Rückenschmerzen durch die vielen OP´s!?!
Jessy

Hallo zusammen,

ich wollte euch mal etwas erzählen, was für die ein oder andere von euch evtl. auch interessant sein könnte.

Ich plage mich jetzt schon seit gut 5 Wochen mit irren Rückenschmerzen herum. Okay, dachte ich, Rückenschmerzen hat jeder mal, also kein Grund zur Beunruhigung.

Da die Schmerzen aber immer schlimmer wurden und ich mich gar nicht mehr bewegen konnte/kann, bin ich dann doch mal zu meiner Hausärztin. Diese vermutete einen Hexenschuss und verschrieb mir Krankengymnastik. Heute hatte ich meine erste Krankengymnastik und musste der Physiotherapeutin alle OP´s aufzählen die ich in meinem Leben hatte. Neben den 7 Endo-OP´s kommen noch eine Blinddarm- und Leistenbruch-OP hinzu die ich als Kind hatte.

Bei den Aufzählungen meiner OP´s wurde die Physiotherapeutin hellhörig. "Aha", sagte sie, "da haben wir doch schon Ihr Problem." Ich: "Wie jetzt?" Sie: "Ich gehe schwer davon aus, dass sie die Rückenbeschwerden durch die vielen OP´s haben. Eine verkehrte Drehung, ein Stoß oder Zug und die heftigen Rückenschmerzen sind da." Sie erklärte mir das so: Während der OP´s entstehen Vernarbungen (wissen wir ja alle) und diese Vernarbungen knubbeln sich im Bauchraum zusammen. Durch dieses Zusammenknubbeln (weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll Laughing) und bei evtl. schwachem Bindegewebe zieht sich das Gewebe im Rücken zusammen und macht deswegen solche Beschwerden.

Also behandelte mich die Physiotherapeutin mit Schwerpunkt auf meinem Unterleib. Sie drückte und knete u. a. meinen Unterbauch. Ich denke es war schon so etwas wie Osteopathie was die Therapeutin machte. Zum Teil war es unangenehm, aber zum größten Teil war es sehr gut.

Nun habe ich extreme Schmerzen im Rücken- und Bauchbereich doch die Therapeutin sagte, dass ich nach der Behandlung Muskelkater haben werde, was auch sehr schmerzhaft wird. Sie hatte Recht. LaughingWink

Meine Geschichte sollte nur als kleiner Hinweis für diejenigen dienen, die sich immer wieder mit Rückenbeschwerden rumärgern. Laßt euch Krankengymnastik aufschreiben, dass tut sehr gut.

lg Jessy.



Hallo Jessy Ich wurde zwar
chanelle71

Hallo Jessy

Ich wurde zwar noch nie operiert, aber ich kann mir das gut vorstellen, was Du beschreibst. Bei mir ist so, dass ich v.a. Schmerzen habe an der Hüfte, die in's Bein ausstrahlen.

Ich hatte aber auch schon Schmerzen im Kreuz (ist viel besser, seit ich eine neue Matratze gekauft habe). Jedenfalls stellte man beim Röntgen fest, dass ich eine gekrümmte Wirbelsäule habe oben am "Kreuz-Bereich". Ich dachte auch schon daran, ob das ev. mit den Verwachsungen durch die Endo. zusammehängen könnte, dass sich der Rücken nicht mehr gerade halten kann. Ich kann mich nämlich nicht erinnern, dass ich das vorher hatte. Ich hatte auch nie Rückenschmerzen...

Jedenfalls hoffe ich, dass Dir die Physio weiterhin hilft.

--

Liebe Grüsse, Chanelle



hey jessy, das kann ich mir
Tinimaus

hey jessy,

das kann ich mir auch gut vorstellen. hatte erst eine endo-OP (insg. aber schon 7 OPs hinter mir) und daher wohl noch keine verwachsungen, jedenfalls merke ich nichts in der richtung..

bei mir ziehen die endoschmerzen aber richtig stark ins kreuz, gerade die gebärmutterkrämpfe (adenomyose). daher tut mir alles gut, was den rücken entspannt- schwimmen, dehnen, rückenmassage. ich hab einmal ne massage geschenkt bekommen, danach bin ich wie auf wolken gelaufen. hatte natürlich am nächsten tag auch derben muskelkater ;) aber es war richtig toll. werd ich mir bei gelegenheit mal selbst schenken ;) am besten, wenn das studium grade richtig stressig ist und verspannungen sowieso vorprogrammiert sind.

ich drück dir die daumen, dass dir die physiotherapie hilft!

liebe grüße, tini



@ lilie
Jessy

Hi,

ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es fatal finde immer alles auf die Endometriose oder Fibromyalgie zu schieben. (Ist nicht böse gemeint Wink) Denn man selbst und auch die Ärzte neigen dann immer dazu, evtl. der Einfachkeit halber, zu sagen: "Ach, Sie haben Endometriose? Daher kommen ihre Beschwerden, ganz klar." Und somit werden u. U. die wirklichen Diagnosen und Befunde übersehen. Hab ich auch schon erlebt. Aber das nur mal so am Rande. Laughing

Ich muss dazu sagen, dass es mir in den letzten Monaten Endometriose-mäßig echt gut geht. Ich habe keine Beschwerden und Schmerzen mehr. Ich bekomme nicht mal mehr meine Regel wenn ich Pillenpause mache (juhu Laughing), deswegen hat mich die Vermutung meiner Physiotherapeutin gestern echt überrascht. Positiv wie negativ. Positiv deswegen, weil sie scheinbar eine logische Erklärung für meine Rückenschmerzen hat. Negativ deshalb, weil  die Endo bzw. die Folgen mich wieder eingeholt haben. Und das zieht mich echt runter. Frown Weil ich echt dachte, ich könnte so langsam einen Haken an die Endo machen.

Die Therapeutin drückte und zog und schob auf meinem Unterbauch herum. Und zack, da waren die altbekannten Schmerzen wieder. Ich bin echt genervt.

lg Jessy



@ Jessy
Tess

Ich muss dir mal meinen Senf zum Thema Fibromyalgie dazu geben :-)

Wir hatten nämlich diese Woche einen Dozenten der uns ganz klar sagte, für ihn gibt es diese Krankheit nicht. Er meinte Fibromyalgie ist ein Name für Symptome die die Schulmedizin eben nicht anders einordnen kann bzw. wie sooft "machtlos" ist, also gibt man ihr halt mal den Namen und stellt die "Diagnose" anhand eines Ausschlussverfahrens. Fand ich interessant!

Nur so am rande ;-) 

--

Liebe Grüße, Tess



finde seine argumentation
Tinimaus

finde seine argumentation auch sehr schwammig. beim reizdarmsyndrom sieht man auch nichts (keine veränderungen der darmschleimhaut etc.).. daher sind ja alle untersuchungen ohne ergebnis. von daher ist diese krankheit ja auch eine ausschlussdiagnose, wenn alle anderen krankheiten, die diese symptome hervorrufen, z.B. darmkrebs, morbus crohn, colitis ulcerosa etc. eben nicht vorliegen.

dass bei untersuchungen nichts sichtbar ist, heißt überhaupt nichts, und das heißt auch nicht, dass der patient gesund ist. sowohl das reizdarmsyndrom als auch fibromyalgie sind eigenständige krankheiten, die zwar nicht gefährlich sind, aber für die patienten mit einem sehr hohen leidensdruck verbunden sind und die lebensqualität extrem beeinträchtigen (schmerzen, bei reizdarm durchfall etc.) . leider weiß man darüber so wenig und deswegen gibt es noch keine vernünftigen behandlungsansätze. ich könnte mir vorstellen, dass, sobald diese krankheiten besser erforscht sind, es auch bessere methoden gibt, diese zu untersuchen und dann die krankheit auch "sichtbar" zu machen.denn wenn man die ursache der krankheit nicht kennt (beim reizdarm vermutet man eine gestörte impulsweiterleitung im nervensystem des darms), kann man die veränderungen auch nichtg sichtbar machen.



Das Reizdarmsyndrom hat
Tess

Das Reizdarmsyndrom hat bekanntlich auch einen hohen psychosomatischen Aspekt und ich selbst würde die Ursache auch viel mehr in diesem Bereich suchen als in einem rein physischen.

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Liebe Grüße, Tess



ja klar, aber deswegen ist
Tinimaus

ja klar, aber deswegen ist es trotzdem eine krankheit, obwohl man keine krankhaften veränderungen in dem sinne sieht.



Das Reizdarmsyndrom
Tess

Das Reizdarmsyndrom hauptsächlich psychosomatisch bedingt ist glaube ich ja. Merkt man doch deutlich an Betroffenen wie sehr sich die Krankheit unter Stress bzw. Entspannung auswirkt.

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Liebe Grüße, Tess



Ich hab hier gar nix über
Tess

Ich hab hier gar nix über einen Kamm geschert. Ich sag nur, was ich denk. Das heißt nicht, das du mit mir da einer Meinung sein sollst. zudem war die Aussage an Jessy gerichtet.

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Liebe Grüße, Tess



@ Tess
Jessy

Hi Tess,

zum Thema Reizdarm kann ich sagen, dass du da nicht ganz Unrecht hast. Als ich letztes Jahr wg. meinem ständigen Durchfall in Behandlung war sagte mein Gastrologe, dass ich einen Kurs für Yoga und/oder progressive Muskelentspannung machen soll, denn der Darm ist durch und durch mit Nerven durchzogen die bei Stress "Theater" machen.

Erfahrungsberichte zeigen, dass viele Patienten mit Reizdarm, die solche Kurse machen, gute Erfolge haben. Von daher denke ich schon das da was dran ist.

Psychisch bedingt heißt ja nicht gleich, dass man einen an der Klatsche hat. Selbst normale Problemchen und Sorgen im Alltag können sich ungünstig auf die Organe auswirken. Da fällt mir zu  Psychosomatisch ein:  Anhaltende seelische Belastungen können früher oder später zu körperlichen Reaktionen und Beschwerden führen.

Oder: Die immer wiederkehrenden körperlichen Symptome wiederum erzeugen negative psychische Reaktionen. Jeder kennt dies sicherlich, wenn er Schmerzen hat - gute Laune kommt dabei selten auf. Depressionen, Unlust, Erschöpfung etc. sind die Folge. Und diese verstärken dann wieder die körperlichen Symptome. Es kommt zu einem Teufelskreis.

Und:  Der Patient wird als ganzer Mensch mit Leib und Seele gesehen. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass körperliches Leiden durch seelische Faktoren bedingt oder mit bedingt wird. Umgekehrt ist auch bewiesen, dass seelisches Leiden durch eine schwere körperlichen Erkrankung entstehen kann.

lg Jessy.



@ Jessy
Tess

Das meinte ich ja damit. Psychosomatisch hat gar nix mit Verrückt zu tun. Aber sobald irgendwo das Wort "psycho" auftaucht machen manche total dicht. 

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Liebe Grüße, Tess



Das war überhaupt nicht auf
Tess

Das war überhaupt nicht auf dich bezogen, das war allgemein gesagt. Wenn jemand zum Psychotherapeuten geht wird er in der heutigen Gesellschaft auch als nicht ganz dicht abgestempelt. traurig aber wahr!

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Liebe Grüße, Tess



Mädels
Jessy

Hallo Mädels,

nicht gleich wieder verbale Kloppe verteilen. Wink

@ lilie

"Die Symtome  oder die Beschwerden der Endometriose oder der Fibromyalgie oder das Reizdarmsyndrom ist nunmal nicht psychosomatisch sondern was körperliches das meinte ich die ganze Zeit damit."

Also mein Reizdarmsyndrom hat definitiv nichts körperliches ergeben. Blut-, Ultraschall- und Darmspiegelung war ohne Befund. Nun will ich nicht selbst von mir behaupten das ich gaga bin, aber woher sollen die Beschwerden denn kommen?

Mein Gastrologe meinte, dass auf Grund der vielen OP´s (u. a. auch am Darm) mein Darm eine Funktionsstörung hat. Ist aber nur eine Vermutung. Und da ist es auch schon wieder: Immer schön auf die Endo schieben, die kann sich ja nicht wehren. LaughingWink

Und wie schon beschrieben wurde, wird das Reizdarmsyndrom und auch die Fibromyalgie nur durch Ausschlussverfahren diagnostiziert. Auch bei meiner Fibro hat man nichts gefunden, also Röntgenbild und Blut war total normal.

Hmmm, ich weiß auch nicht, aber wir Endo-Damen sind schon "besonders". Innocent

lg Jessy



@ lilie
Jessy

"Ich glaube deinem Therapeuten natürlich nur ich denke es andersrum man kann nicht alles auf die Op schieben."

Ich verstehe was du meinst und sehe es absolut genauso. Deswegen werde ich mir eine weitere Meinung von einem Orthopäden holen. Sicher ist sicher. Nicht das es am Ende die Bandscheibe ist. Dann haben wir den Salat. Laughing

lg Jessy