HILFE
annika89

hallo ihr lieben ... ich mal wieder

also heute war ich das erste mal in einem rictigen endometriose zentrum ... dort wurde mir gesagt das ich auf dem natürlichen wege niemals kinder bekommen kann ...

ich habe ein zu klei nen eierstock der sich nicht wieterendwickelt hat

endometriose

und ein eierstock wo so komische dinger drum rum sidn ich weiß ncht mehr wie er es genannt at ...

weiß einer von euch was ich meine ... alo ich habe wie so blässchen darum .. die eine stoffwechselkranlkheit verursachen ?

ich bi n 176 c groß und wiege 75 kilo mein arzt hat jetzt zumir gesgt ich muss erstmal 15 kilo ab nehmen bevor ich künstlich befruchtet wrden kann ... ?? warum ??

außerdem weiß eine von euch wieviel so ein sperma test kostet ??? also mein arzt meinte das er das bei meinem freund machen willnur eiß ich leide nicht wieviel wir da bezahlen müssen ??

hoffe auf sch nelle antworten :(

 



meinte er ein
Tinimaus

meinte er ein "polycystisches ovar"? also ganz viele zysten am eierstock?

zu deinen anderen fragen kann ich leider nichts sagen, aber alles gute!!!



ja genau  dankeeeeeee ....
annika89

ja genau  dankeeeeeee .... hat das noch einer von euch ???



!gesunder BMI!
dr.julia

Das mit dem Abnehmen verstehe ich nicht!

Scheint mir unlogisch. Die Schwangerschaftschancen vergrößern sich doch nicht bei Untergewicht, oder?!

*grübel*

Julia



Hallo Dr. Julia, oft stellt
Karin63

Hallo Dr. Julia,

oft stellt sich bei PCO-Frauen bei einer Normalisierung des Gewichtes auch wieder ein normaler Zyklus mit Eisprung ein. Das PCO-Syndrom wird auf jeden Fall positiv beeinflusst.  Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!

Viele Grüße

Karin



176 mit 75kg
dr.julia

Aber IST das denn nicht ein normales Gewicht??? 176 und 75 kg.

Ich bin ein Moppel - geb ich offen zu.  Nein - jetzt keine Details Innocent

Frage mich grad, ob ich den Anschluss zur Realität verpasst hab, um mit meinem eigenen Gewicht psychisch besser klarzukommen...

Uiuiui!

Na - wenns hilft ;-)  dann nix wie ran an den kaum vorhandenen Speck!!!

Ju



Natürlich ist das (gerade
Karin63

Natürlich ist das (gerade noch) ein normales Gewicht. Aber es kann für die Betroffene zu hoch sein!  Durch die Gewichtsabnahme kann man versuchen, die PCO-Symptome, v.a. die Hyperandrogenämie zu beeinflussen. Manchmal klappts. Man muss es versuchen! 

Karin



--- und jetzt noch ein Bierchen!
dr.julia

Was bin ich froh, dass ich kein PCO hab. Was für ne geschmacklose Erkrankung!

Ich muss es (das Abnehmen) nicht versuchen,

ich darf.

Cool

Schonwieder was gelernt. Irre! Das Forum macht echt schlau.

Ju



Diese Antwort ist etwas
Karin63

Diese Antwort ist etwas sarkastisch! PCO-Frauen könnten sich getroffen fühlen ("geschmacklose Erkrankung"). Diese Erkrankung ist sehr belastend, einschränkend und kann Deine ganze Lebensplanung (Kinderwunsch) über den Haufen werfen. Bist Du heute schlecht drauf?

Karin



Also, 15 Kilo abnehmen find
Erdbeere23

Also, 15 Kilo abnehmen find ich auch sehr happig.....5 hätt ich ja noch verstanden.........ich musste das grad erstmal umrechnen: Ich selber bin 1,63 und wiege 59kg und find mich schon einigermaßen schlank. Da siehst du umgerechnet auf deine größe sicherlich nicht aus, als wärst du übergewichtig.....................aber wenns helfen soll;)

 



@Karin: Ne, das war doch nur
Erdbeere23

@Karin: Ne, das war doch nur ein kleinwenig schwarzer Humor, und der ist doch nicht bös gemeint;) Den legt sich doch fast jeder zu, der krankheitsmäßig auch selber schon so einiges hinter sich hat........



Hallo Erdbeere, diese
Karin63

Hallo Erdbeere,

diese Meinung bzw. Empfehlung stammt nicht von mir, sondern ist Expertenansicht, da kenn ich mich leider sehr gut aus - kann nichts dafür!Wink

Schönen Abend!

Karin



Ich finde 15 Kilo auch etwas
Tess

Ich finde 15 Kilo auch etwas viel. Für mich ist es umgekehrt, das ZUNEHMEN ist ein rießen Problem und klappt einfach nicht, egal wie viel und was ich esse. Da sagen die meisten Frauen, ach toll das hätte ich auch gern, aber wenn man total untergewichtig ist und wirklich essen kann was man will ist es auf dauer echt ätzend. Nur mal so nebenbei...

Ich stelle es mir z. B. wesentlich einfach vor abzunehmen, als zuzunehmen, wenn kein Gramm hängen bleibt. Ist aber erst durch die Endo so extrem. Ich war zawr immer schlank, aber seit der Endo, den Hormoneinnahmen usw. habe ich stetig abgenommen. Ich bin 1,70 m groß und wiege nur 44 kg. Also es gibt auch eine gegenteilige Sache. Auch wenn das eher selten ist ;-)

--

Liebe Grüße, Tess



Sarkasmus vs Empfindlichkeit
dr.julia

"Geschmacklos", weil ich die Diät kommen sehe!

Reine Wortspielerei.

Na - haste heut PMS?!  Wink

Ich logg mich jetzt glaub ich lieber aus... - das wird mir hier grad zu heiss... sonst muss ich noch mit vor die Tür *hilfe* Sealed

Gute N8   

Ju



Hallo Annika,  da platzt
lila

Hallo Annika, 

da platzt mir ja die Hutschnur!!!

 

 

Wie kann man einer Frau nur sagen, dass sie nie und nimmer auf natürlichem Weg schwanger werden kann??? Yell Das ist... da fehlen mir die Worte. Ich kenne so manche Frau, die nie nie niemals auf natürlichem Weg schwanger werden konnte und dennoch genauso schwanger wurde. Wenn eine künstliche Befruchtung vorgeschlagen wird, dann kann man das definitiv anders sagen!!! 

 

Zum PCO, das kann aber muss nicht. Ich habe auch die Eierstöcke voll mit diesen Minizysten, aber weder habe ich einen unregelmäßigen Zyklus, eine Insulinresistenz (geschweige denn Diabetes) noch einen erhöhten Testosteronspiegel, übergewichtig bin ich auch nicht. Und wenn du dir deinen BMI ausrechnest, wirst du feststellen, dass er noch in der Norm liegt. Tzzzzzz

 

Ärgere mich gerade total!!! Du arme.  Erst ma ruhig Blut und ab in eine gute Kinderwunschklinik!

 

Liebe Grüße und alles Gute für Dich, Lila!!! 



naja ich bin ja in einem
annika89

naja ich bin ja in einem edometriose - kindewunschzentrum :(

und die haben das so zu mir gesagt ... weil ich ein eiertock habe der zu klein ist also der hat sich nicht weiterendwickelt ... der andere ist voll dieser zysten und dann kommt noch meine endo dazu :(B

und er meinte ich sol abnehmen weil ich sonst nachdem er mich künstlich befruchtet hat schwangerschaftsdiabetis bekomen kann :(



Hi, ich weiß nicht wo du in
lilie

Hi,

ich weiß nicht wo du in Behandlung bist, aber man muss sagen das es oft besser ist noch nen anderen Arzt aufzusuchen.

Oft ist es so das es zwar einige Ärzt gibt die behaupten sich mit Endometriose auskennen, aber es dann nicht der Fall ist. Ich will die Klinik nicht schlecht machen aber für mich klingt es einfach nur fragwürdig.

Ich behaupte mal das man auch Schwangerschaftsdiabetes bekommen kann wenn man schlankt ist.

 

LG



ja, schwangerschaftsdiabetes
Tinimaus

ja, schwangerschaftsdiabetes kann man auch bekommen, wenn man schlank ist. das risiko ist bei übergewicht (was annika aber definitiv NICHT hat) größer.

bei PCO-syndrom (polycystisches ovar) hat man aber unabhängig von einer schwangerschaft ein höheres risiko für einen typ II-diabetes. den versucht man meist zuerst durch gewichtsreduktion, sport und ernährungsumstellung in den griff zu bekommen, wenn das nicht hilft, dann mit medikamenten (orale antidiabetika wie metformin; sonst insulin).



Fachkompetenz Polyzystisches Ovarialsyndrom
dr.julia

Hm,

"alle drei Tage eine Kleinigkeit essen" ist nicht der richtige Weg zur dauerhaften Gewichtsreduktion - da sind sich ja wohl alle einig. Ich hoffe, der Doc hat das mit einem Augenzwinkern gesagt - alles andere kann (und will) ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen! Möglicherweise gab es (technische, emotionale, sprachliche, interaktive...?) Kommunikationsprobleme zwischen Doc und Pat. Das könnte auch die so dargestellte Absolutheit der Aussage "Schwangerschaft auf natürlichem Wege geht nie" erklären.

Der Beitrag von Karin (siehe Polycystisches Ovarialsyndrom - anderer Beitrag im Forum) scheint Hand und Fuß zu haben - viele Details und Erklärungen! Wer von dieser Erkrankung betroffen ist, sollte bei Karin näher nachfragen - es ist immer hilfreich, bei jemandem anzuklopfen, der vieles schon selber recherchiert hat und den Überblick gewonnen hat. Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus und habe hier im Forum einen Wissenszuwachs mitgenommen auf der Ebene: "POS kann durch Körpergewichtsreduktion positiv beeinflusst werden". Das lasse ich einfach mal so stehen, weil ich keine Lust habe, mir Fachliteratur zu diesem Thema reinzutun und mir der Beitrag im POS-Thread schlüssig erschien.

Karin ist selber betroffen (was ich sehr deutlich zu lesen bekam Wink und mit mobilisiertem menschlichen Verständnis nicht persönlich genommen habe - trotz nichtverkniffenem Vergeltungsschuss PMS) und sie kann sicherlich auch Fachliteraturverweise geben. Vielleicht lösen sich dann die Empörungen und Fragen über die empfohlenen Körpergewichtsziele in Luft auf. Irgendeinen Grund wird es wohl geben für diese ärztliche Empfehlung...

Weiterhin frohes Schwitzen (ich find`s geil, dieses Wetter...)

Julia



hach julia...das ist so ein
Ricky68

hach julia...das ist so ein Ding mit dem Humor...

aber ich mag den deinen...;-)

Die Krankheit ist blöd genug, da darf man sich zumindest lustig über sie machen....

 @ Tess, viellleicht solltest du mal die Visanne probieren, bei der habe sogar ich zugenommen...und es geht nicht mehr weg....habe vorher bei 1,68 knapp 51 kg gewogen, jetzt 55, obwohl ich sie nicht mehr nehme...

(sorry ;-) )

--

Lieben Gruß

Ricky



Jetzt melde ich mich nochmal
lila

Jetzt melde ich mich nochmal zu dem Thema PCO. 

 

PCO heißt zu deutsch policystische Ovarien. Das ist erst einmal nur ein Fakt, dass es an den Eierstöcken diese kleinen Bläschen gibt.

 

Wer es genau wissen will:

 

In jedem Zyklus beginnen zunächst mehrere Follikel an zu reifen. Dann entwickelt sich aber nur ein Follikel weiter (welches nachher springt) und die anderen verkommen. Bei PCO  reifen aber alle Follikel bis zu einem gewissen Grad und keines bildet sich heraus, was dann springen kann. Also findet kein Eisprung statt. Das ist dann an diesen kleinen Zysten im Ultraschall zu sehen. Wobei es eigentlich ja keine echten Zysten sind.  Das Bild im Ultraschall reicht aber nicht für eine PCOS Diagnose aus. Da müssen noch andere Symptome dabei sein. Wie zum Beispiel ein erhöhter Testosteronspiegel (vermehrte Behaarung), Übergewicht ist nicht bei allen Frauen dabei, das kann aber was mit der Insulinresistenz zu tun haben, ein anderer wichtiger Faktor ist das Ausbleiben der Regel und ewig langen Zyklen. 

Erst wenn eins dieser Dinge hinzukommt kann man vom PCOS sprechen.  

 

Wurden denn diese Dinge abgeklärt?

 

Das macht mich richtig richtig wütend! PCOS stand bei mir auch im Verdacht, hat sich aber Gott sei Dank nicht bestätigt. Die körperlichen Dinge sind die eine Sache, aber was das alles im Seelenleben anrichtet. Ein bisschen Feingefühl ist da nicht zuviel erwartet!!! 

 

Ganz ehrlich? Ich würde mir jemand anderes suchen. Es mag ja sein, dass einer deiner Eierstöcke zu klein ist, dass die Endo ihren Schaden bereits angerichtet, hat, dass ein PCOS vorliegt, aber es kann nicht sein dass ein Arzt dir 100%ig etwas versichert, was er gar nicht versichern kann. Es benötigt nur ein funktionierendes Spermium, nur eine einzige Eizelle!!! Und wenn er zur künstlichen Befruchtung rät, auch gut, aber dann soll er doch bitte mit deiner Seele ordentlich umgehen! 

 

Julia, lernen die Ärzte eigentlich nur etwas über psychosomatische Erkrankungen oder vielleicht auch etwas über Psychologie und Empathie? Geht man etwa auch zu Krebspatienten und sagt ihnen morgen Mittag um 12:00Uhr werden sie sterben? Es geht nicht um das verheimlichen, sondern nur um das WIE. 

 

Tut mir Leid, ich schreibe mich gerade aber wieder etwas in Rage. Mit der Endoverdachtsdiagnose ist in mir eine kleine Welt zusammen gebrochen. Und das auch nur wegen dem "Unfug" Unfruchtbarkeit.  Es kann alles sein, muss aber nicht. Und PCOS kann man ebensowenig im Ultraschall sicher diagnostizieren wie Endo. Bei PCOS gehören noch andere Dinge abgeklärt!



ganz ehrlich - wer nicht
Tinimaus

ganz ehrlich - wer nicht empathisch mit menschen umgehen kann, lernt es kaum durch irgendwelche kurse. man merkt bei uns (ende 6. semester medizin) teilweise schon, wer mit patienten umgehen kann und wer nicht. wenn jemand einen krebspatienten in der vorlesung (manche sind mit patientenvorstellungen) fragt, was ihm denn zu seiner lebenserwartung gesagt wurde - kann man sich wirklich nur fremdschämen.denn erstens muss man ihm das nicht noch vor augen halten, zweitens will gar nicht jeder patient von seinem behandelnden arzt darüber informiert werden.

wir hatten im 3. semester psychologie, im 5. ethik, sonst gibt es an unserer uni wahlfächer wie "arzt und patient im dialog". später gibt es noch balint-gruppen, in denen man sich mit anderen studenten/ärzten austauschen kann, auch über belastende situationen mit patienten - ich glaub, das hilft, um nicht so abgebrüht zu werden, dass man jeden patienten nur noch als fall sieht und ihm knallharte fakten um die ohren haut, weil man mit seiner eigenen hilflosigkeit oder hoffnungslosigkeit nicht mehr zurechtkommt. aber wie das so oft ist in der medizin, kleine wunder gibt es immer wieder. ein krebspatient überlebtviel länger,als die statistik sagen würde, eine frau, die angeblich nicht auf natürlichem weg schwanger werden kann, wird es trotzdem.

wie war das bei euch im studium, julia?



das komische ist das der
annika89

das komische ist das der arzt der das zu mir gesagt hat auch unter dem frauenheilkunde , auch psychotherapeut steht ...

 

aber ich sag euch er hat das so gesagt ich habe 5 mal nahgefragt weil ich dis nicht glauben onnte habe immer geag aber mein körper brauch doch vitamine usw ...und da meinte er NEIN pco patienten brauchen das nicht so wie normale gesunde menschen ...

hir mal nen linkwp ich in behandlung bin http://www.endometriosezentrum-berlin.de/

das sid m eine ärzte ...

 

un d er hat gesagt das ich 3 % habe zu einer schwangerschaft auf natrlichem wege ...

 

ich seh nicht mehr duch und bin echt nurnoch verzweifelt ... nur wenn ich etzt wieder ein neues zentrum aufsuche dann dauert das wieder mind. nen halbes jahr bis ich nn terin hab :(



Hi Lila, danke für deine
lilie

Hi Lila,

danke für deine Erklärung mit PCO jetzt kann ich mir ein bild machen.

LG



lila Gespräche
dr.julia

Medizinstudium und psychologische Grundausbildung: eher nur aufzählend und auswendiglernend. Entwicklungsstufen, Freud, Hyposensibilisierungs-Ideen,... bla

Empathie: kann man die an der Uni lernen? Ich glaube, man muss eine entsprechende Erziehung genossen haben UND dann noch täglich im Umgang mit Mitmenschen (= Patienten) trainieren und reflektieren.

Kenne nur wenige (Docs und Krankenschwestern), die mit dem Begriff an sich etwas anfangen können. 

Ich habe in meiner PallMed-Ausbildung das erste Mal "Gesprächsführung" gelernt und geübt. Es gibt mittlerweile Kurse im Studium (soweit ich weiss, aber nur freiwillige Belegung, keine Pflicht), wo die Kommunikationsfähigkeiten verfeinert (bei manchen Studenten sollte man eher von Grundausbildung sprechen...) werden können. Meine Erfahrung: sogar, wenn man Empathie mitbringt, ist ein gutes (=empathisches, verständliches, verständisvolles, aufklärendes, zeitökonomisches UND zielführendes) Gespräch nur durch ständige Übung und Reflexion irgendwann annähernd möglich. Und je nach Patient (bei manchem Gegenüber stellt sich sowas wie eine fruchtbare Kommunikationsebene einfach nicht ein...) gelingt es an manchen Tagen besser und an anderen schlechter.

Was erstaunlich ist: sogar, wenn man der Meinung ist, dass ein Gespräch echt gut gelaufen ist (Kriterien s.o.), kann man sich nicht darauf verlassen, dass Patient/in alles so gehört hat, wie man es gesagt hat. Das kann auch mal zu Unmut in der Kollegenschaft führen ("oh mann, wieder ein Patient, der nicht über seine Prognose aufgeklärt wurde"  - dabei war nur nach einer echt suffizienten Aufklärung die gottgegebene Verdrängung am Werk...).

Ich kam mal in eine Situation, wo ich einer sterbenden Frau, die noch eine wichtige Erbschaftssache zu regeln hatte, sehr klar gesagt habe, dass sie nicht mehr viel Zeit hat. Meine Triebfeder in dieser Situation: ich sah, dass sie unter dieser unerledigten Sache massiv gelitten hat - aber sie hat sie vor sich hergeschoben und wurde quasi stündlich schwächer. Da konnte ich mir nicht anders helfen, als ihr nach einigen vorbereitenden Sätzen (... der Bauch ist aber ganz arg dicker geworden seit vorgestern...) die Wahrheit sehr direkt bzw brutal in`s Gesicht zu sagen und ihr handfeste Angebote zum Regeln dieser Erbschaftssache anzubieten. In der Hoffnung und mit dem Ziel, dass sie die zeitliche Not erkennt und daraufhin endlich zum Handeln kommt und dann erleichtert sterben kann. Nix da. Großes Gezeter und Vorwürfe vom Sohn, wie man "sowas" (sie werden bald sterben) "als Arzt" sagen könne. Geregelt hat sie ihren Kram nicht mehr (obwohl sie es noch ca 12 Stunden im vollen Bewusstsein hätte tun können), aber sie hat sich endlich mit dem Sohn über ihr Sterben unterhalten können und den Abschied einläuten können.

Nachdem ich dann Tage später eine Rückmeldung von unserem Seelsorger (ev. Pfarrer) erhielt stellte sich raus: "als Arzt" darf man das halt nicht sagen, "als Pfarrer" schon... meinte jedenfalls der Sohn der Verstorbenen. Ich sehe das entschieden anders. Bin aber jetzt nach diesem Vorfall mit dem WIE noch vorsichtiger, als ich es vorher schon war. Ein ewiges Lernen.

Alles nicht so einfach...  Innocent

 

 



Psychotherapie
dr.julia

Psychotherapie...

... das ist natürlich verwirrend.

*Vorsicht, hier kommt ein WITZ*

Vielleicht hat sich der Schilderschreiber vertan und wollte Psychopath dranschreiben...   Laughing

Ich hoffe, ein bissi Lachen entspannt alle Beteiligten!!!

Ju



Annika, ruhig Blut erst mal.
lila

Annika, ruhig Blut erst mal. Vielleicht solltest du dir professionelle Hilfe nehmen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es zuerst ganz schön hart ist, du dich aber irgendwann wieder fängst! Fühl dich mal ganz ganz feste gedrückt!!! 

 

Zu den Ärzten,

 

natürlich sind es auch nur Menschen. Mit guten und schlechten Tagen, mit privaten Problemen und eigenen gesundheitlichen Problemen. Aber Job ist Job.

Das medizinische ist das eine, aber dennoch steckt immer ein Mensch dahinter. Ich arbeite in einem sozialen Beruf und meine "Kunden" sind manchmal nicht so leicht zu verstehen und auch eingeschränkt in ihrem Tun, Denken und Handeln. Manchmal ärgere ich mich und denke mir, das kann doch nicht sein. Wieso raffen die das nicht? Immer wieder das Gleiche. Dann nehme ich mich aber zurück und erinnere mich daran, welche Menschen ich vor mir habe. Natürlich funktioniert das nicht immer perfekt, aber in manchen simplen Dingen kann man auch weiter denken. Bestes Beispiel, wie fühlt sich eine Frau wenn ihr gesagt wird, dass sie nie Kinder bekommen kann, einem anscheinend fitten Menschen die NAchricht von Krebs übermitteln muss.

Mit 19 hatte ich einen kalten Knoten der Schilddrüse, der Arzt leierte seinen Text runter und erzählte mir etwas von gut- und bösartig. Auf mein Nachfragen hin nahm er das Wort Krebs in den Mund und leierte munter weiter. Klar muss man sich distanzieren, hätte er meine Hand genommen, dann hätte ich mir wohl in die Hose gemacht. Aber ein klein wenig Feingefühl sollte doch vorhanden sein!



Eine Antowrt und eine neue Frage
ELM

@Annika89:

Also ich verstehe das alles nur zur Hälfte, aber hier eine Antwort für dich: Deine Freund muss die Untersuchtung seiner Spermien nicht bezahlen. Das zahlt die Kasse.

Jetzt meine Frage, wie kommt der Arzt auf Schwangerschaftsdiabets? Gibt es in deiner Familie vermehr Diabets? Ich kenne das nur von einer Freundin, wo zwei Großeltern Altersdiabets haben. Sie hatte in bei ihrem zweiten Kind eine Schwangerschaftsdiabets und die Ärzte meinte, das ist die Stresssituation und das deutet auch darauf hin, dass sie mal an Altersdiabets leiden wird.

Gruß

ELM