Europäischer Endometriose Kongress,
Siena, Italien, 29. November – 1. Dezember 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.endometriosis-league.eu
Hallo Caro,
mein Name ist Anja und ich bin 42 Jahre alt. Bei mir wurde im Februar Endo festgestellt. Deinen Schilderungen nach zu urteilen, könnte es gut sein, dass Du Endo hast. Ich hatte immer Schmerzen am Eierstock und am Darm. Bei der Bauchspieglung wurde dann Endo am re. Eierstock und zwischen Gebärmutter und Darm festgestellt. Das wurde bei der Spieglung sofort entfernt. Jetzt nehme ich seit 8 Wochen Visanne (Hormone) ein, weil sonnst immer wieder Tumore wachsen. An deiner Stelle würde ich eine Bauchspieglung machen lassen! Es ist echt nicht schlimm und die Narkosen sind heute richtig gut. Ich bin schon in meinem Leben schon so oft "Unterm Messer" gewesen, hab keine Angst! Nach der Spieglung hast Du die Gewissheit! Wenn Du Endo hast und nichts machst, wird es immer schlimmer werden! Hab keine Angst!
LG Anja
Hallo Caro,
eine OP ist nicht immer ein MUSS. Wenn du zur Zeit keinen Kinderwunsch hast und sowieso die Pille nimmst, kannst du mit einem anderen Präparat versuchen deine Beschwerden in den Griff zu bekommen. Auch wenn diese nur gering sind. Bleiben die Beschwerden aus oder verbessern sich zunehmend, dann kann das ein Anzeichen für Endo sein.
Nicht jeder Arzt kommt auf die Idee mit der Endo. Denn man sieht ja im Ultraschall nichts.
Liebe Grüße und alles Gute Lila
Hallo Caro,
es könnte gut Endo sein, aber wenn deine Beschwerden auszuhalten sind und du größere Angst vor der OP hast, würde ich vielleicht abwarten. Wenn du aber lieber Klarheit haben möchtest, würde ich die Bauchspiegelung machen lassen. Mit Schmerzen oder anderen Beschwerden rumzulaufen, von denen man die Ursache nicht kennt, kann ganz schön zermürbend sein. Wobei ich dich allerdings auch wegen der Angst vor der Narkose beruhigen kann. Ich wurde mit meinen 22 Jahren schon 7mal operiert und es war nie schlimm.Man ist eher von den Medikamenten so high, dass man die Narkose eher angenehm findet.
Vielleicht reicht es aber auch erstmal mit der Hormonbehandlung. So hat meine FÄ bei mir auch angefangen, erst Pillenwechsel auf Mikrogynon und dann auf Vallette, die Schmerzen wurde aber immer schlimmer. Wenn es bei dir durch die Hormone besser wird,ist das ein gutes Zeichen.
Im Ultraschall sieht man die Endometriose nur selten, ich wurde wegen dringendem Verdacht aufgrund extremer Schmerzen in die Klinik geschickt (im US war nichts zu sehen) und bei der Bauchspiegelung (im April dieses Jahr) hat sich das dann bestätigt.
Alles Gute! Lg Tini
Hallo,
erst mal danke für Eure aufbauenden Antworten :) Ich nehme die Valette, mit der ich eigentlich bisher auch immer sehr gut zurechtkam. Als es neulich so heiß draußen war, hab ich die Pille beim letzten Zyklus mal durchgenommen, also keine Pause gemacht. Habe ich früher auch schon ab und zu gemacht, hätts mal lieber gelassen, jetzt (also nächster Zyklus) blute ich nämlich schon eine Woche und das nicht zu knapp, was irgendwie auch komisch ist. Denn normal sollte das ja eher noch schwächer werden... Aber ich hab im Moment auch Stress mit nem guten Freund (er betrügt seine Freu, er weiß aber nicht, dass ich es weiß usw.), das kann ja auch auf die Periode Auswirkungen haben. Zudem ist mein Partner leider etwas angenervt, dass ich nun immer noch die Tage habe, wir haben uns jetzt ein Weile nicht gesehen, weil ich bei meiner Familie zu Besuch war und er hatte sich halt auf Sex gefreut (nicht nur darauf, aber auch ;)) Naja er gibt das nicht so direkt zu, aber ich merke eben schon, dass ihn das nervt. Ich kann aber doch nix dafür, menno
Die Schmerzen sind wie gesagt nicht superschlimm, aber da das nun schon eine Weile geht, würd ich halt doch gern wissen, was da los ist. Ich hab mir überlegt, mal aufzuschreiben, wann ich die Schmerzen habe und wie stark, um vielleicht ein Muster rauszufinden. Dass die Narkose gar nicht so schlimm ist, ist sehr beruhigend zu hören. Ich hab nämlich die (völlig irrationale) Angst, dass ich entweder währenddessen aufwache oder gar nicht mehr... Allerdings mach ich mir da über ungelegte Eier Sorgen, denn noch gibts da keinen Anlass für. Ich hätte mir das Zeug einfach nicht durchlesen sollen :)
Also noch mal danke, wenn ich das wirklich machen muss, melde ich mich sicher wieder :)
Alles Gute, Eure Caro
Hallo Caro,
das aufzuschreiben, ist bestimmt ne gute Idee. Dann bekommst du einen Überblick, ob es eher schlimmer wird oder eher besser.
Allerdings würde ich auf die Zyklusabhängigkeit der Beschwerden nicht allzu viel geben. Es steht zwar fast überall, dass die Schmerzen v.a. in den Tagen vor und dann während der Periode auftreten, allerdings kann das auch mal ganz anders sein, wie meine FÄ mir sagte. Meine Beschwerden kamen und gingen, wann sie wollten. Das ist auch jetzt noch so.
Alles Gute, Tini
Also ich hatte stets eine Menstruation verbunden mit starken Schmerzen am ersten Tag, danach war alles immer wie weg geblasen. Das einzige Anzeichen, was mich stutzig machte war, dass ich direkt nach meiner Menstruation auf einmal die Schmerzen hatte, die ich sonst nur einen Tag vor der Mens hatte. Nachdem die nach einer Woche nicht weg gingen bin ich zum Arzt und nach einer weiteren Woche und ein paar Ärzte später wusste ich, dass ich Endo habe und auch nicht zu knapp. Kommt wohl immer drauf an.
Guten Tag an alle,
ich bin 28 Jahre alt und wende mich hier an (hoffentlich) etwas erfahrenere Patientinnen als ich es bin
Kurz zu mir, ich weiß (noch) gar nicht, ob ich an Endometriose leide. Seit ca. November/Dezember hatte ich fast ständig leichte, ziehende Schmerzen in der linken Seite, etwa auf Höhe des Eierstocks. Normale Periodenschmerzen hatte ich eh schon immer, diese sind aber sehr viel besser geworden, seit ich die Pille nehme (seit 2002). Habe beim nächsten Arztbesuch meine Gyn auf die Schmerzen angesprochen, sie meinte, da müssen man ja durchaus an eine Zyste oder eben Endometriose denken. Bei der anschließenden Untersuchung (sowohl Tastuntersuchung als auch Ultraschall durch die Scheide) fand sich aber nichts. Die Schmerzen kommen und gehen, sie sind relativ leicht, an manchen Tagen spüre ich nichts, aber sie machen mir dennoch Sorgen. Irgendwann war es dann so, dass ich sie hauptsächlichunmittelbar vor und während der Periode verspürte, ich gehe also davon aus, dass sie etwas mit dem Zyklus zu tun haben, also keine Darmerkrankung o. Ä. Gab aber auch Zyklen, in denen ich komplett schmerzfrei war, auch von den normalen Periodenschmerzen. Das finde ich doch reichlich seltsam.
Auch bei meinem letzten Gyn-Besuch vor ca. 3 Wochen fand meine Ärztin nichts, meinte aber, ich solle das beobachten und dass man Endometriose leider nur durch eine Bauchspiegelung sicher diagnostizieren könne. Ich hab mich dann darüber schlau gemacht und war total geschockt, dass dies ja eine richtige OP ist, mit Vollnarkose. Muss dazu sagen, dass ich noch niemals operiert wurde und allein beim Gedanken an eine Narkose wird mir ganz anders, das ist ja nicht ganz ohne. Und wenn dann rauskommt, es ist doch keine Endometriose, dann war das ganze quasi umsonst... Ich habe ansonsten keine der Beschwerden, die hier beschrieben werden, also Schmerzen beim Sex oder dergleichen. Könnte es dennoch Endometriose sein? Meine Periode ist sehr viel schwächer geworden trotz der Schmerzen (früher, also ohne Pille, bedeuteten mehr Schmerzen bei mir auch eine längere und stärkere Blutung), könnte das Abschwächen ev. auch davon kommen, dass ich seit August letzten Jahres fast 25 kg abgenommen habe (keine Crashdiät, nur gesunde Ernährung)? Bzw. könnten auch die Schmerzen davon kommen (meine Ärztin meint nein). Was mich verwirrt, ist eben die Tatsache, dass ich in manchen Zyklen null Beschwerden hab, in anderen dagegen schon. Ich bin relativ ratlos. Sollte ich mal zu einem anderem Arzt gehen? Aber der wird mir vermutlich das gleiche sagen, oder?
Viele liebe Grüße Eure Caro