Europäischer Endometriose Kongress,
Siena, Italien, 29. November – 1. Dezember 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.endometriosis-league.eu
also ich wurde zum 31.12 endlassen ... weil ich nicht mehr tragbar für die firma bin durch meine endo :(
Hi Annika,
oje, das tut mir leid für Dich! Haben sie das so gesagt? Ich mach mir auch schon so Sorgen, das einzige was mich "etwas beruhigt" ist dass ich im Moment nicht die einzige bin, da bei uns noch einige Leute sehr oft und lange krank sind. Einer von Ihnen haben sie zur Genesung sogar Teilzeit angeboten, finde ich gut, kann ich mir aber nicht leisten :-(
lg
Wenn du selbst darüber nachdenkst kürzer zu treten, würde ich da auch machen, wenn man nicht auf das Mehr-Geld angewiesen ist. Runter schalten ist sicherlich nicht verkehrt!
..ich habe auch nach meiner OP reduziert von 20 Stunden auf 15, aber ich mache auch noch eine Ausbildung dazu...Die OP hat mich schon ziemlich geschlaucht, da sie vollkommen unvorbereitet war und nun noch die Hormone...
Jetzt nehme ich das Anbebot der Schule an, dass ich mit der Ausbildung ein Jahr pausiere - zumal ich Ende August meinen Hund bekommen...:-)
Hallo,
habe im Moment das gleiche Problem. Ich war erst 4 Wochen zur Reha (bin seit 2 Wochen wieder im Job) und habe jetzt eine Blockade im Kreuzbein vom allerfeinsten. Überlege, ob ich morgen zum Arzt gehe, aber das sieht dann so aus, als hätte ich heute nur zu lange Fußball geguckt. Ist halt das "kreuz" der Endo-Patienten, daß man äußerlich nix sieht und die meisten nicht wissen, was Endo ist.
lg
Sabine
Liebe Leleina,
auch ich hatte einen sehr stressigen verantwortungsvollen Job. Dieser war wirklich super sicher, trotz meiner Fehlzeiten. Irgendwann, nach einer Reha, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich brauch weniger Stress! So habe ich ziemlich schnell einen anderen Job gefunden, der wesentlich ruhiger war. Meinem neuen Chef habe ich vorher alles erzählt, er war also im Bilde und wollte mich trotzdem. Ich denke, da hat sich die Offenheit echt ausgezahlt. Leider war die Arbeit körperlich sehr anstrengend und die Endo kam extrem doll wieder. Nun mache ich eine Umschulung und wenn alles klappt, dann darf ich wieder bei meinem Chef anfangen. Ich denke, es war die Ehrlichkeit auf meiner Seite, dass er mich noch immer nehmen will.
Als ich in meiner alten Firma ansprach, dass ich gerne die Arbeitszeit reduzieren würde, fanden die das absolut nicht erwähnenswert. Weil ich wahrscheinlich immer so toll fit wirke und mir nichts anmerken lasse. Und einfach zu gut war, jawoll, grins.
Es ist also davon abhängig, wo und wie du arbeitest. Wie deine Ansprechpartner reagieren, kann dir keiner sagen. Probier es doch mal aus. Wenn du dich sonst in der Firma wohl fühlst, würde ich es tatsächlich machen.
Ich weiß nur, ich werde nicht wieder so viel Vollzeit arbeiten. Habe ich bis zum Schluss gemacht, vierzig Stunden als Fahrzeuglackierermeisterin, also körperlich auch echt hart. Und nun mit der Umschulung, bin ich über fünfzig Stunden die Woche außer Haus und muß dann neben Haus-Tiere-Garten noch lernen und Hausaufgaben machen. So habe ich festgestellt, auch wenn der Stresslevel nicht so hoch ist, ich brauche einfach mehr Zeit für mich und Auszeiten.
Was auch immer kommen mag, ich bereue bis jetzt nicht, dass ich damals den Job gewechselt habe oder die Umschulung angefangen habe.
Nur Mut, denn wenn du merkst, dass es dich extrem belastet, dann ist es schon ziemlich weit.
Viel Glück
Hägar
Hallo zusammen,
und vielen Dank für die Antworten. Tut irgendwie gut zu hören, dass es nicht nur mir so geht. Im Moment bin ich leider wieder krank (ausnahmsweise mal nicht Endo sondern fast-Blutvergiftung durch infizierten Insektenstich), aber hab mir fest vorgenommen, nach meiner Rückkehr zunächst erstmal mit meiner direkten Chefin zu reden. Wird sicher nicht einfach, da ich eine leitende Position habe, für die ich hart gearbeitet habe, aber die Gesundheit geht im Moment wirklich vor....
@sally: Warst Du schon beim Masseur? Der hat mir neben den Spritzen die Blockade sehr gut gelöst und Yoga war auch gut.
@hägar: An eine Umschulung hatte ich auch schon oft gedacht aber ich glaub kaum, dass ich die mit meinen 28 Jahren und guten Job genehmigt bekomme.
lg Leleina
Hallo! Ich kann dich gut verstehen und ich kann dir nur raten an dich zu denken, wie du schon sagst, Gesundheit geht vor! Hatte im März meine OP, war 3 Wochen zu Hause und dann wieder 40 körperliche Arbeit und Stress ohne Ende. Nebenbei (und noch immer) Hormontherapie, die mich fix und fertig macht. Nach langem Überlegen hab ich meinen Chefs gesagt dass ich nicht mehr kann und siehe da, ab August geh ich nur noch 30 Stunden. Ich denke es wird gut tun, man hat auch mal Zeit für sich...
Also, kannst du mir glauben, leicht gefallen ist mir das überhaupt nicht.
Das Problem, wenn man eine leitende Stelle innehatte und diese gut erledigt hat, wenn man dann weiter unten arbeitet, kann man die Krise bekommen. Da muß man sich ständig sagen: Es ist nicht mein Ding, nicht mein Ding, nicht mein Ding. Sehr schwer nach langen Jahren zu verinnerlichen.
Fällt mir heut noch schwer, grins. Meine eine Dozentin hat neulich angemerkt: ja, man merkt, dass die Meisterin sind. Weil ich es nicht lassen kann, meine sehr jungen Kollegen mal auf die Füsse zu treten, wenn die langsam sind und irgendwie nicht den Arbeitsplatz reinigen wollen, hihihi.
Mhhh, ich weiß nicht. Meine Umschulung habe ich vorwiegend wegen der schweren körperlichen Arbeit bekommen. Und ich mußte dafür auch zu einem Vertrauensarzt, was eine ganz seltsame Geschichte war. (Vielleicht sollte ich doch mal ein Buch über mich und Ärzte schreiben.) Andererseits habe ich eine Mitstudentin, die kommt aus dem Büro, hat nicht so die körperlichen Gebrechen, sondern bei ihr geht es eher über die Psyche. Da mußt du natürlich noch viel machen vorher glaube ich. Rehas, krank sein, Therapie, etc...
Das ist bestimmt nicht einfach. Mußt du denn auch körperlich doll arbeiten?
Wie auch immer, ich sehe das als ganz große Chance in meinem Leben. Was immer auch danach kommt, wenn ich das Zoldadex absetze. Aber das habe ich dann mitgenommen und finde es derzeit einfach himmlisch, noch einmal zu lernen. Ich habe mich dann übrigens auch eher für eine Art Fortbildung entschlossen und nicht für eine neue Lehre. Von wegen der ehemaligen Führungsposition.
Nachdenken kannst du ja schon mal. Die Welt ist offen und du bist noch viel jünger als ich. Wir merken das manchmal nur nicht so...
Hallo ja ich bekamm auch die Kündigung bis zum Ende des Monats, wegen der Endo.
..äh, wegen Krankheit kann man doch (meines Wissens) nicht gekündigt werden...
warst du in der Probezeit?
Hallo Leleina,
was hat Dein Chef gesagt?
Bei mir ist gerade die erste OP gemacht worden, vor acht Wochen. Ich bin seither krank geschrieben telefoniere aber sehr oft mit der Arbeit und stehe "zur Verfügung". Mein Chef ist froh, dass ich Interesse zeige obwohl ich krank bin und ich habe die Möglichkeit von zuhause zu arbeiten. Das kommt halt auf den Beruf an...
In zwei Monaten steht dann die zweite OP an, bei der dann die restlichen Verwachsungen und Endoherde entfernt werden und ich werde wieder sechs bis acht Wochen krank sein...
Mein Chef sagt immer wieder, dass er nicht mit mir tauschen möchte und ich gehe stundenweise ins Büro damit die Kollegen ihren Sommerurlaub machen können.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr auf das Verhältnis zwischen Angestellten und Vorgesetzten ankommt, was im Krankheitsfall passiert. Offen über die Situation sprechen half bei mir sehr, auch wenn es ein Mann ist. Ich habe genau erklärt, was da in meinem Bauch los ist und welche Folgen und Beschwerden es gibt.
Schließlich ist Endo kein Skiunfall und kleinere Firmen, die es sich "nicht leisten" können bekommen sogar von der Krankenkasse die ersten sechs Wochen Lohfortzahlung zu einem bestimmten Satz erstattet!
Alles Gute und Gute Besserung.
Hallo alle zusammen,
also grundsätzlich kann auch während einer Erkrankung gekündigt werden. Hier ist jedoch entscheidend, dass in dem Kündigungsschreiben nicht aufgenommen wird, dass aufgrund der Erkrankung gekündigt wird. Ich weiß, die meisten schreiben es nicht rein und es ist doch so, aber wie will man das nachweisen?
@ Nadja1975: Sieh Dir bitte noch mal genau deinen Vertrag an wegen der Kündigungsfrist. Sollte die nicht eingehalten sein und Du akzeptierst die Kündigung dennoch, kann das auch zu einer Sperrzeit seitens der Agentur für Arbeit führen (bis zu 12 Wochen).
Lieben Gruß
Struwelinchen
Wenn ich mich recht erinnere, kann man wegen Krankheit gekündigt werden, wenn abzusehen ist, dass man auf Grund der selben Krankheit immer mal wieder ausfallen wird.Und ganz ehrlich, wenn ich eine kleine Firma habe, wo es auf jeden ankommt, dann würde ich mir das auch überlegen.
Mein Glück in der ersten Firma war, dass meine Chefin auch Endo hatte und danach denke ich einfach, dass mein Chef nicht wußte, was das ist. Ich war allerdings zwischen den OP´s nie krank geschrieben wegen der Endo.
lg
Hägar
Hallo,
hab noch garnicht mit den Chefs darüber reden können, aber zumindest war die Chefin froh, dass ich mich so bemühe und den OP-Termin mit der Arbeit abgesprochen habe. Jetzt hat mich auch noch eine fiese Zecke erwischt und ich hab Borreliose. Nehme aber für alle diesbezüglichen Termine mittlerweile Urlaub, da ich ja weiß, dass die OP und damit wieder eine Krankschreibung ansteht. Ich hoffe nur, dass ich operiert werden kann, weiß jemand ob Borreliose da ein Problem darstellt???
lg
@ hägar: Natürlich kann man auch wegen der Erkrankung gekündigt werden, allerdings muss der Arbeitgeber zunächst nachweisen, dass es eine so genannte "negative Prognose" gibt, sprich dass die Arbeitnehmerin nicht mehr in den Beruf zurück gehen kann. Dies gestaltet sich schon sehr schwierig, da hier entsprechende Gutachten vorliegen müssen, dass eine Arbeit in dem Betrieb nicht mehr möglich ist. So lange, und das ist bei den meisten hier, die Krankschreibung "nur" für Zeiträume der OP etc. erfolgen, kann man nicht sofort von einer negativen Prognose ausgehen. Man kann so langsam drüber reden, wenn auch das Krankengeld, welches man 78 Wochen erhält (6 Wochen Entgeltfortzahlung, 72 Wochen Krankegeld), ausläuft. Allerdings ist auch das kein Hinweis auf eine negative Prognose. Es ist denkbar der schwerste Weg für einen Arbeitgeber eine Arbeitnehmerin wegen Erkrankung zu kündigen, als wenn er einfach betriebsbedingte Gründe anführt, was meines Erachtens auch gegeben ist, wenn mir stets eine Arbeitnehmerin fehlt und ganz ehrlich, ich habe noch nie erlebt, dass ein Arbeitgeber eine Erkrankung als Kündigungsgrund angegeben hat. Das hat seine oben genannten Gründe ;-)
Ach so, bezüglich der Borreliose bin ich mir nicht sicher. Also ich durfte nicht mal einen Schnupfen vorweisen, vorher machen die da gar nichts. Könnte mir vorstellen, dass das bei Dir auch der Fall ist. Erkundige dich doch vor dem Termin noch mal, das habe ich auch gemacht :-)
Echt? Ich habe das in meiner Betriebsratzeit so verstanden: wenn man absehen kann, das der Arbeitgeber öfter ausfallen wird, wegen der selben Krankheit, dass man dann als Betrieb diese Belastung sozusagen nicht tragen braucht und man daher kündigen kann...grübel...dann war ich wohl falsch informiert oder verstanden...
Aber das wär ja gut für uns Kranke, vor allem, wenn keine Behinderung vorliegt.
Aber davon ab, ich denke, wenn ein Betrieb kündigen will, dann findet er schon einen Weg, egal wie. Habe es erst einmal erlebt, dass jemand deshalb gekündigt wurde...es gibt ja immer andere Mittel.
lg
Hägar
Da gebe ich dir voll und ganz Recht. Ich glaube der wirklich häufigste genannte Grund bei Kündigungen ist der aus betriebsbedingten Gründen. Gerade natürlich in Kleinbetrieben von weniger als 10 Arbeitnehmern. Was will der Arbeitnehmer auch machen, aber im Zweifel, wenn man schon länger da ist, kann man gut über eine Kündigungsschutzklage nachdenken, aber die ist erst bei Beschäftigungen ab dem 01.01.2004 mit einer Mindestarbeitnehmerzahl von 10 möglich. Sagen wir es mal so, wenn ein Arbeitgeber eine Arbeitnehmerin kündigen will, dann weiß er sich schon irgendwie zu helfen und wenn es ein Vergleich vor dem Arbeitsgericht ist.
Leider gibt es auch genug kranke Menschen die derart gekündigt werden. Wenn man jedoch manchmal so nachhört, dann möchten aber erfahrungsgemäß sicher auch über 70 % gar nicht mehr im Betrieb arbeiten und sind ohnehin dann wegen Burn-Out etc. krank geschrieben. Das hat dann meines Erachtens auch für beide Seiten keinen Zweck, wobei hier die negative Prognose natürlich durchaus zu erkennen ist :-)
Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren wie ihr bzw. eure Arbeitgeber mit dem Thema umgehen. Seit meiner OP im November hatte ich sehr viele und lange Fehlzeiten (erst nach OP ein paar Wochen, dann Kreuzbeinblockade nach OP etc.). Am Anfang schien meine direkte Chefin ja noch sehr verständnisvoll (ihre beste Freundin hat auch Endo) aber so langsam mache ich mir echt Sorgen und sehr viel Druck (obwohl sie immer sehr nett ist). Bin schon am Überlegen ob ich meine Position aufgeben soll und mich auf einen "weniger verantwortungsvollen und vor allem stressigen" Posten zurückversetzen lassen soll, da ich merke dass der jetzige durch den hohen Druck nicht besonders gut für meine Gesundheit ist, aber hab keine Ahnung wie ich meine (nur männlichen) höheren Chefs darauf ansprechen soll :-( Wie vereinbart ihr das ganze denn mit eurem Beruf?
LG Leleina