Zusammenhang Schilddrüsenprobleme und Endometriose?
Jetina

Hallo miteinander,

mir begegnet hier im Forum manchmal das Schilddrüsenprobleme mit  der Endo zusammenhängen können. Kann mir das jemand genauer erklären?

Ich habe seit vielen Jahren einen Kropf, vielleicht solange ich die auch die Endo schon habe. Wurde aber von den Ärzten immer als nicht so wild eingeschätzt, also keine Behandlung. Diese Jahr hat man mich bei einer Endoop darauf hingewiesen, dass ich meine Schilddrüse untersuchen lassen sollte, weil ich immernoch diesen Kropf habe. Also habe ich das in Angriff genommen. Heraus kam, dass ich mehrere kalte Knoten in der Schilddrüse habe, die man eigentlich operieren muß, aber einen normalen Schildrüsenhormonspiegel.  Der Internist hat mir dann doch leicht Schilddrüsenhormone verschieben, damit die Knoten nicht weiterwachsen. Ich bin schon so oft operiert worden in meinem Leben, dass ich auf eine Operation keine Lust habe. Nun habe ich einen Termin bei einem Endokrinologen der sich das mal anschauen soll und ich finde ich könnte da bestimmt auch mal das Thema Endometriose und Östrogenspiegel ansprechen. Vor lauter Unsicherheit habe ich die Schilddrüsentabletten abgesetzt, weil ich Sorge hatte, dass die irgendeine Auswirkung auf die Endo haben könnten. 

Also , wenn jemand was dazu weiss, bitte um Antwort

LG Jetina



Hallo Jetina, ich habe eine
Jessi83

Hallo Jetina,

ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und muss täglich Schildrüsenhormone nehmen.Mir hat aber noch niemand gesagt,dass das in verbindung mit Endo steht!

Aber das ist mal eine gute Frage,die ich einem Spezialisten stellen könnte.

Denn bei mir wurde die Unterfunktion erst vor ein paar Monaten festgestellt und dann fingen irgendwann auch die Unterbauchschmerzen an.Bei der Bauchspiegelung vor 3Wochen kam erst raus das ich Endo habe.



Hallo
maeuschen264

Ich habe auch seit Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion. Erst mein Spezi meinte dann, dass es viele Endopatientinnen gäbe, die gleichzeitig  was mit der Schilddrüse haben. Hängt wohl schon zusammen, aber was genau, weis ich auch nicht. Werd des nächste Woche aber vielleicht einfach ansprechen. Vieleicht erfahr ich ja was darüber. Dann meld ich mich nochmal

 Liebe Grüße Nicole

--

Liebe grüße

 

Nicole



Hallo Jetina,   also ich
Madeleine

Hallo Jetina,

 

also ich nehme auch Schilddrüsenmedikamente, da ich auch diese kalten Knoten habe. Ich habe mein Medikament 2008 auch mal einfach abgesetzt und das war leider nicht richtig. Das Medikament ist dafür da, dass der TSH Wert im Normbereich bleibt und die Knoten nicht weiter wachsen. Aber ob das im Zusammenhang mit der Endo steht, dass weiss ich auch nicht. Bin ab 07.12. zur AHB und werde dort mal nachfragen. LG Madeleine



Schilddrüse in Zusammenhang mit Endo
Himmelsblau

Hallo miteinander,

ich habe auch SD-Unterfunktion und nehme L-Thyroxin ein. Ich weiß nur, dass die SD eine wichitge Rolle beim Zyklus spielt. Funktioniert die SD nicht, dann ist der Zyklus meist auch ungleichmäßig. Bei mir wurde die SD-Unterfunktion während der Schwangerschaftsvorbereitung festgestellt. Dies ist jetzt gut eingestellt, nun warte ich darauf, dass mein Zyklus auch bald wieder normal wird und somit auch SS werden kann.

LG Himmelsblau



Danke für eure Antworten
Jetina

offensichtlich gibt es einige Endopatientinnen die auch Schilddrüsenprobleme haben, aber einen wirklichen Zusammenhang hat wohl noch niemand so wirklich hergestellt. Ich habe hier  im Forum gelesen, dass die Schilddrüse auch Probleme machen würde durch einen Östrogenüberschuss. Und dieser auch Verursacher der Endo sei. Dass das Östrogen die Endo "am Leben" hält wissen wir ja. Wird bei Endopatientinen eigentlich routinemäßig der Östrogenspiegel gemessen?

LG Jetina



An Jetina
laSeraphina

Hallo Jetina, weißt du, ob dieser Östrogenüberschuss bei einer Schilddrüsenüber - oder unterfunktion statt findet?

 

LG laSeraphina



Hallo IaSeraphina
Jetina

nein, ich weiß das nicht. Es ist die Frage die ich stelle, ob es da einen Zusammenhang gibt, es gibt im Forum jemand der diesen Zusammenhang beschreibt. Nun stellt sich mir die Frage, wird bei Endopatientinnen eigentlich routienemäßig  der Östrogenspiegel gemessen? Ich habe normale Schilddrüsenhormonwerte, keine Über- oder Unterfunktion, aber die kalten Knoten. Mein Östrogenspiegel wurde eigentlich noch nie gemessen, was auch schwierig ist, da ich seit Jahren verschiedene Hormone nehme. Wurde bei dir schonmal der Östrogenspiegel gemessen?

LG Jetina



Endometriose + Schilddrüse
marlen

Hallo,

 

 Es gibt Aussagen darüber, das Frauen mit Endometriose Erkrankung häufiger(als andere Frauen)

auch an weiteren Erkrankungen leiden und da sind  vor allem autoimmun Erkrankungen mit dabei.

 

Hashimoto Thyreoditis (Folge Schilddrüsenunterfunktion),  Allergien,

auch  Systemischer Lupus erythematodes, Diabetes.... 

 

 Eine Zahl war das jede 2te Frau die an Endometriose leidet, auch eine Schilddrüsenerkrankung hat ....

(Das waren Aussagen aus einer Studie aus den USA, genaueres dazu weiß ich nicht mehr.)

 

Selber habe ich auch Hashimoto + Endometriose.

 

In der Schilddrüse wird das Schilddrüsenhormon gebildet, ständig

Tetrajodthyronin/ Thyroxin (t4) ist das eine etwa 100µg am Tag

 und das andere Trijodthyronin (t3) etwa 10µg am Tag

 im Durchschnitt-

dieses Hormon  muß im Blut zu allen Stellen im Körper transportiert werden.

Es schwimmt nicht frei sondern ist gebunden an einen Transporter Stoff.

Der Transporter heißt TBG (Thyroxin - Bindendes -Globulin).

Ist es dort angekommen wo es hin soll- zb Muskel großer Zeh, dann

läßt der Transporter es frei- aus der Bindung.

 

Es ist dann freies Hormon (ft4 +ft3)  das freie Hormon kann dann dort seine Arbeit machen.

 

Der Transporter selber das TBG ist nicht immer gleich von der "Anzahl".

 

Östrogen erhöht das TBG , es sind also mehr Transporter vorhanden ,

die alle mit Schilddrüsenhormon besetzt werden können.

 

Bei einer Schwangerschaft erhöht sich dieser TBG Wert besonders,

weil auch mehr Hormon benötigt wird .

 

Auch die gesunde Schilddrüse muß in der Schwangerschaft mehr

als sonst produzieren. Nach der Entbindung ändert sich das

wieder - das ist auch ein Grund  , das es zu dem Zeitpunkt

auch zu einer Schilddrüsenerkrankung kommen kann.

 

postpartale Thyreoditis

 

Schilddrüsenhormone + TBG + Östrogen sind miteinander verknüpft.

 

Benötigt man Schilddrüsenhormone , weil die Schilddrüse

kaputt ist, so muß man die Dosis erhöhen wenn man eine

östrogenhaltige  Pille nimmt, weil auch die das TBG erhöht .

 

Dann  ist es so ,das Entzündungen, Verletzungen dazu führen, das der Körper

genau dahin- besonders viel -hintransportiert- unter anderem auch 

Cortisol- ..+ Schilddrüsenhormon.

 

Die Endometriose mit hohem Östrogen und Entzündungen, fordert von der Schilddrüse 

auch ständig das sie auf Hochtouren läuft. (das ist meine Meinung)

 

Wenn man  auf tägliche Schilddrüsenhormoneinnahme angewiesen ist,

muß man das,  der Endometriose Behandlung mit anpassen.

 

zB

die Wechseljahrestherapie, die das Östrogen stark runterdrückt,

da müßte man die Schilddrüsendosis senken , sonst kämen Überfunktionssymptome.

Bekäme man eine Add back Therapie dazu , dann wäre die Schilldrüsenhormondosis

eher gleichbleibend.

 

Eine Op mit Eierstock Entfernung, Total OP die haben

einen ganz starken Abfall des Östrogens zu Folge,

-die Schilddrüsendosis müßte dementsprechend auch kräftig 

abgesenkt werden.

 

Es gibt verschiedene Schildrüsenprobleme, sie kann sich "aufplustern  "

zum Kropf weil das Gewebe nicht ausreichend Hormone produziert,

sie kann auch schrumpfen mit Gewebe das zu wenig produziert.

 

es gibt auch Kropf mit Gewebe das- zu viel -Hormon produziert (Morbus Basedow)

Morbus Basedow ist unbedingt behandlungsbedürftig, da

das Herz und der Kreislauf auf lebensgefährlichen Hochtouren laufen, 

 entweder mit starken Schilddrüsenblocker oder mit OP oder

mit Radiojodtherapie.

 

oder es gibt heiße Knoten- das sind Knoten die viel ,-zu viel Hormon produzieren.

 

Zu viel Hormon - führt zu Überfunktionssymptomen,

der Stoffwechsel ist viel zu schnell, Herzrasen,Blutdruckprobleme, Gewichtsverlust,

Durchfall,Oberschenkel- Muskelschmerzen, schlaflos, schwitzen ,unruhig, Hitze  ...

 

Zu wenig Schilddrüsenhormon - führt zu Unterfunktionsymptomen

der Stoffwechsel ist zu langsam- Gewichtszunahme, Verstopfung,Blutdruckprobleme

Myxödeme, teigige Haut, aufgedunsen,viel Hornhaut, depressiv, müde, frieren....

 

in jedem Fall ist es wichtig , sich bei Endometriose  auch um eine

gute Schilddrüsenhormoneinstellung zu kümmern, wenn 

es klar ist das die Schilddrüse auch krank ist, denn

die macht auch viele Probleme die sich mit den endo Problemen

stark vermischen können.

(alle Darmprobleme!.....) 

 

Zu den Knoten ist zu sagen, heiße Knoten machen schnell spürbare

Probleme wie Herzrasen, Bluthochdruck.

die freien Werte ft4 +ft3 sind dann hoch- TSH ist niedrig oder supprimiert.

Dann ist eine Op zu überlegen...

 

Bei zu wenig Hormon ist der TSH hoch, ft4+ft3 eher niedrig

bei zu viel Hormon ist der TSH niedrig, ft4+ft3 hoch

 

Zu den kalten Knoten,   die können verschiedene Ursachen haben,

es kann eine Zyste sein, es kann kaputtes Gewebe sein das wenig

oder kein Hormon produziert, kalte Knoten können mit ganz geringer Wahrscheinlichkeit

bösartig sein und deshalb sollten sie besonders beobachtet   werden, obwohl

sie kaum/keine Symptome verursachen.

 

Jetina , die Schilddrüsentabletten haben so keinen negativen Einfluß auf die Endometriose (meine ich),

umgekehrt wenn ein Mangel besteht, wird der Körper schlechter mit den

Endometriose Entzündungen fertig werden.

 

Das Schilddrüsenhormon hilft der Schilddrüse sich "auszuruhen" 

 

Zu den Knoten hole die eine zweite Meinung , nicht beim Hausarzt

sondern in einem  Endokrinologikum oder einem guten Endokrinologen.

 

Das du keine OP mehr willst kann ich sehr gut verstehen, dennoch

nimm das Ernst, auch wenn das dort schmerzfrei ist,

nicht wie die Endo- schmerzen einen zur Op förmlich zwingen.

 

Eine genaue Abklärung der kalten Knoten und dann regelmäßige Kontrolle

und gegebenenfalls sollten diese durch eine Op entfernt werden. 

 

 Viele Grüße

Marlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Huhu! Interessanter Beitrag
lila

Huhu!

Interessanter Beitrag Marlen.

 

Ich hatte lange vor der Endo-Diagnose einen kalten Knoten, der auch entfernt wurde. Er war einfach sehr groß und hat auch Schluckbeschwerden gemacht. Zudem besteht ja auch immer die Gefahr, dass das Gewebe bösartig wird.

 

Ich denke, dass die Schilddrüse im Prinzip nichts mit der Endo an sich zu tun hat. Zudem weiß man ja auch gar nicht, woher die Endo eigentlich kommt (mir gefällt die Idee mit den mutierten Zellen, oder den falsch Angelegten Zellen, vielleicht auch beides zusammen?). Man kann ja auch Flöhe und Läuse haben.

Aber da die Schilddrüse ja den gesamten Haushalt regelt ist es ja auch logisch, dass sie auch Einfluss auf die Geschlechtshormone nimmt und die regeln ja auch die Endometriose.

Gut eingestellt zu sein Schadet mit Sicherheit nicht, die Endo mal ganz aussen vor gelassen.

Den Knoten würde ich mir übrigens immer wieder entfernen lassen. Ich nehme auch das Thyroxin, obwohl ich es eigentlich nicht müsste. Aber die Gefahr ist mir zu groß irgendwann eine erneute OP zu haben. Und die zweite an der Schilddrüse soll ganz gemein sein (hab ich mal gehört).

 

Liebe Grüße

Lila  



Hallo Marlen
Jetina

vielen Dank für deine ausführlichen Informationen! Ja, ich bin mittlerweile bei einem Endokrinologen in Behandlung. Die Diagnose wurde gestellt, Szinthigram gemacht, es sind kalte Knoten mit einer Zyste (wo die Dinger überall auftauchen..), die Knoten wurden punktiert und das Gewebe eingeschickt, es ist nicht bösartig. Ich bekomme jetzt weiter das Schilddrüsenhormon mit Jod (habe keinen Hashimoto). Nun wird alles regelmäßig kontrolliert, Hormonspiegel und die Schilddrüse wieder in einem halben Jahr. Das Hormon soll bewirken, daß die Knoten sich zurückbilden. Im Moment ist von keiner OP die Rede, zumindest nicht an der Schilddrüse, aber eine größere EndoOP steht wieder an.

LG Jetina



Hier noch ein sehr
chanelle71

Hier noch ein sehr interessanter link:

http://www.thyroid-info.com/articles/david-derry.htm

 

In response to Dr. Weetman, David Derry M.D., Ph.D., a thyroid expert and researcher, based in Victoria, British Columbia, responded, saying:

"Why are we following a test which has no correlation with clinical presentation? The thyroidologists by consensus have decided that this test is the most useful for following treatment when in fact it is unrelated to how the patient feels. The consequences of this have been horrendous. Six years after their consensus decision Chronic fatigue and Fibromyalgia appeared. These are both hypothyroid conditions. But because their TSH was normal they have not been treated. The TSH needs to be scrapped and medical students taught again how to clinically recognize low thyroid conditions."

This provocative response was how Dr. Derry came to the attention of many thyroid patients, and interviewer Mary Shomon, About's thyroid guide. In this interview, Dr. Derry shares his fascinating and innovative ideas about why he believes the TSH test needs to be abandoned. This interview was conducted in July of 2000.

Und aus dem Interview: "If you remember it was a long time before the medical profession admitted that there were two new diseases to appear in the world that were not there before. Chronic fatigue and fibromyalgia were non-existent before 1980. This is seven years after the 1973 consensus meeting. So where did these two new diseases come from? The symptoms and signs of chronic fatigue and fibromyalgia were described in the literature in the 1930's as one way that low thyroid could be expressed. Treated early it was easily fixed with thyroid in adequate doses. But even then the clinicians had noticed that if a patient has low thyroid (chronic fatigue and fibromyalgia) for too long then it became more difficult to reverse all signs and symptoms regardless of what they were."

 

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Liebe Grüsse, Chanelle