@ Dr. Julia
Britta

Hallo Dr. Julia,

zu deiner Entstehungstheorie möchte ich dir kurz von meinem Verlauf berichten:

2005 BS - nach 13 Jahren Mens nun Diagnose EM 2006 OP mit Bauchschnitt, dann nochmal OP in 2006 im Endozentrum (8 Std. mit Darmentfernung etc)

Danach GnRH Analoga, dann Valette nonstop

2007 Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule.  Bis dahin trotzdem latent immer wieder Schmerzen.. Der Bandscheibenvorfall war nicht so gravierend und ließ sich kurzfristig gut behandeln.

Merkwürdigerweise fing so nach einem halben Jahr nach dem BV immer zyklusmässig (ohne tatsächliche Blutung, da ja Valette nonstop) undefinierbare Schmerzen vom bzw. in den Rücken austrahlend an. So heftig das ich kaum noch laufen konnte. Endobefund neutral - keine Verschlechterung nach OP. Da mir mein Ortopäde und mein Gyn nicht helfen konnten und ich mittlerweile total labil war, habe ich es mit zwei Psychotherapien versucht. Ohne Erfolg. Dann Osteopathie. Die Frau war echt toll. Ich bin unter der Tür durch reingekrochen und dann fröhlich und entspannt .. fast tanzend wieder raus. Irgendwann nach einem halben Jahr hat sie mir die Adresse von einer HP für Psychotherapie gegeben. Ein Gespräch und ich hatte ein halbes Jahr Ruhe. Seither bin ich noch bei ihr in Behandlung da ich die Unterstützung doch noch brauche, es geht mir zwar deutlich besser, bin aber immer froh einmal im Monat die Gespräche zu haben. Die HP arbeitet nach Bert Hellinger und mit systemischen Aufstellungen. Ich wusste anfangs nicht wirklich was dahinter steht, und es ist ja wohl auch umstritten ob das wirklich hilft.  Ich kann nur sagen, mir hat es geholfen. Es geht mir deutlich besser. Verwachsungen im Unterleib einer Frau werden nach der Theorie auf verwachsene Familienverhältnisse zurückgeführt.. Kann ich für mich top bestätigen. und wie gesagt mir hat es sehr gut geholfen..

LG

Britta



Verwachsene Familienverhältnisse?
ELM

Hallo,

was sollen verwachsene Familienverhältnisse sein? 

Gruß

ELM



..das habe ich mich auch
Ricky68

..das habe ich mich auch gefragt...

ich denke eine Theraoie nach Helinger hilft sekundär ( wenn überhaupt, sorry..aber ich gehöre zu denen, die ihn nicht unbedingt mögen;-)...)

Gegen Endo als Mediziner kann er nicht helfen. Ist aber ja klar...wobei ich auch die Meinung vertrete, dass bei jeder Krankheit auch die Psyche mitdrinsteckt...

 LG

--

Lieben Gruß

Ricky



cool
dr.julia

Hi Britta,

das macht Mut - schöne Erfolgsgeschichte.

Gerade bei Rückenproblematik halte ich eine systemische Herangehensweise und psychologische Mitbetreuung für ganz wichtig. Wie man in sich zusammenfallen kann bei Überforderung, sich bei Traurigkeit einrollen, die Schultern bei Angst hochziehen, etc - hat sicherlich jede von uns schonmal gemerkt. Das wirkt sich 1:1 auf den gesamten Halteapparat aus und macht nachvolziehbarerweise Rückenbeschwerden. Rückenschmerzen sind ein komplexes Thema! Habe meine Ma auch nach zig Jahren mit schlechten Orthopäden endlich zum Osteopathen schleppen können - und kurz danach war sie auch endlich in Psychotherapie (was auch seit Jahrzehnten nötig gewesen wäre....).Bei Rückenproblematik sollte man immer alle Register ziehen!

Zyklusabhängige Rückenschmerzen könnte man organisch auf EM schieben, wenn man sich überlegt, dass an nervalen Strukturen ja auch EM sitzen kann, die zyklusabhängige Schmerzen verursacht. Find ich realistisch. Es könnte aber auch folgende logische Idee sein: Periode -> Angst vor EM-Schmerzen -> Verspannung aus Angst -> Rückenschmerzen.

Dass Verwachsungen psychisch bedingt sein sollen, finde ich schwierig. Wüsste nicht, wie das gehen soll - was nicht heisst, dass es das nicht geben kann. EM macht eine Entzündungsreaktion und diese wiederum macht Verwachsungen. SO kann ich es mir erklären. Aber das müsste ja jetzt heissen, dass verquere Familiensituationen Endometriose machen, diese macht Entzündung und dann kommt die Verwachsung. Was ich nachvollziehbar fände: (familiärer) Stress -> Immunsystemschwäche -> mehr Entzündung -> mehr Verwachsung. Aber das alles auf dem Boden einer schon bestehenden Endometriose. Zu den Entstehungstheorien hilft es nicht so richtig weiter...

Was ist mit den Frauen, die extrem schwierige Familienverhältnisse und KEINE Verwachsungen haben? Wie wird das dann erklärt?

Letztlich ist das aber alles Theoriegesülze. Und wissen tun wir Menschen noch immer verdammt wenig.

Hauptsache, dir geht`s besser!

Julia



Hallo Julia, klar ist das
Britta

Hallo Julia,

klar ist das eine P-Therapie die EM nicht ausheilt. und das Stress sich negativ auf den Körper auswirkt ist auch klar. Egal wie - jeder hat ja einen anderen Schwachpunkt. Bei dem einen so und dem anderen so..

Nur mir ist schon bewusst geworden, das der Stress in der Familie und die kleinen und grösseren Streitereien doch einen erheblichen Einfluss auf meinen Verlauf haben. Ich gebe dir recht, wenn man Stress hat und insgesamt anfälliger wird, hat auch die EM ein leichtes Spiel.

Wie auch immer.. Bei mir ist es echt krass, wenn ich ausgeglichen und gut drauf bin, kann mich so schnell nichts umhauen, wenn ich labil bin und nicht gut drauf, haben auch die Schmerzen ein leichtes Spiel.

Wollte damit nur sagen, das es vielleicht auch noch eine andere Sichtweise gibt.

Gruß Britta



Familiensituation
ELM

Also ich habe eine Endo Grad IV und meine Familienverhältnisse sind gut. Ich habe (leider) nur noch meine Mutter, mit der ich fast täglich telefoniere. Mein Vater starb vor 14 Jarhen plötzlich an meinem Herzinfakt. Das war ein großes Schock für meine Mutter und mich. Wir verloren einen sehr wichtigen Menschen aber einen psychischen Knacks hat das nicht ausgelöst. Von meinen Großeltern starb die letzte auch schon vor einiger Zeit im Alter von über 93 Jahren. Um jeden Verlust haben wir getrauert, aber in Depressionen sind wir deshalb nicht gefallen. Geschwister, mit denen es Problem geben könnte, hab ich keine. Mit meinem Partner bin ich seit über 7 Jahren zusammen und unsere Beziehung läuft super. Wir haben nun auch schon seit fast 5 Jahren eine gemeinsame Wohnung und bis auf die typischen kleinen Streitigkeiten ( "Wolltest du nicht den Müll runterbringen?", "Du hast wieder vergessen deine Bartstoppeln im Waschbeckenwegmachen." o.ä.) ist alles Prima.

Ich bin ein sehr optimistischer und geselliger Mensch. Also da sehe ich bei mir nichts Verwachsenes...  Weder in miener Familie, noch in meiner Persönlichkeit.

 

Da muss die Endo bei mir eindeutig einen anderen Grund haben. Ich tippe mal eher auf Genetik. Meine Mutter hatte Probleme schwanger zu werden und auch eine Fehlgeburt. Erst als sie für ein halbes Jahr Hormone genommen hat, wurde sie mit mir schwanger. Auch sie hatte immer starke Regelschmerzen und durch ihre Erzählungen, nahm ich immer an, dass das normal ist...



Bei mir ist das auch so:
chanelle71

Bei mir ist das auch so: meine Tante hatte bereits Endo., meine Mutter ist zwar gleich (und das 4x :)) schwanger geworden, hatte aber auch immer starke Regelschmerzen, sie war bei der 1. Schwangerschaft aber noch relativ jung. Meine Schwestern haben auch starke Regelschmerzen (stärkere als ich jeweils hatte) und meine Schwester, die Kinder hat, wurde auch lange nicht schwanger.

Für mich ist Endo. eine Krankheit, die, im Gegensatzu zu anderen Krankheiten, recht wenig mit der Psyche zu tun hat, was die Ursache betrifft. Und ich habe mich lange mit dieser Frage beschäftigt. ;) 

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Liebe Grüsse, Chanelle