Europäischer Endometriose Kongress,
Siena, Italien, 29. November – 1. Dezember 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.endometriosis-league.eu
Hallo Lisbeth,
ich habe das auch im Expertenrat gelesen. Und ich sehe das genauso wie Du. Wenn jemand mit einem Medikament gut klarkommt, kann sie, denke ich, auch dabei bleiben. Zumal Visanne ein neues Medikament ist und sich daher erstmal "im Alltag" und nicht nur unter Studienbedingungen bewähren muss. Viele neue Medikamente sind irgendwann wieder vom Markt verschwunden. Wem Visanne hilft, dann ist es gut, wem es nicht hilft, wechseln.
LG
Karin
Hi Lisbeth,
man kann bei der Endometriose immer nur die Symtome behandeln nie die Krankheit selber.
Egal welche Therpie man bekommt ob Op oder Pille oder sonstwas es ist immer Symtombehandlung darüber muss man sich im klaren sein.
Die Visanne ist deshalb als neues Medikament auf dem Markt gekommen, weil die Ärzte die sie entwickelt haben eine bestimmte Zusammensetzung entwickelt haben die für Endopatientinnen gut sein soll.
Aber mal ehrlich nicht nur die Visanne macht Nebenwirkungen sondern alle anderen Pillen auch egal ob Cerazette oder Valette, nur sind die bei jeder Frau anders die eine hat kaum Probleme die andere ganz massive.
Außerdem ist es so das bei der Visanne im Beipackzettel Endometriose steht deshalb müssen es dann die Krankenkassen zahlen, wo sich die sonst immer so quer stellen was ich aber persönlich nicht verstehe denn es ist ja keine Verhütung in unserem Fall sondern Medizin.
Es ist auch klar das wenn man keine Symtome hat auch keine Medikamente dagegen bekommt.
Wenn du dein aktuelles Medikament gut verträgst dann denke ich auch das du nicht wechseln müsstest, aber das ist ne sache zwischen dir und deinem Arzt.
Hoffe du verstehst was ich meine.
Liebe Grüße
Silvia
Nach allem, was man weiß, wirkt Visanne gegen Endometriose-bedingte Beschwerden, die bei Ihnen offenbar nicht das Problem sind. Visanne wird die Entstehung einer Endometriose nicht verhindern, ist also kein Mittel zur Prophylaxe. Insofern: ohne Beschwerden eher Verzicht auf eine medikamentöse Behandlung.
Gleich zu Beginn, ich nehme keine Medis und die Visanne kenne ich nur hier aus dem Forum
Aber jetzt bin ich doch etwas stutzig geworden. Habe ich da etwas falsch verstanden?
Die Pille wirkt doch im Allgemeinen bei Endometriose so, dass die Regelblutung ausbleibt. Es vermindert zwar nicht die Endometriose, hindert sie aber mehr oder minder daran, sich weiter auszubreiten. Funktioniert nicht in allen Fällen, aber ok.
Soweit richtig?
Demnach ist es doch nicht nur zur Symptombehandlung geeignet, oder?
Wenn unter der Pille die Endo weiter wächst, dann habe ich einen weiteren Grund mehr in meinem Leben keine Hormone mehr zu nehmen. Schmerz hin, Schmerz her. Dann würden Schmerzmittel den gleichen Effekt bringen (also nicht unbedingt, ich glaube ihr wisst was ich meine
)
Vielleicht kann mich jemand aufklären :)
Liebe Grüße
Lila
Hallo Silvia,
Egal welche Therpie man bekommt ob Op oder Pille oder sonstwas es ist immer Symtombehandlung darüber muss man sich im klaren sein
Deinen Satz finde ich sehr interessant. Da stellt sich mir nämlich die Frage, wo die Erkrankung beginnt. Wo wir wieder bei der Entstehung sind. In erster Linie besteht die Erkrankung für mich aus dem wuchernden Endometrium. Geht man jedoch ein Stück zurück, dann sind wir bei der Mutation der Zellen. Gegen die Mutation (gehen wir davon aus, dass diese Theorie stimmt) kann man so gesehen nichts tun. Also nichts gegen die Erkrankung selbst. Sehen wir aber das fehlsitzende Endometrium (ich weiß, das ist es nicht wirklich) als tatsächliche Krankheit an, kann man durch Op doch schon die Krankheit "beseitigen". Immerhin gibt es auch Frauen, die nach Entfernung der Herde ruhe haben.
Natürlich kann man hier auch alle anderen Entstehungstheorien unter bringen. Ganz nach eigener Überzeugung ;)
Liebe Grüße
Lila
Hi Lila,
doch es ist wirklich Symtombehandlung.
Im Idealfall sollte die Regelblutung ausbleiben damit die Herde nicht bluten, denn durch das Blut im Bauchraum gibt es Entzündungen, darurch Verwachsungen oder Verklebungen.
Wenn man keine Regelblutung hat verhindert es nicht das die Endometriose sich neu bildet oder weiterwächst, das macht sie trotzdem, wenn man Glück hat dann verzögert die Pille etwas das Wachstum und durch das nicht Bluten sollten die Herde klein bleiben, aber das klappt meistens nicht glaub mir.
LG
Lilie
Hallo zusammen,
So habe ich es auch verstanden Lila, dass die Pille die Endometriose hindert, sich weiter auszubreiten. Weil das Körper ja nicht die Gelegenheit kriegt, die Schleimhaut jeden Monat wieder auf zu bauen weil die Regelblutung ausbleibt. Gibt es hier Fälle, wo das also nicht Funktioniert?
Ich bin noch keine Expertin, da ich erst offiziel seit einem Jahr Endo habe, aber würde gerne mehr lernen!
Liebe Grüsse,
graceful
Hi Lilia,
Weißt du man kann die Herde durch die Op beseitigen, aber die Krankheit an sich wurde dadurch nicht beseitigt, denn wie wir wissen ist Endometriose nicht heilbar und kommt wieder, außerdem kann man nie 100 % die Endometriose operieren sondern immer nur 50-60%.
Wenn eine Frau nach der Op Ruhe hat ist es super, aber das ist leider nicht ein Zustand der für immer anhält, denn wie gesagt die Krankheit ist nicht verschwunden.
LG
Hi graceful,
eine fehlende Menstruation hindert nicht die Endometriose. Mann kann leider nicht sagen das wenn die Menstruation ausbleibt das die Endometriose keine Chance mehr hat. Wie schon gesagt wenn man Glück hat dann wächst die Endometriose langsamer nach oder die Herde bleiben klein, aber das ist selten.
Die Pille ist Symtombehandlung denn man kann bei der Endometriose nur die Symtome behandeln und nicht die Krankheit selber.
Auch muss man sagen das wenn die Gebämutter entfernt wurde es nicht vor Endometriose schützt.
LG
Stimmt lilie, da geb ich Dir recht. Auch ohne GM wächst es schön weiter!
Ich bin das beste Beispiel!
LG
Hallo Ihr Lieben!
Ich habe diese Frage im Expertenrat an Dr. Ulrich gestellt und war auch überrascht über die Antwort. Bis dahin hatte ich nämlich geglaubt, Visanne verhindert das Ausbreiten der Endometriose eben durch das Ausbleiben der Blutung. Ich bin da momentan schon etwas verwirrt und frage mich, wieso ich überhaupt 3 Monate Visanne geschluckt habe??? Ende Aug. habe ich einen FA-Termin und werde ihn da nochmal fragen, was er da mit Visanne bezwecken wollte. Ich bin ja sehr froh, dass ich keine nennenswerten Schmerzen habe und hatte, gerade wenn ich manchmal hier im Forum lese, was viele da mitmachen. Wenn du keine Symptome hast , hast du aber auch gar keinen Anhaltspunkt was die Krankheit grad in dir macht. Das ist irgendwie auch ein blödes Gefühl. Man fragt sich, wann ist wohl der nächste Eierstock bzw. die nächste OP dran. Aber letztlich kann ich wohl froh sein keine Schmerzen zu haben.
Eure Fragen und Antworten in diesem Tread haben mir jedenfalls weiter geholfen zu verstehen.
LG pedi
Hallo,
kann mich nur anschließen. Habe seit 2008 keine GM mehr und die Endo gedeiht prächtig weiter!
LG
Karin
Ja, ohne Gebärmutter macht es einfach keinen Unterschied..
Was die Visanne angeht, da bin ich auch am Zweifeln. Warum bekommt die jemand verschrieben, der grad keine Schmerzen hat, als Vorbeugung? Und die soll ja nicht unbedingt die Blutung verhindern, wie Julia geschrieben hatte. Wie ich das verstanden hatte, ist wohl nur erwiesen, dass die Visanne sich auf die Schmerzsymptomatik auswirkt. Wie auch immer.
Was mich überhaupt zu einer anderen Frage bringt, die hier vielleicht nichts zu suchen hat: Wenn es unter Zoladex anfangs zu einem Östrogenanstieg kommen kann, ist es unter den Gestagenen auch so? Weil ich immer das Gefühl hatte, das es mir damit endotechnisch viel viel schlechter geht. Auch mit der Valette war das so und die besteht ja praktisch zur Hälfte aus der Visanne....warum sollte ich dann die Visanne vertragen? Bzw, warum sollte die mir dann helfen? Und ist es dann überhaupt sinnvoll, wenn man voll mit Endo ist, die Visanne zu nehmen? Trocknet die die Herde auch ein?
Liebe Pedi, es würde mich sehr interessieren, was dein Doc dann sagt, warum du die Visanne nehmen sollst. Vielleicht magst du uns dann ja berichten.
tschau
Hägar
Hi Hägar,
warum die jemand bekommt der keine Schmerzen hat kann ich dir nicht sagen, aber doch eigentlich soll die Visanne die Blutung verhindern genauso wie die Valette und co.
Es ist ja bekannt wie ich schon schrieb das egal ob Visanne oder Valette oder co das ist immer zur Symtombehandlung.
Nur ist die Visanne ist von der Zusammensetzung etwas anderes als die Valette ich denke nicht das du sagen kannst die Visanne werde ich nicht vertragen denn das ist ne sache des ausprobierens.
Die Herde trockene bei keiner Pille aus egal ob es nun die Visanne ist oder eine andere Pille, Pillen an sich trockenen nicht Endometriose aus.
Zoladex ist anders als die Pille. Zoladex überstimmuliert am Anfang die Hirnanhangsdrüse und legt bei der Pille ist es anders.
http://www.valette.de/faq/antwort1.php schau mal hier wirt erklärt wie die Pille auf den Körper wirkt.
Ich hoffe ich konnte dir etwas deine Fragen beantworten.
LG
Danke lilie,
ein wenig verständlicher ist mir das dann schon.
Ganz ehrlich? Ich hab nur ganz große Angst, wenn ich das Zoladex nicht mehr nehme, ob mir die Visanne helfen würde, weil mir so was noch nie geholfen hat. Sicher ist die Visanne anders als die Valette, dennoch ist das Dienogest bei beiden enthalten. Naja, mein Gyn sagte, die Chance wäre fifty-fifty, vertragen oder nicht.
Aber du hast recht,da hilft nur testen...jede ist halt ander.
Danke nochmal,dass du dir die Arbeit gemacht hast, mir zu antworten.
tschau
Hägar
Also es ist so, dass Endoherd nicht gleich Endoherd ist. Die Zellen reagieren nicht gleich, sie sind nicht immer gleich. Es gibt Herde, die Rezeptoren haben, an denen die Hormone andocken. Diese Herde sprechen gut auf Hormone an. Es gibt aber auch welche, bei denen diese Andockstelle fehlen. Diese können also gar nicht beeinflusst werden.
Wie man sieht, richtig schön kompliziert
und ich hoffe, es richtig wiedergegeben zu haben.
Hallo,
der Hauptunterschied liegt darin, dass die Valette noch ein Östrogenanteil hat. Der wirkt wohl bei einigen Patientinnen so, dass er die Endo stärker wachsen lässt. So habe ich das von meiner Ärztin verstanden...
Liebe Grüße
Doris
Hallo Hägar,
habe gerade Deine Frage zum Östrogenanstieg gelesen. Der Ö-Anstieg am Anfang der Zoladex-Therapie kommt dadurch zustande, dass die Hypophyse durch den im Zoladex enthaltenen Wirkstoff erstmal sehr stark stimuliert wird. Erst durch die stetige Abgabe des Wirkstoffes "gewöhnt" sich die Hypophyse daran und wird gehemmt. Dann sinkt der Ö-Spiegel drastisch ab.
Der Wirkmechanismus von Gestagenen ist ein völlig anderer. Hat mit einem initialen Ö-Anstieg nichts zu tun!
Ob Dir Visanne hilft, müsstest Du wirklich ausprobieren (wie immer also!?).
Liebe Grüße
Karin
Danke für eure lieben Antworten:)
War nur so ein Gedanke von mir, dass es unter Gestagenen auch so wär, weil ich damit so viele Probleme hatte.
Und weil ich die Valette nicht vertragen habe, habe ich solch Angst davor. Mein Gyn nennt es Berührungsängste. Tja, da hat Karin wohl recht, probieren ist dann irgendwann mal wieder angesagt...
lg
Hägar
Hi Lila,
ich denke das es da verschiedene Theorien gibt aber leider mal wieder nichts bestätigt, aber es ist immer wieder interessant mal eine zu hören.
Hi Libre,
ich denke nicht das es so ist das durch den kleinen Teil der Valette die Endo bei einigen wieder dadurch wächst, denn der Anteil ist doch sehr gering, außerdem bilden die Endometrisoe Herde an sich ja auch Östrogen. Es gibt ja auch noch die Cerazette da ist kein Östrogen drinn, aber schützt auch nicht vor der Endometriose.
Hi Hägar,
ja ich glaube dir deine Angst, hoffe das die Visanne dir helfen wird.
Lg
Hallo Hägar,
ich werde euch gern berichten, was mein FA zum Thema Visanne bei fehlenden Symtomen sagt. Er ist kein Endospezialist, aber ein alter erfahrener Frauenarzt.
Was man vielleicht als Vorteil der Einnahme sagen kann, durch die ausbleibende Blutung bilden sich keine neuen Endozysten, es gibt weniger Entzündungs-und Verwachsungsreaktionen im umliegenden Gewebe????? Bin schon immer noch etwas verwirrt.
Ich vertrage Visanne übrigens relativ gut, hab nur öfter mal Kopfschmerzen und manchmal ein Ziehen im Unterbauch. Wär aber trotzdem froh, wenn ichs los wär.
LG pedi
Hallo Lilie,
das was ich oben geschrieben habe ist fakt (sofern ich die Details richtig wiedergegeben habe). Das hat mit den Entstehungstheorien nichts zu tun.
Deshalb sprechen Endoherde am Darm etc. nicht so gut an wie andere.
Liebe Grüße
Lila
mein gott das alles hir verwirt mich ja sowas von.
Hmmmmm also ich kann schlucken was ich will und meine endoherde inbesonderen meine tiefe endometriose kann ich nicht austrocknen nochnicht mal verhindern das sie weiter vor sich hin wuchert???????Nur meine schmerzsymtome behandeln??????Ist den in der Pille (Auch visanne) eine art schmerzmittel inthalten muss ja bald oder?????
Ganz liebe Grüße eure katja
Hi Kathi,
Man kann Endometriose nicht mit der Pille austrocken das kann man mit den künstlichen Wechseljahren. Aber es funktioniert nicht bei jeder.
nein in den Pillen auch in der Visanne sind keine Schmerzmittel enthalten sondern Gestagen die gegen die Schmerzen helfen sollen.
LG
Lilie
Wenigstens habe ich heute erfahren, dass ich um die Visanne noch rumkomme. Darf weiterhin Zoladex nehmen. Juchuh:)
So können die Berührungsängste erst mal Ängste bleiben und ich muß es nicht testen...
lg
Hägar
Hallo zusammen!
Bin im Fragenarchiv über eine Antwort gestolpert, die mich ein wenig stutzig gemacht hat.
Nach allem, was man weiß, wirkt Visanne gegen Endometriose-bedingte Beschwerden, die bei Ihnen offenbar nicht das Problem sind. Visanne wird die Entstehung einer Endometriose nicht verhindern, ist also kein Mittel zur Prophylaxe. Insofern: ohne Beschwerden eher Verzicht auf eine medikamentöse Behandlung.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. U. Ulrich
Berlin
Wenn das so stimmt, dann kann man ja bei seinen alten Medikamenten bleiben, wenn es ein Wiederkommen der Endo sowieso nicht verhindert, sondern nur gegen die Beschwerden hilft. Denn dann muss man die ganzen zusätzlichen Nebenwirkungen ja wirklich nicht in Kauf nehmen
Was haltet ihr davon?
LG Lisbeth