Endometriose-Nervenschmerzen-Rücken
Sonne

Hallo,

vielleicht könnt Ihr mir einen Tipp geben. Ich wurde 2007 in einem Endozentrum operiert und hatte bisher einigermaßen Ruhe. Die Endo befand sich an den typischen Stellen: Douglas, Gebärmutterhaltebänder, Blasendach. Ich hatte damals erhebliche Ischiasschmerzen und hatte auch Schwierigkeiten zu sitzen. Zusätzlich kamen erhebliche Darmprobleme hinzu. Nachdem ich in einem Endozentrum ein Bauchspiegelung hatte, waren die Schmerzen weg.

Seit März diesen Jahres habe ich massive Probleme mit dem Rücken, Ausstrahlung in die Beine und Fußzehen, der Hauptschmerz sitzt an der Halswirbelsäule. Hatte jemand von Euch diese Beschwerden? Der Orthopäde hat lediglich eine Bandscheibendegeneration an der HWS festgestellt. Ich habe das Gefühl, dass die Rücken und Beinschmerzen von den Nerven kommen.

Ich mache seit März Krankengymnastik und auch die Übungen zu Hause. Seit ein paar Tagen kommen jetzt auch die typischem Gebärmutterschmerzen hinzu (Adenomyosis), die ich auch von der Zeit vor meiner letzten OP kenne. Meine Gymnastikübungen haben bisher nicht viel geholfen.

Morgen habe ich beruflich einen Termin im Bundesgebiet und ich hoffe, dass ich diesen bewältige.

Da ich schon 45 bin überlege ich mir jetzt die Gebärmutter und die meiner Meinung nach gefühlten Endo-herde entfernen zu lassen. Eigentlich hatte ich gehofft, bis zu den Wechseljahren durchzuhalten. Leider sieht es nicht danach aus und die Hormonpräperate vertrage ich überhaupt nicht.

Ich wünsche Euch Allen einen schönen Abend und würde mich über eine Antwort freuen.

Sonne 



Hallo Sonne, hatte auch so
Karin63

Hallo Sonne,

hatte auch so ähnliche Beschwerden wie Du, diese sind seit der letzten Op ebenfalls weg. Allerdings hatte ich die "Ischiasbeschwerden" (Endobeschwerden/Verwachsungsbeschwerden) im rechten Bein und bei der letzten Op hatten sich dann auch peritoneale Endoherde im rechten Unterbauch, Ureterummauerung  und zusätzlich starke Verwachsungen rechts herausgestellt. Der Hauptschmerz war bei mir immer im Lendenwirbelsäulenbereich, nicht wie bei Dir in der HWS. Ob das auch von der Endo kommen kann - leider keine Ahnung!?

Habe es gerade in einem anderen Thread geschrieben: Wenn Du an eine Hysterktomie denkst, erkundige Dich bitte nach der am besten geeignesten MEthode. LASH kann zur Verbreitung von peritonealen Endoherden führen und ist offensichtlich bei Vorliegen einer Adenomyose zwischenzeitlich kontraindiziert, obwohl es eine super Methode ist.

Gute Besserung und alles Gute für Dich

Karin



Rückenschmerzen
Sonne

Hallo Karin,

danke für Deine guten Wünsche, die ich umgehend zurücksende. Ich hatte früher auch nur Schmerzen in der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen an der HWS sind neu für mich. Vielleicht hängen  sie auch mit der Endo nicht zusammen. Ich hatte gehofft, dass es mir gesundheitlich besser geht, wenn ich einige Termine (ich bin selbständig) zurückschraube. Das "Zurückschrauben" meiner Termine ist mir gelungen, gesundheitlich geht es mir allerdings nicht besonders, da ich mich ständig erschöpft fühle und zur Zeit auch mit ständigem Druck auf der Blase zu kämpfen habe (Dieses Problem ist mir leider von der Schmerzempfindung sehr gut bekannt). Meine Verdauung lässt auch zu Wünschen übrig. Mein Mann baut mich dann immer wieder auf. Ich habe mich jetzt entschlossen wieder einen Termin im Endozentrum in Villach zu vereinbaren. Dort hab ich die letzte Bauchspiegelung durchführen lassen und habe vollstes Vertrauen.

Hast Du die Gebärmutter entfernen lassen und mich welcher Methode?

Viele Grüße und Alles Gute

Sonne

 



Hallo Sonne, habe mir die
Karin63

Hallo Sonne,

habe mir die GM mittels LASH entfernen lassen. Ist eine tolle Methode - wenn man keine Adeno darin hat! Mein Prof hatte sie mir empfohlen, da ich beruflich auch sehr eingespannt bin (auch selbständig) und man sehr schnell danach weider fit ist (war auch so).  Inwischen habe ich allerdings auch keinen GM-Hals mehr. Kann aber diesbezüglich keine Unterschiede zu früher feststellen, auf keinem Gebiet. Nur die Heilungsphase nach der Entfernung war wesentlich länger.

Finde ich gut, dass Du beruflich etwas kürzer trittst, habe ich auch gemacht, irgendwann kann man einfach nicht mehr so wie früher. Diese Erschöpfung kenne ich leider auch, ist aber glaube ich eine ganz normale Folge, wenn es einem so lange nicht gut geht. Schön, dass wir so tolle Männer haben!!!!! (Habe auch so ein Prachtexemplar!)

Wünsche Dir alles Gute!

Liebe Grüße

Karin