Zoladex über 1 Jahr?
DanH

Hat denn jemand Erfahrung mit einer GnRH-Analoga-Therapie (am besten Zoladex) über einen sehr langen Zeitraum?

Also länger als 6 Monate? 9, oder vielleicht sogar 12 Monate?

Wo sind die Gefahren? Liegen die "lediglich" beim Osteoporose-Risiko und den allg. Wechseljahrswirkungen?



Ja ich weiß dass man
DanH

Ja ich weiß dass man Zoladex immer nur 6 Monate gibt.

Kennst du genaue Gründe dafür? Also mehr als...es ist halt nicht gut für den Körper? Ich würd gern konkrete Gründe dafür wisse.

 LG

Daniela



Der Hauptgrund der für die
Tess

Der Hauptgrund der für die längerzeitige Zoladex Behandlung spricht, ist der, dass die Knochendichte durch die Behandlung abnimmt. Und diese bildet sich auch nach Ende der Behandlung nicht mehr vollständig zurück.

--

Liebe Grüße, Tess



Wesentlich Bedenklicher
wuebsenkrams

finde ich folgendes:

Schlaganfall der Hirnanhangsdrüse; Erhöhung des Calciumspiegels (bei Patientinnen mit Knochenmetastasen); Verlust von Knochenmasse (Osteolyse); Bildung von Zysten in den Eierstöcken; Ausfall der Regelblutung.

es wird auch davor gewarnt Frauen denen Osteoporose in der Familie bekannt ist, mit Zoladex zu behandeln. 

Lieben Gruß, Kirsten

--

Lieben Gruß, Kirsten



Ich bekomme es nun schon
achso

Ich bekomme es nun schon für ein Jahr. Um mich abzusichern, werde ich nächsten Monat nochmals Knochendichtemessung machen. Gestagene und Co haben bei mir gar nichts gebracht und ich will eine Umschulung machen. Da die Endo aber voll zugeschlagen hatte und ich nicht operiert werden wollte, war dies meine Alternative. Ich merke nach einem Jahr immer noch den Zyklus, so ganz weg ist das nicht. Das soll wohl mit dem Monatsdepot nicht so ganz sein. Das Dreimonatsdepot soll etwas ungenauer sein, so sagte mein Gyn neulich. Da ich noch Probleme hatte, habe ich zusätzlich noch Chrysin genommen. Ein pflanzlicher Aromatasehemmer. Wohl eher für Männer mit Potenzstörungen, aber der Effekt machts. Mir hat es geholfen. Ich bin wesentlich fitter damit und viel viel ruhiger.

Nebenwirkungen von dem Zoladex habe ich kaum. Sogar die Hitzewallungen, die ohnehin nicht schlimm waren, werden noch weniger. Ich würde es immer wieder tun und werde es auch weiter tun, wenn die Knochendichtemessung in Ordnung geht. Und der Beipackzettel, naja, steht nicht überall so was Böses drin?

Meine Schmerzen waren vor der Gabe von Zoladex soo sehr schlimm, dagegen geht es mir jetzt richtig gut.

Ich habe viel mit der Ernährung getan, alles an Calcium gegessen, was geht. Auch im Winter mittags in der Pause spazieren gehen. etc etc...

Wenn du noch Fragen hast, dann frag ruhig.

lg

Hägar

 



18 Mal Zoladex
ELM

Hallo,

ich habe fast 1 1/2 Jahre alle vier Wochen die Zoladex-Spritzen bekommen. Nach fast einem Jahr war ich zu einer Knochendichtemessung (80,2% - was immer das heißt). Ich bekam daraufhin Dekrystol (ein D-Vitamin mitdem das durch die Nahrung aufgenomme Kalzium auch im Körper bleibt). Das musste ich alle 14 Tage nehmen. War aber seit dem noch zu keiner weiteren Knochendichtemessung. Ich muss aber auch sagen, dass in einem der Beipackzettel meiner Antiepiletika auch Abnahme der Knochdichte als mögliche Nebenwirkung aufgezählt wurde. Also das muss nicht vom Zoladex sein. Gebrochen habe ich mir in der Zeit nichts und auch sonst in Richtung Gelenke und Knochen nichts bemerkt. 

Was ich bemerkt habe ist, dass die Muskeln sich schnell abgebaut haben, wenn ich nichts getan hab. Also ich habe damals nebenbei im Gastrobereich gearbeitet und konnte mal zwei volle Kästen Bier (mit 0,33l-Flaschen) gleichzeitig die Treppe zur Bar runtertragen, nach einer Weile war das nicht mehr möglich. Also irgendwie hat die Kraft nachgelassen... Darum hatte ich mich dann im Fitnesstudio angemeldet. 

Ausserdem haben ich Hitzewallungen bekommen. Da half dann nur immer ein Wechsel-T-Shirt parat zu haben, Deo, Deo und nochmas Deound Salbeitee trinken.

Also als so extrem hab ich die Nebenwirkungen nicht empfunden. 8 Wochen nach dem Absetzen kam auch mein Mens wieder, danach pünktlich alle 5 Wochen wie zu Zeiten ohne Pille  bzw. Zoladex. Als ich nach 6 Monaten ohne Hormone nicht schwanger geworden bin, sondern statt dessen die Endo-Zysten wiederkamen. Gab es im Februar eine Bauchspiegelung bei der starke Verwachsungen im Douglasbereich festgestellt wurden. So dass es im Mai eine komplett Sanierung mittels Bauchschnitt gab und danach auch wieder Zoladex. Ich hab vor einer Woche meine zweite Spritze bekommen. Bis jetzt hab ich noch keine großen Probleme auch nicht, was die Hitzewallungen betrifft... Meine Knochendichte werde ich im August mal wieder checken lassen.

LG

ELM



Danke schonmal für eure
DanH

Danke schonmal für eure Antworten.

Der Grund warum ich frage ist ja der Kinderwunsch. Der beste Zeitpunkt ist laut Docs direkt nach Zoladex (im Sept.), was absolut existenzbedrohend wär. Unpassender gehts gar nicht. Also suche ich nach einer Möglichlkeit diesen Zeipunkt weiter nach hinten zu schieben. Und will ich nicht rumexperimentieren. Mir geht es ja, was jetzt rein die Endo betrifft, mit Zoladex relativ gut. Die Nebenwirkungen sind enorm (und ich spüre es auch schon deutlich in den Gelenken und so allgemein "in den Knochen", aber das ist nur ein Empfinden und muss ja nix heissen) aber das nehme ich in Kauf. Also dachte ich an die Möglichkeit einfach noch ein halbes Jahr hintendran zu hängen...

Mit IVF oder dergleichen direkt nach so langer Therapie damit wird hier niemand Erfahrung haben, oder Wink ?

Könntet ihr euch vorstellen dass es...was weiß ich was...im Körper anstellt dass eine IVF noch schwieriger macht? Also im Gegensatz zu nur 6 Monaten Anwedung?

 Wer hat bei euch denn diese lange Therapie vorgeschlagen? Gab es da - ausser der Knochendichte - keine Bedenken im Voraus?

 

LG

Daniela



Nachdem ich die Gestagene
achso

Nachdem ich die Gestagene und Co nie vertragen hatte, und die Endo darunter auch immer schlimmer wurde, hatte ich kaum eine andere Wahl.Im Gegenteil, der Doc und ich hatten sogar überlegt, noch Arimidex dazuzugeben. Was Brustkrebspatientinnen bekommen, um alles an Östrogen auszulöschen.Da die Endo bei mir so blöde sitzt und ich ohnehin schon eine sehr tiefe Enddarmteilresektion hatte, ist die nächste OP ein künstlicher dauerhafter Ausgang, was ich echt vermeiden will. Bzw so lange wie möglich herauszögern.Das Zoladex wird in der Regel für sechs Monate gegeben, weil der Körper dann die Knochendichte wieder aufbauen kann, es ist dann noch reversibel.

Sicher ist es da auch durch den Krankheitsverlauf bestimmt. Bedenken gab es nicht, ich habe vorher die Messung durchführen lassen, die Ärztin sagte, ich könne bedenkenlos drei Jahre Zoladex durchnehmen. Die nächste Messung ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Mit dem Kinderwunsch ist ja doof, wenn das Timing nicht stimmt. Mir wurde beim ersten Mal mit Enantone nur gesagt, dass hinterher der Körper nochmal so richtig aufdreht und eine Schwangerschaft daher wahrscheinlicher wäre. Hat nicht sollen sein bei mir. Habe aber auch nie über künstliche Befruchtung nachgedacht. Sorry, da kann ich nicht helfen.

Nein, es gab keine Bedenken irgendwelcher Art. Eigentlich hat mein Gyn sogar geschimpft, weil mir nach der letzen OP ein Rest Eierstock erhalten wurde. Er meinte, bei meinem Befund wär das ziemlich blöde. Und wenn der raus wär, dann wär ich ja auch in den Wechseljahren. Vielleicht ist es auch meine positive Einstellung dazu, das ich damit so gut klar komme. Ich kann dir ja Bescheid sagen, wie meine neue Knochendichtemessung ausgefallen ist.

Lg

Hägar