Europäischer Endometriose Kongress,
Siena, Italien, 29. November – 1. Dezember 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.endometriosis-league.eu
Hi,
hast du denn schon an sich eine Therapie gemacht, um das Erlebte aufzuarbeiten und deinen inneren Frieden zu finden?
Ganz unabhängig von der Endo.
Ich bin auch fest davon überzeugt, dass die Psyche kein Endo verursacht, aber positiv bzw. negativ beeinflussen kann, wie alle Krankheiten.
Deine psychische Verfassung hat einen sehr hohen Einfluss auf Deine Endo!!!! Bitte such Dir einen Therapeuten und versuche zu verarbeiten, dass ist ganz wichtig. Und um es besser verstehen zu können, bestelle Dir folgendes Buch "Frauenkörper und Frauenweisheiten" von Dr. Christiane Northrup. Ich lese es seit ein paar Tagen und betrachten seither vieles aus einer völlig anderen Perspektive. Dieses Buch wurde hier auch schon von Patientinnen empfohlen!
So lange Du diese ganze Masse an negativem Balast verdrängst, kommt er anderswo als schmerzhaftes Symptom wieder hervor. Die Psyche spielt mitunter die wichtigste Rolle in der Therapie, nicht nur der Endometriose.
Ich wünsch Dir alle Liebe & Gute!!! Gib Dich nicht auf!! Ich mache seit Jahren eine Psychotherapie und mitlerweile merke ich in vielen Bereichen eine Besserung. Es ist ein jahrelanger Prozess des Lernens und Umdenkens, man muss wirklich enorm viel Geduld haben und vorallem einen Therapeuten dem man sich völlig öffnen kann, ohne wenn und aber. Da darf keine Barriere sein!!
Die psychische Seite spielt eine enorme Rolle und dabei will ich keines Falles sagen, das wir alle einen an der waffel haben. Gerade wie du sagst, solche Verdrängungstheorien kenne ich nur zu gut. Das Buch was Biene Maja geschrieben hat, habe ich auch vor 2 Jahren gelesen und fand es mega toll.
Außerdem habe ich eine Therapie bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie gemacht. das war super, die hat viele verschiedene Therapieformen angewandt, auch Kunsttherapie. Und die Methode Wildwuchs hat mir auch sehr geholfen, kannst dir ja mal anschauen unter www.angelikakoppe.de
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für die Beiträge. Da stehe ich mit meinem Chaos im Kopf ja nicht ganz alleine da. Mir war schon immer klar, dass mein psychischer Zustand viel mit meinen diversen Krankheiten zu tun hat, aber man will es ja nicht wissen und macht immer fleißig weiter, bis es gar nicht mehr geht. Und an dem Punkt war ich vor ein paar Monaten, auch weil ich seit 3 Jahren eine chronisch kranke Tochter habe, deren Zustand sich seit 1/2 Jahr ständig verschlechtert.
Da ich eh so wenig Energie habe, bin ich dann fast zusammengebrochen. Mein Mann ist ganz toll, mein Arzt auch und wir erarbeiten jetzt quasi in welche Richtung eine Therapie gehen wird. Erstmal habe ich mir noch eine Ärztin gesucht, da ich mit Frauen besser klar komme. Un da die beiden eng zusammen arbeiten, ist es ganz toll so betütelt zu werden und gemeinsam den richtigen Weg zu suchen. Es ist ein Prozess, der für mich ganz wichtig ist. denn ich war bisher nicht bereit, mich wirklich auf eine Therapie einzulassen, geschweige denn, überhaupt mit jemandem, außer meinem Mann, über dieses Thema detailliert zu sprechen. Ich taste mich ganz langsam daran und bin bisher ganz zufrieden mit meinen kleinen Schritten.
Es ist für mich sehr hilfreich zu lesen, dass auch andere Frauen eine Therapie gemacht haben und an sich arbeiten. Ich denke, ein gesunder Geist bringt auch einen gesunden Körper. Und ich muss gesund sein und Kraft haben, für mich und mein Kind.
Ich wünsche noch einen schönen Abend,
Marly
Marly, das hört sich super an, vorallem, dass Du Dir selber zugestehen kannst, dass es so nicht weiter geht und Du bereit bist Hilfe anzunehmen. Das ist ganz, ganz wichtig. Als ich nach der Geburt eine postnatale Depression bekam und gut 3 Monate stationär behandelt wurde, mußte ich mir anschließen eine neue Therapeutin suchen. Vorher hatte ich nen Therapeuten und habe da eigenlich nur meine Zeit abgesessen und ihm irgendwas erzählt wo ich dachte, das könnte ihn heute interessieren. Die zwei Jahre dort waren damals für die Katz. Die Ärzte im Krankenhaus riet mir mich an eine Frau, also Therapeutin wenden, da die sich einfach in eine Frau und deren Denkprozesse besser hineinversetzen kann und Frauen ticken ganz einfach anders. Falls Du Dir das Buch bestellst von dem ich schrieb, wird das dort auch sehr deutlich.
Ich wünsch Dir alles erdenklich Gute für den neuen Weg, Deinen Weg. Lass es uns wissen, wenn es Dir besser geht, ja?!
GLG
Hallo GLG und ihr anderen,
am Freitag habe ich einen Termin bei meiner Ärztin und ich werde mit ihr weiter besprechen, was ich als Nächses tun werde. Ich arbeite an mir und habe festgestellt, dass ich tatsächlich an meinen Denkmustern arbeiten kann und haben einen ersten Erfolg erzielt. Letztendlich muss ich ja meine Muster ändern, die anderen geben nur den Impuls. Denn ändern kann ich nichts, an dem, was geschehen ist, oder dass meine Tochter krank ist.
Und anderen die Schuld in die Tasche schieben, bringt ja auch niemanden weiter. Das frustriert nur.
Nehmt ihr euch auch so wenig Zeit für euch selbst? Auch etwas woran ich arbeite und schon Erfolge verbuchen kann. Etwas mehr loslassen und auch mal an sich selbst denken bringt schon eine ganze Menge und mit Egoismus hat das nichts zu tun. Der Rest der Familie kann sich auch mal alleine beschäftigen und sich von mir fernhalten. Ich habe ein neues eigenes Zimmer (ein Ziehsohn ist ausgezogen) und mir ganz toll hergerichtet. Gestrichen, ein Bett für Gäste, ein Riesenschreibtisch zum Malen, Nähen und Schreiben, einen Fernseher und einen gemütlichen Sessel. Dahin kann ich mich jetzt wunderbar zurückziehen und alles stehen und liegen lassen. Vorher musste ich immer alles am Küchentisch machen und immer wieder wegräumen. Da fängt man gar nicht erst an.
Bei dem Wetter mache ich allerdings viel im Garten, mein zweites Zimmer sozusagen. Dieses Jahr habe ich richtig Freude daran und alle bewundern meine blühende Oase.
Wünsche euch was,
Marly
Hallo alle zusammen!
Das Buch von Chr. Northrup habe ich mittlerweile, ihre Bücher liegen auch in der Praxis meiner Ärztin aus.
Ich habe mit einer Methode zur Stressbewältigung angefangen. Sie heißt HaerthMath auf deutsch Herzintelligenz nach Doc Childre und wird bei meinem Arzt in der Praxis gelehrt. Ich habe das Buch dazu zu Hause (Stressfrei mit Herzintelligenz) und arbeite es seit ein paar Wochen Seite für Seite durch. Ich lerne Stressreaktionen an mir zu erkennen und die Techniken, sie richtig zu verarbeiten.
Die Technik kommt aus Amerika und es gibt bisher nur wenig Ärzte in Deutschland, die die Technik an ihre Patienten weitergeben. Ich schreibe noch einen extraThread,
Marly
Hallo,
ich habe in der Reha in Bad Salzuflen eine super Betreuung von einer Psychologin gehabt, die auch den Zusammenhang zur Endo hergestellt hat. Und auch daheim setzte ich das ganze jetzt fort und bin super zufrieden. Die psychologische Seite sollte man echt nicht vernachlässigen.
lg
Sabine
...könntet ihr Zwei darüber einmal etwas genaueres Schreiben, würde mich sehr interessieren...
ZB, wie die Therapie geht, auf was sie beruht, welchen Zusammenhang die Psychologin zwischen Endo und Psyche sieht etc?
Hallo Ihr Lieben,
hat sich von euch schon mal jemand mit dem Zusammenhang der Psyche und Endo auseinandergesetzt?
Ich frage danach, weil mein Arzt viel mit mir über meinen psychischen Zustand spricht, der nicht gerade rosig ist. Ich bin jetzt fast 46 Jahre alt und Weltmeisterin im Verdrängen von negativen Erfahrungen aus meiner Kindheit und Jugend. Das Verhältnis zu meinen Eltern ist schlecht, leider. Ich bin ihnen immer noch böse, weil sie mich nicht so geliebt haben, wie ich es gebraucht habe und fand bei ihnen nie Verständnis und Zuneigung. Mein Vater war sehr autoriät und meine Mutter lieblos, ich lehne sie total ab. Nur mal als ein Beispiel, womit ich mich auseinander setze. Da ich sie häufig sehe, kann ich diese Gefühle auch nicht mal für längere Zeit abstellen. Komme also nie wirklich zur Ruhe und mein Arzt meint, dass es eine große Rolle in meinem Gesundheitszustand spielt. Zur Zeit habe ich nur noch Darmendo (was mir völlig reicht) und merke schon, dass es schlimmer ist, wenn ich mich häufiger psychisch schlecht fühle.
Hat jemand Erfahrung mit psychischer Behandlung bei Endo? Und was für Behandlungen kennt ihr, z. B. Kunsttherapie?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen,
Marly