mal eine ganz dumme frage
ruth-maria1980

guten morgen ihr lieben,

bevor ich mit meinem problem anfange, möchte ich euch einen gesegnete adventszeit wünschen und gottes segen.

jetzt zu meinem problem:

eigentlich traue ich mich gar nicht so richtig darüber zu reden, aber außer euch habe ich niemanden mit dem ich darüber reden kann. eigentlich war ich mir bis dato ganz sicher, dass ich super mit der endo usw. zurechtkomme und es verarbeitet habe. aber an einer sache merke ich das vielleicht nicht alles ok ist. ich bin nun leider schon seit 8 jahren single und seit meiner diagnose habe ich das gefühl das es auch besser ist wenn ich alleine bleibe. ich kann doch keinem partner so etwas antun oder? ich wäre dann doch für denjenigen nur ein balast? wer will schon so jemanden wie mich? entweder habe ich endoschmerzen oder noch schmerzen von dem unfall. ich habe einfach das gefühl, dass ich es nicht verdient habe geliebt zu werden. andererseits möchte ich so gerne einen partner haben und ganz besonders kinder, aber irgendwie wenn ich diese gedanken hege, dann werden die zweifel immer so groß.

habt ihr vielleicht einen tipp wie ich diese gedanken loswerde oder könnt ihr das nachvollziehen?

lg ruth-maria



Hallo Ruth,   schwierige
Erdbeere23

Hallo Ruth,

 

schwierige Situation......das hört sich so an, als kämst du selber mit dem, was alles passiert ist, nicht gut zurecht und müsstest erstmal mit dir selber wieder besser zurecht kommen, bevor du eine Beziehung eingehst....? Hast du mal über eine Psychotherapie nachgedacht? Das kann oft sehr doll helfen....

Das Ganze, vor Allem auch die Rolle, die wir in Beziehungen einnehmen, hängt in dem Fall sehr von der Einstellung zur Endometriose, zu Schicksalsschlägen usw ab. Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass man erst an den Punkt kommen muss, das Ganze so sehr leid zu sein, dass aus den Opfergedanken ("Ich bin doch nur Ballast!", "Mich hat es so schwer erwischt!" "Wer kann mich schon ertragen?") erstmal eine gesunde Wut wird und man aufhört, sich zu fragen, warum es einen bloß so hart getroffen hat, und stattdessen anfängt, zu kämpfen und Dinge zu denken wie "Mit mir nicht - ich hab zwar diesen ganzen Mist, aber ich bin mehr als das und lasse mich davon nicht kleinkriegen!"

Denn nur wenn man irgendwann die Einstellung erlangt, dass die Endometriose oder was auch immer ein Teil von einem ist, aber nur ein kleiner, der nunmal da ist, aber keine Priorität hat und einen als Persönlichkeit eher stärkt- dann hat man irgendwann wieder Raum für anderes, auch für Beziehung usw.

An den Punkt muss man kommen, raus aus dem Verweile und Schwelgen im Leid der ganzen ungerechten Welt (sorry, ist überspitzt, aber ich denke, du verstehst, was ich meine)- dann kann man SOOOOO viel Lebensqualität gewinnen!!!!!!!!!!!!!!!!

Wenn das allein nicht möglich ist, dann mithilfe von Menschen, die gelernt haben, zu unterstützen, mithilfe einer Therapie, vielleicht kombiniert mit einer gezielten Schmerztherapie usw......auf jeden Fall einen Versuch wert:)

Liebe Grüße dir!



Liebe Ruth-Maria, jeder
Jessi83

Liebe Ruth-Maria,

jeder Mensch hat es verdient geliebt zu werden.Und es gibt bestimmt auch einen passenden Mann für dich nur du darfst nicht so negativ denken und dich so zurückziehen.Immer positiv denken,sonst frist dich die Krankheit auf.

Mit wurde in meiner Ausbildung gesagt:

Ist die Seele krank,dann ist auch der Körper krank.

Und ich finde an dem Spruch ist sehr viel Wahrheit dran.Es gibt auch Männer die mit Endo klarkommen und dich so lieben wie du bist mit allen ecken und kanten!

Also Kopf hoch und positiv denken und nicht in Endo so reinsteigern:-)



vielen dank, dass ihr beiden
ruth-maria1980

vielen dank, dass ihr beiden schon mal geantwortet habt. es hat einfach mal gut getan es von der seele zu schreiben. was mir aber noch wichtig ist, ist das ich möchte das ihr versteht das ich mich nicht als opfer fühle. also nicht die opferrolle eingenommen habe. ich oder mein kopf ist einfach davon überzeugt, dass ich einem partner so etwas nicht antun darf/kann. hört scih vielleicht blöd an, aber so empfinde ich es einfach. habe ich mich jetzt deutlicher ausgedrückt???????????



An deiner Stelle würde ich
Jessi83

An deiner Stelle würde ich mal mit einem Psychologen drüber reden.Klar gibts immer noch das Klischee denken Seelenklemptner etc aber es tut wirklich mal gut vom Profi Tips und ratschläge zu bekommen!

Scheu dich nicht!!Seh Endo nicht als Belastung sondern als Teil deines Lebens und damit wird ein Partner auch klarkommen



Hallo ruth also warum sollst
petra 2

Hallo ruth also warum sollst du nicht glücklich werden mit einem partner ? Ich habe  endo schon ewig und mein Mann hat mich so genommen wie ich bin also mit krankheit er wußte es von anfang an es war nie ein problem für ihn im gegenteil er hat immer zu mir gestanden wie schlecht es mir auch  ging .Ich glaube wenn man sich liebt kann jede krankheit kommen man steht das zusammen durch außerdem gibt ein Partner einem halt . Ich glaube das das du einem parnter das nicht antust sondern wenn du von anfang an ehrlich bist dein Partner sicher kein Probelem damit hat es sind ja nicht alle tage bei uns endo frauen mit schmerzen verbunden du hast sicher gute Tage auch. Ich bin jetzt schon 11 Jahre mit meinem Mann zusammen er steht zu mir und wir haben einen Sohn meine Familie gibt mir sehr viel kraft . An deiner stelle gib nicht auf du findest noch einen Partner der dich versteht und dich so nimmt wie du bist las dich nicht von der endo dein glück bestimmen sondern du bestimmst es selber . Ich wünsche dir einen schönen Tag liebe grüße Petra



Ich kann dir auch nur raten
Tess

Ich kann dir auch nur raten das in einer Psychotherapie durchzuarbeiten. Ich selbst war fast 6 Jahre lang in einer Beziehung, verlobt und dann ging es dieses Jahr auseinander. Zuerst dachte ich die Welt bricht zusammen, aber inzwischen geht es mir super mit meinem Singleleben. Ich habe allerdings auch überhaupt keinen Bock auf die Männerwelt und fühle mich allein im Moment viel wohler. Ich kann endlich mein Leben so leben wie ich das will und muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Und ich habe gelernt einfach nur noch auf mich zu hören. Derzeit das beste Beispiel: Ich habe jahrelang Hormone eingenommen, von Pillen über Wechseljahrsspritzen, eine OP nach der anderen, es lagen sonst immer max. 10 Monate von einer OP zur nächsten. Gestern vor 2 jahren wurde ich nun das letzte Mal operiert, seit April nehme ich keinerlei Hormone mehr ein und habe pünktlich gestern zum "Zweijährigen Jubiläum" meine Blutung bekommen. Normalerweise war ich da mit einer Höchstdosis Schmerzmitteln im Bett gelegen und dieses Wochenende habe ich feiernd verbracht ohne jegliche schmerzmedikation. 

Also du siehst es kann auch alles positiv kommen, aber ich habe auch schon vor längerem eine HP für Psychotherapie aufgesucht und das alles durchgearbeitet. Sonst wäre ich heut auch nicht da wo ich bin.  

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Liebe Grüße, Tess



Hallo Ruth, Krankheiten
Gabriella

Hallo Ruth,

Krankheiten gehören mal zum Menschensleben. Manche werden doch auch während einer Ehe krank, aber deswegen verlassen sie einander nicht - wenn sie sich lieben.

Es hört sich komisch an, aber ich sehe das auch positiv. Durch die Endo lernst du der andere besser kennen, wie er sich um dich kümmert, ob er wirklich auch in schwere Zeiten für dich da ist. Weisst du, das Leben ist für niemandem IMMER ein Sonnenschein. Endometriose, Krebs, MSC, PCOS, ... und diese Menschen sind trotzdem oder eben weil sie eben mehr Liebe brauchen LIEBENSWERT und EINZIGARTIG.

Ich kann z.B. mein Mann der Endometriose danken. Wir waren nach 2 Jahren Beziehung schon getrennt wie ich die Diagnose bekam. Ich hatte schon meine neue Wohnung unter Vertrag, alles und er hat gesagt, dass er mich in einer solchen Situation nicht alleine lassen kann und mich unterstützen wird solange ich das brauche. Während meiner Pflegezeit sind wir wieder zusammengekommen. Nun sind wir schon seit 6 Jahren zusammen und seit 1,5 Jahren sehr glücklich verheiratet.

Psychologische Behandlung wäre echt ratsam, mache ich auch seit 4 Jahren. Das heisst nicht, dass du permanent wo bist, sondern dass du über Themen nachdenkst und falls du Fragen hast, besprichst du mit einem Fachmann.

UND DU BIST LIEBENSWERT!!! Ich kenne zwar dich nicht, aber bin mir sicher, dass du - wie die meisten Menschen - viele positive Eigenschaften hast und jemandem viel geben könntest.

LG

Gabriella



Liebe Ruth-Maria, der
laSeraphina

Liebe Ruth-Maria, der Meinung von Lilie bin ich auch!....Ich habe das Glück einen Freund zu haben der trotz meiner Endo zu mir hält und auch trotz einer mögl. Unfruchtbarkeit mich bestärkt! Solche Männer gibt es wirklich!

Ich glaube daran, dass wenn es der Seele gut geht, der Körper einiges überwinden kann!!....Ich bin mir sicher, dass wenn du offen mit deiner "Krankheit" umgehst, du einen Mann finden wirst, der dich so liebt wie du bist!!! :) Jeder Mensch von uns hat doch seine Defizite oder Probleme :) Nobody is perfect :)

Kopf hoch :)

 

Liebe Grüße Sabrina