Hormone - Störung nach absetzen von Orgametril
HattingenVonEmma

Hallo ihr Lieben,

ich habe folgendes Problem, doch vorab mal kurz ein kleiner geschichtlicher Abriss lach. 1996 wurde ich das erste mal operiert (hatte den ganzen Bauch voll, plus an der Blasenwand und Darmwand), dann begann die Medikamentengabe (mit was weiss ich leider nicht mehr). Dann 1998 und 2000 nochmals Endo-OP und ab 2000 Dauermedikation mit Orgametril (ohne 7 Tage Pause).  Ab da dann alles super. Nur, als ich 2009 eine neue Frauenärztin brauchte und die der Meinung war, dass ich ja mittlerweile über 30 (um genau zu sein 33) Jahre jung bin und sich der Körper verändert und ich Rauche, sollten wir den Versuch wagen, das Orgametril abzusetzen. Nachdem sie mich ja wegen den ganzen Nebenwirkungen der künstlichen Wechseljahre usw. aufklärte, dachte ich jo sie hat recht. An dem Punkt, als sie mich aber fragte, ob mir schon bewusst ist bzw. ob ich auch wieder Frau sein möchte (wegen der Hormonumstellung) – hätten meine Alarmglocken klingeln müssen. Naja und nun kommts, ich also mit dem Rauchen aufgehört (heute nun 16 Monate rauchfrei) und dann auch im Dezember 2009 Orgametril abgesetzt.

Ich sags euch, mittlerweile wiege ich a 10 Kilo mehr (trotz Diät und Sport krieg ich nicht ein Gramm runter) und dann geht’s mir irgendwie schlecht.  Ich mache das mal an ein paar Punkten fest:

-       eine Woche vor der Monatsblutung leichter Temperatur, Schmerzen, Übelkeit

-       eine Woche Blutungen mit Krämpfen, Schmerzen, Probleme beim Wasserlassen

-       keine Chance Gewicht abzunehmen

und nun das schlimmste: ich habe einen Inneren Konflikt, empfinde die neu gewonnnene Weiblichkeit nicht mir zugehörig (typische Dinge einfach) ich hab lange gebraucht, dass alles zu definieren. Zumal alle das auf das Rauchen aufhören geschoben wurde, alle sagten, mensch fang wieder an zu rauchen (aber ehrlich ich hatte nie Entzug, nie drang eine zu Rauchen usw. und auch habe ich direkt mit tägl. Radfahren und Essensumstellung gegengewirkt) und nun ist es auch schon 16 Monate her. Ich war schon immer eher männlich angehaucht (nicht das ich wie ein Mann aussehe oder sein möchte, aber halt kernig) und durch die Jahre lange Hormoneinnahme kannte ich ja nichts anderes. Und nun, es ist schrecklich – ich bin mir so im fühlen, im empfinden, einfach im sein total fremd – INNERER KONFLIKT.

Mein Hausarzt meinte, dass es wirklich durch das Absetzen kommt, die Stimmungsschwankungen, dass weinerliche, die Gewichtszunahme und die Körperverschiebung, das gereizte – jeder sagt mir, ich wer so anders.

Ah – nun habe ich einen Termin gemacht – brauch die Hormone wieder zurück, will so nicht sein.

Kennt ihr so was auch, ist jemanden diese Art von Umstellung durch Hormone bekannt?!?! Bin wirklich verzweifelt...

LG
Emma



Orgametril
Himmelsblau

Hallo Emma,

ich hatte auch mal ne Zeitlang Orgametril genommen und habe die auch sehr gut vertragen. Keine Mens, keine Schmerzen - einfach nix. Leider gibt das Orgametril nicht mehr (falls ich noch auf den aktuellen Stand bin ;-). Ich hatte dann Primolut/NETA und zum Schluss Chlormadinon bekommen. Zur Zeit nehme ich keine Hormone ein wegen Kinderwunsch. Die Beschwerden/Probleme, die du jetzt hast, habe ich gott sei danke nicht.

LG Himmelsblau