, welches bei einem Orgasmus ausgeschüttet wird die Endo auslösen könnte. Ist das so richtig? Und die Schmerzen dann mit einer zeitlichen Verschiebung auftreten ?Aber nur, wenn man während der Periode einen Orgasmus hat?

 LG

--

Lieben Gruß

Ricky



Hallo, ich finde die
jules23

Hallo,

ich finde die Diskussion auch sehr interessant. Ich bin hier zwar scheinbar eine die es zum Glück nciht ganz so schlimm getroffen hat. Aber ich war die letzten Monate auch ziemlich verzweifelt. Ich habe "nur" Adenomyose und immer am ersten Tag meiner Regel extrem starke Schmerzen, dass ich die letzten Male immer im Krankenhaus war, weil ich zusammen gebrochen bin. Bei mir war das seit meiner Regel immer so. Ich bin 23 hab ab von 16 bis 21 immer die Pille genommen und brauchte trotzdem Schmerzmittel, die haben zu der Zeit und davor immer gewirkt. Seit ich sie abgesetzt habe wirken sie von mal zu mal weniger bzw. garnichtmehr.

Ich studiere Chemie und molekulare Biologie, ich finde das alles sehr interessant und ich find alle Theorien sehr interessant. Mit was ich mich garnicht abfinden kann, ist dass man Psyche und Körper so trennt. Der Körper und die Psyche gehören meiner Meinung untrennbar zusammen. Der Körper hat so ein empfindliches Chemisches Gleichgewicht. Grade im Bereich der Hormone weiß man einiges, aber lange nicht alles. Viele Stoffe haben eine Wirkung, aber zusammen mit anderen haben sie noch drei vier andere auch. Ich denk mir immer, wenn wir etwas erleben, verändert sich ja auch etwas in unserem Körper, dadurch entsteht eine Reaktionskette und dadurch eine Wirkung. Aber ich bin da auch sehr Naturwissenschaftlich :-) Ich kann mich mit einem Großen Psychischen Etwas das man nicht fassen und erklären kann nicht abfinden. Man weiß schon vieles denk ich was den menschlichen Körper betriff, aber seehrr lange noch nicht die gesamten Zusammenhänge.

 Was die Theorie mit Orgasmen und Endo betrifft, überzeugt mich nicht ganz. Viell. ist das ein ganz bestimmter Faktor der in einem ganz bestimmten Fall eine negativ Wirkung auf die Endo hat. Aber das das der Auslöser sein sollte kann ich mir nicht vorstellen, dann müssten ja fast alle Frauen auf der Erde Endo haben. Ich hab immer eher die Erfahrung gemacht, dass mir Sex hilft und mir die Schmerzen erleichtert, jedoch hab ich nie Sex wenn ich mich vor Schmerzen krümme, max. wenn ich leichte hab. Orgasmusfähig bin ich schon, auch wärend der Regel und ich hab auch die Erfahrung gemacht bzw. ist die Vermutung bei mir aufgekommen, dass es dadurch meine Schmerzen und den beginn der Regel verschiebt. Jedoch hab ich das immer positiv gesehen und nicht in Bezug darauf, das es die Schmerzen verschlimmert.

Was die Forschung betrifft, bin ich auch der Meinung, dass die Sache einfach viel zu lange als "unwichtiges" Frauenleiden abgestempelt worden ist (oder noch wird - nicht umsonst war ich zweimal im Krankenhaus und dann hab ich einen Tipp von einer bekannten gekriegt ich soll mich mal auf Endo testen lassen - erst dann ist in mir eigendlich der Gedanke gewachsen, dass solche argen Schmerzen viell. nicht normal sind) Genauso wie beispielsweise Migräne. Bis heute weiß man auch nicht warum man das hat wo die Ursachen liegen. Es gibt auch eine Studie (kann leider keine Quelle nennen) das bei Männer Herzkrankheiten öfters diagnostiziert werden als bei Frauen, weil man bei Frauen viel öfter annimmt das die Ursache psychisch ist.  Ich mein ich bin das letzte halbe Jahr, sicher fast 10-Mal Gynäkologisch untersucht worden, und erst jetzt, wo ich privat gegangen bin und zu einem Endo-Spezi hab ich eine Diagnose gekriegt.Vermutlich zusätzlich noch eine Infektion und gut sichtbar eine Adenomyose. Da Frag ich mich, wo liegt die Sensibilität bei der Ausbildung der Ärzte? Bis zu 15% der Bevölkerung nimmt man an haben Endo, warum gibt es Ärzte die davon scheinbar noch nie was gehört haben? Warum sagt man mir ich soll mich entspannen, dann tut die Untersuchung nicht weh, und dann schaut einer mal ordentlich hin ist innen alles ganz rot-entzündet..?? Wo ist die Ernsthaftigkeit die das System Frauen die Schmerzen haben entgegenbringt? Ich möchte das nicht auf männliche oder weibliche Ärzte festlegen.

Jetzt bin ich etwas abgeglitten vom Thema :-) Ich glaube es zählen immer alle Parameter zusammen. Ich kann mir vorstellen, dass es eine genetische Veranlagung gibt, das ev. ein zellulärer Mechanismus nicht funktioniert, der die Zellen dann mutieren lässt oder das es eine Kombination gibt. Die Veranlagung zur Mutation und zusätzlich eine Affinität unter bestimmten Bedinungen zu wandern. Es wäre wirklich interessant in dem Bereich zu Forschen :-)

 Lg Jules



Guten Morgen und Aufwiedersehen
dr.julia

Hallo!

@Ricky: Nein, so konkret und einfach halte ich es eher nicht für möglich, sondern ich frage mich auf Grund meiner persönlichen Körpererfahrungen, ob Orgasmen die Endometriose quasi "unterhalten". Also immer wieder wachmachen und / oder aufblühen lassen.

Ich frage mich, warum bei uns die Zellen des Regelblutes im Bauch anwachsen und bei anderen nicht. Da gibt`s Ideen zum Immunsystem, die ich schlüssig finde. Und da hängt dann auch die Psyche drin. Denn die Psyche beeinflusst nachgewiesenermaßen das Immunsystem (wissenschaftliche Studien und eigene Körpererfahrungen lassen mich davon überzeugt sein).

Bei einem Orgasmus wird Prolaktin ausgeschüttet.

Prolaktin macht eine Endometriumproliferation (= sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut "saftig" ist und sich ein befruchtetes Ei darin gut niederlassen kann). Da Prolaktin ein Hormon ist und im ganzen Körper rumsaust, könnte es doch auch auf die schon vorhandenen Endometrioseherde Einfluss haben, oder?!

Bei EM-Patientinnen ist ganz oft ein erhöhter Prolaktinspiegel nachweisbar.

Prolaktin wird auch bei viel Stress vermehrt ausgeschüttet.

Dazu kann man sich auch wunddenken:

1) Haben wir viel Prolaktin, weil wir Stress haben (durch Schmerzen, Angst, Entzündungsreaktionen, Überlastung im Alltag)?

2) Haben wir ein unzureichendes Prolaktin-Abbausystem, so dass das Orgasmusprolaktin bei uns länger im Körper vorhanden ist als bei Normalos, und dann Schaden anrichtet?

3) Haben wir so nervige funktionelle Darmbeschwerden durch die EM oder die unbekannte gemeinsame Ursache, dass wir alle regelmäßig Paspertin nehmen (macht eine Hyperprolaktinämie als NW)?

Es gibt einige Studien, die untersuchen, wie Endometriose das Sexualleben der Frau beeinflusst.

Aber ich habe noch keine gefunden, die untersucht, wie das Sexualleben der Frau ihre Endometriose beeinflusst.

Und ich würde es megainteressant finden, weiter in diesen Zusammenhang hineinzudenken und jemanden dazu zu bringen, in diese Richtung zu forschen... - aber um dieses Thema erstmal für Forschende interessant zu machen (wer forscht, braucht eine Hypothese = quasi einen Grund, einer Frage nachzugehen), wäre es hilfreich nachweisen zu können, dass viele betroffene Frauen ähnliches erleben. Aber wie schon einige Beiträge vorher jemand völlig zutreffend bemerkte: die Idee muss ja erstmal aufkommen, damit man sich mit ihr beschäftigt! Daher habe ich hier im Forum gefragt, wie es mit eurer Orgasmusfähigkeit aussieht. Es gibt einige Frauen (gar nicht so wenige), die sind überhaupt nicht orgasmusfähig. Es gab ja hier im Forum auch schon eine (weiss nicht mehr, wer), die sich recht empört gezeigt hat, dass ich solche Fragen stelle. Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass sich Ärzte und Forscher mit solchen sensiblen Themen nicht auseinandersetzen: das ist eben (trotz immer freizügig werdener Gesellschaft und einem lockeren Umgang mit Sexualität) für manche noch immer ein Tabuthema. Und wenn sich doch ein Forscher oder Arzt an dieses Thema rantraut, wo und wie soll der die Frauen finden, die an einer Studie mitmachen? Eine Anzeige in die Tageszeitung: "Ihre Orgasmen für die Endometriose-Forschung!"? Hm - schwierig. Also liegt die Initiative bei uns. WIR könnten versuchen, mit einer schlüssigen Idee eine Forschungsgruppe zu animieren und auch gleichzeitig die Studienfrauen anbieten. Also, ICH wäre dabei!

Nun ja - ist vielleicht auch ein bisschen weit gegriffen. Aber wer sich nicht traut, selber zu denken und vielleicht auch ein bisschen Visionär zu sein, der stellt sich ja quasi tot und gibt sich mit der unzureichenden derzeitigen Wissenslandschaft zufrieden. Um was zu bewegen, braucht man die passende Ausbildung und den inneren Antrieb durch eigene Betroffenheit (selber EM-Patientin). Ich habe beides. Man könnte fast soweit gehen und behaupten, ich hätte die gesellschaftliche Verpflichtung, tätig zu werden...

Und wenn das alles nicht klappt - dann kann ich mir zumindest vor mir selber sicher sein, dass ich alles versucht habe, was in meinem Zugriffsbereich möglich war.

Das war mein Wort zum Sonntag, haha  Innocent

 

@ jules und andere Interessierte: du kommst also an Unirechner ran und kannst dir ernstzunehmende Forschungsliteratur besorgen, herrlich! Ich war gestern auch in der Bibliothek, bin aber nicht so richtig zu Rande gekommen. Allerdings habe ich eine lesenswerte Ausgabe des Zentralblattes für Gynäkologie gefunden: Ausgabe 07/08 von 2003. Sehr schöne Zusammenfassungen des derzeitigen (naja - 2003) Forschungsstandes zu EM. Da gibt`s auch einen Text zu intrazellulären Abläufen - ist für dich sicher leicht zu verstehen und interessant.

Des weiteren habe ich mal nach dem Original Rokitanskytext zur Erstbeschreibung der Endometriose gesucht. Der ist 1860 in der ZKK Gesellschaft d Aerzte zu Wien erschienen und heisst "Ueber Uterusdruesen-Neubildung in Uterus und Ovarialsarcomen". Das war aber alles so schlecht lesbar (altdeutsch und miserable Scanqualität), dass ich dann keinen Nerv mehr hatte... - vielleicht magst du ja weitergucken.

Werde in den nächsten Tagen/Wochen seltener zu lesen sein. Macht`s gut!

Julia



Empörung
Lythande

Liebe Julia,

dass ich nicht über meine Orgasmusfähigkeit in Verbindung mit Endo sprechen wollte, lag ganz bestimmt nicht an Empörung, ist aber eine niedliche Erklärung.

Eine Frage zum Prolaktin, ist das nicht für die Milchproduktion mitverantwortlich???????????

Was ist, wenn mein Prolaktinspiegel erhöht ist, weil ich einen Mamma-Abszess habe und nicht eine einziges Mal dieses o. g. Medikament genommen habe?

Ich find das nicht so einfach und die Verbindung zum Orgasmus ist mir noch nicht schlüssig, nicht, weil ich zu blöd bin, dich zu verstehen, aber was soll mir das bringen, alles gut, ich hab keinen Sex/Orgasmus mehr?

Entschuldige meine Skepsis und nix für ungut

Lythande

 Entschuldige, hilft es dir weiter, wenn ich dir mitteile, dass meine Schmerzen wesentlich geringer waren, wenn ich mit und ohne Mens einen Organsmus hatte, vor allem vor der Mens hat ein Orgasmus wirklich gut geholfen. Es ist aber nicht besonders ratsam, zu viel von sich in diesem Forum zu schreiben, da haben andere schon sehr schlechte Erfahrungen mit gemacht und ich habe zudem keine Lust, eine Forschungsratte für dich zu spielen und dann demnächst in deinem Buch zu erscheinen. Hat das was mit Prüderie zu tun??????????????????



Also zum Thema Orgasmus, da
achso

Also zum Thema Orgasmus, da fällt mir noch ein, dass ich gelesen habe, dass Endofrauen außerhalb der Periode eine erhöhte Peristaltik im Darm-Gebärmutterbereich haben. Während der Menstruation ist die Peristaltik wesentlich geringer als bei endofreien Frauen. (Hinweis auf retrograde Mens und zurücklaufen in Bauchraum) Hat das jetzt auch was mit einem Orgasmus zu tun, wie sähe da die Perestaltik aus? Interessantes Thema.

Wenn ich nach mir ginge, dann wäre eine Verbreitung in jungen Jahren eher der Fall, da ich nun weniger Sex habe, aber viel mehr EM. Und nicht vergessen, in meinem Alter gibt es noch mal so richtig dolle einen Hormon-Östrogenschub.

Also würde das bedeuten: Sex in jungen Jahren während der Mens, Verbreitung und nun hormongesteuert?



sehr spannend
clapfe

sehr spannend klingt das alles. wäre bei so einer studie sofort dabei.

hormongestuert klingt echt gutLaughing

 



Hallo Julia Ich lese gerade
chanelle71

Hallo Julia

Ich lese gerade ein Buch von Elisabeth Buchner, sie schreibt bei Endometriose etwas, das mich an diesen thread und Deine Theorie erinnert hat. Sie erwähnt eine amerikanische Biologin/Hormonforscherin, die eine ähnliche Beobachtung veröffentlichte: dass Frauen, die während der Mens Orgasmen haben, statistisch ein deutlich höheres Risiko eingehen, an Endo. zu erkranken. Offenbar stützt sie sich (u.a.?) auf Jüdinnen, die sich an die mosaischen Gesetze halten (sie sind verpflichtet, die Zeit während der Blutungstage in Zurückgezogenheit und sexueller Abstinenz  zu verbringen), die fast nicht von Endo. betroffen sind. Meine Frage dazu: könnte es nicht auch sein, dass diese Jüdinnen einfach früher (und fast alle von ihnen!) Kinder bekommen und deshalb die Endo.rate so tief ist.....

Sie dehnt die Theorie dann aus (also E. Buchner), dass Kontraktionen nicht nur durch einen Orgasmus, sondern auch durch plötziliche Anspannung der Bauchmuskeln verursacht werden könnten, zB beim Sport oder bei ruckartigen körperlichen Arbeiten.

Wobei mir wieder in den Sinn kommt, dass ich den Eindruck habe, dass überdurchschnittlich viele Frauen, die hier so schreiben, die Endo. haben, auch reiten. Auch ich war die einzige meiner Schwestern, die als Kind manchmal geritten ist.

Folgerung von E. Buchner: Vielleicht sollte bei den Mädchen und Sportlehern in dieser Richtung mehr Verständnis geweckt werden. Die Devise sollte lauten: Bewegung ja, Bauchmuskel-Trainig und Völkerball während der Mens nein!

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Buch von Buchner
dr.julia

Hallo Chanelle,

da hast du doch tatsächlich das Entstehungstheorien-Thema wieder aufgegriffen  Smile  Spannend!

Was ist das denn für ein Buch von Buchner? Und guck doch nochmal bitte nach, wie diese amerikanische Biologin heisst - vielleicht finde ich mit der Namensinfo einen Originaltext.

*neugierig*

LG,

Julia

 



Entstehungstheorien
99fritzi

Hallo doc Julia,

etwas verspätet muss ich mich jetzt hier auch mal beteiligen.

Ich habe Sex mit Orgasmus sowohl während als auch außerhalb der Periode. Ob es einen Unterschied zwischen vor und mit Endo gibt, kann ich nicht sagen, da meine Endo vor 2 Jahren als Zufallsbefund in mein Leben kam. Seit ich es weiß, hat sich in Bezug auf Sex und Orgasmus definitiv nichts verändert.

Vielleicht bin ich aber auch nur ein Sonderfall, da ich Endo III  komplett beschwerdefrei habe.

Ohne dass ich mich jetzt groß mit Entstehungstheorien beschäftigt habe, habe ich für mich beschlossen, dass ich die Endo noch nicht so furchtbar lange habe und sie wohl eher durch außergewöhnliche psychische  Beanspruchung entstanden ist. Kann aber natürlich auch falsch sein.

Eure Diskussionen um die Entstehung finde ich jedenfalls sehr interessant.

Ach so,  meinen BMI kenne ich nicht, da ich nicht weiß, wie man den berechnet. Ich bin 175 cm groß und wieger 57 kg. Also eher nicht zu dick.

LG fritzi



Ahhh. Ich hänge gerade an
Ricky68

Ahhh.

Ich hänge gerade an dem Punkt Stress. Bei mir wurde es ja auch "urplötzlich" entdeckt. Vorher hatte ich zwar mal für einen kurzen Zeitraum Schmerzen, aber auch das nur relativ kurz, wenn ich mich auch wunderte, dass es so heftig war. Immerhin hatte ich damals  Schmerztabletten genommen.

Aber zu dem Zeitpunkt, als es bei mir diagnostiziert und dann auch operiert wurde, stand ich auch extrem unter Stress. Eine längere Zeit davor und auch noch etwas abgeschwächter,währendessen.

Aber gut, dass ist ja nicht so selten, dass Stress dann alles ausbrechen läßt.

--

Lieben Gruß

Ricky



....also, Elisabeth Buchner
chanelle71

Hallo Julia

 ....also, Elisabeth Buchner ist ja die Gründerin der Hormonselbsthilfe, ihr Buch heisst "Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen". Sie war 5 Jahre in den USA und hat sich dort sehr ins Thema Hormone eingelesen. Bei Endometriose arbeitet sie anlehnend an Dr. John Lee v.a. auch mit natürlichem Progesteron.

Die Amerikanische Biologin heisst Dr. W. B. Cutler, aus Philadelphia.

Würde mich auch interessieren, wenn Du etwas dazu findest!

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Soooo... da habe ich hier ja
lila

Soooo... da habe ich hier ja wirklich etwas verpasst! 

Und ehrlich gesagt habe ich jetzt nicht alle Beiträge gelesen... mir qualmt jetzt schon der Kopf ;)

Liebe Julia, um deine intime Frage zu beantworten. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen vaginalen Orgasmus Embarassed

Nicht dass ich mich jetzt schäme, ist aber eben doch sehr intim ;)

Zählt zu deiner Theorie nur der vaginale Orgasmus? Oder ist das egal???

Bisher besteht bei mir ja nur der Verdacht. Aber jetzt sitze ich hier mit Schmerzen im linken Unterleib und das 7 Tage nach der Mens. Zum Eisprung hin wirds wieder besser(wenn denn mal einer statt findet) und dann beginnt es wieder bis zwei Tage nach einsetzen der Mens. Und ich bin der festen Überzeugung (wenn es Endo ist), dass ich es nicht von Beginn an habe...

Wie schön das damals so völlig!!! schmerzfrei war. Kein ziepen, nichts! Erst mit Einnahme der Pille begann langsam der "Spaß"

Da kamen auch irgendwann die Schmerzen beim großen Geschäft während der Mens und nun habe ich wie oben beschrieben diesen seltsamen "Schmerzrythmus" und andere paradoxe Beschwerden. 

GV während der Mens. hatte ich eigentlich nie. Höchstens mal gegen Ende. Meine Mens ist sehr "flach". Die ersten beiden Tage eine normale Blutung und dann einige Tage das nervende "nach tropfen" ;)

Tampons benutze ich seit einiger Zeit auch nur noch sehr sehr selten. Das schmerzt einfach zu sehr. Da ist irgendwie kein Platz mehr ;)

Die Entstehungtheorien.... hmmmm...

Es kann doch durchaus mehrere Auslöser bzw. Ursachen geben. Warum nicht auch das zurück geflossene Blut und/oder die "Fehlanlagen" bei der Entwicklung im Mutterleib und/oder das Umwandeln einiger Zellen... 

Zu meiner Person, ich bin nicht besonders belastbar  und blase oft Trübsal. Das war schon immer so. Mit dem Endo-Gedanken ist das ganze aber nicht besser geworden, schon gar nicht mit dem KIWU. Naja.... wird schon irgendwie... 

Ich habe aber auch andauernd Beschwerden im gesamten Bauchraum. Das Schlaucht schon ganz schön....

So, nun aber genug der intimen Geheimnisse ;)

 

Liebe Grüße, Lila  



Sex, Sport und Endo?
ELM

Also Sex während der Menstruation ist nicht mein Fall... Hatte ich nie und werde ich sicher nicht versuchen, bei den Schmerzen die ich zu der Zeit ohnehin schon habe.

Im Sportunterricht habe ich nie viel mitgemacht, weil ich bedingt durch die Epilepsie erst eine Teilsport- und später eine Notenbefreiung hatte. Aber im Teeanageralter (als ich mal ein paar Jahre Ruhe vor der Epi hatte) fand ich wie viele gleichaltrige Geschlechtsgenossinnen gefallen am Reitsport, aber auch nur für ein Jahr. Mit 22 kam die Epi wieder und dann nicht mit kleine, sondern mit großen Anfällen. Also der ganze Körper krampft, sicher auch die Bauchmuskeln... Das schlimmst Epi-Jahr war 2003 und das war auch das Jahr als die Schmerzen beim GV begonnen haben. Aber wer weiß, wer weiß...

Vielleicht sollte ich mal im Epi-forum fragen, ob es dort andere Frauen mit Grand-Mal-Anfällen und Endo gibt...

 

 

 



Orgasmen
dr.julia

@lila ...ich meine mich erinnern zu könne, dass eine Unterscheidung in klitorale und vaginale Orgasmen wohl heutzutage nicht mehr haltbar ist (sind ja, wenn ich recht informiert bin, so fragwürdige Ideen von Freud gewesen). Orgasmus ist Orgasmus. Schade, dass ich die Quelle nicht parat habe. Und ein großes Danke für dein Vertrauen und deine Offenheit!

Dass deine Schmerzen erst nach Einnahme der Pille anfingen, lässt mich wieder Richtung Östrogene denken. Frage mich manchmal, ob man die Endometriose auch iatrogen (= durch die Medizin verursacht) anstoßen kann, indem man östrogenhaltige Pillen verschreibt...

Man kann sich sicherlich nicht auf eine einzige Entstehungstheorie festnageln. WENN es so wäre, hätte sicherlich ein schlauer Kopf schon alles rausgefunden. Da es so komplex ist, dauert es aber wohl länger und länger und länger.... - und ich weiss auch nicht, ob es so hilfreich ist, Ratten Endometriosezellen einzupflanzen und dann mal zu beobachten. Ratten haben vielleicht auch Stress, Orgasmen, falsche Nahrung und Umwelteinflüsse - aber ob das richtig zu eruieren ist und dann auf menschliche Frauen übertragbar ist... (?)

Mir ging´s (wohl wie dieser Frau Cutler) darum, mal zu hinterfragen, ob nicht auch das Sexuelle evtl Auswirkungen auf die EM hat. Dazu kenne ich nämlich keine Studien und finde, das ist eine große Lücke! Es gibt viele Frauen, die einige Tage nach sexueller Aktivität eine Verschlimmerung der EM-Symptome haben. Also scheint da doch irgendwas zu sein - irgendwas, was nicht auf mechanische Reizung (Penetration) zurückzuführen ist, denn es passiert auch bei Masturbation ohne Penetration. Also ist da doch irgendwas im Themenkomplex "Orgasmen-Hormone-Endometrioseaktivität", was noch nicht bekannt ist... - und ich tippe auf Prolaktin (welches um 100% ansteigt beim Orgasmus und in letzter Zeit als Allround-Wirkhormon erfoscht wird), andere tippen auf Oxytocin (welches nicht so hoch ansteigt, kürzer haltbar ist und keine zytokine Wirkungen hat... -halte ICH eher für unwahrscheinlich) als Ursache für diese Wirkung.

Jetzt qualmen wieder Köpfe... Sorry  Embarassed für den Redeschwall!

@Chanelle: Danke für die Namensinfo!

LG,

Julia



Hab was gefunden...:
dr.julia

Endometriosis is a common disease in females and may affect as many as 10% of all women of child bearing age.[12] As many as 30 to 40% of the patients with endometriosis have infertility.[13]Implantation and metastasis of viable endometrial cells possibly by reverse menstruation into the peritoneum has been the most supported theory of pathogenesis of endometrium.  Viable endometrial cells have been demonstrated in the menstrual discharge and peritoneal fluid.  Numerous cases of endometriosis in episiotomy and laparotomy scars after gynecological surgeries have been reported.[14]Other than humans, monkeys are the only animals that have cyclic menstrual periods and it is only in monkeys that spontaneous endometriosis has been demonstrated.[15] This and the related data suggest a strong relationship between menstruation and endometriosis.  It stands to logic that there is greater risk of backward spillage of the endometrial cells during menstruation if sexual activity is undertaken during this period.  At least one scientific study has shown increased frequency of endometriosis in those women who practice coitus during menstruation.[OC1]   There is also association between coitus during menstruation and longer or heavier menstrual flow.[16]

A prospective study designed to show decrease in endometriosis by avoiding sex in menstruation in a population with high prevalence of endometriosis and practice of coitus during menstruation is likely to be helpful in clinical practice. 

Ob das eine zuverlässige Quelle ist, weiss ich nicht so sicher (da wurde der Koran zitiert und eine nicht unerhebliche religiöse Überzegugung steht bei den Verfassern offenbar im Raum) - obwohl mir dieser Artikel eigentlich runtergeht wie Öl... Was ich auf jeden Fall interessant finde, ist die Sache mit den Affen und dem Zyklus: es ist also wohl echt Quark, mit Ratten zu forschen.

Frau Cutler jedenfalls führt das "Athena-Institute", welches sich mit Hormonforschung v.a. bei Frauen beschäftigt. Besonders mit  Frauen im Wechseljahrbereich. Rumsurfen lohnt sich, wenn man kein Englisch-Phobiker ist!

Gruß und

schönen Sonntag,

Julia



btw... habe eine "Endo-Frau"
lila

btw... habe eine "Endo-Frau" kennen gelernt bei der die Beschwerden ebenfalls erst ab Pilleneinnahme begannen. Einem Arzt kann man das natürlich nicht erzählen ;) Denn eigentlich sollte es anders herum sein. 

Zudem, hatte in meinem Leben schon viele Pillen, die vor allem bei Endo eingesetzt werden. Meine erste war die Valette... da weiß ich gar nicht wie das mit dem Östrogen ist.  Mein damaliger FA wählte die wegen meiner leichten Akne (warn einfach nur klitze kleine Pickelchen und das mit 14 ;) ) 

 

Bin nicht begeistert von hormoneller Verhütung. Habe das Gefühl dass sie mir nur Probleme eingebracht hat. Ob es nun so ist oder nicht ist eben fragwürdig. Subjektives Empfinden ;)

Julia, ich finde deinen Ansatz im übrigen sehr interessant! Neue Wege entdecken und mal in andere Richtung denken.

Liebe Grüße, Lila  



Hallo Julia Das wusste ich
chanelle71

Hallo Julia

Das wusste ich nicht, dass die übrigen Tiere gar keine zyklischen Menses haben, ja, ist interessant. Über alle Zweifel erhabene Studien scheinen ja gar nicht so häufig zu sein...

Im Buch von E.Buchner steht übrigens noch folgendes: "Progesteron ja, aber im natürlichen Takt und notfalls bei den (Endometriose-)Schmerzen mit einer kleinen Dosierung so lange gegensteuern, bis die Schmerzen nachlassen. Immer schaue ich mir die Symptome genau an, ob nicht doch auch die Schilddrüse oder ein zu hoher Prolaktin-Spiegel mit von der Partie sein könnte."

Einfach noch in Zusammenhang mit dem von Dir auch erwähnten Prolaktin.. aber die genauen Zusammenhänge sind ja wirklich komplex..

Englisch-Phobikerin bin ich gerade nicht, manchmal darf ich aber nicht zu viel lesen, sonst bestelle ich mir wieder irgend etwas :).

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Achja, was vielleicht nicht
lila

Achja, was vielleicht nicht hier her passt, ich es aber trotzdem los werden muss. 

Ich habe die Erfahrung gemacht dass viele meiner Freundinnen ihre Mens noch gar nicht richtig hatten aber dennoch von ihrem Gyn die Pille verschrieben bekamen. Finde das irgendwie unnatürlich (mit meinem Laienwissen).

Resultat sind heute unregelmäßige Zyklen und bei einer PCO.

 



Hallo Lila Ich denke mal,
chanelle71

Hallo Lila

Ich denke mal, dass die Pillen, die bei Endo. gegeben werden, Gestagenbetont sein müssen, auch sollte man sie am besten durchgehend einnehmen, da die monatlichen Blutungen ja v.a. auch ein Problem darstellen. Je nach dem Oestrogen-Gestagen Verhältnis der von Dir früher genommenen Pille könnte ich mir schon vorstellen, dass sie die Endo. zumindest aufgeweckt und gefördert hat.

Ah ja, und ich denke nicht, dass Dein Empfinden bezüglich Pille subjektiv ist. Sicher gibt es Indikationen, sie bei Endo. zu verschreiben, aber die Nebenwirkungen müssen ganz sicher gut gegen den erwarteten Nutzen abgewogen werden. Jede Pille ist ein grosser und unnatürlicher Eingriff ins (hormonelle) Gleichgewicht des Körpers.

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Prolaktin und Schilddrüse
dr.julia

Ja,

dieser Zusammenhang (Endometriose UND Schilddrüsenproblematik UND Prolaktinabnormalitäten) taucht ja öfter auf - auch hier im Forum: Es gibt einige, die zusätzlich zur Endometriose Probleme mit der Schilddrüse und einen abnormen Prolaktinspiegel haben.

Da kommt man dann thematisch bei der Hypophyse und all ihren Hormonen raus (denn da hängen alle nah zusammen - so chemisch/funktionell gesehen) und da wird`s so richtig kompliziert!

Vielleicht muss man mehr in die Hormon-Spezial-Literatur abtauchen, und weniger bei den operativ tätigen Gynäkologen suchen...?! Aber ich muss zugeben: DAS ist mir dann auch zu hoch. Da brauche ich Tage um mich reinzuarbeiten und ich bezweifel ernsthaft, ob ich mich überhaupt so sehr hineinfuchsen kann, dass ich auf dieser Ebene eigene Gedanken etablieren könnte.

Vielleicht liegt da auch ein Teil des Problems: Endometriose ist das Steckenpferd der Gynäkologie, weil die Symptome meist (aber nicht immer!) in den gynäkologischen Zuständigkeitsbereich fallen. Die Gynäkologie selber ist aber schon ein echt breites Fach (mit Onkologie, Geburtshilfe/Neonatologie, Stationsarbeit und operativen Eingriffen...) und wer hat da noch Zeit und Nerv, sich der intellektuellen Schnittstelle zur Endokrinologie (= Hormone) zu widmen??? Endokrinologie ist nichts, was man mal so nebenbei lernen/erfassen/machen kann...

Möglicherweise sind die Gynäkologen gar nicht die, die sich ursächlich um Endometriose kümmern sollten???

Interessant, interessant...!

Julia



Endokrinologie und Endometriose
ELM

Hallo,

bei mir wurde mit 15 Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Ich bin deswegen auch seit über 15 Jahren bei dem gleichen Endokrinologen in Behandlung. Alle 6-8 Monate gehe ich dort zur Untersuchung. Er weiß auch von der Endometriose, aber mehr als eine Knochendichtemessung und das anschließende Dekristol-Rezept (nachdem ich ein Jahr Zoladex bekommen habe) sind ihm bisher nicht eingefallen... Naja im Juni ist der nächste Termin bei Prof. M. Mal sehen was er zu dem aktuellen Stand meiner Endometriose sagt...

 

lg

ELM



Sodele, dann will ich mich auch mal äußern...
lily

...Hallo Julia!

ich bin orgasmusfähig... Sex hatte ich während meiner Tage grundsätzlich nie, höchstens kurz vorher oder zum Ende hin, wenn ich kaum noch geblutet habe - allerdings ist meine Lust auf Orgasmen leider seit paar Jahren insgesamt nicht sehr ausgeprägt, es dürfte da also weit aktivere Frauen geben als mich... Ende 2008 habe ich die Pille abgesetzt und seitdem keinen Sex mehr gehabt. Im September 2009 hatte ich dann meine ersten Endo-Beschwerden.

Mein BMI liegt und lag in den letzten Jahren bei ca. 18.

Da ich mich auch ganz gerne mit der Psyche beschäftige, will ich dazu auch gern nochwas sagen bzw. ein paar Auszüge aus einem Buch aufschreiben, das ich gerade lese (Weiblicher Narzissmus von Bärbel Wardetzki). Es war ja schon die Rede von dem Perfektionsanspruch an sich selbst, der durch den Wunsch nach Liebe/Angenommensein/Anerkennung entsteht, weil man gelernt hat, dass man Selbiges bekommt, wenn man sich (über)angepasst und freundlich verhält und z.b. gute Leistungen bringt. Dazu hätte ich hier folgendes:

"Körperliche Beschwerden, Krankheit und Depression können (...) als Entschuldigung für das Nichteinlösen des Perfektionsanspruches dienen und einen Ausdruck von nicht eingestandenem seelischen Schmerz bedeuten. (...) Das körperliche Leiden ist dann ein Ventil, über das sie ihr seelisches Leiden leben und ausdrücken".

Krankheit kann auch ein Signal der Psyche sein, dass man sich überfordert hat und Ruhe braucht, die man dann in der Krankheit findet. Hier wäre also auch die Stress-Theorie passend (Quelle: Buch s.o.). Oder Krankheit dient als Flucht und Ablenkung vor einem ungelösten Konflikt, dem man sich nicht stellen will (Quelle: Die Angst vor Zurückweisung - Heinz-Peter Röhr). Es gibt die verschiedensten Zusammenhänge zwischen Krankheit und Psyche, davon bin auch ich überzeugt.

Ich habe an mich zwar keinen besonderen Perfektionsanspruch aber hier und da einige andere Problemchen und insgesamt fand ich die letzten fünf Jahre für mich eher dicke belastend und seelisch anstrengend als sorgenfrei.

Was mich aber interessieren würde, ist: gibt es spezielle "psychosomatische" Krankheiten (wie z.B. Krebs) oder kann jede beliebige Krankheit (also auch Endometriose) psychosomatisch sein (oder auch nicht)?

Zum Thema Hormoneinfluss: Ich habe Hyperandrogenämie - also einen Überschuss an männlichen Hormonen, der jetzt durch die Einnahme von Cerazette (Gestagenpille) noch verstärkt wird. Inwieweit dies aber die Endo beeinflusst oder begünstigt, weiß ich nicht...

Gruß

Lily



Hallo Lily,   meinst du
Ricky68

Hallo Lily,

 

meinst du Krebs sei psychosomatisch?

Wenn ja, wie wird das begründet?

 LG

--

Lieben Gruß

Ricky



ja, aber es kann eventuell
Ricky68

ja, aber es kann eventuell durch die Psyche beeinflussbar sein.

Wie jede Krankheit....

--

Lieben Gruß

Ricky



@ Julia:"Vielleicht muss man
chanelle71

@ Julia:"Vielleicht muss man mehr in die Hormon-Spezial-Literatur abtauchen, und weniger bei den operativ tätigen Gynäkologen suchen...?!

Möglicherweise sind die Gynäkologen gar nicht die, die sich ursächlich um Endometriose kümmern sollten???"

Ja, das ist genau die Richtung, in die ich seit einiger Zeit denke.. Ich habe übrigens auch eine Schilddrüsen-Unterfunktion (latent). Daher interessiert mich auch sehr, was die Hormonselbsthilfe macht. Vielleicht müsste es ein neues Fachgebiet geben, Endo-Gynäkologie oder ähnlich...?


@ Lily: ich würde das auch nicht mehr sagen, dass Endo. zu den "psychosomatischen" Krankheiten zu zählen ist oder in relevanter Weise durch solche Faktoren ausgelöst wird, für mich ist das ein Fass ohne Boden. Es gibt meiner Einschätzung nach aber durchaus andere Krankheiten, wo das so sein kann. Und die Schmerzsympomatik kann sicher beeinflusst werden durch ein bewussteres Umgehen mit dem eigenen Körper.

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Was heisst hier einfach und
Ricky68

Was heisst hier einfach und dann gäbe es die Krankheit nicht mehr...

Letztendlich ist es erwiesen, dass man eine Krankheit besser verkraften bzw. eher hinter sich lassen kann, wenn die Psyche stabil ist. Wenn ich gerade psychisch nicht so stabil bin, wegen Stress zum Beispiel, fange ich mir viel eher was ein. Und auch das Schmerzempfinden ist ein anderes, wenn ich stabil bin, bester Laune etc.

Bei mir ist es auch so, dass ich durchaus Infektionen, die sich anbahnen und wenn ich sie so gar nicht gebrauchen kann, doch auch beeinflussen kann, ob sie komplett ausbrechen, oder vielleicht nur abgeschwächt etc...nur dass sie dann verspätet wieder auftreten, dass kann ich nicht beeinflussen.

Und ich merke auch, dass ich mich kranker fühle, wenn ich mich zu sehr mit dem Thema beschäftige und zu sehr in mich hineinfühle, als wenn ich gar keine Zeit dazu habe.Oder es mir gerade egal ist

Ich habe ein Tante, bei ihr wurde vor gut 50 Jahre MS ( ziemlich ausgeprägt) festgestellt. Sie erklärte dem Arzt, dass sie das nicht glaubt und nicht annehmen wird. Sie ignorierte es mit einem lauten Lachen..tja, die gute Frau tanzt jetzt noch auf allen Partys...

Also ich bin fest davon überzeugt, dass die Psyche bei allem mitspielt,- was ja nicht schlimm ist, zum Körper gehört nun mal auch die Psyche.

--

Lieben Gruß

Ricky



GV während der SW und Endometriose
ELM

Also wenn Sex während der Schwangerschaft die Ursache für Endo wäre, dann müsst der Anteil der Frauen mit Endo viel höher sein. Auf jeden Fall über 50%...

Warum müssen wir denn unbedingt was gemeinsam haben? Es gibt öfter Krankheiten, die verschiedene Ursachen haben bzw. wo die Medizin noch gefunden hat... Bei meiner Epilepsie ist das auch so, bei manchen Epileptikern läßt sich eine Ursache finden, bei anderen (wie bei mir) nicht. Ich weiß ich habe einige Jahre dafür gebraucht zu akzeptieren, dass ich diese Krankheit habe und wahrscheinlich mein ganzes Leben lang Medikamente dagegen nehmen muss. Ich weiß man denke, man muss nur die Ursache finden und dann vielleicht... Aberwar neben den üblichen Untersuchungen (EEG, MRT) auch in einer Spezialklinik in einem Schlaflabor und erst als die dort nichts gefunden haben, habe ich erkannt dass es egal ist. Die Krankheit ist da. Ich muss sie akzeptieren und mich damit arrangieren, auf meinen Körper hören und mein Leben leben.  

PS: Ich war wohl gerade auf einer vorherigen Seite beim durchlesen. Die Antwort passt nicht mehr so ganz zu dne letzten Beiträgen. Ignoriert es also.



@ricky68: ja, ich glaube,
lily

@ricky68: ja, ich glaube, dass krebs psychosomatisch sein KANN. nicht grundsätzlich, aber ich glaube, das bestimmte psychische dispositionen solche erkrankungen begünstigen! einen beweis dafür hab ich nicht! aber die erklärungen aus dem buch, die ich zitiert habe, finde ich schlüssig. 

@lilie: woher und warum bist du dir so sicher, dass krebs nicht auch psychosomatischen ursprungs sein kann? gibt es irgendwelche studien, die das widerlegen?



hey lilie,  ich habe
lily

hey lilie, 

ich habe geschrieben, ich GLAUBE dass krebs psychosomatisch sein kann (nicht muss) und ich hab extra dazu gesagt, dass ich keine beweise kenne. ;)

würd auch gern hierzu noch was sagen:

"mit dann gäbe es  keine Krankeit mehr meine ich wenn espsychosomatisch sei dann kann jeder zum Therapeuten oder sonst wo hingehen und alles wäre weg."

das mag ja auf psychosomatische "lappalien" wie kloß im hals oder atemprobleme zutreffen, aber wie willst du eine krankheit wie krebs mit ner psychotherapie heilen? psychosomatisch heißt doch nicht (ausschließlich) "psyche geheilt - krankheit futsch"... oder seh ich da irgendwas falsch? dachte immer, das bezieht sich in erster linie auf die entstehungsursache. will mich auch nicht weiter in endlosdiskussionen verstricken oder womöglich noch weiter vom thema abdriften, aber das interessiert mich jetzt doch grad mal... vielleicht kann da ja auch noch jm. anders was zu sagen?

viele grüße



Na gehen wir doch einfach
lila

Na gehen wir doch einfach mal von dem Gleichgewicht aus dass immer im Leben angestrebt wird! Der Mond dreht sich um die Erde wegen des Gleichgewichts. Das Wetter ist beständig wenn das Klima im Gleichgewicht ist (siehe globale Erwärmung Wink). 

Denkt an ein Orchester das im Gleichgewicht ist und somit in voller Harmonie klingt.  Wenn sich dort jemand verspielt klingt das nicht mehr so harmonisch, oder wenn es einen Geigenspieler zu viel gibt ;) Ich hoffe ihr könnt mir folgen!

 So ist es doch auch mit unserem Körper und unserer Seele. In gewisser Weise kann Körper und Seele ein Ungleichgewicht "ausbalancieren". Das geht aber nur bis zu einem gewissen Grad. Und da es ja auch nachgewiesen ist (glaube mich zu erinnern), dass ein schlechter psychischer Zustand das Imunsystem schwächt. Es gibt soviele Hormone die durch unseren seelischen Zustand ausgeschüttet werden (Freude bei einem Lottogewinn, endlich die Millionene XD) und anders herum aber auch welche die die Seele beeinflussen (Östrogendominanz). Alles steht im Wechsel und es gilt ein Gleichgewicht herzustellen. Nur was war zuerst da? Das seelische Ungleichgewicht das die Östrogendominanz bewirkte oder die Östrogendominanz?

Wenn mich ein Bus zu bratsch fährt kann meine Seele nicht wirklich was dafür. Aber wenn ich erkranke dann muss es eine Ursache haben. Und wenn das nicht gerade durch Gifte aus der Außenwelt oder physische Kräfte hervorgerufen wurde, dann doch von meinem Seelenleben. Denn ich werde nicht krank wenn alles im Gleichgewicht ist. Und bei einem gesunden (geborenen) Menschen ist alles im Gleichgewicht Mit einem noch so hohen Krebsrisiko muss man jedoch nicht an Krebs erkranken. Dieses Gleichgewicht ewig in seinem Leben zu erhalten ist ziemlich unrealistisch. 

Was ich damit sagen möchte ist, dass ich sehr wohl der Meinung bin, dass sehr viele Krankheiten vom Seelenleben ausgelöst werden (körperliche Voraussetzungen ausser acht gelassen, ob sie nun vorhanden sind oider nicht). Nur deshalb sind sie doch nicht psychosomatisch...  

 



..also ich sehe es genau so
Ricky68

..also ich sehe es genau so mit der Psyche.

Die Psyche verursacht nicht die Krankheit, aber die Psyche kann unter Umstände mit beeinflussen, ob die Krankheit ausbricht und wenn sie ausbricht, wie schwer sie verläuft.

Ich denke auch, dass die psychische Kraft sehr unterschätzt wird, ob sie im Positiven oder Negativem einwirkt.

Und so einfach ist die Sache nicht mit " man gehe mal zum Therapeuten und dann wirds gut..." Die Psyche kann ja nicht wie Bakterien einfach mal mit Antibiotika behandelt werden und alles ist gut. Da spielen viel,viel mehr Faktoren eine Rolle mit. Sei es das Erlebte, das momentane Umfeld, Erfahrungen, Ängste, Blockaden etc.

Ich kann mir vorstelle, dass es etwas im Körper gibt, dass aus dem Gleichgewicht kommt. Das kann durchaus organisch/ mechanisch sein. ZB Gebärmutterschleimhautzellen an einem anderen Ort. Das dieses dort hin kommt, ist nicht psychisch beeinflussbar. Aber ob man dann erkrankt und wie schwer - ab da gebe ich der Psyche eine starke Rolle.

 

--

Lieben Gruß

Ricky