Darmresektion - Endozentrum Erlangen
lisa10

Hallo,

 

möchte nicht nerven, aber wer hat Erfahrungen mit Darmteilentfernung, v. a. Enddarmentfernungen am Endozentrum Erlangen ? Wie wird dort operiert ? bauschnitt ? Wie lange ist man dort ? Wie lange hat das dann gedauert, bis ihr wieder ein Stück des Darmes hergeben musstet (sprich Rezidiv ?) Wie hoch ist da der Prozentsatz der Stomaträger ? Blasenbeschwerden, etc. ? 

 Würdet ihr euch da wieder operieren lassen ? Wer operiert da ? Habe auch schon negatives über Erlangen gehört.

Danke für eure Antworten !



Ich kann nur positives
Tess

Ich kann nur positives berichten, bei mir konnte der Darm immer drin gelassen werden. Es wird in der Regel immer per Bauchspiegelung operiert, nur in Einzelfällen ist ein Bauchschnitt notwendig. Wie lange man dort bleiben muss hängt ganz von dem Eingriff ab, das kann man vorher bei keinem Krankenhaus sagen. Ebenso die rezidivrate, das hängt von der Einzelperson ab, das kann dir vorher niemand sagen. Aber ich kann dir sagen, das dort bestmöglichst operiert wird und eine umfassende Rezidivprophylaxe besprochen und durchgeführt wird.

Operieren wird gerade bei solch größeren Eingriffen Dr. Renner, meist zusammen mit Prof. Kessler einem Darmchirurgen.

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Liebe Grüße, Tess



Hallo Tess,   danke für
lisa10

Hallo Tess,

 

danke für deine Rückmeldung. Kennst Du Leute, die sich dort operieren haben lassen ? Und wenn ja, wie sieht deren Alltag aus ?  Arbeiten Sie wieder, usw. Man liest hier nur von Leuten, die sich in Berlin oder Villach operieren haben lassen.

Lisa



Darmresektion in Erlangen
Lizzy

Hallo Lisa,

ich wurde in 1994 in Erlangen operiert (Darmresektion mit Bauchschnitt...) und ich wurde nicht wieder dort machen wollen.  Es wurde erst kurz vor der OP festgestellt, daß der Darm mit Endo betroffen war (obwohl ich schon öfter in der Endo-Sprechstunde war).  Bei der OP haben sie viel mehr Endo gefunden (Harnleiter usw) und die OP hat ca. 5 Stunde gedauert. Nach der OP bin ich ein paar Tage auf der Intensivstation geblieben.Nach der OP hatte ich Probleme mit der Blase aber sie haben mir erzählt, daß es nichts mit der OP zu tun hatte.  Ich habe später durch mehre Ärtze erfahren, daß es bei solchen großen OP Probleme gibt !!. ich habe Medikament über Monate genommen. Ich brauchte jetzt keine Medikamente mehr aber ich kann nicht wie fürher die Blase entleeren. Nach dem OP habe ich gleich Probleme mit dem Darm gehabt (extreme Verstopfung) und ich muß jeden Tag Movicol nehmen. Wenn ich die Komplikation über diese OP gewußt hätte, hätte ich diese OP nicht gemacht oder woanders gemacht. Ich glaube nicht, daß sie zu viel Erfahrung (damals) mit großer Darm OP haben, weil sie mir erzählt haben, daß von den  ca. 10 Frauen, die sie schon operiert haben, ich war die einzige, die Probleme hatte ! Ich habe weitere Schmerzen mit Endo (wir vermuten die GM) ich nehme Hormone (Androcur) und es hilft mehr sehr.

Ich wurde auch nach Villach oder Berlin fahren.

Gruß

Lizzy



Hallo Lizzy,   danke für
lisa10

Hallo Lizzy,

 

danke für Deine Antwort. Du hast immer noch Probleme mit der Blase ? Wie sieht das aus ? Ist das eine starke Einschränkung ? Und Du musst immer noch jeden Tag was für Deine Verdauung/Darm einnehmen ? Wie sieht Dein Alltag aus ? Kannst Du am normalen Leben teilnehmen ?

 Wie oft wurdest Du danach operiert ?

Gruß Lisa



Hallo Lisa, ja ich kenne
Tess

Hallo Lisa,

ja ich kenne Frauen bei mir aus der SHG die in Erlangen eine Darmteilresektion hatten. Soweit ich weiß, sind alle berufstätig, eine aber auch Hausfrau und Mutter glaub ich. 1994 kann man glaube ich nicht mehr mit dem heutigen Stand dort vergleichen...

--

Liebe Grüße, Tess



Alltag
Lizzy

Hallo Lisa,

Korrektur : ich wurde in 2004 (nicht 1994) operiert !! . Ich war 3 Monaten nach dem OP krankgeschrieben aber ich habe dann weiter gearbeitet. Ich kann soweit "normal" mit dieser Einschränkung leben aber ich muß achten, was ich esse und nehme verschiedene Medikament .  Für die Blase, ich muß "pressen", damit ich die Blase entleeren kann und ich habe öfter einen "Druck".

Ich wurde 3 Jahre später in Duisburg operiert (aber kein Endo am Darm).

Gruß

Lizzy

 

 



Hallo Lizzy Das tut mir ja
chanelle71

Hallo Lizzy

Das tut mir ja leid, dass Du jetzt diese Einschränkung hast mit der Blase. Würde mich noch interessieren, was das für Medikamente sind, die Du nehmen musst, wegen der Blase nehme ich an?

Und was meinst Du mit "Druck", so wie wenn Du aufs Klo müsstest, und Du musst gar nicht?

Mir steht ev. auch eine Darm-OP bevor, und ich mache mir v.a. Gedanken wegen der Blase..

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Hallo Lizzy,   wie stark
lisa10

Hallo Lizzy,

 

wie stark sind deine Beschwerden ? Kannst Du z. B. noch ins Kino oder auf ein Konzert und es genießen oder sind solche Dinge passee ?

 

Gruß Lisa



Ich schieb mal und erhoffe
lisa10

Ich schieb mal und erhoffe mir noch ein paar antworten.

 

Evtl. auch von dir lizzy ?



Hallo Lisa bei mir war es ja
achso

Hallo Lisa

bei mir war es ja so, dass ich in einem nicht-Spezi-Krankenhaus war, weil ich es damals nicht besser wußte.

Es ging mir nach der OP sehr schlecht, ich bin fast ein Jahr nicht abends weg gegangen. Der Darm hatte ganz schön rumgezickt, ich vertrug wenig Lebensmittel. Auch heute noch, nach sechs Jahren ist meine Nahrung nicht mehr die Selbe wie früher. Aber mein Darm und ich haben uns geeinigt. Er bekommt Magnesium, Movicol und nette Lebensmittel. Ich habe fast ein normales Leben. Heute mache ich wieder, was ich will, auch abends. Es ist zwar nicht immer einfach in der Gesellschaft, wenn man sich anders ernährt, man stößt auf Unverständnis, aber egal.

Ein Stoma gibt es nicht sehr oft, schon gar nicht bei der ersten OP, wenn noch genug Darm da ist. Da muß es schon recht heftig sein.

Wo hast du denn die Endo sitzen? Hab nicht so viel Angst, ich habe in der Reha Frauen kennengelernt, die waren zur AHB dort. Den ging es ein paar Wochen nach der OP schon soooo gut. Es muß nicht bei jeder ein solches Dilemma sein.

lg

Hägar



Hallo Hägar, also ich denke
lisa10

Hallo Hägar,

also ich denke es sitzt tief im Enddarm, da ich kaum sitzen kann und ich immer das Gefühl habe, zu müssen. Ich denke die Frauen, denen es gut ging, hatten wohl eine Dickdarmresektion. Du machst wieder was Du willst ? Also nicht ständig Stuhlgang 10 x mal am Tag und ständig Druck auf der Blase ? Was hast Du dafür getan, daß Du wieder normal lebst ? Ich gehe sehr gern aus, Essen und Freunde treffen. Ist das dann wieder möglich ?Verändert sich das Leben stark ?

 Was arbeitest Du ? Wie alt bist Du ? Wenn ich fragen darf ? Und hattest Du eine Enddramresektion ?

Wo würdest Du heute zur OP hin ? Alle reden von Ebert oder Villach. Aber da muss man erst mal nen Termin bekommen und dann als Kassenpatient drankommen. Keine Ahnung wie lange ich da noch warten kann, da ich ja schon Blut und Schleim im Stuhl habe.Wie ist das dann ? Ich stehe unter keiner behandlung im moment, ad noch keine Diagnose.

Ich habe keine Ahnung, wie ich weiter verfahren soll. Geh ich nach Erlangen, werden die mich gleich aufschneiden und den Darm raus. Ich würde schon gern das Außmaß vorher (nicht direkt vor der OP) wissen und dann sehen, wie es weiter geht. Und bringt da die Einnahme von Valette oder Belara was, um ein weiteres Ausbreiten vorerst  zu verhindern, wenn schon infiltriert ?

Ich habe keine Ahnung, ob es ein Fehler wäre, sich in Erlangen operiern zu lassen. Ich weiß nicht, ob die bei Darm gleich einen Bauchschnitt machen und Renner und Co. sind ja noch nicht so erfahren. Also eher lange auf einen Termin warten (Ebert / Keckstein) oder nach Erlangen, wo es schneller geht, aber weniger Erfahrung ? Keckstein ist über 60, ob der noch ein ruhiges Händlein hat ?

Außerdem kann ich mich noch immer nicht mit dem Gedanekn anfreunden. 

 

LG Lisa

 



Ich kann dir nur die Angst
Tess

Ich kann dir nur die Angst nehmen, dass die Ärzte in Erlangen sehr erfahren sind. Und das in den seltensten Fällen ein Bauchschnitt nötig ist. Du kannst doch einfach zum Untersuchen einen Termin vereinbaren und dann siehst du weiter...

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Liebe Grüße, Tess



Hallo Tess, man liest hier
lisa10

Hallo Tess,

man liest hier im Bezug auf darmendo nur immer was  von ebert oder villach oder korell. Rein laparoskopisch operiert wohl eh nur keckstein, wobei er auch einen kleinen bauchschnitt macht. Renner ist sehr jung, da kann er noch nicht so viel Darm operiert haben,wenn er mich überhaupt operiert und nicht jemand anders.  Er ist sicherlich sehr  eingearbeitet in das Thema, aber operiert haben andere schon mehr, da älter. Ach keine Ahnung. Will nur kein Versuchkarnickel sein.

Du warst sicher zufrieden dort, aber das ist ja ne Nummer größer mit dem Darm und ich wieß auch nicht, mit welcher Methode die arbeiten. Da Lizzy nicht sehr zufrieden war. Die Leute, die Du kennst, hatten Die auch enddarmresektionen hinter sich ?Wie waren die zufrieden ?

 

Gruß Lisa



Ich hab dir doch jetzt schon
Tess

Ich hab dir doch jetzt schon mehrmals geschrieben, das ich Frauen kenne die eine Darmteilresektion dort hatten und alle waren zufrieden, Waren meisten danach auf Reha. Deine Erfahrungen musst du wohl selbst sammeln. Und die Darmop wird auch von Prof. Kessler durchgeführt meistens, der Darmchirurg. Von dem hab ich auch nur gutes gehört und der ist nicht mehr so jung.

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Liebe Grüße, Tess



Ich würde doch nach Berlin
chanelle71

Ich würde doch nach Berlin zu Prof. Ebert, an dem hast Du zumindest noch keine Zweifel geäussert. Ich glaube, es ist recht wichtig, dass man dem Arzt, der einen operieren soll auch etwas zutraut.

Ich denke, Du kannst schon die Valette nehmen, wenn Du sie verträgst, und damit die Endo. vielleicht stoppen, bis zur Operation. Würde ich im Zweifelsfall sicher eher machen als mich irgendwo operieren lassen, wo ich nicht überzeugt bin.

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Hallo Lisa, ich kann
achso

Hallo Lisa,

ich kann Chanelle nur zustimmen. Wenn du nicht in Erlangen operiert werden willst, dann schau dich anderweitig um. Du entscheidest selber. Wenn dir die normalen Hormone helfen, überbrücke diese Zeit damit.

Als ich meine sehr tiefe Enddarmresektion hatte, war ich 35, nun bin ich 41.Die Resektion war wirklich bis kurz vor dem Ausgang und mußte daher geklammert werden, was glaub ich auch nicht sooo oft vorkommt. Anfangs mußte ich sehr oft auf die Toilette, auch nachts. Nun aber nicht mehr. Dank zweier Gyns, die mir mit Homöopathie und Worten geholfen haben. Es war sicher auch so, dass ich in ein Loch gefallen war und mein Darm mich regiert hat. Das muß nicht sein, man kann seinen Darm durchaus erziehen, auch wenn man es nicht glaubt oder glauben will. Und was die Freunde angeht, so hat sich sicher damals bei mir die Spreu vom Weizen getrennt, was überhaupt mal ganz gut war. Essen gehen war natürlich anfangs ein Abenteuer. Danach lieber schnell nach Hause, weil unangenehme Blähungen mit Geruch. Aber mein Schatzi und ich haben damals in unserer Gegend viele Restaurants probiert und konnten dann auch mal testen, welche wirklich gut waren. Wenn man Sonderwünsche hat, merkt man das erst überhaupt. Bsp.: keine Zwiebeln am Essen, etc.

Und noch mal was zum Bauchschnitt. Auch wenn jetzt viele aufschreien werden: ich persönlich finde es nicht so schlimm wie viele kleine Löcher im Bauch. Der Chirurg hat so mehr Platz zum Arbeiten und kann besser arbeiten. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass beim Bauchschnitt weniger Verwachsungen auftreten. Die Schmerzen sind nicht viel größer nach der OP, weil es eh mehr im Bauch weh tut. Und wenn es quer geschnitten wird, dann sieht man es beim Bikinitragen auch nicht so.

Nun noch was, was mir der Expertenrat mal geschickt hat:Bei meinen über 200 laparoskopisch operierten
Patientinnen (laparoskopische Darmresektion) haben lediglich fünf
Patientinnen eine Darmnahtinsuffizienz gehabt, so dass eine künstlicher
Ausgang für ca. 3 - 4 Monate notwendig wurde, bei allen anderen
Patientinnen war kein künstlicher Ausgang nötig. Und keine einzige
Patientin, auch die mit der Anastomoseinsuffizienz, hat bei der ersten
Operation (bei der laparoskopischen Darmresektion und -wiederannaht)
prophylaktisch einen künstlichen Ausgang erhalten.ZITAT ENDE

Heute gehe ich wieder Essen und mache alles, was ich will. Mit den richtigen Freunden und es macht sooo Spaß.

Mit der Blase hatte ich nur kurz nach den OP´s Probleme, die sich schnell wieder gelegt hatten. Da hatte ich mehr Probleme mit der Blase durch die Gebärmutter. Es ist nach der Entfernung der Gebärmutter viel viel angenehmer geworden.

Such dir einen Arzt deines Vertrauens und mach erst mal einige Gespräche. So habe ich es vor der letzten OP gemacht und es war gut so. Ich wußte genau, was auf mich zukommt und hatte vollstes Vertrauen.

lg

Hägar



Bauchschnitt
NN

Hallo Lisa,

der Bauchschnitt ist nicht so schlimm wie man glaubt.

Ich wurde vor 6 Wochen operiert haben einen ca. 15-20cm lange Bauchschnitt, wo die Endo_Herde operiert wurden und 4 zusätzliche kleine Schnitte wo die rechte Niere raus operiert wurde.

Den Bauchschnitt sieht man mit entsprechender Bikinihose nicht. Von den Beschwerden her kann ich nur sagen, dass bei mir alles reibungslos verlaufen ist.

Vor der OP hat man mir gesagt, dass man erst während der OP sagen kann, ob ein Stück Darm entfernt werden muss, es blieb aber Gott sei Dank nur bei einer Darmserosanaht.

Das einzige was mir zur Zeit noch ein wenig zu schaffen macht, ist eine leichte Schwellung des Bauches, die wird aber lt. meines Arztes auch noch nachlassen, ich wurde 8Stunden operiert und war nach 2 Wochen wieder draussen, also

ich finde das war für so eine OP halb so wild.

Operiert wurde ich allerdings in keiner Spezi-Klinik, da bei mir die Endo am Anfang nicht bekannt war und ich wegen meiner Nieren eingeliefert wurde die

wie sich dann rausgestellt durch die Endo kaputt ging.

Nach Erlangen wurde ich jetzt geschickt, damit die mir einen Therapieplan erstellen. Von der Untersuchung  her kann ich nur sagen, dass ich mit denen ganz zufrieden war.

Aber du musst selbst entscheiden wer dich operieren soll, wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße

NN

 



Hallo,   danke euch allen
lisa10

Hallo,

 

danke euch allen für eure Rückmeldungen und die Geduld mit mir ! Aber mich beschäftigt das ganze halt.

 

@Tess: sorry, wollte Dich nicht nerven. 

 

@hägar: Warum hat sich die Spreu vom weizen getrennt ? Weil du nicht mehr so aktiv warst ? Schöne Freunde. Die Frage musst jetzt nicht beantworten, wäre aber gut: Wie sieht es / sah es mit Darmproblemen hinsichtlich Inkontinenz aus ? Gerade bei Enddarmresektion passiert das ja oft, Musst Du Einlagen tragen, 10 x am tag auf Toilette und hast ständigen Druck bzw.  musst du sofort rennen, wenn sich was tut ? Also ständig eine Toilette in der Nähe sein ? Merkst Du die Klammer ?

 

Gruß Lisa

 

Lisa



Hey Lisa, gerne beantworte
achso

Hey Lisa,

gerne beantworte ich alle deine Fragen. Dafür sind wir doch hier. Aber bitte steigere dich nicht so hinein, ich bin nicht gerade ein Paradebeispiel und es muß nicht bei jeder so schlimm sein, wie bei mir.

Die Freunde: Denke, es hat auch nicht nur mit dem Darm zu tun, sondern mit der Endo im Allgemeinen. Da ich auch oft sehr müde bin und daher nicht so sehr aktiv. Mein Beruf(Fahrzeuglackierermeisterin)hat mich auch sehr viel Energie gekostet. Die Trennungen erfolgten, weil ich lernte, auch mal NEIN zu sagen und mehr an mich gedacht habe. Ich wollte anfangs halt nicht so viel ausgehen, wegen der ständigen Schmerzen, Krämpfe etc. Und müde war ich auch sehr oft, weil ich anfangs auch nachts oft auf der Toilette war.

Die erste Zeit nach der OP war echt sehr hart. Ich mußte sehr oft, hatte Krämpfe und Schmerzen. Ja, es ging auch ein-zeimal in die Hose, aber GsD ist das zu Hause passiert. Nun aber gar nicht mehr. So ganz normal ist es noch immer nicht, an manchen Tagen muß ich öfter mal, aber es ist immerhin so weit, dass es vorwiegend morgens vor der Arbeit ist. Nein und ich renne nicht ständig, sobald sich was tut, gehört mit zur Darmerziehung. Der hat mich nicht mehr so ganz im Griff. Sicher mag ich es gern, wenn ich eine Toilette in der Nähe habe, aber ich bin mittlerweile abgehärtet und wenn wir länger unterwegs sind, gehe ich zur Not auch in den Wald.

Die Klammer merke ich noch, es hat sich dort eine Engstelle gebildet, man hat mir angeboten, es nochmals zu operieren, wollte ich aber mal gar nicht. Was bei mir nun noch hinzu kommt ist, dass ich wieder am Enddarm Endo habe, das stört natürlich auch die ganze Verdauung und macht erneut Schmerzen. Fahrradfahren ist nicht mehr witzig.

Ein wenig darmgesteuert bin ich immer noch, man hat es schon im Hinterkopf. Kann ich dies oder jenes essen, oder oder oder. Ich verschiebe die nächste OP mit Zoladex, weil ich gerade eine Umschulung mache. Die Umschulung tut mir einerseits ganz gut, andererseits habe ich hier wieder das Problem mit dem Unverständnis von Gesunden.Weil ich es mir nicht anmerken lasse und oft müde bin und nicht alles essen will. Aber so sind die Menschen.

Und bitte Lisa, denk dran. Es gibt so viele Frauen, die eine OP am Enddarm hatten, denen es nicht so schlecht ging/geht wie mir. Daher glaube bitte nicht, dass es dir ebenso ergehen wird. Du weißt, dass du dich um einen Spezi kümmern mußt, da bist du schon viele Schritte weiter als ich damals. Das macht so viel aus, kannst du mir glauben. Und noch was, je jünger man ist, desto besser ist die Heilung bei solchen Sachen.

lg

Hägar



Darmresektion - Endozentrum Erlangen
sun

Hallo Lisa,

ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit Erlangen gemacht und würde mich jederzeit wieder dort operieren lassen.

2006 wurde ich dort das 1. Mal operiert mit Darmteilentfernung (ca. 20-25 cm). Alles lief ohne Bauchschnitt ab. Insgesamt war ich damals 10 Tage in der Klinik.

Auch damals waren Dr. Renner und der Chirurg Dr. Kessler schon bei der OP dabei. Ich fühlte mich dort wirklich gut aufgehoben und es ging mir danach auch sehr schnell wieder gut.

Nach nur 2 Wochen Zuhause war ich wieder in der Arbeit. Wink

Natürlich dauert es etwas, bis der Darm wieder richtig funktioniert. Auch jetzt habe ich noch "kleinere" Probleme damit, vorallem, wenn meine Endometriose aktiv ist. Essen kann ich jetzt wieder alles. Nur bei manchen Sachen merke ich, dass ich Blähungen bekomme.

Im Januar 2010 wurde ich wieder in Erlangen operiert. Mit erneutem Verdacht auch Darmendo. Diesesmal wurde ich von Dr. Müller operiert, da Dr. Renner im Urlaub war. Dr. Kesser war auch wieder dabei, da sich die Endometriose wieder am Darm festgesetzt hat. Diesesmal musste kein Darm entfernt werden, da sich die Endometriose nur äusserlich festgesetzt hatte. Auch hier war ich 10 Tage in der Klinik.

Danach war ich für 2 Wochen krankgeschrieben und anschließend war ich in Bad Schmiedeberg auf Reha, was sehr gut tat.

Blasenbeschwerden hatte ich nie. 

Übrigens: Der Prozentsatz der Stomaträger ist sehr gering.  Natürlich wird der Stoma vor der OP immer angezeichnet und man wird über die Risiken aufgeklärt, da es vorkommen kann.

Du siehst also, es kann alles auch gut ablaufen und Erlangen ist nach meiner Ansicht zu Empfehlen.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas die Angst nehmen. 

Am Samstag, 18.09. ist in Erlangen Endometriosetag. Vielleicht siehst Du es Dir einfach mal an.

Lg Conny 

 

 

 

 

 

 



Hallo Conny,   welcher
lisa10

Hallo Conny,

 

welcher Darmabschnitt wurde denn entfernt ? Auch Enddarm ? Warst Du vorher bei Herrn Renner in der Sprechstunde damals 2006 oder in der regulären ? Uns wie lange hat es von Sprechstunde bis zu OP gedauert ? Hat man schon ohne OP-Termin Untersuchungen gemacht, die das tatsächliche Ausmaß beschrieben haben ? Also MRT oder Enddarmsono ?

Bin Du Kassenpatientin ?

 

Wie kam dann jetzt 2010 wieder der verdacht auf Darmendo ?

Kennst Du noch andere Patientinnen mit Enddarmresektion ?

Mich würde interessieren, wie vile dort schon unter Dr Renner gemacht wurden.

 

LG Lisa

 



Hallo Lisa,   bei mir wurde
sun

Hallo Lisa,

 

bei mir wurde etwas vom Enddarm und vom Dickdarm entfernt.

Ich war damals im Januar 2006 in der regulären Sprechstunde und bin ganz normale Kassenpatientin. Im Juni war dann die OP. Ich habe aber auch nicht auf einen eheren Termin gedrängt.

Als Voruntersuchung hatte ich eine Darmspiegelung. Diese wurde aber in Regensburg durchgeführt, da der Weg nach Erlangen für mich weiter ist. Bei dieser Untersuchung ist aber nichts rausgekommen.

2010 hatte ich wieder massive Endometrioseschmerzen. Während der Periode unerträglich und auch ausserhalb der Periode hin und wieder. Meistens Rückenschmeren und Nervenschmerzen, die ins rechte Bein ausstrahlen.

Ich muss sagen, dass ich auch beim 1. Mal vor der Op keine eindeutigen Darmprobleme hatte. Bei der Untersuchung (sie haben auch den Darm abgetastet) 2009 in Erlangen bin ich dann fast vom Stuhl gesprungen vor Schmerzen, obwohl der untersuchende Arzt sehr vorsichtig war. Ich kenn das auch anders.

Weitere Patientinnen mit Enddarmresektion in Erlangen kenne ich leider nicht. Aber auf Reha habe ich eine kennengelernt, die bei Dr. Ebert in Berlin operiert wurde. Die hatte leider kein Glück und hat vorübergehend einen künstlichen Ausgang bekomme. Und das mit 21 Jahren. 

Wenn Du nicht weit von Erlangen entfernt wohnst, solltest Du Dir die Vorträge am Samstag einfach mal anhören. Da kommen bestimmt auch viele Patientinnen der Klinik vorbei, die zu Gesprächen bereit sind.

Wie ist es bei Dir ? Hast Du Darmprobleme ?  Wurde bei Dir eindeutig Darmendo festgestellt ? Wurdest Du schon mal an Endometriose operiert ?

Ich habe mir die Entscheidung in welche Klinik ich gehe damals auch nicht leicht gemacht. Man will einfach nichts falsch machen. Kann ich gut verstehen.

Ich hoffe, dass Dir das bei der Entscheidung etwas weiterhilft.

Lg Conny

 

 

 

 

 

 



Hallo Conny,   ich habe
lisa10

Hallo Conny,

 

ich habe Schleimabgang und manchmal Blut im Stuhl und auch sonst einige Zeichen, die auf Endo hindeuten. Meine Regelschmerzen sind bei weiten nicht so, wie sie vilele hier beschreiben. Das Prob. ist eher, daß mit Darm und Blas etwas nicht stimmt.    Aber ich bin mir echt unsicher, was ich machen soll. Wo hast Du Dich denn sonst noch informiert wegen OP ? Hast Du nach der normalen Sprechstunde gleich Deinen 1. OP-Termin vereinbart ? Wie lange hat man denn Bedenkzeit, ob man die OP machen lassen will oder nicht  ? Ich lasse mich da nicht gern unter Druck setzen, möchte aber auch nicht, daß ich nie wieder nach Erlangne kann, weil ich dann dort doch nichts machen lasse. Wurdest Du gleich in der Sprechstunde über die Op und Ihre Konsequenzen aufgeklärt oder hattest Du nochmal die Möglichkeit (z. B. mit renner) zu sprechen, bevor Du Dich für eine OP entschieden hast ? Hattest Du irgendwelche Medikamente bis zur OP eingenommen  (irgeneine Pille im LZZ, Zoldalex) ? Wenn ja, wurde Dir das von Erlangen verschrieben oder von Deinem FA ? Hattest Du Dich damals eigenlich von Deinem FA nach Erlangen überweisen lassen ? Wie war die Unterbringung ? Geht auch Zweibettzimer ? Wie viel Enddarm musstest Du lassen bzw. wie tief ging die Resektion ? Wurde geklammert ?

Und vor allem die Frage: Wie geht es Dir jetzt ? Welche Beschwerden hattest Du nach der Resektion und wie lange und  welche sind Dir geblieben ? Wie alt bist Du ? Ist Dein leben wie vorher ?

Braucht man im Krankenhaus einen Angehörigen, der eine wieder auf die beine bringt ?

 

Noch ne Frage zu der Frau mit 21 Jahren, die Du in der Reha kennen gelernt hast: warum hatte Sie ein Stoma bekommen ? Wird es bei Ihr zurückverlegt  ?

 

Bist Du direkt nach Deiner OP in dei Reha oder erst später ? 

Ich danke Dir schon mal für deine hoffentlich erfolgende Antworten. Ich bin total durch den wind.

 

Lisa 



Hallo Hägar,   schön,
lisa10

Hallo Hägar,

 

schön, daß es Dich gibt. Du bist so geduldig mit mir. Du versucht mir zu zeigen, daß es auch nach einer Darm-Op weiter gehen kann. Ich bewundere Deine Stärke. Was machst Du eigentlich für eine umschulung ? Von was lebst Du zur zeit ? Bist Du berentet ?

Ich würde am liebsten gar nichts machen lassen. Denn ich glaube, daß die beschwerden vor der op wesentlich weniger sind als danach.  Alsio irgendwie paradox.  Und Dein Post-OP- Verlauf ist doch nicht so untypisch für eine Enddarmresektion, wie ich gelesen habe. Die Komplikationsrate schwebt da bei 100 Sachen bei 75 % herum. Die Blase funktioniert nicht mehr, der Stuhlgang ist nicht mehr zu halten, etc... Ganz schön entmutigend.

Wenn Du schon mehr Frauen mit Enddarmresektion getroffen hast: Wie ging es denen besser ? Welche beschwerden hatten die nicht, die du bei dir beschreibst ? Waren die geklammert bzw. hatten die auch eine tiefe Resektion ?

Kannst Du eigentlich noch ne MRT machen mit deiner Klammer am Darm ? Oder gibt es Untersuchungen, die Du deshalb nicht mehr machen kannst ? Wäre da eine Handnaht möglich gewesen  und wäre eine handnaht besser gewesen ? Kennst Du Dich da aus  Bei einer Bauchspiegelung a. la Keckstein geht nur ne Klammer, wenn ich das richtig gelesen habe, da man ja nicht den Platz wie bei einem Bauchschnitt hat zu händisch nähen.   Macht das ein Prof Ebert mit der Handnaht , weil der ja nen bauchschnitt macht  ? Wobei er macht einen kleinen bauschnitt und eine spiegelung. Ist das richtig ? Fragen über fragen... Und gibt es vielleicht nicht doch noch jemand außer den zwei Profs, der es auch einfach gut macht ? Aber woher soll man die Info bekommen ? 

 Hast Du Dich schon nach einem Spezi für deine nächste OP umgeschaut ? Oder warst Du schon bei jemand ? Wen favorisierst Du ? Bist Du auch normaler Kassenpatient, der sich evtl. auch nicht alle Ärzte aussuchen kann ?Alle hier gehen zum Prof XY ? Sind denn alle privat versichert ? Doch wohl kaum.

 

 Und was heißt Du musst nicht mehr so oft wie früher auf Toilette ? Wie oft denn ? Es ist ja schon sechs Jahre her die op, oder ? Wie lange hat denn besserung gedauert ? War der Stuihlgang krampf- und schmerztechnisch vor der OP auch so schlimm wie jetzt ? Wie stark sind die schmerzen ? musst du dagegen was nehjmen ? Schmerzmittel ?

 Lebst Du sehr zurückgezogen ? Du sagst Du gehst wieder aus und machst Dinge wie früher ? Auch mit Freunden oder nur mit Deinem Freund/Mann ? Und was sind das für Dinge ? Geht Kino oder Theater ? Und was bedeutet, wenn ihr länger unterwegs seid, dann auch mal im Wald ? Wie lange kannst Du es denn aushalten, wenn es drückt ? Kannst Du auch auf der Autobahn unterwegs sein mit der Option, daß es Stau gibt oder meidest Du so was ? Wie ist es mit Urlaub ? Z. B. in Urlaub fliegen, evtl. auch Langstrecke ? Alles passe ? Oder musst Du Dich auf sowas besonders vorbereiten ? Wie sieht diese Vorbereitung aus ? Kannst Du auch mal was essen, was du eigentlich nicht solltest oder bereust du sowas bitterlich ? man hat ja bestimmt gelüste, wenn die anderen daneben so tolles essen dürfen ?  Undkannst Du auch mal nicht an den Darm denken und entspannen oder hast Du immer schmerzen ? Und eine intime Frage, die die nicht beantworte musst: Musstest Du Vorlagen oder Einlagen tragen bzw. musst Du es immer noch ? Wann hat sich das nach der Op gegeben ?

Wie war das so beim Arzt am Anfang (z. B. auch Zahnarzt oder so), wenn Du immer musstest ? konntest ja eigemntlich gar keinen Termin machen und in eine Praxis (auch nicht zu einem FA) gehen ?

 

Ist das ganze ohne Partner zu schaffen ? Oder kann ich jetzt schon den Sozialdienst rufen (ernsthaft) ?

Ich bin sehr verwirrt, sorry.  Aber danke Dir für deine antworten.

 

Lisa

 



Darmresektion - Endozentrum Erlangen
sun

Hallo Lisa,

 

das hört sich wirklich nach einem Darm- bzw. Blasenproblem an. Ich habe mich damals im Internet informiert. Viele Foren durchforstet und Berichte gelesen.

Bei mir war das etwas anders. Meine 1. Endometrioseop war in einer Klinik die nicht auf Endometriose spezialisiert ist. Die haben zwar das notwendigste entfernt, mir aber auch gesagt, dass ich noch einen Endometrioseherd nähe dem Darm habe, der drinbleiben kann. In dieser Klinik wurde ich auch mit Bauchschnitt operiert, da es Endoskopisch nicht geklappt hat. Sie sagen mir, dass ich schon zuviele Verwachsungen hätte.

Das ging mir dann 1 1/2 Jahre durch den Kopf, bis ich mich entschloss eine weitere Meinung einzuholen, da meine Beschwerden auch wieder stärker wurden. Als ich mich dann für Erlangen entschieden habe und die meine Befürchtungen bestätigt haben, war ich gleich dazu bereit einen OP-Termin zu vereinbaren. 

Sie bedrängen Dich aber nicht. Es ist ganz Deine Entscheidung. Du kannst in dieser Sprechstunde alle Fragen zur OP stellen, die Dir wichtig sind. Dieser Arzt hat sich wirklich für mich Zeit genommen und alle offenen Fragen beantwortet. Er gab mir nach der Untersuchung sogar ein Schmerzmittel, da er wusste, dass meine Beschwerden nach der Untersuchung wieder fester werden.

Ich glaube auch, dass es kein Problem ist, wenn Du einen weiteren Gesprächstermin, vereinbaren möchtest.

Ich habe vor der OP Zoladex bekommen. Dies wurde mir in der Sprechstunde verordnet. Den Termin für Erlangen habe ich selbst vereinbart. Die Überweisung hatte ich von meinem Hausarzt.

Die Unterbringung ist normalerweise in einem Dreibettzimmer. Bei meiner 2. OP in Erlangen hatte ich eine Zusatzversicherung, die mir das 2-Bett-Zimmer bezahlte. Man kann es aber auf Wunsch auch selbst bezahlen. Was es Aufpreis kostet, kann ich dir leider nicht mehr sagen.

Mein Darm wurde auch geklammert. Aber ich hatte damit noch nie größere Probleme. 

Ich bin jetzt 36 Jahre. Mir geht es soweit gut.  Nach der Resektion hatte ich häufig Stuhlgang. Dies kommt bei mir auch jetzt immer wieder vor, wenn ich unter Endometrioseschmerzen leide. Dann kann es gut 6-7x pro Tag sein. Der Stuhlgang macht mir aber keine grösseren Probleme. Ich brauche auch keine Einlagen.

Mein eigendliches Problem ist die Endometriose selbst, die Schmerzen verursacht. Deshalb leidet natürlich auch das "normale" Leben etwas. Aber ich gehe in die Arbeit, gehe fort und fahre in den Urlaub. Wink

Ein Angehöriger oder Bekannter ist in der Klinik immer hilfreich, da man etwas Abwechslung hat. Aber die Schwestern sind sehr hilfsbereit und ich hatte nie Probleme damit. Bei mir konnte auch nicht immer jemand da sein. Ich bekam ganz normal Besuch. Bei den wirklich wichtigen Sachen, wie Aufstehen, Schmerzen... war immer eine Schwester bereit zu helfen.

Die 21jährige hatte auch eine Darmendo die geklammert wurde. Danach wird der Darm nochma durchgespült, damit man sieht, ob alles dicht ist. Das war bei ihr leider nicht der Fall. Deshalb hat sie ein Stoma bekommen. Aber nur vorrübergehend. Der wird zurückverlegt. 

Meine Reha habe ich im Krankenhaus beantragt. Dann war ich ca. 2 - 3 Wochen Zuhause und habe auf die Bewilligung der Rentenversicherung gewartet. Das war aus meiner Sicht aber auch ganz gut, da ich dadurch an mehr Aktivitäten teilnehmen konnte und schon etwas fitter war.

Nimm Dir einfach die Zeit die Du brauchst vor der OP. Es ist alleine Deine Entscheidung.

Ich würde Dich jetzt am liebsten Drücken und Dir alles abnehmen. Du schaffst das. 

Fallst Du weitere Fragen hast, bin ich gerne bereit alles zu beantworten.

Lg Conny

 

 

 

 

 

 

 



Hallo conny
lisa10

Hallo conny,

 

danke, daß Du mir so bereitwillig alles beantwortest.Ich stell halt mal wieder doofe frage, aber ich kann nicht anders. 

 

Hattest Du schon Deine Zusatzversicherung vor Du in Erlangen 2006 die Darm-Op hattest ? Oder hast Du Sie danach abschließen können ?  Ist sicherlich dann auch mit Chefarztbehandlung, oder ? Auf welcher Station warst Du ? habe keine solche versicherung und habe etwas Angst, daß eben nicht Kessler und renner operieren, da ja nur "normal" Kassenpatient und ich auch trotz Selbstzahlung bettzuschlag aber ohne zahlung chefarzt doch ins dreierzimmer komme. Habe da Krankenhauskoller. Wie ist die klinik ? Toilette auf dem Zimmer ? Liegt alles in einer Arzthand oder hat man dann eine für das vorgespräch, einen operateur und einen für die befundbesprechung ?

Du hattest starke Endoschmerzen ? Bedeutet häufig starken Schmerzmittelkonsum ? Ich habe Beschwerden mit Blase und Darm, aber habe Angst, daß die beschwerden durch die Op danach schlimmer sind, was wohl auch so ist und ich dann noch andere Probleme habe. Mit der Blase hattest Du wohl keine Probleme ? Wie weit war der Resektion von Schließmuskel weg, wenn ich so intim fragen darf ? Ich dachte immer, daß nur Dr Keckstein rein mit Bauchspiegelung den Darm entfernen kann, aber wenn du sagst dann auch in erlangen? Hast Du renner erst vor der Op kennen gelernt ? Warum hat dein OP-Termin dann so lange gedauert nach der Sprechstuinde ?  War auch ein Urologe dabei, hattest Du auch was an Blase/Harnleiter/Niere ? Weist Du evtl. wie viele Enddarm-Ops die in ER schon gemacht haben und wie die Stomaquote dort war ? Ich weiß, ich nerve...

 Wie ist es direkt nach der Op ? Hattest Du eine Schmerzmittelkatheder im Rückenmark ? Wie lange ist man auf Intensiv ? Wie stark sind die Schmerzen ? Wie lange darf man nicht aufstehen ? Wie lange Blasenkatheder ? Wie ist es, wenn man im Bett bleiben muss und man hat dauernd Stuhlgang ? Bekommt man da Einlegen ins Bett oder bettpfanne oder kann man es denn halten ? Kann man alleine auf Toilette ? Wann kann man sich wieder selber waschen und so ? Muss man sich eigentlich ganz rasieren vor der OP ?Foot in mouth Was sollte man als Krankenhaus klamotten mitbringen ? Hose Ok oder ist Die unpraktisch, da der bauch zwickt oder liegt man ewig in dem OP.Kleid ? ?

Wie oft hast Du denn so Tage, wo du 6-7 x musst ? Und wie oft ist es sonst ? Wie machst Du das in der Arbeit ? Ist ja unangenehm.

Was heißt Du gehst aus ? Geht es z. B., daß Du auf ein Konzert in ein großes Stadion gehst (z.B. Bon Jovi) mit 60 000 ? Oder wäre das nicht möglich, da immer Stuhldrang ? Oder Urlaub ? Geht eine lange Flugreise (USA oder so ?) Oder eine Trekkingtour draußen oder ist man immer Toilettenfixiert ? Oder mal 3 Stunden in ein Theater ohne Pause ? Oder Kino in einen Film, der 3 Stunden dauert ? Bitte sei ehrlich. Muss man dann immer vorbereitet sein und einen Rucksack mit Wechselwäsche/Einlage oder so dabei haben  ? Muss alles immer vorher toilettentechnisch geplant sein und es ist alles nervig ?

Wer hat dr das beim ersten Besuch in ER verschriebene Zoldalex gespritzt ? Dein FA oder dein HA ?

 Wie geht mit Deinem Partner ? Ist es schwierig ?

 Was arbeitest Du ? Kannst Du voll arbeiten ?  Hast Du in der Zeit zwischen 1. Sprechstundenbesuch in Erlangen und der Darmop gearbeitet ? Warum bist du nicht nach der Darmresektion auf Reha sondern erst nach der zweiten OP ? Oder ist man da eh so im Eimer, daß man eher Monate später eine Reha machen sollte anstatt einer Anschlussheilbehandlung ? Wie bist Du auf Bad Schmiedeberg gekommen ?Braucht man nach der OP zu Hause unterstützung ?

Wann hast Du gemerkt, daß eine zweite OP notwendig wird ? Ist ja so ne frage: soll ich gleich wieder unters messer oder warten und evtl. ein stück darm verlieren ? wie oft lässt du dich zwischendrin kontrollieren in ER ? Welche Behandlunghast Du nach den OPs gemacht bzw. machst Du ? Pille im LZZ oder ? Wie ist Deine Rezidivprognose ?

 Hat sich dein leben verändert ? Freunde usw. ?

Wie stark beeinflusst Endo Dein leben ? Wie lange hattest Du Beschwerden, bevor Du Deine allererste OP machen hast lassen ? Wie kam es dazu ?

Du hast geschrieben, daß Du Dich im Internet informiert hattest. Warum bist Du auf ER gekommen ? Wegen der Nähe ? Hattest Du noch andere Kandidaten zur Auswahl ? Bzw. würdest Du jetzt bei bestimmten sachen woanders hin gehen ? Keckstein, Ebert...

Wie hast Du den Mut gefasst und gleich eine OP gemacht ?

 

 Nochmas danke !

Gruß LISA

 

 

 



Hallo Lisa, ich beantworte
sun

Hallo Lisa,

ich beantworte gerne Deine Fragen. 

Meine Zusatzversicherung hatte ich 2006 bei der 1. OP in Erlangen noch nicht und wurde auch von Dr. Kessler und Dr. Renner operiert. Bei meiner 2. OP in Erlangen hatte ich dann diese Zusatzversicherung. Es ist eine Mitversicherung durch meinen Mann, da man selbst ja nicht mehr oder nur mit hohen Beiträgen aufgenommen wird.  Smile  Und ja, diese Zusatzversicherung ist auch mit Chefarztbehandlung. Auf was ich aber nicht allzugroßen Wert lege. Der war auch bei meiner 2. OP nicht mit dabei.

Also: Bei meiner 1. OP mit Darmresektion in Erlangen war ich noch ganz normal Kassenpatientin ohne Zusatzversicherung und lag in einem Dreibettzimmer. Das Gebäude der Klinik ist alt. Die Stationen aber renoviert. Schönes Bad im Zimmer. Ich hatte mein Vorgespräch, die Operation und die Nachbesprechnung beim selben Arzt. Das war bei der 1. OP Dr. Oppelt und Dr. Renner. 

Beim Einchecken in die Klinik werden nochmal Untersuchungen vorgenommen. Dann kommt auch das Vorgespräch. Als ich dann im Zimmer war bekam ich gleich ein "Abführmittel" das den Darm durchspült und säubert. Das war bisher immer mein größtes Problem, da ich so etwas nicht leicht runter bekomme. Es handelt sich hier um ein sehr salziges Getränk, das man literweise trinken soll. Am nächsten Tag dann die OP. Auf Intensiv war ich nach meinen OPs immer ca. 12 - 14 Stunden. Schmerzen hatte ich nie. Bei meinen OPs hatte ich immer einen Direktzugang zum Herzen. Bei der 1. OP auch einen Schmerzklicker. Damit kann man sich alle 1/2 Stunde eine Dosis geben. Es war auch jeden Tag ein Schmerztherapeut bei mir und befragte mich. An Schmerzen musste ich nie leiden. Aufstehen durfte ich am 2. Tag nach der OP. Der Blasenkatheter kommt raus, sobald Du gut auf den Füssen bist. Bei mir am 3. Tag nach der OP. Stuhlgang hast Du in den ersten Tagen nach der OP nicht, da ja nichts im Darm ist. Essen durfte ich erst wieder am 4. Tag nach der OP. Dann nur Suppe oder Pudding. Danach langsam wieder feste Nahrung. Insgesamt war ich 10 Tage in der Klinik. Gewaschen wurde ich nur am 1. Tag nach der OP. Am 2. Tag nach der OP halfen sie mir ins Bad auf einen Hocker. Dort konnte ich mich selbst waschen. Wenn es nicht geht, helfen sie dir. Wie weit Du Dich rasieren muss sagen Dir die Schwestern.

Bei meiner 2. OP hatte ich die Zusatzversicherung und lag in einem Zweibettzimmer, indem man wesentlich mehr Ruhe hat, aber es auch weniger Abwechlungsreich ist. Mein Vorgespräch hatte ich bei Dr. Müller. Dieser kam auch gleich nach der OP zu mir in den Aufwachraum und erklärte mir was bei der OP rausgekommen ist. Die normalen Visiten macht der Diensthabende Arzt. Dann hatte ich noch die Chefarztvisite mit Prof. Beckmann. Das Abschlussgespräch hatte ich dann auch bei Prof. Beckmann, wegen der Zusatzversicherung.

Ja, ich hatte sehr starke Endometrioseschmerzen und war wahrscheinlich auch deshalb schnell zu einer OP bereit. Es ist schlimm, wenn Dir keine Schmerzmittel mehr richtig helfen und Du nächtelang nicht schlafen kannst. Mit der Blase hatte ich nie Probleme. Wie weit die Resektion vom Schließmuskel entfernt war kann ich Dir nicht sagen. Ich kannte Dr. Renner damals noch nicht und habe ihn erst in der Klinik kennen gelernt. Ja, meine Darmresektion von ca. 20 - 25 cm wurde per Bauchspiegelung durchgeführt. Nur ein Schnitt war etwas länger. Ca. 5 cm. Vielleicht kann Dr. Keckstein auch das noch verhindern ?

Mein OP-Termin hat beim 1. Mal so "lange" gedauert, da ich aus beruflichen Gründen den Quartalswechsel abwarten wollte. Das 2. Mal hätte ich nach 4-5 Wochen schon einen OP-Termin bekommen. Den habe ich aber auch etwas nach hinten geschoben. Wieviele Darmresektionen und Stomas in dieser Klinik vorkommen weiß ich auch nicht. Mir wurde nur gesagt, dass ein Stoma bei dieser OP sehr selten vorkommt. Auch ein erneuter Befall des Darms ist sehr gering.

 Ja, Krankenhausklamotten: Solange Du den direkten Zugang zum Herzen hast, ist das OP-Hemd wesentlich praktischer als ein Nachthemd. Eine Hose zwickt schon etwas. Wenn dann nur eine ganz weite. Ein Bademantel ist sehr praktisch, da er die Hinterseite des OP-Hemds verdeckt. Wink

Das mit meinem häufigen Stuhlgang ist unterschiedlich. Es kommt auf meine Endo-Schmerzen an. Ich arbeite 4 Tage die Woche in einer Computerfirma, habe aber auch Aussendiensttermine. Wenn ich mal keine Zeit dazu habe auf die Toilette zu gehen, ist das auch kein Problem. Ich kann es verschieben. Deshalb kann ich auch auf Konzerte, bzw. lange Flugreisen machen. Es ist bei mir wirklich nicht so, dass ich mein Leben nach meinem Stuhlgang ausrichten muss. Ehrlich ! Auf meine 4 Tage Arbeitswoche habe ich reduziert, da es wegen der Endometriose für mich leichter ist, Arzttermine usw. wahrzunehmen.

Zoladex bekam ich vom Hausarzt. Bei meinem Ehemann habe ich wirklich Glück. Er ist sehr verständnisvoll und kennt mich sehr gut.

Ich habe zwischen dem Sprechstundenbesuch und der 1. OP gearbeitet. Nach der Darmresektin wollte ich nur nach Hause und dann so schnell wie es geht wieder arbeiten. Ich weiß jetzt auch, dass das dumm war, aber was macht man nicht alles. Bei der 2. Op war ich ca 2-3 Wochen Zuhause und dann auf Reha. Das war genau richtig. Zu lange würde ich nicht warten. Ich bin selbst mit dem Auto nach Bad Schmiedeberg gefahren. Eine Unterstützung Zuhause habe ich nicht gebraucht. 

Die Notwendigkeit der 2. OP habe ich anhand meiner Schmerzen gemerkt. Es war einfach nicht mehr auszuhalten. Ich bin auch nicht für gleich wieder operieren und zögere es soweit hinaus wie es geht. Aber vor einem Darmverschluss hat man dann ja auch Angst. Vorallem in welches KH kommt man im Notfall. Bestimmt nicht in eine Endo-Klinik.  Kontrollieren lasse ich mich von meinem Gynäkologen. Der kennt sich ganz gut aus mit Endometriose. Als Behandlung habe ich nach der OP nochmal Zoladex bekommen, danach die Pille in LZZ. Bei mir wurde in der 2. OP nicht alles der Endometriose rausgeschnitten, da ich noch Kinderwunsch habe und die Eierstöcke befallen sind. Sie haben es nicht entfernt, damit sie die Eierstöcke nicht verletzen. War auch mein Wunsch.

Mein Leben hat sich nicht so stark verändert. Ich gehe etwas weniger weg, aber nicht wg. der Darmop, sondern wg. der Endometriose und bin schneller K.O. und Müde.

Endoschmerzen habe ich seit 2000. Dass es Endometriose sein könnte habe ich durch eine frühere Klassenkameradin rausbekommen, die die gleiche Krankheit hat. Dann habe ich es aber noch einige Zeit vor mir hingeschoben. Meine allererste OP war dann wg. einem Myom 2004. Dabei kam dann raus, dass es wirklich Endometriose ist.

Erlangen ist Zertifiziert für Endometriose Stufe III. Die Nähe ist natürlich auch nicht schlecht. Ich fühle mich dort aber gut aufgehoben. Ansonsten hätte ich mir vielleicht Villach angesehen.

Den Mut zur Op hatte ich wg. meiner starken Schmerzen. Wenn Du nur noch starke Schmerzmittel nimmst und Du wirklich nicht mehr am normalen Leben teilnehmen kannst, lässt Du Dich wirklich gerne operieren.

Wie alt bist Du ? Welche Blasen- bzw. Darmbeschwerden hast Du ? Warum hast Du einen Krankenhauskoller ?

Ich hoffe alle Deine Fragen beantwortet zu haben und dass es Dir weiterhilft.

Lg Conny



Hallo Conny,   ist echt
lisa10

Hallo Conny,

 

ist echt lieb von Dir, daß Du so bereitwillig erzählst. Das Problem ist, daß es mir nach der Enddarm-Op wohl schlechter als jetzt gehen wird. Dauerhaft. Und der Gedanke, daß sich dann wieder eine Darmendo entwickelt und immer mehr geschnitten wird, bis das Stoma kommt. Kein gutes Gefühl. Wenn es so wäre, daß man es einmal macht und dann ist gut. Aber so.. Andererseits werden die beschwerden mehr. Ich habe eignetlich nicht wirklich großartige regelschmerzen, aber sonst Schleim im Stuhl, Druck auf Blase usw. Druck im Enddarm. Na ja.Also ein freies unbeschwertes leben führe ich nicht mehr. Aber nach der OP schon gar nicht mehr. Ich habe rießen Angst vor Klinik und OP und Schmerzen. 

Denke es ist tief im Enddarm und habe sogar Angst vor einer Rektumamputation. Bin trotz allem irgendwie noch nicht für eine OP bereit.

Wurde denn vor der OP ein MRT, oder eine Enddarmsono gemacht ? Wo in Regensburg hast Du Deine Darmspiegelung gemacht ? In einer Klinik Nur Dickdarm oder auch Enddarm ? 

Warum hast Du Dir keine Überweisung von Deinem FA geholt damals ? 

Wie lange hast Du Zoladex bekommen ? Immer 3-monats-spritzen ? Warum eigentlich ? es wird ja gesagt, daß man dann Herde in der Op schlechter sehn kann, da zurückgedrängt. Wie waren die Nebenwirkungen ?

Hast Du deine Krankheit in der Arbeit erzählt ? Bist Du in leitender Position oder kannst Du schon mal ausfallen ? Welchen Beruf hast Du genau ?

Hast Du einen behindertenausweis ?

 

  Ich habe auch Angst, wenn nach der OP was in die Hose geht und das wird es ja wohl, oder, und da liegen noch zwei andere mit im Zimmer und der Besuch ist da. Peinlich ohne Ende.

 Wie hat es Dein Mann eigentlich mit der Versicherung geschafft, obwohl Du so starke Endo hast ? Bei welcher ist er denn ?

Freut mich, daß er Dich so unterstützt. Ich bin single und muss komplett alleine für mich sorgen.

Wie lang der "kleine" große Schnitt bei Keckstein ist und wie bei Ebert, weiß ich auch nicht. Evtl. kennen sich hier ein paar aus ?

 Bist echt ein Schatz Conny

LG Lisa 



Hallo Lisa, kein Problem.
sun

Hallo Lisa,

kein Problem. Ich kann Deine Angst auch nachvollziehen. Du könntest Dir die Kliniken und die Ärzte mal ansehen und Gespräche führen. Die können bestimmt genauere Auskünfte geben. Vorallem, da Du ja sagst, dass Du jetzt schon kein unbeschwertes Leben mehr führen kannst.

Mir wurde gesagt, dass die Gefahr auf eine erneute Darmendo sehr gering ist. 

Bei mir war die Untersuchung in der Endometriosesprechstunde schon aussagekräftig genug. Es wurde keine MRT oder eine Enddarmsonographie mehr gemacht. Die Darmspiegelung habe ich in einer Praxis machen lassen, die darauf spezialisiert ist. Es wurden Dickdarm und Enddarm gespiegelt. Die Überweisung habe ich mir vom Hausarzt geholt, da mir klar war, dass ich da nicht drum rumkomme.

Zoladex habe ich 6 Monate vor der OP und 6 Monate danach bekommen. Am Anfang als Monatsspritze, danach als 3-Monats-Spritze. Die Endometrioseherde schrumpfen etwas ein und lassen sich besser operieren. Die Nebenwirkungen sind nicht so toll.  Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen. Es ging aber. Ich habe mir auch keine Add-back-Medikamente für die Nebenwirkungen verschreiben lassen.

Meine Chefin weiß von meiner Erkrankung. Eine leitende Position habe ich nicht. Ich arbeite in einer Computer-Software-Firma und mache Hotline und Schulungen. Bei längeren Schulungen (manche dauern 4 Stunden und länger)  habe ich nur Probleme, wenn ich an Endoschmerzen leide.

Einen Behindertenausweis habe ich beantragt und habe auf Anhieb 50% ohne zeitliche Beschränkung bekommen. Damit habe ich in der Arbeit einen besseren Kündigungsschutz und eine Woche mehr Urlaub. Das macht es einfacher bei starken Schmerzen wirklich Zuhause zu bleiben.

Bei mir ging nach der OP nichts in die Hose. Ich hatte erst nach 3 Tagen nach der OP wieder etwas Stuhlgang. Ausserdem, wenn Besuch da ist und es geht wirklich etwas daneben, klingle der Schwester, die wirft den Besuch raus und kümmert sich um Dich. Das muss Dir nicht peinlich sein. Da gibt es ganz andere Sachen.

Mein Mann bekommt diese Zusatzversicherung von der Arbeit bezahlt. Da sind Ehepartner automatisch mit drin, ohne Angabe von Krankheiten. Da hatte ich Glück.

Wurdest Du schon richtig Untersucht ? Wurde bei Dir ein MRT oder ähliches durchgeführt ? 

Ich hoffe Du hast viel Unterstützung von Deiner Familie. Mach Dir nicht zu viele Sorgen. 

Lg Conny

 

 



Darmresektion in 2009
blauauge74

Hallo Lisa

 ich hatte letztes Jahr in Erlangen meine erste Endo-OP. Ich hatte so wie Du Blut im Stuhl und schreckliche Darmkrämpfe. Bei mir war es dann fast durch den starken Endo-Befall zum Darmverschluss gekommen. Daher würde ich Dir raten nicht mehr lange mit der OP zu warten. Ich hatte das Glück das Prof. Kessler die Darmresektion vorgenommen hat und Dr. Renner die gynäkologische OP. Es mußten 30 cm entfernt werden welches durch Laparoskopie geschehen ist. D.h. vier winzige Schnittchen im Bauch; einer im Bauchnabel und eine kleiner Schnitt im Schambereich. Wirklich pille-palle! Einen künstlichen Ausgang habe ich nicht bekommen, allerdings wird er vor der OP am Bauch angezeichnet, falls es notwendig werden sollte bei der OP. Das genaue Ausmaß kann leider erst bei der op festgestellt werden. Das Team in Erlangen war super. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt. 10 Tage hat mein Krankenhaus Aufenthalt gedauert. Danach war ich für 4 Wochen zur Reha in Bad Schmiedeberg. Das war goldwert. Mir geht es mittlerweile wieder sehr gut. Ich bin allerdings 3 Monate arbeitstechnisch ausgefallen. In der ersten Zeit habe ich mich nicht weit von der Toilette entfernen getraut und mußte am Tag ca. 14x. Das ist keine schöne zeit. Aber die Schmerzen und das viele Blut waren die schlimmere zeit. Wenn du weitere Fragen hast kannst Du Dich gerne an mich wenden! ich rate Dir nur nicht mehr lange zu warten.



Hallo Blauauge, die
lisa10

Hallo Blauauge,

die allererste Endo-OP und dann gleich so ein Hammer ? Bist Du vorher in die Sprechstunde und dann wurde das bei der Tastuntersuchung festgestellt ? Wie lange hast Du dann auf einen OP-Termin gewartet ? Hattest Du gleich vertrauen in das KH und hast dann direkt in der Sprechstunde einen termin ausgemacht ? ?Wann hast Du Renner kennengelernt ? Vor der OP ? Hast Du auf ihn als Operateur bestanden ? Bist Du Kassenpatient ohne Zusatz ? Auf welcher Station warst Du ? Welcher Darmteil wurde entfernt ? Auch Enddarm und wie tief ? Wurde geklammert ? Wie liefen die Voruntersuchungen ab ? Wie viel Tage vorher warst Du da ? Und wie lange hattest Du vorher  Blut im Stuhl ? Immer nur zyklisch oder auch sonst ? Und auch Schleim ? Richtig massiv oder nicht ? Und hattest Du Schmerzen im Enddarmbereich vorher ?

Wie ist es denn, wenn man in Reha ist bei Anwendungen und man muss ständig ? Kann man diese dann überhaupt machen  ? Wie war es in Schmiedberg ? Hattest Du Einzelzimmer ? Und wie warst Du in der Klink in ERL untergebracht ?ZweibettDreibett ?

Erzähl doch mal vom Ablauf in der Klinik. Hattest Du starke Schmerzen nach der OP? War die OP sehr schlimm ?

 Ich habe eigentlich keine gr0ße Schmerztsyptomatik, deshalb ist es bei mir wohl nach der OP schlechter als jetzt, was das anbetrifft. Hattet Du immer starke Schmerzen vorher  ? Hast Du vorher andere Ursachen abgeklärt ? Also Darmspiegelung gemacht, etc.

 Wie lange hat es gedauert, bis sich der Darm wieder eingespielt hat ? Bzw. wie oft musst Du heute auf Toilette ? Wie eingeschränkt ist dadurch Deine Leben ?  Musst Du Vorlagen benutzen ?Was kannst Du nicht mehr essen ?

 

Gruß Lisa



Hallo lisa Welche
chanelle71

Hallo lisa

Welche Symptomatik hast Du denn? Risiko auf Darmverschluss oder warum will man operieren?

--

Liebe Grüsse, Chanelle



Hallo chanelle,   also
lisa10

Hallo chanelle,

 

also Symptomatik ist Durchfall, Blut und Schleim im Stuhl und manchmal Ziehen/Schmerz beim Sitzen am enddarm.



Liebe Lisa
blauauge74

wow-das sind viele Fragen auf einmal. Aber ich werde versuchen sie alle zu beantworten. Als ich in deiner Situation war habe ich leider nicht von diesem Forum gewußt und stand alleine da mit meinen Fragen. Dieser Austausch ist goldwert und mache ich echt gerne!

Meine Beschwerden waren damals Blut im Stuhl während der Periode. Teilweise hatte ich stärkere Blutungen aus dem Po als aus der Scheide. Ich hatte schreckliche Darmkrämpfe und Durchfall. Konnte 2-3 Tage vor meiner Periode schon nichts mehr essen weil ich vor Schmerzen alles erbrochen habe. Hatte teilweise Ohnmachtsanfälle vor Schmerzen. Meine FA hat mich damals zur Darmspiegelung geschickt. Allerdings konnte hier kein Befund festgestellt werden (Endo ist wohl durch Darmspiegelung auch nicht erkennbar. Hier wurden andere Krankheiten eher mit ausgeschlossen). Bei der Endosprechstunde konnten die Knoten allerdings am Darm ertastet werden. Dort habe ich Dr. Renner kennengelernt und er hat auch zur OP geraten. Im September 2008 ist die Diagnose gestellt worden und im Februar 2009 war die OP. Das Problem war einen gemeinsamen OP Termin mit Prof. Kessler zu bekommen. Ich habe keine Zusatzversicherung und hatte trotzdem ein schönes 2-Bett Zimmer auf der Station A (operative Station).  

Mir wurde auch etwas vom Enddarm entfernt. Allerdings hatte ich Glück dass es nicht so nah am Ausgang war denn sonst hätte ich für 3 Monate einen künstlichen Ausgang bekommen.  Richtig, dass ganze wurde geklammert.

Die OP selber hatte 7 Stunden gedauert. ERstmal die üblichen Beschwerden die man nach einer Narkose hat. Das unangenehmste war, dass ich 2 Tage vor der OP nichts mehr essen durfte und auch nach der OP meinen Mund nur anfeuchten durfte. Dann kam Suppe, dann Brei und leichte Kost... Da purzeln die Pfunde  ;-) Ich hatte danach Durchfall und mußte ständig auf Toilette. Manche klagen aber auch über Verstopfung.

In Bad Schmiedeberg war ich 4 Wochen nach der OP. Es ist richtig, dass ich nicht alle Anwendungen mitmachen konnte. Aber ich würde es trotzdem wieder so machen. Du hast dort tolle ärtzliche Betreuung. Zuhause habe ich oft gedacht: ist das ziehen normal? müssen die Schmerzen dort sein? usw. Dort fühlt man sich gut aufgehoben. Hier habe ich tolle Ernährungstipps bekommen. Mir hat die progressive Muskelentspannung total gut getan. Übungen zur Lockerung der Beckenbodenmuskulatur, Bauchtanz,....der Austausch mit den anderen Endo-Mädels. Das Töpfern - hier konnte ich abschalten und konnte ALLES mal vergessen. Das schönste war wirkich dass die Endo-Truppe GEMEINSAM die Reha startet. Es ist ein guter Austausch möglich. Viel Quatsche, trösten und gegenseitig Mut machen  ;-)

Im Juli 2009 - September 2009 habe ich die GnRh Analoga zu mir genommen. Mir ging es suuuuper während der Therapie. Hatte total Angst vor den Nebenwirkungen hatte aber gar keine verspürt. Im Gegenteil...  Wollte danach eine spontan schwangerschaft anstreben. Dieses Glück bleibt mir leider verwehrt. Habe nächste Woche Termin in der IVF Praxis.

Mein Darm hat sich auf jeden Fall mittlerweile wieder eingespielt. Würde sagen dass es schon so'n Jahr dauern KANN. Eigentlich ist jetzt alles wieder ziemlich normal. ABER ich muss auf jeden Fall öfter auf Toilette als vorher. Oft gleich nach dem Essen und hin und wieder auch nachts...echt lästig!

ABER damit lebe ich gerne....mit den Schmerzen hätte ich so nicht weiterleben können und auch mein Freund konnte mir nicht mehr länger beim Leiden zusehen. 

Ich hoffe sehr dass ich Dir weiterhelfen konnte!

Alles Gute! Ich drück Dir die Daumen!



Hallo liebe
achso

Hallo liebe Lisa,

tschuldige, dass ich erst jetzt antworte, ich war auf einer Studienreise, wo ich keinen Internetzugang hatte.

Gern beantworte ich dir ALLE Fragen, scheu dich bitte nicht, auch die intimsten Fragen zu stellen. Genau dafür ist das hier einfach super finde ich.

Grübel, wie soll ich sagen...man härtet mit der Zeit ab. Bei längeren Spaziergängen oder ähnlichem in der freien Wildnis, da bin ich dann auch schon einige Male in die Büsche gegangen, wenn es zu sehr gedrückt hat. Arztpraxen haben immer tolle Toiletten und längere Autofahrten habe ich damals tatsächlich nicht gemacht. Jetzt schon. Und wo du die Arzttermine erwähnst, die haben mich unheimlich genervt, weil ich hier so auf dem Land lebe und ich das Gefühl hatte, ständig unterwegs zu sein. Immer noch.

Ich habe weder damals noch heute irgendwelche Einlagen nutzen müssen. Anfangs mußte ich auch nachts öfter auf die Toilette, was sehr anstrengend war. Das passiert heute äußerst selten. Morgens gehe ich wohl so 3-5x, dann ist es meist für den Tag erledigt. Mein Darm und ich haben uns geeinigt. Es ist mal mehr und mal weniger. Damals wäre ich nicht weggefahren oder hätte solche Sachen gemacht.

Ich lebe schon zurückgezogen, es liegt aber auch daran, dass ich noch ein Haus mit Garten und Hunden habe. Da ich tagsüber immer ca 10 Stunden außer Haus bin, bin ich total geschafft und froh, wenn ich meine Ruhe habe.Und ich verbringe derzeit viel Wochenende mit meiner Mutter, weil mein Vater noch nicht so lange tot ist, und sie nicht so klar kommt. Aber ich gehe trotzdem aus. Kino, Essen, Schwimmen etc.

Es ist sicher auch heut manchmal nicht einfach. Bestes Beispiel unsere Studienreise: unsere Dozentin fand es gibt nichts besseres, als abends noch dolle Essen zu gehen. Ich war erstens total kaputt und zweitens wollte ich von den Sachen nichts essen. So habe ich mich ausgeklinkt, was der Frau mal gar nicht gepasst hatte, obwohl ich ihr das schon vorher so dreimal erklärt habe. Sie ist allerdings auch sehr eigen. Der andere Dozent, der dabei war, fragte mich dann zum Ende der Fahrt einmal, ich erklärte es ihm und so war es damit erledigt. Er sagte nur, schön, dass er es nun auch weiß. Da hab ich mich gefragt, warum die Lehrerin es ihm nicht mal erklärt hat, wo sie es doch nun schon wissen müßte. Es ist also nicht immer einfach. Sicherlich ist man so auch nicht in der Gruppe integriert. Aber das war es mir wert.

Heute esse ich schon, wozu ich Lust habe, manchmal auch das Falsche. Man lernt mit der Zeit, was man lassen sollte und was nicht. Mein Darm ist ein Gewohnheitstier und manchmal bringt ihn eine andere Zubereitung vom Essen schon durcheinander. Es tut dann auch mal noch weh. Aber es ist kein Vergleich zu den Endo-Schmerzen, daher bin ich schon froh, dass es so ist, wie es ist.

Ich bin auch nicht privat versichert. Aber egal, wo ich war. Das Personal war supernett, die Ärzte auch. Die haben jedes Mal drüber nachgedacht, wer bei mir mit im Zimmer ist und das fand ich schon sehr viel wert. Und ich hatte auch immer die Ärzte, die auch die Privaten behandelt hätten. Der Vorteil, wenn man so beschädigt ist.

Das Klammern ist an der Stelle der Resektion schon gebräuchlich. In der Reha haben die mir das auch erklärt, aber ich habe das nicht mehr so ganz auf dem Schirm.

Die Mädels, die ich noch so kennengelernt hatte, die hatten öfter weniger Probs als vor den Operationen. Aber ich denke, es ist schon von Frau zu Frau unterschiedlich und man kann das nicht unbedingt vorher wissen.

Berentet bin ich nicht. Ich habe vorher in einem schweren Männerberuf gearbeitet und auch noch Probs mit dem Rücken. Da ich eine leitende Funktion inne hatte, war mein Leben super stressig, was mir nicht gut tat. So habe ich eine Umschulung bei der Rentenversicherung beantragt und es wurde bewilligt. Aber ich habe für mich beschlossen, noch so eine Hammer-OP und dann will ich nicht mehr arbeiten....irgendwann ist die Lust auf Kampf raus. Wer weiß, vielleicht geht es mir damit dann wesentlich besser. Aber das sind noch ungelegte Eier.

Hoffe, konnte alles beantworten und wenn du noch Fragen hast, egal, wie intim, dann hau sie raus...ich verspreche, mich erschüttert nix, grins.

ganz liebe grüße

Hägar



Hallo hägar,   schön von
lisa10

Hallo hägar,

 

schön von Dir zu hören. Ich hoffe Deine Studienreise war dann doch gut ? Wie lange warst Du und wo und wie ? Mit dem Bus unterwegs oder wie lief das ab ? Erzähl doch ein bißchen, wie das so lief auf so einer reise mit dem Darm und den evtl. fehlenden toiletten usw. Hört sich so an, als ob Deine Reisegruppe nicht so der Reißer war ? Lauter ältere Spießer ?

Fragen habe ich noch tausende. Z. B. kann man mit der Klammer ein MRT machen lassen und sonstige Untersuchungen oder ist das dann vorbei. Wobei es ist wohl auch die Frage, ob der Darm 1 Stunde im MRT Ruhe gibt, oder ?

Du musst 3-5 x morgens ? In welchen zeitlichem Abstand ? Wie händelst Du das ? Geht das dann noch zu Hause oder dann schon unterwegs ? Hast Du immer Utensilien dabei ? Als es noch schlimmer war: hat man da nicht einen wunden Popo ? Wie war es im Kh ? Ging da was daneben ? Wie ist es dann mit den Zimmernachbarn ?

Wie war es für Dich auf Reha gleich nach der Op ? Konntest ja nicht viel machen, wenn der Darm immer ruft, oder ?

Hast Du immer Druck oder ein Fremdkörpergefühl und versuchst es zu ignorieren oder ist es nicht so ?

Auf was schulst Du eigentlich um ? 

Das deine Blase nichts abbekommen hat ist ja eigentlich ein Wunder. Mit welcher Technik wurdest Du denn operiert und von wem ?

Und ich glaube die Frage nach den Vorlagen hast Du mir auch noch nicht beantwortet, falls Du überhaupt möchtest ? Wie ist es mit der Inkontinenz nach der Op und jetzt ?

Wie hast Du das psychisch geschafft ? Und wie schaffst Du das ? Bekommt man Antidepressiva ?

Wie lange warst Du damals im KH ? Wann konntest Du aufstehen ? Wann selbst laufen  ? Wie waren die Schmerzen ?

Und welchen Spezi hast Du Dir für Deine nächste OP ausgekuckt ? Ich weiß ja nicht, ob ER gut ist ? Und nach Berlin und Co. ist so eine Sache, wann man da Termin bekommt und dann ist es weit von mir hier. Ist arbeitstechnisch grad schwierig. Irgendwie alles schwierig.

Wie hat man die erneute Endo  festgestellt ? MRT, usw. ? Wie lässt Du Dich allgemein kontrollieren ? Beim normalen FA oder bei einem Endo-Zentrum ?

Würdest Du erst mal ne diagnostische BS an meiner Stelle machen lassen ? Um das Ausmaß zu wissen ? Ich habe ja noch keine Diagnose. Und ich habe ja noch Blasenprobleme dazu...

Blöde Frage noch: Könntest Du Sushi essen oder bist Du da bleich auf Toilette ? Also wenn Du das Wasabi weglässt ?

 

Also es kommen bestimmt noch tausend Fragen...

 

Bin Dir so dankbar !

LG Lisa

 



Hei Lisa, ich versuch dann
achso

Hei Lisa,

ich versuch dann mal, die ersten hundert Fragen zu beantworten, grins.

Die Studienreise: Wir waren zehn Tage in Düsseldorf und Umgebung, Anreise mit der Bahn. Mein Essen habe ich mir teilweise selber mitgenommen, um Problemen auszuweichen. Das hat ganz gut geklappt. Wie das dann so ist, wenn ich nicht zu Hause bin, hatte ich da eher Verstopfung und habe mich mit Movicol eher zurückgehalten. So ging das einigermaßen. Ja, die Dozentin ist eher spießig, da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Mit der Toilette hat das einigermaßen gut geklappt. Man härtet ab und geht in der Bahn auf Bahnhöfen und überall drauf.

Die Klammer im Darm ist aus Titan und ich kann bedenkenlos ein MRT machen. Die neue Endo haben die aber da nicht festgestellt. Es war ohnehin ein Akt. Die Leute hier in der Gegend sind einfach nicht spezialisiert drauf und das ist ein Problem. Aber man konnte beim Vaginalultraschall und auch beim Abtasten die neuen Herde sehen und spüren. Der Herd zwischen Scheidenwand und Darm war da schon sechs Zentimeter groß.

Morgens, wenn einer dieser Tage ist, wo ich wirklich oft muss, dann ist das so im Abstand von fünf Minuten. Ich habe mich darauf eingestellt und stehe früher auf. Unterwegs bin ich ca eine Stunde mit dem Auto und dann habe ich wieder eine Toilette. Mein Darm ist so nett und läßt mich in der Zeit in Ruhe. Auch eine Erziehungsfrage, was ich aber erst lernen mußte. Ja, der Po ist dann schon mal wund. Damals am Anfang ganz extrem.

Im Krankenhaus war ich ca drei Wochen. Im Gegensatz zu vielen hier wurde ich lange künstlich ernährt und bin erst nach drei-vier Tagen aufgestanden. Ich bekam einen Bauchschnitt, an besondere Techniken kann ich mich nicht erinnern. Schmerzen hatte ich ziemlich dolle. Mußte aber erst lernen, dass es wichtig ist, dann auch Schmerzmittel zu nehmen, weil man dann entspannter ist und die Heilung besser funktioniert. Als Weichmacher bekam ich Laktulose und das war echt unangenehm, weil ich schlimm riechende Luft produziert hatte. Das Wetter war aber gut und so hatten wir viel die Balkontür auf. Ja, da hat meine Zimmernachbarin mir leid getan. Aber die hatte in so jungen Jahren Krebs und sicher andere Gedanken. Aber da hatte ich so gut wie kein Stuhlgang, dauerte echt lange, bis der Darm in Wallung kam.

Vorlagen, Einlagen, etc habe ich nie gebraucht. Meine Blase war immer artig, was ich echt toll finde. Inkontinenz habe ich nicht. Und auch damals nicht. Häufig habe ich das Gefühl, da drückt was, aber auch das will manchmal ignoriert sein.

Bei der Reha war es schon hart, aber auch gut, weil man dann so abgelenkt ist. Und überall Toiletten. Irgendwie geht das immer.

Damals hat meine Psyche schon arg gelitten, in der Reha hatten die mir eine Therapie empfohlen. Ich habe es aber nicht gemacht. Die Zeit war wohl nicht reif und ich erst in einer Verdrängungsphase, was normal sein soll. Die Therapie mache ich jetzt, was mir sehr gut tut. Denke, das muß auch jede für sich entscheiden.

Im Moment mache ich es so, dass ich einen normalen Gyn habe, der mir Rezepte gibt, wenn ich größer Probs habe, gehe ich in das Krankenhaus, wo ich meine letzte OP hatte, der untersucht mich dann auch. Allerdings bin ich am überlegen, ob ich mir bei ihm die anstehende Darmop machen lassen würde. Er ist zwar toll, aber mehr Gyn und Blase. Es schreckt mich auch ab, so eine lange Fahrt zu einem der ganz tollen Spezies auf mich zu nehmen. Egal wohin, ich hätte mindestens 250 km vor mir. Hin geht ja, aber zurück? Meine Familie ist da eher unflexibel, um mich spontan zu fahren...da bin ich noch überfordert, fange aber langsam an, drüber nachzudenken, wann und wie...

Ich weiß nicht, ob ich nur eine Bauchspiegelung machen wollen würde. Dann hast du zwei Narkosen. Hast du mit den Ärzten darüber schon gesprochen?

Ich würde auch Sushi essen, allerdings in kleinen Mengen. Erst mal testen...

Ich mache eine Umschulung/Weiterbildung als Gestalterin im Handwerk. Es macht sehr viel Spass und lenkt auch toll ab. Aber auch völlig stressig.

Wenn ich noch Fragen übersehen habe, dann leg los

lg

Hägar



@ blauauge Jetzt hab ich
lisa10

@ blauauge

Jetzt hab ich noch ein paar Fragen zu Erlangen. Hattest Du den Termin in der  Endo-Sprechstunde direkt bei Renner ? Wie hast Du das gemacht ? Normal machen das Assistenzärzte.

Du hast von Diagnose im September 2008 gesprochen. Meintest Du da die Untzersuchung oder hast Du vor der Darm-OP noch eine diagnostische OP in Erlangen oder wo andrs gehabt. Sprich: ist die Endo vorher schon mal per BS diagnostisch gesichert worden ?

Wie wurde der Darm abgetastet ? Nur rektal oder wurde besonders über den Bauch abgetastet ? 

 Wurden besondere Voruntersuchungen wie MRT oder Enddarmsono gemacht ? Habe das Gefühl, daß dies woandrs gemacht wird nur in ER nicht ?

Gruß Lisa



Ein MRT bringt bei Endo
Tess

Ein MRT bringt bei Endo eigentlich rein gar nix. In seltenen Fällen lässt sich da vielleicht mal eine Adenomyose nachweisen oder so, aber das wars dann auch schon.

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Liebe Grüße, Tess



Hallo Tess, ja Mrt ist wohl
lisa10

Hallo Tess,

ja Mrt ist wohl so ne sache. Ich habe hier halt gelesen, daß bei Darm-Ops in vielen Zentren (Berlin, Villach, Gießen..) vor der Op noch ein MRT gemacht wird wegen Abschätzung des Außmaßes. Die beiden, die von ER geschrieben haben, haben das nicht erwähnt. Frage mich halt, warum das da nicht gemacht wird. Kosten, oder anderer Behandlungsansatz ? Wobei man das Außmaß eh erst in der OP sehen kann, ich weiß. Eine Bekannte hat im MRT schon eine Darstellung von Knoten. Also ich denke es bringt schon was.

Na ja. 

 Habe in einem Beitrag von Dir gelesen, da? Du einen Knoten am Darm hattest ? Wie ist der vorab erkannt worden ?

Bei mir stellt sich die Frage, ob ich erst mal eine diagnostische BS machen lasse, um das Außmaß abzuschätzen und da ja offiziell  noch keine Diagnose habe.

Danke Dir übrigends für deine Arbeit hier im Forum ! Bist da echt ein Aktivposten.

 

Gruß Lisa

 



Die machen einfach kein MRT
Tess

Die machen einfach kein MRT weil es nix bringt. Also das wurde am Endo Tag am letzten Sa auch nochmal ganz deutlich so gesagt. Ich glaub sogar von Dr. Sillem aus Emmendingen. Also ist der da wohl der gleichen Ansicht. 

Ich hatte Endo im Douglasraum die von außen auf den Darm gedrückt hat. Das wurde beim tasten schon erkannt, man wusste aber auch nicht sicher ob es nicht schon im Darm rein gewachsen ist. Dann wurde erst eine Darmspiegelung gemacht vor der BS und die BS wurde so geplant das auch ein Darmchirurg dazu gekommen wäre, wenn der Darm betroffen gewesen wäre. Aber das war ja dann nicht der fall zum Glück. 

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Liebe Grüße, Tess



Hallo lisa Ich fragte mich
chanelle71

Hallo lisa

Ich fragte mich auch schon, ob ich vielleicht Blut am Stuhl hätte, finde das aber schwierig zu sehen.. könnte auch aus der Scheide stammen. Deine anderen Symtpome habe ich nicht wirklich, scheint bei Dir ja schon recht eindeutig zu sein.

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Liebe Grüsse, Chanelle



Hallo,   im Buch von Dr
lisa10

Hallo,

 

im Buch von Dr Ebert wird halt als weiterführende Diagnostik bei Verdacht auf Darmbefall ein MRT empfohlen. Wie ich hier schon gelesen habe, macht er es und z.B Keckstein und andere vor der OP, um das Ausmaß abzuschätzen. In ER wird das nicht gemacht. Deshalb frage ich mich, warum die es dort nicht machen. Ich meine nicht grundsätzlich ein MRT zu alllgemeinen Diagnose.

@chanelle: ich dachte, daß du auch einen Darmbfall hast und dein Dram raus muss und dies bei einer MRT raus kam ?

Gruß Lisa



Ich denke jetzt mal, das mit
chanelle71

Ich denke jetzt mal, das mit dem MRT ist schon auch eine Kostenfrage und dann eine Frage, ob man es ausreichend auswerten kann. Grundsätzlich bringt es wohl zu wenig zur Diagnostik im Vergleich zu den Kosten, um es regelmässig anzuwenden, so stand es in einem Buch mit Empfehlungen für Gynäkologen, in dem ich einmal etwas gelesen hatte.

Bei mir wurde die Involvierung des Darms im Ultraschall gesehen. Im MRT sah man Adenomyose und Zysten an den ES, was man jedoch auch aus dem US-Bild hätte entnehmen können, denke ich mal. Beim MRT wurde bei mir aber auch keine Suchfrequenz für den Darm eingegeben, es ging damals um die Lokalisation eines Myoms zwecks Myomembolisation.

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Liebe Grüsse, Chanelle



Darmteilresektion in Erlangen
Maddl

Hallo Lisa!

Ich hatte 2008 in Erlangen eine achtstündige OP - u. a. mit Entfernung des linken Eierstocks (da dieser nicht mehr zu retten war) und einer Darmteilresektion (ca. 10-15 cm vom Enddarm mussten entfernt werden). Operiert haben mich Hr. Dr. Renner, Hr. Dr. Lermann und Prof. Kessler (minimal-invasis, also ohne Bauchschnitt).
Nach der OP ging es mir ziemlich schlecht, aber was will man nach so einer langen OP auch erwarten!? Ich hatte danach ca. 1 Monat einen Blasenkatheter, da meine Blase nicht mehr selbständig arbeiten wollte. Stoma blieb mir zum Glück erspart.
Mit den Ärzten und dem Pflegepersonal war ich jedenfalls sehr zufrieden und würde auch jederzeit wieder nach Erlangen gehen. Ich war 10 Tage stationär dort (3-Bett-Zimmer).
Nach der OP durfte ich ziemlich schnell wieder alles essen (mein erstes Schonkostessen war ein Sauerbraten, lecker!). Am Anfang konnte ich gar nicht aufs Klo und dann musste es immer ziemlich schnell gehen. Bis heute hat sich wieder alles ganz gut eingespielt. Manches vertrage ich nicht so (bekomme dann Blähungen) und an manchen Tagen muss ich auch sehr oft auf´s Klo. Aber so wie es mir jetzt geht, bin ich ganz zufrieden.

Ich wünsch Dir alles Gute!
VG, Maddl



Hallo Maddl,   kannst Du
lisa10

Hallo Maddl,

 

kannst Du mir noch etwas mehr verraten ? Warst Du in der Poliklinik oder Frauenklink ? Welche Station ? Denke du bist normal versichert ohne Zusatz ? Welche Beschwerden hattest Du vor der OP ? Warst Du schon voroperiert ? Bei wem warst Du vorab in der Sprechstunde ? Was bedeutet, Dir ging es schlecht nach der OP ? Wie geht es Deiner Blase und Deinem Darm heute ? Wie viele Tage im Monat musst Du sehr oft auf toilette ? Wie sehr hat sich dein Leben deahalb geändert ? Kannst Du voll arbeiten und normal weggehen ? Konntest Du danach in Reha ? Thema Inkontinenz ? Wie war die nachsorge in Erlangen ? Was hast Du danach für Medikamnete bekommen ?Wie alt bist Du ?Und wie bist Du nach erlangen gekommen ? Wird dort gelasert oder geschnitten oder verdampft ? Hattest Du auch das Intercoat-Gel bekommen ?

Und wie sieht es bei Dir mit Rezidiven aus ?

das ganze ist irgendwie die Wahl zwischen Pest und Cholera

Hab erst einen Artikel von 2000 von Prof Schweppe gelesen, daß er Darmendo belassen hat und damals 7 Jahre eine Frau mit GnRH behandelt hat. Nun ja.

 Würdest Du es dort nochmal machen lassen bzw. es überhaupt nochmal machen lassen ?

Danke schonmal für Deine Antwort !

 

Gruß Lisa

 

 

 

 



Hallo Lisa, klar, kann Dir
Maddl

Hallo Lisa,

klar, kann Dir alles verraten. ;-) Ich bin 29 Jahre alt.
Ich war in der Frauenklinik auf Station A. Genau, bin gesetzlich versichert (Barmer). Mich hat aber das 3-Bettzimmer in keinster Weise gestört.
Die achtstündige OP war meine erste Endo-OP. Ich hab 2007 die Pille abgesetzt, da mein Mann und ich ein Kind wollten/wollen. Nachdem ich die Pille abgesetzt hatte, wurden meine monatlichen Periodenschmerzen immer mehr zur Hölle. Im Dez. 2007 kam dann noch Blut im Stuhl dazu und wahnsinnige Darmkrämpfe. Da mir mein Frauenarzt nicht helfen konnte/wollte, habe ich selber im Internet recherchiert und hab einen Termin in Erlangen bei der Endosprechstunde ausgemacht. Den Termin hatte ich dann im Mai 2008. In der Sprechstunde war Dr. Lermann, der mir gesagt hat, dass ich operiert werden müsste. Vor Erlangen hatte ich noch eine Darmspiegelung machen lassen und die Bilder davon hatte ich auch in der Sprechstunde dabei. Auf den Bildern hat man gesehen, dass die Endo bereits in den Darm gewachsen war. Daher wurde Prof. Kessler für den OP-Termin gleich mit eingeplant. Die OP war dann Mitte Juli.
Nach der OP war ich erledigt. Ich lag nur im Bett, war abwesend bzw. hab geschlafen (Dr. Renner war anscheinend nach der OP bei mir, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern). Nach zwei Tagen ging es mir aber wieder besser.
Da meine Blase nicht funktioniert hat, musste ich den Blasenkatheter (der durch die Bauchdecke gelegt war) ca. 4 Wochen behalten. Erst auf der AHB in Bad Schmiedeberg konnte mir der Katheter gezogen werden - war ich erleichtert! Mittlerweile habe ich keine Beschwerden mehr was die Blase angeht.
Mein Darm verträgt nicht alles, aber das hat er vorher schon nicht. Ich kann nicht alles essen, da ich sonst ziemliche Blähungen bekomme (z. B. Äpfel, Kaffee, Vollkornzeugs...), aber zum Glück gibt es ja noch andere Lebensmittel. ;-) Ich muss mehrmals täglich aufs Klo (so 2-3 Mal), was mich aber auch nicht weiter beeinträchtigt. Manchmal ist es dann mehr als 2-3 Mal und das nervt dann schon etwas.
Sagen wir mal so, ich lasse nicht zu, dass die Endo mein Leben bestimmt. Ich gehe ganz normal Vollzeit arbeiten, mache Sport (Yoga, Pilates, Joggen, Radfahren) und gehe am Woende mit meinen Freunden weg. Klar hat sich mein Leben dadurch verändert, aber ich lebe mit meiner Endo, was anderes bleibt mir eh nicht übrig.
Medikamente hab ich nach der OP keine bekommen. Seit der Endosprechstunde nehme ich die Yasmin im LZZ und damit geht es mir gut. Von einem Rezidiv bin ich bis jetzt verschont geblieben. Aber wie es genau im meinem Bauch ausschaut, kann man ja eh nur wieder mit Hilfe einer Bauchspiegelung sehen. Jedenfalls habe ich keine täglichen Schmerzen. Ab und zu merke ich schon was, aber das sind auch nicht unbedingt Schmerzen.
Wenn es mir wieder schlechter gehen würde, würde ich mich in Erlangen noch mal operieren lassen. Denn an die Zeit vor der OP denke ich nicht gerne zurück. Ein Leben mit solchen Schmerzen ist nicht leicht und hat mich damals sehr beeinträchtigt und psychisch auch sehr belastet. Ich konnte den Gedanken einfach nicht ertragen, dass da in meinem Darm was ist, was da nicht hingehört. Wenn Du auch ohne OP "gut" leben kannst, ist das natürlich die bessere Alternative.

Ich hoffe, ich konnte alles beantworten!? LG, Maddl



Hallo Maddl, wie tief war
lisa10

Hallo Maddl,

wie tief war Deine resektion im rektum ? wann konntest Du nach der OP wieder aufstehen ? wie llange warst du auf Intensiv ? Hattest Du einen Rückenmarkschmerzkatheter ? warum wurde der Blasenkatheder durch die Bauchdecke gelegt ? War dir das vorher bekannt ? Ist das nicht unangenehm ? Wie kann man wissen, daß die Blase nicht funktioniert, wenn schon in der OP durch die Bauchdecke gelgt wurde. da kann man nicht so eibfach ziehnb und dann wieder rein ?          Konntest Du viel in der Reha machen oder eher weniger ? Würdest Du die empfehlen Wann bist Du wieder arbeiten gegangen ? Was machst Du beruflich ? 

Musst Du dann sofort, wenn du musst oder kannst du es wie früher verschieben oder plagt es die ganze zeit ?

Du sagst, Dein leben hat sich schon verändert durch die Op. kannst Du es noch genauer beschreiben ? Was geht jetzt nicht mehr ? Konzerte, Party, Reisen ? Kannst Du essen gehen ? Bsp. Könntest Du in die USa fliegen oder auf das Oktoberfest gehen oder so oder hast Du diech sozial zurückgezogen ? Macht das leben noch spass ?

 Mach ich nämlich sehr gern. Schmerzt der Darm ? Musstest Du nach der OP zur Dramkontrolle irgend wohin ?

Welche Schäden hast Du noch davongetragen ? Habe was von deinem Bein gelesen. Ist das üblich ?

Wie lange hat die Rückkehr ins leben gedauert ?

welche schmerzmittel musstest Du vor der OP für deine regelschmerzen nehmen ? Hattest Du auch schmerzen im enddarm ?

Und würdest Du es wieder machen ? Wie strak ist die lebensqualität zu früher eingeschrankt ?

 Wenn du wüsstes, wie dein leben heute aussieht, hättest du es dann so die op gemacht ? War dir das außmaß bewusst ?

Gruß Lisa

 



Hallo,   @lisa10:   Du
Lady-Stardust82

Hallo,

 

@lisa10: 

 Du stellst hier all die Fragen, die mir auch auf der Seele brennen und danke an alle, die so offen und ausführlich antworten...

Ich habe am 30.09.  den Termin bei der Endosprechstunde in Erlangen und mir blüht wohl auch ein größerer Eingriff... Meine letzte BS war im Mai (auf eigenem Wunsch - nach jahrelangem Ärzte-Marathon quer durch Deutschland und keiner wusste, was los ist...), in einem normalen Krankenhaus und dort hat die gesamte OP knappe 10 Minuten gedauert, trotz Endo am Darm, Blase und einer großen Zyste... und am gleichen Tag, am späten Nachmittag hatte ich die Entlassungspapiere in der Hand und ich "durfte"  gehen, was aber nicht klappte... Habs bis zum Aufzug geschafft, und während der Fahrt nach unten wurde es mir sehr komisch und draußen vor dem Fahrstuhl, direkt neben der Notaufnahme, hatte ich dann einen Kreislaufkollaps und mein Mann hat mich aufgefangen... dann ging´s wieder zurück auf Station und ich blieb noch eine Nacht und wurde am nächsten Tag entlassen... Habe aber keinerlei Schmerzmittel erhalten bzw. eine Nachsorge gab´s auch nicht... Seitdem gehts mir schlechter als je zuvor... die letzten 4 Tage und besonders gestern ging ich einmal mehr durch die Schmerzhölle und man bekommt "schlimmste" Gedanken, da man es nicht mehr aushält und in solchen Momenten verliert man die Hoffnung...

Jetzt bin ich schon ganz aufgeregt, wenn ich an Donnerstag und den Termin denke und mir grauts vor der Fahrerei... Sind ca. 250 km insgesamt, die ich zu fahren habe und nach den Untersuchungen gehts mir immer voll dreckig und dann wieder die ganze Strecke zurück, puuuh...

Ich bin so froh, dass es dieses Forum hier gibt und man sich hier so super austauschen kann - selbst der beste Arzt kann sich nicht in uns hinein versetzen und verstehen bzw. nachvollziehen, was wir durchmachen müssen...

 

Gruß

Andrea

 



Hallo Lisa! Wow, all diese
Maddl

Hallo Lisa!

Wow, all diese Fragen hab ich mir vor zwei Jahren ehrlich gesagt nicht gestellt.

Die Resektion war ca. 6 cm vom Ausgang entfernt - meintest Du das?
Aufstehen musste ich gleich am Tag nach der OP - dazu zwingt Dich das Pflegepersonal. ;-) Ich habe mit deren Unterstützung den Weg bis ins Bad geschafft und wieder zurück ins Bett - kam mir danach vor wie nach nem Marathon.
Auf Intensivstation war ich gar nicht. War nur eine Nacht im Aufwachraum. Einen Rückenmarkschmerzkatheter hatte ich nicht. Nach der OP hatte ich eine Schmerzmittelpumpe, die ich selber dosieren konnte, habe ich aber nicht gebraucht.
Bei einer solch großen OP wird normalerweise so ein Blasenkatheter gelegt, um die Blase erst einmal zu entlasten. Nach ein paar Tagen fing dann das Blasentraining an. Da hab ich erst gemerkt, dass ich von selber kein Wasser lassen konnte.
Auf der AHB konnte ich schon einiges machen. Nur Schwimmen z. B. ging nicht, da ich die meiste Zeit von der Reha noch den Blasenkatheter hatte. Dieser wurde mir dann aber in der 3. Woche gezogen, nachdem die Blase mit Reizstrom erfolgreich stimuliert werden konnte und wieder selbständig gearbeitet hat.
Die AHB ist auf jeden Fall empfehlenswert. Ich hab dann im Oktober 2008 wieder zu arbeiten angefangen - mit einer Wiedereingliederung von 4 Wochen. Ich arbeite im öff. Dienst (IT-Bereich, Bürojob).
Also wenn ich muss, hab ich mir angewöhnt auch gleich zu gehen, da ich es sonst bereue (bekomme dann leicht Verstopfung).
Klar macht das Leben noch Spaß!! Ich mache alles so wie vorher - auf Parties u. Konzerte gehen, mich mit Freund/-innen treffen, verreisen (war erst heuer in Kalabrien). Mein Leben hat sich durch den Eingriff natürlich verändert, mein Körper ist nicht mehr der gleiche wie vorher.
Darmschmerzen habe ich keine. Einige Zeit nach der OP musste ich zu Prof. Kessler zur Nachkontrolle. Das war nicht sehr schön, aber ging auch vorbei und zum Glück war alles ok.
Das mit meinem Bein ist nicht üblich. Übrig geblieben ist ein kleiner Bereich am hinteren linken Oberschenkel der taub ist, mich aber nicht weiter stört.
Also die Rückkehr ins Leben, das war für mich der Zeitpunkt als mir der Blasenkatheter gezogen wurde. Da fühlte ich mich wieder wie ein normaler Mensch.
An Schmerzmitteln hab ich meist Ibuprofen genommen. Wenn es nicht so schlimm war hab ich Paracetamol genommen. Mein Frauenarzt hatte mir Schmerztabletten gg. Tumorschmerzen verschrieben, weil er sich anscheinend nicht anders zu helfen wusste - weiß aber nicht mehr den Namen von denen.
Das Ausmaß war mir nicht bewusst, da es ja meine erste Endo-OP war und ich mich noch nicht lange mit dem Thema beschäftigt hatte.
Auch mit meinem jetzigen Wissen würde ich die OP wieder machen lassen. Meine Lebensqualität ist im Vergleich zu gesunden Menschen natürlich etwas eingeschränkt - mir fehlt der linke Eierstock und ein Stück vom Darm, muss die Pille im LZZ nehmen, vertrage nicht alles, muss öfter aufs Klo wie andere. Aber dafür hab ich nix lebensbedrohliches, ich muss mich halt damit arrangieren.

LG, Maddl